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Aktuelles

Neue Einträge im Inklusion-Lexikon

Eintrag vom 22.05.2013

Das Inklusion-Lexikon ist eine Sammlung grundlegender Begriffe zum Themenfeld "Inklusion" im engeren und weiteren Sinn und umfasst aktuell 43 Beiträge. Die Begriffsbestimmungen werden von WissenschaftlerInnen verfasst, die sich intensiv mit der jeweiligen Thematik beschäftigen.

In den letzten Wochen ist eine Vielzahl neuer Beiträge hinzugekommen, unter anderem "Exklusion" von Prof. Dr. Karin Terfloth, "Kooperatives Lernen" von Daniel Scholz, "Kern- und Randvokabular in der UK" von Stefanie K. Sachse und Prof. Dr. Jens Boenisch sowie "Leichte Sprache" von Kerstin Hazibar.

Sie können diese sowie alle weiteren Artikel des Inklusion-Lexikons unter dem folgenden Link nachlesen, wo die Beiträge auch als PDF zum Download zur Verfügung stehen:


"Inklusive Modellschule 1 - 13" in Münster - Teilnahme an PRIMUS vor dem Aus?

Eintrag vom 13.05.2013

Aufgrund der jahrzehntelang gemachten positiven Erfahrungen im gemeinsamen Unterricht entstand an der nicht zuletzt durch den gleichnamigen Dokumentarfilm bekannt gewordenen Grundschule Berg Fidel in Münster das Vorhaben, sich zu einer inklusiven Schule mit Sekundarstufe I und II zu entwickeln. Für diese Initiative wurde Berg Fidel im vergangenen Jahr auch vom Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe, mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet - InKö berichtete. Es wurde ein Konzept entwickelt, mit dem man sich für die Teilnahme an PRIMUS, einem Schulversuch zum längeren gemeinsamen Lernen des Landes Nordrhein-Westfalen, bewarb. Nun scheint die Teilnahme am Modellprojekt PRIMUS jedoch zu scheitern.

Warum dies so ist, können Sie in dem von Brigitte Schumann verfassten Artikel "Scheitert das Modellprojekt der Schule Berg Fidel am fehlenden politischen Willen?" nachlesen. Diesen sowie weitere Informationen zu PRIMUS und dem Vorhaben "Modellschule 1 - 13" in Münster finden Sie hier:


Neue Ausgabe der "Zeitschrift für Inklusion Online" erschienen

Eintrag vom 08.05.2013

Ende April 2013 ist die Ausgabe 1/2013 der Online-Zeitschrift für Inklusion erschienen. Die Ausgabe beschäftigt sich in insgesamt acht Beiträgen mit "theoretischen Implikationen des Inklusionsbegriffs aus einer interdisziplinären Perspektive".

Unter folgendem Link finden Sie kurze Zusammenfassungen aller Artikel und können diese außerdem in voller Länge nachlesen:


Artikelhinweis: "RTI - Instrument für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung?"

Eintrag vom 04.05.2013

In ihrem Artikel "RTI - Instrument für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung" diskutiert Brigitte Schumann das präventive Konzept RTI, dessen Stellenwert für die inklusive Fachdebatte und Praxis derzeit verhandelt wird.

"RTI ist die Abkürzung für 'response to intervention'. Die in den USA entwickelte Methode ist auf dem Weg, auch in deutschen Schulen Fuß zu fassen. Sie wird in Rügen unter der Bezeichnung Rügener Inklusionsmodell in Verbindung mit der Universität Rostock derzeit erprobt und findet längst auch ihre Unterstützung und Anwendung in NRW." (Schumann)


Gesetzentwurf zur Umsetzung der BRK in NRW-Landtag eingebracht

Eintrag vom 29.04.2013

Am 24.04.2013 hat die NRW-Landesregierung ihren Gesetzentwurf zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in der Schule (9.Schulrechtsänderungsgesetz) in den Landtag eingebracht.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Schüler und Schülerinnen mit Förderbedarf ab 2014 schrittweise einen Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht haben werden.
Der Gesetzentwurf wird weiterhin von vielen Seiten stark kritisiert. Beispielsweise beanstandet das NRW-Bündnis „Eine Schule für alle“, dass es immer noch keinen individuellen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung gäbe. Weiterhin fehlten genaue Aussagen darüber, wie ein inklusives Schulsystem aussehen und vor Ort entwickelt werden solle. Zudem wird bemängelt, dass die gemeinsame Beschulung noch immer von den Ressourcen der einzelnen Kommunen abhängig sei. In diesem Zusammenhang kritisieren kommunale Spitzenverbände, dass die Finanzierung des Inklusionsprozesses nicht geregelt sei. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW fordert von der Landeregierung verbindliche Qualitätsstandards zur Umsetzung der Inklusion und eine zentrale Steuerung dieses Prozesses.

Unter nachstehendem Link gelangen Sie zum Gesetzentwurf sowie zu einer Übersicht über verschiedene Reaktionen auf den Entwurf:


Eröffnung der Beratungsstelle für Inklusion von mittendrin e.V.

Eintrag vom 26.04.2013

Heute eröffnet der Elternverein mittendrin e.V. seine Beratungsstelle für Inklusion in Köln.
Mittendrin e.V. beraten schon seit vielen Jahren Eltern in Bezug auf die Möglichkeiten integrativer/inklusiver Beschulung. Wir freuen uns sehr, dass die Elterninitiative ab heute nun auch eine eigene Beratungsstelle haben wird.
Der 2006 gegründete Elternverein engagiert sich in Köln und bundesweit für die Integration/Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und hat durch sein Engagement schon viel erreichen können. Auf seiner Homepage beschreibt der Elternverein sein Anliegen u.a. folgendermaßen: „Wer als Erwachsener integriert leben will, sollte das als Kind schon lernen dürfen. (…) Wir wollen angehen gegen die bequeme Überzeugung, unsere behinderten Kinder seien in der behütenden Umgebung der Förderschulen doch gut aufgehoben. Sie sind es nicht. Wann soll Integration gelernt werden - wenn nicht in der Schulzeit?“
Die Elterninitiative hat in Köln bereits zwei Kongresse mit Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Praxis durchgeführt.
Darüber hinaus bietet mittendrin e.V. auch Fortbildungen für Lehrer_innen zu den Themen Teamarbeit, individualisierter Unterricht und soziales Lernen an.
Außerdem engagieren sich Mitglieder des Elternvereins auch in Gremien, wie zum Beispiel dem "Expertenkreis Inklusion beim Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW".
Zuletzt war mittendrin e.V. an der Vorlage eines Gesetzentwurfs für ein inklusives Schul- und Bildungssystem in NRW beteiligt.

Unter folgendem Link finden Sie die Homepage von mittendrin e.V. :


„Inklusion darf nicht scheitern“ - Brief der Eltern an die Lehrerinnen und Lehrer in NRW

Eintrag vom 16.04.2013

Angesichts der heftigen Debatten um den Aufbau eines inklusiven Schulsystems wenden sich Elternvereine jetzt in einem offenen Brief an alle Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen. Darin bitten sie die Lehrer und Lehrerinnen, Spielräume für Inklusion zu nutzen, mit Augenmaß zu diskutieren und bieten den Pädagogen und Pädagoginnen an, gemeinsam für eine gute Ausstattung inklusiver Schulen einzutreten.
In ihrem Brief schildern die Elternvereine die inklusive Schulentwicklung in NRW aus ihrer Perspektive. Die Lage in den verschiedenen Orten in NRW ist sehr unterschiedlich. Es gibt Schulen, die sich sehr für den Ausbau des gemeinsamen Lernens einsetzen und „es gibt viele Orte und Schulen, wo Eltern von Kindern mit Behinderung verzweifeln, wenn sie für ihr Kind das Gemeinsame Lernen wünschen“.
Die Elterninitiativen betonen: „Inklusion 'auszusetzen' heißt, sie hier und heute unseren Kindern zu verweigern. Denn unsere Kinder besuchen jetzt die Schulen, sollen jetzt Teil der Gemeinschaft sein, müssen jetzt ihr Leben in Gemeinschaft leben lernen.“

Lesen Sie unter nachstehendem Link den Brief der Elternvereine im Wortlaut:


Empfehlungen des Beirats zu „Inklusive Schule in Berlin“ erschienen

Eintrag vom 15.04.2013

Nach der Kritik in der Öffentlichkeit am Senatskonzept "Inklusive Schule" des ehemaligen Senators Jürgen Zöllner hat seine Nachfolgerin Sandra Scheeres im Juni 2012 einen Beirat "Inklusion" mit dem Auftrag einberufen, Empfehlungen zur Umsetzung des Gesamtkonzepts "Inklusive Schule in Berlin" zu erarbeiten.
Der Beirat setzt sich aus verschiedenen Expert_innen aus Wissenschaft, Eltern-, Schüler- und Lehrervertretung, Schulleitungen, Bezirksstadträt_innen und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung zusammen.
Die Empfehlungen sind in neun Bereiche unterteilt, u.a.: Das Recht auf Inklusion. Empfehlung zur Änderung des Schulgesetzes; Diagnostik für die FSP Lernen, Emotionale und Soziale Entwicklung, Sprache und für andere Behinderungsarten; Qualifizierung, Weiterbildung sowie ergänzende Förderung und Betreuung.

Außerdem enthalten die Empfehlungen einen Themenschwerpunkt zu „Baulichen Voraussetzungen“, ein Kapitel zur „Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung in Berlin“ und „Daten zur Entwicklung der Integration und des sonderpädagogischen Förderbedarfs“.

Die Empfehlungen und die Stellungnahme der GEW BERLIN dazu finden Sie unter nachstehendem Link:


Monitoring-Stelle fordert verstärkte Anstrengungen bei der Umsetzung der UN-Konvention

Eintrag vom 11.04.2013

Anlässlich des 4. Jahrestages des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März 2013 würdigt die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention die Anstrengungen von Bund und Ländern zur Umsetzung der Konvention. "Die bis heute geleisteten Anstrengungen in Bund und Ländern sowie die Bemühungen von nichtstaatlichen Akteuren, die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Politik und Verwaltung zu verankern, sind positiv zu würdigen", erklärt Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle. Mittlerweile gebe es auf Bundesebene und in zehn Bundesländern Aktions- und Maßnahmenpläne.

Zugleich kritisiert Aichele, dass sechs Bundesländer (Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein) bisher keine Umsetzungsstrategie in Kraft gesetzt hätten. Das sei ein echtes Manko. "Für die Umsetzung der Konvention ist es entscheidend, welche konkreten Verbesserungen sich für die Menschen vor Ort ergeben", mahnt Aichele. Hier seien in den letzten vier Jahren große Probleme beispielsweise in den Bereichen inklusive Bildung, Schutz vor Gewalt, politische Mitwirkung, Barrierefreiheit, gesundheitliche Versorgung erkennbar geworden. "Ohne ein ambitioniertes planerisches und koordiniertes Vorgehen der Regierungen in Bund und Ländern sowie die Koordination der beiden Ebenen ist eine erfolgreiche Umsetzung der Konvention kaum vorstellbar", resümiert Aichele.

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, eingerichtet im unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin, hat gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sinne der Konvention zu fördern und zu schützen sowie die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.

Unter folgendem Link finden Sie eine Übersicht vom Stand der Umsetzung der UN-Konvention in den Bundesländern:


Video-Interview mit Dr. Imhäuser über Inklusion

Eintrag vom 10.04.2013

Am Rande des Deutschen Schulleiterkongresses Anfang März hat Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, ein Interview zu Inklusion gegeben.
Im Interview erläutert er sein Verständnis von Inklusion und das Engagement der Montag Stiftung in dem Bereich. Darüber hinaus stellt er die aktuelle Debatte um die Umsetzung der Inklusion in der Schule dar. Abschließend kommt er auf die gesamtgesellschaftliche Dimension von Inklusion zu sprechen und stellt die von der Montag Stiftung herausgegebene Broschüre „Inklusion vor Ort“ vor.
Hier ein kleiner Auszug aus dem Interview:
„Unter Inklusion verstehen viele in erster Linie die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung im Bildungsbereich. Das ist richtig und wichtig. Aber Inklusion bedeutet darüber hinaus eine grundsätzliche Haltung, die im gesamtgesellschaftlichen Bewusstsein verankert werden muss. Denn Behinderung ist nur eine von vielen möglichen Zuschreibungen, die Ursache für Benachteiligung und Ausschluss sind. Inklusion bedeutet die prinzipielle Wertschätzung von Vielfalt und die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft. Nur mit einem solchen Bewusstseinswandel sind tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen – etwa die inklusive Bildung – möglich.“

Unter folgendem Link finden Sie das Video-Interview und die Projekte der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft zu Inklusion:


Die Dokumentation der Tagung „Fachdidaktik inklusiv“ ist online

Eintrag vom 08.04.2013

Am 29.09.2012 hat in Köln die Arbeitstagung "Fachdidaktik inklusiv" stattgefunden. Das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) Köln hat alle Materialien online dokumentiert.
Zu finden sind die Präsentationen und grafischen Zusammenfassungen der Eingangsvorträge von Prof. Dr. Kersten Reich zu „Standards für Inklusion“, von Prof. Dr. Kerstin Ziemen zu „Inklusion und deren Herausforderungen an die Didaktik“, und von Prof. Dr. Tony Booth zu „Curricula for diversity in education“. Außerdem gibt es die Ergebnispräsentation der Arbeitsgruppen, dort wurde u.a. folgenden Fragen nachgegangen: „Welche Chancen und/ oder Herausforderungen gibt es?“ und „Welche Herausforderungen gibt es speziell für die einzelnen Fachdidaktiken?“. Darüber hinaus ist auf der Seite des ZfL die Evaluation der Tagung zu finden.


Menschenrechtsberichte zum Stand der Umsetzung der UN-BRK in Deutschland und Österreich - eine Zusammenfassung von Brigitte Schumann

Eintrag vom 28.03.2013

"Unabhängig voneinander, aber fast zeitgleich haben zivilgesellschaftliche Bündnisse in Deutschland und in Österreich ihre Menschenrechtsberichte zum Stand der Umsetzung der UN-BRK in ihren jeweiligen Ländern veröffentlicht. Angemahnt wird ein Konventionsverständnis, das die menschenrechtliche Dimension ernst nimmt. Besonderes Augenmerk gilt in beiden Berichten der Umsetzung des Artikels 24, der ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen fordert. Angesichts ähnlicher struktureller Probleme im Schulbereich beider Länder kann die große Übereinstimmung in den Kritikpunkten und den Forderungen aus menschenrechtlicher Sicht nicht überraschen. Jedoch unterstreicht sie umso eindringlicher die menschenrechtlich begründete Notwendigkeit für einen bildungspolitischen Paradigmenwechsel von der Selektion, Segregation und Exklusion zur Inklusion."

Lesen Sie den vollständigen Artikel unter nachstehendem Link:


NRW-Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Inklusion

Eintrag vom 26.03.2013

Am 19.03.2013 hat das Landeskabinett den Gesetzentwurf für ein "Erstes Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen" beschlossen.
Die Schulministerin Frau Löhrmann sagt zu dem Gesetzentwurf: "Wir setzen die VN-Behindertenrechtskonvention um und gehen dabei schrittweise und mit Augenmaß vor. Der Gesetzentwurf hält die Balance zwischen den unterschiedlichen Interessen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung, ihren Eltern, den Schulen, den Lehrkräften und den kommunalen Schulträgern. Inklusion ist eine Chance, unsere Gesellschaft reicher, toleranter, offener und menschlicher zu machen. Sie wird an vielen Schulen Nordrhein-Westfalens erfolgreich gelebt."

Der Gesetzentwurf wird von zahlreichen Organisationen und Verbänden kritisiert.
Der Elternverein mittendrin e.V. beanstandet, dass aus dem Gesetzentwurf kein klar geregelter individueller Rechtsanspruch jeden Kindes auf inklusive Bildung hervorgehe.
Auch die LAG Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen NRW e.V. bemängelt den Gesetzentwurf. Ulrike Hüppe, die stellvertretende Vorsitzende sagt dazu: "Die Finanzlage der Kommunen lässt erwarten, dass Eltern weiterhin vor Gericht gehen müssen, um ein von Deutschland anerkanntes Menschenrecht für ihr Kind zu erkämpfen - das währenddessen eine Zwangszuweisung zur Sonderschule erhält."
Die GEW NRW kritisiert, dass die Ressourcen und Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Inklusion noch nicht geklärt seien.

Lesen Sie unter folgendem Link den Gesetzentwurf und die zahlreichen Stellungnahmen dazu:


Studie zu Inklusion in Deutschland erschienen

Eintrag vom 21.03.2013

Am 18.03.2013 hat die Bertelsmann Stiftung eine neue Studie zum Stand der Umsetzung der Inklusion in Deutschland veröffentlicht. Die Studie „Inklusion in Deutschland – eine bildungsstatistische Analyse“ wurde vom Bildungsforscher Prof. em. Dr. Klaus Klemm, im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt.
In der Studie hat Klaus Klemm die großen Unterschiede zwischen den Bundesländern statistisch deutlich gemacht. In Bremen etwa besuchen 55,5 Prozent aller Förderschüler_innen eine reguläre Schule, in Niedersachsen hingegen werden lediglich 11,1 Prozent der Förderschüler_innen inklusiv unterrichtet. Den Bundesländern ist es bisher nicht gelungen ein gemeinsames Verständnis und Vorgehen, bezüglich inhaltlicher Konzepte und des Umgangs mit Förderbedarfen von Schüler_innen abzustimmen.

Erstaunlich ist, dass zwar insgesamt mehr Schüler_innen mit Förderbedarf an Regelschulen beschult werden aber gleichzeitig die Anzahl der Schüler_innen mit Förderbedarf, die an den Förderschulen beschult werden annähernd konstant bleibt und nicht abnimmt. Grund für diese Entwicklung ist, dass immer mehr Schüler_innen ein sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert wird. In der Studie wird geschlussfolgert, dass somit im Moment das Doppelsystem aus Regelschulen und Förderschulen bestehen bleibt und dadurch gelingende Inklusion erschwert wird. Denn die Förderschulen binden jene Ressourcen, die im gemeinsamen Unterricht dringend benötigt werden.

Neben der Studie, die einen Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland gibt, finden Sie auf der Internetseite der Bertelsmann Stiftung auch Länderberichte zum Stand der Umsetzung in den einzelnen Bundesländern.

Unter folgendem Link finden Sie die Studie, ein Interview des Deutschlandradios mit Klaus Klemm, die Pressemitteilung des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Hubert Hüppe und weitere Informationen zu der Studie:


Referenzrahmen Schulqualität NRW

Eintrag vom 16.03.2013

Schulministerin Löhrmann hat am 15.03.2013 im Landtag das Online-Beteiligungsverfahren zum Referenzrahmen Schulqualität NRW eröffnet.
Auf der Seite des Schulministeriums NRW heißt es dazu:
„Im Referenzrahmen werden zu allen bedeutsamen Bereichen von schulischer Arbeit Qualitätsaussagen formuliert, die sowohl den Schulen wie auch allen an Schule Beteiligten Orientierung und Zielklarheit geben sollen. Das Anliegen des Beteiligungsverfahrens ist es, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen, was unter einer „guten Schule“ und „gutem Unterricht“ verstanden werden soll.
Bis zum 30.04.2013 haben nun alle an Schule Beteiligten und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich, an der Weiterentwicklung des Referenzrahmens zu beteiligen.“

Der Referenzrahmen Schulqualität deckt in fünf Inhaltsbereichen wichtige Aspekte von Schule und Unterricht ab. Im ersten Inhaltsbereich "Ergebnisse und Wirkungen" werden Ziele von Bildungs- und Erziehungsprozessen wie zum Beispiel fachliche und überfachliche Kompetenzen dargestellt. In den Inhaltsfeldern zwei bis vier "Lehren und Lernen", "Schulkultur", "Leitung und Management" werden Kriterien zur Qualität der zentralen pädagogischen und organisatorischen Prozesse formuliert. Im fünften Inhaltsfeld "Rahmenbedingungen und verbindliche Vorgaben" werden zum Beispiel die räumlichen Bedingungen beschrieben, die für Schulen bei ihrer Arbeit von Bedeutung sind.

Unter folgendem Link finden Sie die Pressemitteilung des Ministerium für Schule und Weiterbildung in NRW und den Link zur Teilnahme an der Online-Beteiligung:


Inklusionsorientierte Lehrerbildung in Europa - Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer

Eintrag vom 12.03.2013

Im Projekt der European Agency for Development in Special Needs "Inklusionsorientierte Lehrerbildung – Ein Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer“ wurde untersucht, wie Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Erstausbildung zu „inklusiven“ Lehrkräften ausgebildet werden können.
„Das dreijährige Projekt war darauf angelegt, die wesentlichen Voraussetzungen (Kompetenzen, Wissen und Verständnis, Einstellungen und Werte) zu ermitteln die alle benötigen die in den Lehrerberuf einsteigen, und zwar unabhängig von den belegten Fächern und Spezialisierungen, den Altersgruppen ihrer künftigen Schülerinnen und Schüler und der Art von Schulen, an denen sie unterrichten werden.“
An dem Projekt haben Expert_innen aus 25 europäischen Ländern teilgenommen.
„Das Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer wurde in erster Linie als Leitfaden für die Gestaltung und Umsetzung von Erstausbildungsprogrammen für alle Lehrkräfte entwickelt.
Es soll als Anregung für die Ermittlung relevanter Inhalte, Planungsmethoden und zur Spezifizierung angestrebter Lernergebnisse der Lehrererstausbildung dienen, nicht als Skript, das die Inhalte der Lehrererstausbildung vorgibt.“

Ein Ergebnis des Projektes ist das 57-seitige Dokument, welches Sie unter folgendem Link aufrufen können:


Die GEW fordert ein Moratorium für die Umsetzung der UN-Konvention in NRW

Eintrag vom 08.03.2013

Die GEW NRW warnt vor dem Scheitern des „Projekt Inklusion“. In einem Offenen Brief vom 30.1.2013 an Schulministerin Löhrmann kritisiert die Landesvorsitzende der GEW NRW den aktuellen Umsetzungsprozess der Inklusion. Die GEW NRW fordert „den Stopp der sogenannten 'wilden Inklusion', die zu Lasten der Kinder und Jugendlichen sowie der Lehrerinnen und Lehrer geht“. Außerdem seien „weitere Schritte zur Umsetzung der UN-Konvention erst dann vorzunehmen, wenn die Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.“

Brigitte Schumann kritisiert in ihrer Stellungnahme den Offenen Brief der GEW NRW. Sie beanstandet, dass die GEW NRW das Schulministerin zum Rechtsbruch aufriefe und sich über die UN-Behindertenrechtskonvention hinwegsetze. Frau Schumann zeigt Handlungsalternativen auf und kritisiert, dass die GEW NRW die Gegner der Inklusion stärke.

Lesen Sie hier die Stellungnahme von Brigitte Schumann und den Offenen Brief der GEW NRW:


Weiterbildung "Strategien zur Inklusion" an der Fachhochschule Köln

Eintrag vom 05.03.2013

"Planungs- und Gestaltungsentscheidungen aller Art bewirken immer auch soziale Inklusion oder Exklusion und bestimmen direkt oder indirekt über Respektierung oder Beeinträchtigung von Menschenrecht, Menschenwürde und Teilhabe in Bezug auf das gesellschaftliche Miteinander.
Inklusion ist seit Anerkennung der UN-Behindertenrechtskonvention im März 2009 geltendes Recht in der Bundesrepublik Deutschland. Verantwortliche auf allen Ebenen - in öffentlichen Institutionen wie auch in privaten Unternehmen - sind aufgefordert, Gestaltungsformen zu entwickeln, in denen menschliche Vielfalt als Bereicherung erlebt wird und der Teilhabe- und Gleichberechtigungsgedanke handlungsleitend ist".

Der interdisziplinäre Lehrgang "Strategien zur Inklusion" bindet sowohl geisteswissenschaftliche als auch ingenieurwissenschaftliche Erkenntnisse und Ansätze ein. Die Ziele der Weiterbildung sind eine Auseinandersetzung mit und Reflexion von Themen wie Behinderung, Inklusion und Exklusion sowie die Entwicklung von Strategien zur Unterstützung einer „Inklusiven Gesellschaft“.
Ein neuer Lehrgang startet im Juni. Anmeldeschluss ist der 01.04.2013.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:


Wie Inklusion gelingen kann – ein Beitrag des SWR 2

Eintrag vom 28.02.2013

„Bisher ist das deutsche Schulsystem darauf ausgerichtet, die Schüler nach ihrer Leistungsfähigkeit zu unterteilen und sie in unterschiedlichen Schulen zu unterrichten. Kinder mit einer Behinderung kommen schon in der Grundschule in Förderschulen, die auf die jeweilige Beeinträchtigung ausgerichtet sind. Es gibt Schulen für blinde Kinder, für Taube, für diejenigen mit einer Lernbehinderung, mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Doch inklusive Schulen gehen einen anderen Weg.“
Der Artikel thematisiert die UN-Behindertenrechtskonvention, die Vorteile des gemeinsamen Lernens aber auch den Widerstand gegen Inklusion.
Im Videobeitrag „Inklusion – gemeinsam lernen“ wird eine Klasse gezeigt in der Kinder von einer Grundschule und Kinder von einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gemeinsam lernen.

Den Artikel und den Videobeitrag finden Sie unter folgendem Link:


Vierte Ausgabe des Newsletters „Bericht aus Genf“

Eintrag vom 21.02.2013

Prof. Dr. Theresia Degener, Mitglied des Ausschusses der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, informiert in ihrem Newsletter über ihre Arbeit in Genf und über damit zusammenhängende internationale und nationale Entwicklungen in Zusammenhang mit der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie möchte mit ihrem "Bericht aus Genf" mehr Transparenz im Hinblick auf die internationale Umsetzung und Überwachung der Behindertenrechtskonvention schaffen.
Unter folgendem Link finden Sie den aktuellen Bericht (auch in Leichter Sprache):


Didacta 2013 vom 19.02.-23.02.2013 in Köln

Eintrag vom 12.02.2013

Vom 19.03. bis 23.02.2013 findet in Köln die große Bildungsmesse didacta statt.
Die Besucher_innen können sich einen Überblick über Angebote und aktuelle Themen in den Bereichen Kindertagestätten, Schule/Hochschule, Ausbildung/Qualifikation, Weiterbildung/Beratung und Bildung & Technologie verschaffen.
„Zur didacta 2013 werden wieder rund 800 Aussteller aus 15 Ländern erwartet. Zudem bietet das anspruchsvolle Rahmenprogramm zahlreiche Foren, Workshops, Vorträge, Seminare und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Fragen der Erziehung und Bildung.“

Dieses Jahr finden auch zahlreiche interessante Veranstaltungen zum Thema „Inklusion“ statt.
Einen Überblick über die Veranstaltungen zu den verschiedenen Themen des Rahmenprogramms erhalten Sie über die Veranstaltungssuche.


Ausbau des Gemeinsamen Unterrichts macht noch keine Inklusion - ein Kommentar von Dr. Brigitte Schumann

Eintrag vom 06.02.2013

In ihrem neuesten Artikel kritisiert Frau Schumann die Aussagen der NRW-Schulministerin zur Entwicklung des Gemeinsamen Unterrichts in NRW. Auf einer Pressekonferenz im Januar stellte Frau Löhrmann aktuelle Daten und Maßnahmen zur Inklusionsentwicklung in NRW vor.
„Dabei hat sie die Steigerung der Integrationsquoten in den Grundschulen und weiterführenden Schulen als Beleg für die gute Entwicklung zu einem inklusiven Schulsystem in NRW herausgestellt und nachdrücklich betont, dass der Gemeinsame Unterricht in NRW dem Grundprinzip der Inklusion entspricht. Folglich muss sich also nichts grundlegend ändern bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, so die Botschaft der Ministerin an die Kommunen.“

Lesen Sie den Artikel in voller Länge unter nachstehendem Link:


Gesetzentwurf zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Wahlrecht

Eintrag vom 31.01.2013

Heute findet im Bundestag die erste Beratung des Gesetzentwurfs von Bündnis 90/ Die Grünen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Wahlrecht statt. Wie die Abgeordneten im Antragstext darstellen, sind nach dem Bundeswahlgesetz und dem Europawahlgesetz „all jene Menschen pauschal vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen, für die zur Besorgung aller ihrer Angelegenheiten ein Betreuer oder eine Betreuerin bestellt ist“. Ebenso ausgeschlossen seien Menschen, die eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben und aufgrund dessen in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Diese Ausschlusstatbestände seien nach geltenden menschenrechtlichen Standards nicht zu rechtfertigen und stünden „im Widerspruch zu den Zielen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“, die seit 2009 in Deutschland geltendes Recht ist.
Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt, allen Menschen unabhängig von ihrer Behinderung das Wahlrecht zu gewähren. Dabei sollte jeder Mensch die Unterstützung erhalten, die er aufgrund seiner Behinderung beim Wählen braucht.

Lesen Sie unter nachstehendem Link den Gesetzentwurf, die Presseerklärung des Allgemeinen Behindertenverbandes und eine Stellungnahme der Bundesvereinigung Lebenshilfe:


„Schule verschärft die soziale Ungleichheit“ - ein Kommentar von Dr. Brigitte Schumann zu einer Langzeitstudie über Armutsfolgen bei Kindern

Eintrag vom 25.01.2013

In ihrem neuesten Artikel befasst sich die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann mit der von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS) durchgeführten Langzeitstudie „Von alleine wächst sich nichts aus ...“ Lebenslagen von (armen) Kindern und Jugendlichen und gesellschaftliches Handeln bis zum Ende der Sekundarstufe I.
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass das Schulsystem die soziale Exklusion von Kindern in Armut befördert. In der Langzeitstudie wurden über 15 Jahre die Folgen von Armut auf die Entwicklung von Kindern untersucht. Die Studie empfiehlt zur Bekämpfung der Armutsfolgen unter Anderem ein sozial inkludierendes Schulsystem.

Lesen Sie den Artikel unter nachstehendem Link:


Preisträger des Jakob Muth-Preis für inklusive Schule 2012/2013 stehen fest

Eintrag vom 21.01.2013

Der Jakob Muth-Preis wird am 23.01.2013 zum vierten Mal verliehen. Mit dem Preis werden jährlich Schulen mit einem besonders überzeugenden inklusiven Konzept ausgezeichnet, an denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. Projektträger des Jakob Muth-Preises sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission, die Sinn-Stiftung sowie die Bertelsmann Stiftung. Die diesjährigen Preisträger sind die Ketteler-Schule in Bonn (Gemeinschaftsgrundschule), die Schule an der Trießnitz in Jena (Grundschule) und die Offene Schule Waldau in Kassel (integrierte Gesamtschule der Sekundarstufe I).

„Alle drei Preisträger sind Ganztagsschulen, in denen feste Teams aus Fach- und Förderlehrern, Sozialpädagogen und Erziehern die jeweilige Lerngruppe über die gesamte Schulzeit betreuen. Die Schulen setzen im Unterricht auf verschiedene Lernformen, -methoden und -ziele, um jedes Kind optimal in seiner Entwicklung zu begleiten."

Lesen Sie unter nachstehendem Link die vollständige Pressemitteilung:


Plakatwettbewerb "Alle inklusive!"

Eintrag vom 17.01.2013

Die Gold-Kraemer-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Köln und der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik einen Plakatwettbewerb ins Leben gerufen, um auf die Vielfältigkeit der Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention aufmerksam zu machen und die darin festgeschriebenen Rechte von Menschen mit Behinderung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
In der Ausschreibung heißt es: "Wie sieht Inklusion für Sie aus? [...] "Alle inklusive" - Was heißt das für Sie im Alltag? Wie kann Inklusion aussehen? Wo gibt es schon gute Beispiele und tolle Ideen? Wie ist Ihre Zukunftsvorstellung von Inklusion? Mit dem Wettbewerb rufen wir Sie auf, Ihr Bild von Inklusion auf Papier zu bringen. Wählen Sie sich eines der Themen aus, die in den Artikeln der Behindertenrechts-Konvention angesprochen werden und gestalten Sie dazu ein Plakat."
Teilnehmen können sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen wie Vereine oder Schulklassen.
Eine Auswahl der prämierten Arbeiten wird im Historischen Rathaus der Stadt Köln und anschließend im Rahmen einer Wanderausstellung zu sehen sein.

Detailliertere Angaben zum Wettbewerb finden Sie unter folgendem Link:


Neue Ausgabe der "Zeitschrift für Inklusion Online" erschienen

Eintrag vom 15.01.2013

Im Dezember 2012 ist die Ausgabe 3/2012 der "Zeitschrift für Inklusion Online" erschienen. Die Ausgabe hat vier inhaltliche Schwerpunkte: Heterogenitätskonzepte in inklusiver Pädagogik, Diagnostik in heterogenen Lerngruppen, Didaktik in heterogenen Lerngruppen und Herausforderungen für Professionalisierungs- und Steuerungsprozesse.
Im Editorial der Zeitschrift heißt es: "Konzepte zur pädagogischen Arbeit mit heterogenen und integrativen bzw. inklusionsorientierten Lerngruppen werden seit langem diskutiert, entwickelt, erprobt und evaluiert. In diesem Themenheft werden der Stand der Forschung, ein Überblick über ausgewählte Konzepte von Heterogenität, Diagnostik und Didaktik sowie vertiefende Einblicke in neuere Forschungszugänge aufgezeigt. Damit sollen theoretisch begründete Positionen für die inklusionsorientierte pädagogische Arbeit in der Praxis dargestellt und Herausforderungen für die Professionalisierung in unterschiedlichen pädagogischen Handlungsfeldern beleuchtet werden."

Unter folgendem Link können Sie alle Artikel der Zeitschrift lesen:


Interview mit Prof. Dr. Kersten Reich: "Wir haben die Verpflichtung allen Kindern eine Regelschule anzubieten"

Eintrag vom 09.01.2013

Der "didacta Themendienst 2013" hat ein Interview mit Prof. Dr. Kersten Reich zum Thema schulische Inklusion in Deutschland und im internationalen Vergleich geführt. Herr Reich ist Professor für Internationale Lehr-/Lernforschung an der Universität zu Köln.

Im Interview führt er aus, dass der Schulerfolg in Deutschland besonders stark von der sozialen Herkunft abhängt. Des Weiteren betont er, dass es keinen Nachweis für den Erfolg von Sonderschulen gibt, im Gegenteil, die meisten AbsolventInnen von Sonderschulen erreichen keinen Abschluss. Herr Reich vertritt den Standpunkt, dass die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache sofort abgeschafft werden müssten.

Lesen Sie das Interview unter folgendem Link:


Fröhliche Weihnachten!

Eintrag vom 24.12.2012

Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern unserer Seite schöne und besinnliche Weihnachtstage!


NRW: Verzögerung bei der Einführung von Inklusion - Rechtsanspruch erst ab Schuljahr 2014/2015

Eintrag vom 23.12.2012

Der Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung wird in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich erst ab dem Schuljahr 2014/2015 und nicht wie geplant bereits mit dem kommenden Schuljahr 2013/2014 schrittweise eingeführt werden. Die nordrhein-westfälische Landesregierung wird somit ihr Versprechen, allen Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die im Schuljahr 2013/2014 in die 1. oder die 5. Klasse eingeschult werden, einen Platz an einer Regelschule zu garantieren, aller Voraussicht nach nicht halten können.
Dies geht aus einem wdr.de vorliegenden Brief von Schulministerin Sylvia Löhrmann an den "Gesprächskreis Inklusion" hervor und wurde nach entsprechenden Medienberichten am 21.12.2012 auch vom NRW-Schulministerium bestätigt.
Grund für die Verzögerung bei der Einführung der Inklusion seien massive Proteste von Eltern und Lehrern sowie der andauernde Streit mit den Kommunen über die Frage, wer die Kosten für die Umsetzung der Inklusion zu tragen habe.
De facto ändere sich dadurch jedoch nichts am Zeitpunkt der Einführung der Inklusion, soll es in Löhrmanns Brief weiter heißen, denn wenn der Referententwurf im kommenden Frühjahr beschlossen worden wäre, wäre das Anmeldeverfahren für die 1. und 5. Klassen im Schuljahr 2013/2014 bereits beendet. Offiziell war dies bislang so jedoch nie kommuniziert worden; stattdessen war immer von einem Rechtsanspruch auf Inklusion ab dem Schuljahr 2013/2014 die Rede gewesen.

Eine Übersicht über relevante Medienberichte finden Sie unter folgendem Link:


Publikation über Inklusion in Bildungsregionen erschienen

Eintrag vom 21.12.2012

Am 3. Dezember 2012 hat die Deutsche UNESCO-Kommission die 94-seitige Broschüre "Bildungsregionen auf dem Weg – Inklusive Bildung in Aachen, Hamburg, Wiesbaden und Oberspreewald-Lausitz" veröffentlicht. "Wie sich inklusive Bildung in Deutschland als Grundprinzip des gesellschaftlichen Zusammenlebens umsetzen lässt, zeigt die neue Publikation. Sie informiert über die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Inklusion in Bildungsregionen. Als Akteure vor Ort spielen Kommunen dabei eine Schlüsselrolle. Die Deutsche UNESCO-Kommission fordert, die bestehenden politischen und sachlichen Barrieren zügiger abzubauen." Einleitend werden Grundlagen und Hintergründe zu Inklusion erläutert. Es wird kurz die Situation der inklusiven Bildung im europäischen Vergleich und in den deutschen Bundesländern beschrieben. Im Folgenden wird ausführlich auf die Entwicklung der inklusiven Bildung in den vier unterschiedlichen Regionen eingegangen.

Lesen Sie die vollständige Pressemeldung der Deutschen UNESCO-Kommission und die komplette Veröffentlichung unter folgendem Link:


Neue Beiträge im Inklusion-Lexikon

Eintrag vom 06.12.2012

Im "Inklusion-Lexikon" finden Sie ab sofort drei neue Artikel:
"Heterogenität" von Prof. Dr. Annedore Prengel, "Inklusive Schulbegleitforschung in der LehrerInnenbildung" von Dr. Ursula Böing und Andreas Köpfer, und "Professionalisierung" von Dr. Ursula Böing.

Das Inklusion-Lexikon sammelt grundlegende Begriffe zum Themenfeld "Integration / Inklusion - Exklusion" im engeren und weiteren Sinne. Dabei werden die Begriffsbestimmungen von WissenschaftlerInnen vorgenommen, die sich intensiv mit der jeweiligen Thematik beschäftigen.

Die Artikel können unter dem folgenden Link nachgelesen werden und stehen dort auch als PDF zum Download zur Verfügung:


"Inklusion in NRW: 'Elternwahlrecht' sorgt für Konflikte" - ein Kommentar von Brigitte Schumann

Eintrag vom 29.11.2012

In ihrem neuesten Artikel befasst sich die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann mit dem im nordrhein-westfälischen Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen" (9. Schulrechtsänderungsgesetz) geplanten Elternwahlrecht bezüglich des Förderortes ihres Kindes.
Gemäß dem Referentenentwurf soll die allgemeine Schule in Zukunft der Regelförderort aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sein; Eltern sollen aber auch das Recht haben, sich stattdessen für eine Beschulung an einer Förderschule zu entscheiden. Ungeachtet dessen plant das Schulministerium allerdings auch, Förderschulen bei Unterschreitung der vorgeschriebenen Mindestschülerzahlen auslaufen zu lassen. Da hiervon viele Förderschulen betroffen wären, gäbe es "zwar ein Wahlrecht, aber demnächst keine Wahl" mehr, so Schumann.
Sie kritisiert außerdem, dass das Elternwahlrecht suggeriere, dass es neben dem Recht auf gemeinsames Lernen auch ein Recht auf Förderschulen gebe. Die für die Begleitung des Umsetzungsprozesses der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland zuständige Monitoring-Stelle am Deutschen Institut für Menschenrechte habe in einer Empfehlung jedoch ausdrücklich klar gestellt, dass Eltern das Recht ihres Kindes auf inklusive Beschulung treuhänderisch wahrzunehmen haben.

Lesen Sie hier den Beitrag in voller Länge:


Integration/Inklusion in den Medien

Eintrag vom 27.11.2012

Das Thema Inklusion ist in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass es die Presselandschaft zum Gegenstand ihrer Berichterstattungen macht.

Das InKö-Team hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Ihnen einen Überblick über Zeitungsartikel, Pressemitteilungen sowie Radio- und Fernsehbeiträge zu bieten, die sich mit dem Thema Integration/Inklusion beschäftigen.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie und in welcher Form das Thema Integration/Inklusion in der Presse behandelt wird, lohnt sich ein regelmäßiger Blick in unseren mittlerweile sehr umfangreichen Bereich "Integration/Inklusion in den Medien" in jedem Fall.

Sie gelangen zum Bereich "(Schulische) Integration/Inklusion in den Medien" durch untenstehenden Link oder über die Hauptrubrik "Informationen".


"Können Kommunen Bildungsübergänge unterstützen?" - Brigitte Schumann zu der Expertenkonferenz "Bildungsübergänge gestalten"

Eintrag vom 22.11.2012

Brigitte Schumann berichtet über die Expertenkonferenz "Bildungsübergänge gestalten", die am 15. /16. November in Bochum stattgefunden hat. Die WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen tauschten sich darüber aus, wie die Gestaltung von Bildungsübergängen zu mehr Bildungsgerechtigkeit führen könnte. Frau Schumann kritisiert in ihrem Beitrag, dass bei der Veranstaltung kein Bezug auf Inklusion von Kindern mit Behinderung genommen wurde. In ihrem Artikel stellt sie fest, "dass für ein diskriminierungsfreies gemeinsames Lernen das gegliederte Schulsystem untauglich ist". Im bestehenden Schulsystem ist der Übergang von der Grundschule in die integrative/ inklusive weiterführende Schule für Kinder mit Behinderung besonders schwer.

Lesen Sie den Artikel unter nachstehendem Link:


NRW: Neue Stellungnahmen im Rahmen der Verbändeanhörung zum Referentenentwurf für das 9. Schulrechtsänderungsgesetz

Eintrag vom 19.11.2012

Im Rahmen der Verbändeanhörung zum Refentenentwurf der nordrhein-westfälischen Landesregierung für das erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in Schulen (9. Schulrechtsänderungsgesetz) und zur Verordnung über die Schulgrößen der Förderschulen und der Schulen für Kranke haben diverse Elternverbände sowie der Landesverband der Lebenshilfe NRW ausführliche Stellungnahmen veröffentlicht.
Eine Übersicht über diese Stellungnahmen sowie die entsprechenden Links, unter denen Sie die Stellungnahmen nachlesen können, finden Sie hier:


Themenheft "Wissen Inklusion" von der Aktion Mensch erschienen

Eintrag vom 14.11.2012

Im August 2012 ist das Themenheft "Wissen Inklusion" der Aktion Mensch erschienen, welches inzwischen auch online verfügbar ist. Das Themenheft beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der Umsetzung von Inklusion. Es wird der UN-Ausschuss zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (BRK) vorgestellt und der Stand der Umsetzung der BRK dargelegt. Weitere Themen sind die Inklusion im Bereich Arbeit und Wohnen, die politische Partizipation von Menschen mit Behinderung sowie die Inklusion von Menschen mit Komplexer Behinderung. Zum Bereich der inklusiven Bildung gibt es ein Interview mit dem Bildungsforscher Tony Booth, einen Artikel zur unklaren Rechtslage der inklusiven Beschulung in Deutschland und einen geschichtlichen Überblick über das Konzept des gemeinsamen Lernens. Darüber hinaus finden sich im Heft u.a. Beiträge zu den Themen Leichte Sprache und Barrierefreiheit.

Das Themenheft finden Sie unter folgendem Link:


Stellungnahme des DGB Bezirk NRW und des GEW Landesverbandes NRW zum Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen"

Eintrag vom 12.11.2012

Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Nordrhein-Westfalen hat der nordrhein-westfälische Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine Stellungnahme zum Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen" (9. Schulrechtsänderungsgesetz) herausgegeben.
Sowohl für den DGB als auch für die GEW ist die Umsetzung der Inklusiven Bildung im Sinne der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen als "umfassend" und "weitgehend" zu verstehen: Das System Schule müsse sich an die Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler anpassen. Dementsprechend reiche es nicht aus, lediglich die sonderpädagogische Förderung neu zu organisieren und diese zur Aufgabe der allgemeinbildenden Schulen zu machen; stattdessen sei eine Veränderung des gegliederten deutschen Schulsystems vonnöten, da diese Selektion dem Grundgedanken der Inklusion widerspreche. In diesem Zusammenhang wird auch bemängelt, dass die Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in der gymnasialen Oberstufe im Gesetzentwurf mit keinem Satz erwähnt wird.
Weiter kritisieren GEW und DGB, dass der vom Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen vorgelegte Referentenentwurf zu kurz greife. So werde der Begriffswandel von der "Integration" zur "Inklusion" zwar in den zugehörigen Erläuterungen beschrieben, im Gesetzestext selbst sei dieser Paradigmenwechsel jedoch vielfach nicht zu erkennen.
In der Stellungnahme wird außerdem gefordert, dass das Land NRW neben einem entsprechenden Rechtsrahmen auch materielle wie personelle Bedingungen für die Umsetzung von Inklusion schaffen müsse. Darüber hinaus müsse unbedingt geklärt werden, welche Klassengrößen für inklusiv arbeitende Klassen vorgesehen sind und in welchem Umfang Regelschulen mit SonderpädagogInnen ausgestattet werden soll.

Wie die diesbezügliche gewerkschaftliche Forderung aussieht und was die GEW und der DGB konkret zu den einzelnen Regelungen des Referentenentwurfs für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen" anzumerken haben, können Sie in der Stellungnahme nachlesen:


Sonderausgabe von "Vielfalt – Das Bildungsmagazin" zum Thema Inklusion

Eintrag vom 07.11.2012

Die Integrationsagentur des Bezirksverband Mittelrhein e.V. der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat eine Sonderausgabe ihres Bildungsmagazins "Vielfalt" zum Thema Inklusion herausgegeben.
Thematisch befasst sich die Sonderausgabe zunächst mit dem Referentenentwurf des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen" - InKö berichtete. Hierzu enthält die Sonderausgabe beispielsweise ein Interview mit Dorothea Schäfer, der Vorsitzenden des GEW-Landesverbands NRW.
Desweiteren beschäftigt sich das Heft mit dem Schulalltag eines blinden Mädchens an einer Regelgrundschule, Kinderbüchern zum Thema "Inklusion", einem autobiografischen Bericht einer aufgrund eines diagnostizierten Herzfehlers plötzlich schwerbehinderten Frau, dem Index für Inklusion in Kindertagesstätten sowie dem Kinofilm "Berg Fidel".

Sie finden die Inklusions-Sonderausgabe von "Vielfalt - Das Bildungsmagazin" unter folgendem Link:


Pressemitteilung des SoVD NRW: "Aktionsplan 'NRW inklusiv': Menschenrechte nach Kassenlage nicht akzeptabel"

Eintrag vom 02.11.2012

Der SoVD (Sozialverband Deutschland) Nordrhein-Westfalen e.V. hat am 29.10.2012 eine Pressemitteilung zum Aktionsplan "NRW inklusiv" herausgegeben.
Der SoVD NRW zeigt sich darin erfreut darüber, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung mit ihrem Aktionsplan die Selbstbestimmungs- und Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen stärken will. Der gesamte Aktionsplan stehe jedoch unter Finanzierungsvorbehalt und enthalte außerdem kaum konkrete Maßnahmen und Vorgaben dazu, wie die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen umgesetzt werden solle, so die Landesvorsitzende Gerda Bertram. Der SoVD NRW fordert beispielsweise verbindliche Vorgaben zur Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude sowie im Öffentlichen Personennahverkehr. Auch im Hinblick auf die Umsetzung der schulischen Inklusion müsse nachgebessert werden.

Die detaillierten Anmerkungen des SoVD NRW zum Aktionsplan "NRW inklusiv" finden Sie in der Pressemitteilung, die Sie hier nachlesen können:


NRW: "Das Recht auf Inklusion wird verfehlt" - Ein Kommentar zum Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen" von Brigitte Schumann

Eintrag vom 01.11.2012

In ihrem neuen Kommentar beschäftigt sich die Bildungsjournalisitn Dr. Brigitte Schumann mit dem Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen".
Mit dem begrifflichen Wandel von "Integration" zu "Inklusion" gehe es nicht mehr darum, Menschen mit beispielsweise einer Behinderung in das bestehende System zu integrieren, sondern darum, das Regelsystem so zu gestalten, dass es allen Menschen und ihren Bedürfnissen gerecht werde. Dieser Bedeutungsunterschied werde im vom Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen vorgelegten Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen" zwar berücksichtigt, indem der Gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung zur gesetzlich verankerten Norm werde. Veränderungen im gegliederten Schulsystem, welche laut Schumann für eine erfolgreiche Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (VN-BRK) vonnöten wären, seien jedoch nicht vorgesehen. Hieraus ergeben sich, so Schumann weiter, diverse Probleme.
Darüber hinaus fehle es an inklusiven Curricula als Basis des inklusiven Unterrichts sowie an einer daran anschließenden inklusiven, also individuellen Leistungsbewertung. Außerdem kritisiert Schumann, dass im Referententwurf kein Bezug zu den konkreten Forderungen der VN-BRK hergestellt werde.

Sie können den Kommentar unter folgendem Link in voller Länge nachlesen:


Erste Pressemitteilung des Deutschen Bundestages in Leichter Sprache

Eintrag vom 26.10.2012

Am Vorabend der am 26. und 27. Oktober 2012 zum 1. Mal stattfindenden Veranstaltung "Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag" hat der Deutsche Bundestag erstmalig eine Pressemitteilung in Leichter Sprache veröffentlicht.
Die Pressemitteilung informiert darüber, dass es auch einen Internetauftritt des Deutschen Bundestages in Leichter Sprache gibt und erläutert, was unter "Leichter Sprache" überhaupt zu verstehen ist.

Sie können die Pressemitteilung in Leichter Sprache unter dem folgenden Link in voller Länge nachlesen:


Rechtliche Regelung zur Anwendung der "Leichten Sprache" in der Gesetzgebung gefordert

Eintrag vom 22.10.2012

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages unterstützt die Forderung nach einer verständlicheren Formulierung von Gesetzestexten und Schriftstücken von Behörden und anderen staatlichen Stellen. Dafür soll die verpflichtende Verwendung der "Leichten Sprache" rechtlich verankert werden.
Grundlage für diese Forderung ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), welches den Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderung verlangt. Aus Sicht des Petenten kann auch eine "komplizierte und schwer zu verstehende Sprache" eine solche Barriere darstellen und obwohl es bereits Regeln für "Leichte Sprache" gibt, würden diese bislang zu wenig angewandt. Deshalb wird in der Petition die gesetzliche Verankerung der Anwendung der "Leichten Sprache" gefordert.

Die Pressemitteilung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages können Sie unter folgendem Link nachlesen:


Erster Inklusionspreis für Unternehmen verliehen

Eintrag vom 17.10.2012

Am 15. Oktober 2012 wurde in Berlin zum ersten Mal der Inklusionspreis für Unternehmen verliehen.

Initiator dieses Inklusionspreises ist das UnternehmensForum, ein Zusammenschluss mittelständischer Firmen und Konzerne, die sich für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt einsetzen. Der Inklusionspreis, für den der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Schirmherrschaft übernommen hat, soll Betriebe für dieses Thema sensibilisieren.

Für ihre vorbildliche Arbeit im Feld der beruflichen Inklusion wurden insgesamt drei Unternehmen ausgezeichnet. Der 1. Preis ging an die Galeria Kaufhof GmbH, die laut Hüppe eindrücklich zeige, wie Inklusion als Unternehmensziel gelebt und umgesetzt werden könne. Mit dem 2. Preis wurde die mittelständische bayerische Firma Reinert Kunststofftechnik prämiert, die in einer eigens geschaffenen Außenarbeitsgruppe rund zehn Personen mit einer geistigen Behinderung beschäftigt. Der 3. Preis ging an die Zimmerei Aumüller aus Holzheim, die große bauliche und organisatorische Veränderungen vornehmen ließ, um zwei verunfallte bzw. chronisch erkrankte Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können.

Lesen Sie die Pressemitteilung des UnternehmensForums unter folgendem Link:


"Inklusion in der Schule – ein Lippenbekenntnis" - Brigitte Schumann zum Kurzbericht der BRK-Allianz

Eintrag vom 15.10.2012

Ende September hat die Allianz zur UN-Behindertenrechtskonvention (kurz: BRK-Allianz) einen Kurzbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland beim UN-Menschenrechtsrat in Genf eingereicht.
Brigitte Schumann stellt in ihrem Beitrag die wichtigsten Aspekte des Kurzberichtes vor. Generell sieht die BRK-Allianz in Deutschland noch großen Handlungsbedarf hinsichtlich der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention sowohl in der Behindertenpolitik als auch in der Gesetzgebung. Schumanns Artikel fokussiert darüber hinaus auf die Kritik der BRK-Allianz an der Umsetzung der schulischen Inklusion. Welche Aspekte in diesem Zusammenhang besonders kritisiert werden, können Sie dem vollständigem Artikel entnehmen, den Sie unter folgendem Link finden:


Neuer Beitrag im Inklusion-Lexikon: "Inklusion"

Eintrag vom 11.10.2012

Im "Inklusion-Lexikon" finden Sie ab sofort den Artikel von Prof'in Dr. Kerstin Ziemen zum Stichwort "Inklusion".

Das Inklusion-Lexikon sammelt grundlegende Begriffe zum Themenfeld "Integration / Inklusion - Exklusion" im engeren und weiteren Sinne. Dabei werden die Begriffsbestimmungen von WissenschaftlerInnen vorgenommen, die sich intensiv mit der jeweiligen Thematik beschäftigen.

Der Artikel kann unter dem folgenden Link nachgelesen werden bzw. steht dort als PDF zum Download zu Verfügung:


NRW: "Vorsorgende Inklusion ist unverzichtbar" - Reaktion auf den Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen"

Eintrag vom 05.10.2012

Nach dem offenen Brief des Elternverbandes der LAG Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW e.V. wird nun auch von anderer Seite Einspruch gegen den vom Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen am 10.09.2012 vorgelegten Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen (9. Schulrechtsänderungsgesetz)" erhoben. Mit dem Gesetzesentwurf würden die Rechte von Kindern mit Lernproblemen verletzt, so Dr. Brigitte Schumann. Wie Schumann dies begründet und welche anderen Konsequenzen sich ihrer Meinung nach aus dem Referentenentwurf ergeben, können Sie unter dem folgenden Link nachlesen:


NRW: Offener Brief der LAG Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW e.V. an Schulministerin Löhrmann

Eintrag vom 05.10.2012

Als Reaktion auf den Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen (9. Schulrechtsänderungsgesetz)" hat der Elternverband der LAG Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW e.V. einen offenen Brief an die Schulministerin des Landes, Sylvia Löhrmann, geschrieben. Der Elternverband kritisiert darin unter anderem, dass Betroffene und die sie vertretenden Organisationen nicht an der Entstehung des Schulgesetzentwurfs beteiligt wurden, obgleich eine solche Beteiligung bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Rechtsvorschriften und politischen Konzepten in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vorgeschrieben sei.

Den offenen Brief des Elternverbandes können Sie unter dem folgenden Link in Gänze nachlesen:


Inklusives Theaterprojekt: "Gesellschaft für gefährliche Gedanken"

Eintrag vom 28.09.2012

"Was würden Schüler lernen wollen, wenn sie die Inhalte selbst bestimmen könnten? Was ist wichtig für das eigene Leben und wie würde eine Welt aussehen, in der die Unterscheidung zwischen Wissenden und Unwissenden keine Rolle spielt? 'Gesellschaft für gefährliche Gedanken' ist ein inklusives Projekt, in dem Jugendliche mit und ohne Förderbedarf in Aktion treten und zusammen mit dem Künstler-Team um den Regisseur Ingo Toben ihre eigenen Bildungsprojekte entwickeln. Sie nehmen sich die Freiheit zur Selbstbildung und begeben sich mit dem Publikum auf eine musikalische, filmische und künstlerische Forschungsreise.

Ingo Toben und sein Team entwickeln seit 2007 in Zusammenarbeit mit Jugendlichen interdisziplinäre und experimentelle Aufführungsformate, die zu Festivals wie Theatertreffen der Jugend, Favoriten und YoungStar eingeladen wurden. In radikalen Erzählweisen wird Fiktionales mit Biografischem kombiniert und die Lebenswelt der jugendlichen Akteure für ein erwachsenes Publikum geöffnet. 2012 ist das Projekt erstmalig inklusiv angelegt."
(Quelle: http://www.fft-duesseldorf.de/0910/gfgg.html)

Die genauen Aufführungstermine sowie weitere Informationen über dieses inklusive Theaterprojekt finden Sie unter nachfolgendem Link:


"Berg Fidel – Eine Schule für alle" - Vorstellung mit Prof. Tony Booth

Eintrag vom 27.09.2012

Am Montag, 01.10.2012 findet eine weitere Vorstellung des Dokumentarfilms "Berg Fidel - eine Schule für alle" mit anschließender Diskussion im Odeon Kino in Köln statt.
Zu Gast sein wird Prof. Tony Booth von der Cambridge University UK, Verfasser des "Index für Inklusion".

Weitere Informationen finden Sie unter nachstehendem Link.


Kongress: "Zeit für eine neue Lernkultur - Individualität entwickeln und Inklusion leben" in Hamburg

Eintrag vom 17.09.2012

Am Samstag, den 20.10.2012 findet in der Universität Hamburg der Kongress "Zeit für eine neue Lernkultur - Individualität entwickeln und Inklusion leben" statt.
Der Eintritt ist kostenlos.

Weitere Informationen zum Kongress sowie das genaue Programm können Sie dem folgenden Dokument entnehmen:


Inklusion - Fortbildungen in Köln

Eintrag vom 13.09.2012

Das Forschungs- u. Beratungszentrum für Unterstützte Kommunikation der Universität zu Köln bietet in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Pädagogik und Didaktik bei Menschen mit geistiger Behinderung Fortbildungen im Bereich Inklusion an:

Innere Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts
Donnerstag, 8. November 2012 - Referentin: Prof'in Dr. Kerstin Ziemen

Inklusion ohne Frustration: Inklusive Schulentwicklung
Donnerstag, 29. November 2012 - Referentin: Dr. Saskia Erbring

Entwicklung von Handlungsstrategien im inklusiven Unterricht
Montag, 4. Februar 2013 - Referenten: Dr. Ursula Böing, Andreas Köpfer

Die Fortbildungen richten sich an Lehrkräfte für allgemeines Lehramt & Sonderpädagogik, Schulleitungen, Schulpsychologen/innen & Schulsozialarbeiter/innen. Weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung finden Sie in der Informationsbroschüre!


Internationales Netzwerk für Friedenserziehung in integrierten Schulen gegründet

Eintrag vom 12.09.2012

"Anlass für die Gründung des Netzwerks "Integrated Peace Education" (IPE) zur praktischen Umsetzung und Erforschung von Friedenserziehung in integrierten Schulen ist der Erfahrungsaustausch auf der internationalen Konferenz, die im April 2012 in Belfast stattfand. An dieser Konferenz nahmen Wissenschaftler/innen und Vertreter/innen von integrierten Schulen sowie von regierungsunabhängigen Organisationen aus Nordirland, Bosnien-Herzegowina, Israel, Kroatien, Mazedonien und Zypern teil. Deutschland war mit der nordrhein-westfälischen Weiterbildungseinrichtung FESCH, Forum Eltern und Schule, vertreten. Die Einrichtung wird getragen von der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule Nordrhein-Westfalen."
(Quelle: bildungsklick.de, 10.09.2012)

Unter nachstehendem Link finden Sie den aktuellen Artikel von Frau Dr. Schumann in voller Länge:


Neuer Master-Studiengang 'Inklusive Pädagogik und Kommunikation'

Eintrag vom 11.09.2012

Die Universität Hildesheim bietet einen neuen 4-semestrigen Masterstudiengang an.

"Der Master-Studiengang ‚Inklusive Pädagogik und Kommunikation’ ist ein Weiterbildungs-Studiengang, der länderübergreifend (Kooperation mit der Schweiz) angelegt ist und in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal besitzt.

Er ist modular angelegt und kann über zwei Jahre berufsbegleitend studiert werden. Zielsetzung ist die Qualifizierung von Schulleitungen, Lehrkräften, behördlichen Vertretern/innen und im Bildungsbereich agierenden Personen. Seine inhaltliche Ausrichtung orientiert sich sowohl an der rechtlichen Vorgabe der UN-Menschenrechtskonvention (Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr.35 veröffentlicht (31.12.2008) und den Zielen der UNESCO als auch an dem Index für Inklusion ( Ainscow/Hinz, 2003: Index für Inklusion).

Ausbildungsziele sind Lehrpersonen/Bildungsverantwortliche mit ausgeprägten Reflexions- und vielfältigen Handlungskompetenzen, die in einer ‚Schule von Heute’ die heterogene Zusammensetzung der Schülerschaft als Chance erkennen und den Ansatz der ‚Inklusiven Pädagogik’ anwenden bzw. implementieren können."
(Quelle: http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=7492, 11.09.2012)


NRW: Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen (9. Schulrechtsänderungsgesetz)"

Eintrag vom 05.10.2012

Das Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 10.09.2012 einen Referentenentwurf für das "Erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen (9. Schulrechtsänderungsgesetz)" vorgestellt. Dieser Entwurf wurde von der Landesregierung am 18. September 2012 zur Beteiligung der schulischen Verbände und Organisationen freigegeben.

Den vollständigen Referentenentwurf finden Sie unter dem folgenden Link:


Eltern wollen sechsjährige Grundschule und Rückkehr zu G9

Eintrag vom 07.09.2012

" Eltern schulpflichtiger Kinder kritisieren das deutsche Schulsystem massiv. Sie fordern mehrheitlich eine sechsjährige Grundschulzeit, den Ausbau von Ganztagsschulen und lehnen die Schulzeitverkürzung an Gymnasien ab. So das Ergebnis der 2. JAKO-O Bildungsstudie."
"Der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen (Inklusion) stimmen Eltern nicht vorbehaltlos zu. Wenn es um körperlich beeinträchtigte Kinder und Kinder mit Lernschwierigkeiten geht, findet der gemeinsame Unterricht große Unterstützung: 89 % bzw. 72 % der Eltern sprechen sich dafür aus. Die unterrichtliche Integration von Kindern mit geistigen Behinderungen und solchen mit Verhaltensauffälligkeiten wird dagegen nur von knapp der Hälfte (jeweils 46 %) unterstützt. "Diese Ergebnisse machen deutlich: Der Weg zur inklusiven Schule wird kein Selbstläufer sein", sagte Tillmann. Notwendig seien Maßnahmen, die den beidseitigen Vorteil der gemeinsamen Beschulung für die Eltern konkret fassbar machen."
(Quelle: bildungsklick.de, 05.09.2012)
Lesen Sie unter nachstehendem Link weiter:


Hessen: Inklusion scheitert an Ausstattung von Schulen

Eintrag vom 27.08.2012

"Dem angestrebten gemeinsamen Unterricht von [Kindern mit und ohne Behinderung] steht in Hessen vor allem die fehlende Ausstattung der Schulen im Weg. Insgesamt haben die Schulämter im vergangenen Schuljahr 260 [Kinder mit Behinderung] für den Unterricht an Regelschulen abgelehnt.
In mehr als 80 Prozent der Fälle wurden dabei Anträge von Eltern mit der Begründung zurückgewiesen, es fehle den Schulen an räumlichen und personellen oder technischen Voraussetzungen. Nur bei einer kleinen Minderheit wurde der Antrag wegen der pädagogischen Rahmenbedingungen abgelehnt. Dies geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf einen am 22. August von den Grünen veröffentlichten Berichtsantrag hervor." (Quelle: bildungsklick.de, 27.08.2012)
Lesen Sie unter nachstehendem Link weiter:


Berlin: "Eltern drohen mit Ausstieg - Eltern autistischer Kinder üben heftige Kritik an der neuen Inklusionsdebatte von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD)" in taz.de, 20.08.2012

Eintrag vom 22.08.2012

"Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will zwar das Inklusionskonzept zur Integration [von Kindern mit Behinderung] in Regelschulen neu diskutieren, aber sie beteiligt immer noch nicht alle Betroffenen. So lautet die Kritik des Vereins Elternzentrum Berlin, ein Zusammenschluss bildungspolitisch engagierter Eltern von autistischen Kindern. [...] Auch das Elternzentrum selbst werde nach wie vor nicht einbezogen. Künftig werde man deshalb Angebote, in Arbeitsgruppen mitzuwirken, nicht mehr annehmen: „Unsere Ressourcen sind zu wertvoll, als dass wir weiter an Alibiveranstaltungen teilnehmen wollen“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung." (Quelle: www.taz.de, Zugriff: 22.08.2012)

Lesen Sie unter nachstehendem Link weiter! Dort finden Sie auch die besagte Pressemitteilung des Elternvereins.


Ressourcen: Inklusiver Unterricht nur mit Doppelbesetzung?

Eintrag vom 21.08.2012

In ihrem aktuellen Beitrag zeigt die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann auf, dass die einseitige Fixierung auf die Forderung nach 100%iger Doppelbesetzung als Qualitätsindikator für Inklusion in mehrfacher Hinsicht zu kurz greift: "Wenn die Ressourcen im Sinne der "Zwei-Gruppen-Theorie" an Schulen so eingesetzt werden, dass der Sonderpädagoge strikt für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zuständig ist und der allgemeine Pädagoge wie gehabt für die nichtbehinderten Kinder, dann haben wir lediglich die Förderschule in die allgemeine Schule geholt. [...] Inklusion ist eben keine Angelegenheit der Sonderpädagogik. Ohne Einstellungs- und Verhaltensänderungen der Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinen Schulen kann kein Paradigmenwechsel pro Inklusion im Unterricht und im Schulleben gelingen. Diese Veränderungen müssen bildungspolitisch initiiert, durch Rahmenbedingungen abgesichert und ausreichend finanziert werden", so Schumann.
Lesen Sie den Artikel unter nachstehendem Link in voller Länge:


Leidmedien.de - Über Menschen mit Behinderung berichten

Eintrag vom 20.08.2012

„Leidmedien.de“ ist eine Internetseite für Journalistinnen und Journalisten, die über Menschen mit Behinderungen berichten wollen. Aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen, behinderten und nichtbehinderten Medienschaffenden, haben die Macher der Seite Tipps für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees zusammengestellt.
"Wir werden in medialen Darstellungen oft nur nach unserer Behinderung beurteilt - entweder wir machen vermeintlich etwas nur "trotz" oder "wegen" unserer Behinderung. Dabei werden wir dann oft einseitig dargestellt: Entweder als permanent unter der Behinderung Leidende, als Opfer oder als Helden, die ihre Behinderung überwunden haben. Meine Lebensrealität und die vieler anderer Menschen mit Behinderung sieht aber ganz anders aus - wir leben ein vielfältiges Leben MIT unseren Behinderungen." sagt Rebecca Maskos, Projektleiterin im neuen Online-Portal im Interview mit den Kobinet-Nachrichten. "Medien haben einen großen Einfluss auf das öffentliche Bewusstsein - etwa 90 Prozent all dessen, was Menschen über Behinderung wissen, haben sie aus den Medien. Wir hoffen, über den Weg der Sprache auch das Bewusstsein [verändern] zu können", so Maskos.


Rede zur Schuljahresauftaktpressekonferenz am 17.08.2012

Eintrag vom 18.08.2012

In der gestrigen Rede der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, war Inklusion eines der zentralen Themen. Zunächst ging Löhrmann auf die bisherigen Entwicklungen, wegweisenden Dokumente und aktuellen Zahlen ein. Weiterhin betonte sie, dass das Schulministerium zurzeit eine Schulgesetznovelle zur Umsetzung der UN-BRK erarbeite, in deren Folge auch ein verlässliches Konzept zur Ressourcensteuerung vorgelegt werde.
"Wir wollen, dass Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen das Recht erhalten, in einer allgemeinen Schule zu lernen. Unser Ziel ist, dass gemeinsames Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen zum Normalfall wird.", so Löhrmann.
Zum Schluss hob die Ministerin noch mit Nachdruck hervor, dass Inklusion ein Prozess sei und nicht "auf Knopfdruck" realisiert werden könne, weshalb das Schulministerium "mit Sorgfalt und Umsicht" vorgehen werde und durch eine Weiterführung des Gesprächskreises Inklusion alle Beteiligten einbinden werde.
Lesen Sie unter nachstehendem Link die Rede zur Schuljahresauftaktpressekonferenz sowie entsprechende Pressemitteilungen verschiedener Verbände in voller Länge.


"Für Autisten ein Entwicklungsland" in taz.de, 15.08.2012

Eintrag vom 16.08.2012

In einem taz-Artikel beschreibt Karen Grass eindrücklich, wie zwei Schüler mit Autismus und ihre Eltern um einen Platz im deutschen Regelschulsystem kämpfen müssen. Sabine Klemm, die Mutter von Max, einem Schüler mit frühkindlichem Autismus, klagt: "Politik und Verwaltung zeigen kein Interesse daran, dass Max in der normalen Schule mitmachen kann". Das bekam sie erstmals zu spüren, als die Schulaufsichtsbehörde Karlsruhe sich vor einem Jahr weigerte, die Hilfen für den Schulbesuch zu bezahlen.
"Wenn ein Kind nicht sprechen kann, steht für die Verantwortlichen in den Schulaufsichtsbehörden meist fest, dass das Kind geistig behindert sein muss", sagt der Leiter des Projektes Münsteraner Intensivtherapie für Autismus-Spektrum-Störungen Hanns Rüdiger Röttgers und betont, die Kinder würden so oft mehr geschädigt als gefördert.
Auch Kerstin Schaaf, die Mutter von Alexander, einem Schüler mit Asperger-Syndrom, kämpfte um die integrative Beschulung ihres Sohnes, denn die Schulaufsichtsbehörde hielt den Besuch einer Sonderschule für angebracht. Die Sozialbehörde Potsdam stellte die Mutter vor die Wahl: Förderung durch eine Autismustherapie - oder Schulhelfer für die Regelschule? "Wer sich keinen Anwalt leisten kann, hat Pech gehabt", sagt Kerstin Schaaf.
Lesen Sie unter nachstehendem Link den Artikel von Karen Grass in voller Länge.


Ein kritischer Blick auf den Mythos von der besonders guten Förderung in der Sonderschule

Eintrag vom 11.08.2012

"Einen kritischen Blick auf den Mythos von der besonders guten Förderung in der Sonderschule hat Petra Flieger aus Österreich für den Online-Nachrichtendienst BIZEPS-INFO Online geworfen. Anhand verschiedener Untersuchungen geht sie der Frage nach, ob der Mythos, dass Kinder mit Behinderungen in der Sonderschule optimale Lernfortschritte machen und erfolgreich für das Berufsleben vorbereitet werden, halten kann, was er verspricht."
(kobinet-nachrichten.org, 11.08.12)
Lesen Sie hier weiter:


Behinderung. Chronik eines Jahrhunderts

Eintrag vom 10.08.2012

"Die gerade erschienene "Chronik eines Jahrhunderts" erläutert, wie der Begriff der Behinderung entstanden ist und wie sich die Wahrnehmung von [Menschen mit Behinderung] im 20. Jahrhundert gewandelt hat. Sie zeigt aber auch, welche Entwicklungslinien für ein neues (Selbst-) Verständnis durch die Erfahrungen eines Jahrhunderts angelegt sind.[...]Christian Mürner, Behindertenpädagoge und Publizist, und Uwe Sierck, lang­jähriger Aktivist der Behindertenbewegung und Redaktionsmitglied der "Krüppel­zeitung", erzählen die spannende Geschichte einer Minderheit, die vor allem viele entlarvende Aussagen macht über die Haltung, Ideen und Handlungsweisen der sprechenden und definitionsgebenden Mehrheit. Erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts gibt es u.a. mit den Disability Studies Ansätze, Behinderte nicht länger als Objekte der Betrachtung wahrzunehmen, sondern als Subjekte, die sich selbst äußern." (bildungsklick.de, 10.08.2012)


Maßgeschneiderte Unterstützung für Jugendliche mit schweren Behinderungen

Eintrag vom 09.08.2012

Schülerinnen und Schüler mit schweren Behinderungen bekommen in NRW künftig eine maßgeschneiderte Unterstützung beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung. Das hat die Landesre­gierung mit der Bundesagentur für Arbeit und den beiden Landschafts­verbänden vereinbart.
Speziell qualifizierte Fachberaterinnen und Fachberater begleiten die Jugendlichen während der letzten drei Schuljahre und arbeiten dazu eng mit den Jugendlichen, ihren Eltern, Lehrkräften und der Berufsbe­ratung zusammen. Zur Planung ihres Berufsweges wird geklärt, über welche Kompetenzen die Jugendlichen verfügen und welchen Unter­stützungsbedarf sie haben. Je nach Einzelfall stehen Instrumente der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung zur Verfügung: beispiels­weise Betriebserkundungen, Langzeitpraktika oder auch ein Training arbeitsrelevanter sozialer Kompetenzen.
(zitiert aus der Pressemitteilung des Schulministeriums NRW vom 30.07.2012)
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Buchempfehlung: Ungehindert Kind – Kinderrechte und Behinderung. Ein Lese- und Praxisbuch für Eltern

Eintrag vom 03.08.2012

Kindern mit Behinderungen weist unsere Gesellschaft häufig Orte zu, die sie sich nicht ausgesucht haben und die sie von Gleichaltrigen absondern. Das verstößt gegen ihre Rechte als behinderter Mensch, vor allem aber gegen ihre Rechte als Kind. In Beiträgen und Interviews beleuchtet dieses Praxis- und Lesebuch allgemeinverständlich die Debatte zur Umsetzung von Menschenrechten für Kinder mit Behinderungen. Dem stellt es die Erfahrungen der Betroffenen gegenüber und diskutiert neue, gemeinsame Ansätze, die eine positive Veränderung bewirken können. (Angaben aus der Verlagsmeldung)

Weitere Informationen zur Neuerscheinung finden Sie unter nachstehendem Link:


Literaturpreis Ohrenschmaus 2012

Eintrag vom 02.08.2012

Der Ohrenschmaus versteht sich als Förderpreis, der Texte von Menschen mit Lernschwierigkeiten prämiert.
Der Literaturpreis Ohrenschmaus in den Kategorien Lebensberichte, Prosa und Lyrik ist zum sechsten Mal ausgeschrieben. Ab sofort sind Menschen mit Lernschwierigkeiten eingeladen, bis zum 15. September 2012 eigene Texte einzureichen. Das diesjährige Motto lautet “Zu zweit ist weniger allein“, das ein Schreibimpuls sein kann, aber nicht muss. Alle anderen Ideen und Themen sind genauso willkommen.
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Dritte Ausgabe des Newsletters „Bericht aus Genf“

Eintrag vom 30.07.2012

Prof. Dr. Theresia Degener, Mitglied des Ausschusses der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, informiert in ihrem Newsletter über ihre Arbeit in Genf und über damit zusammenhängende internationale und nationale Entwicklungen. Sie möchte mit ihrem "Bericht aus Genf" mehr Transparenz im Hinblick auf die internationale Umsetzung und Überwachung der BRK schaffen.
Unter folgendem Link finden Sie den aktuellen Bericht (auch in Leichter Sprache):


Inklusion führt zu mehr Bildungsgerechtigkeit

Eintrag vom 26.07.2012

"Ein inklusives Schulsystem würde zu deutlich mehr Bildungsgerechtigkeit führen. Dieser Meinung ist Dr. Kersten Reich, Professor für Internationale Lehr- und Lernforschung am Institut für Vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Universität Köln. Im Interview mit der Redaktion von qualiboXX, dem Portal für den Übergang von der Schule in den Beruf, spricht er über die Vorteile der Inklusion für alle Lernenden, über die Bedeutung von Vielfalt als Ressource für das soziale Miteinander und über die Anforderungen an Pädagoginnen und Pädagogen im inklusiven Unterricht. Dabei betrachtet Prof. Reich die Besonderheiten des deutschen Schulsystems und der deutschen Lehrerausbildung immer wieder im internationalen Vergleich." (www.bildungsklick.de, Zugriff: 26.07.2012)


Tagungshinweis Münster: Eine Schule für Alle. Praxiskongress. 24.11.-25.11.12

Eintrag vom 22.07.2012

"'Es gibt nichts Gutes, außer man tut es'
Unter diesem Motto von Erich Kästner steht unser Kongress. Wir wollen eine Schule, die nicht mehr trennt und niemanden ausgrenzt. Eine Schule, in der alle einmal aufgenommenen Kinder bis zu dem Schulabschluss, den sie anstreben (z. B. mittlerer Abschuss oder Abitur), erfolgreich zusammen lernen. Es geht uns darum, den Bruch nach Klasse 4 zu beseitigen, für den es absolut keine pädagogische Begründung in einem demokratischen Schulsystem gibt. Diese Schule soll aus der Grundschule Berg Fidel heraus wachsen. Wenn es nach uns geht, gerne schon ab 2013. Des Redens über „Wege zur Inklusion“ und „längeres gemeinsames Lernen“ sind wir müde geworden. Wir wollen es tun und laden alle Interessierten ein, mit anzufassen! Eltern, Lehrkräfte aller Schulformen, Sozialpädagogen, Erzieherinnen, an Wissenschaft und Innovation interessierte Menschen sind herzlich willkommen!" (zitiert aus dem Flyer zur Veranstaltung)

Weitere Informationen und Tagungsankündigungen finden Sie in der InKö-Termindatenbank.


Noch ein langer Weg zur Inklusion

Eintrag vom 12.07.2012

"Die Europäische Kommission veröffentlicht[e] [zu Beginn der Woche] einen Bericht, aus dem hervorgeht, dass Kinder mit besonderen Bedürfnissen und behinderte Erwachsene nach wie vor benachteiligt sind – und dies, obwohl sich die Mitgliedstaaten zur Förderung inklusiver Bildung verpflichtet haben. [...]
“Wenn wir die Lebensqualität von Kindern mit besonderen Bedürfnissen und behinderten Erwachsenen verbessern wollen, müssen wir uns verstärkt für angemessen finanzierte inklusive Bildungsstrategien einsetzen. Es ist an der Zeit, die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Inklusive Bildung ist kein Luxus, sondern eine grundlegende Notwendigkeit. Wir müssen die am stärksten Benachteiligten in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen, denn nur so ist ein besseres Leben für alle möglich", sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend."
(Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Kommission, Abteilung: Allgemeine & berufliche Bildung, 12.07.12)
Lesen Sie unter nachstehendem Link weiter:


NRW-Landesregierung ignoriert bei der Inklusionsplanung Verpflichtung zur Beteiligung Betroffener - Presseerklärung des NRW-Bündnisses Eine Schule für alle

Eintrag vom 10.07.2012

Die Sprecher des NRW-Bündnisses Eine Schule für alle beklagen, dass die NRW-Landesregierung Eltern von Kindern mit Behinderung bei der Erarbeitung des nun vorgelegten Aktionsplanes zur inklusiven Schulentwicklung so gut wie nicht einbezogen habe.
"Zu dem jetzt vorgelegten Aktionsplan der Landesregierung zur Inklusion und dem Antrag der Regierungsfraktionen mit den Eckpunkten für eine inklusive Schule sind betroffene Eltern bisher nur gehört worden", berichtet Uta Kumar, Sprecherin des NRW-Bündnisses. "Eine Beteiligung der Betroffenen, wie sie völkerrechtlich vorgeschrieben ist, hat es nie gegeben."
Unter nachstehendem Link finden Sie die Pressemeldung der Bündnissprecher sowie eine Prozessdarstellung von der Erarbeitung des Eckpunktepapieres bis zur Veröffentlichung des Aktionsplanes "NRW inklusiv".


Qualitätsbedingungen schulischer Inklusion

Eintrag vom 05.07.2012

Unter welchen Voraussetzungen kann der gemeinsame Unterricht von Schüler_innen mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung und Schüler_innen ohne besonderen Förderbedarf gelingen?
Mit der Beantwortung dieser Frage wurde Herr Prof. Dr. Reinhard Lelgemann (Universität Würzburg) im Rahmen des Forschungsprojektes „Qualitätsbedingungen schulischer Inklusion“ für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) beauftragt.
Die Forschungsergebnisse liegen nun vor und wurden vergangene Woche in Köln präsentiert. Unter nachstehendem Link finden Sie den Forschungsbericht, auch in Leichter Sprache, sowie Pressemeldungen zur Veröffentlichung der Studie.


Inklusion und langes gemeinsames Lernen. Die Südtiroler Bildungslandschaft - Oder: Wie Bildungserfolg für alle Kinder gesichert wird

Eintrag vom 03.07.2012

Südtirol wird, insbesondere nach den Erfolgen in der PISA Studie 2003, als "das Finnland des Südens" gehandelt. Die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann hat sich einige Schulen in Südtirol angesehen und reflektiert in ihrem aktuellen Beitrag ihre Reiseeindrücke sowie eingesammelten Informationen und zieht Parallelen zum deutschen Bildungssystem.
Bildungsungerechtigkeit wie in Deutschland kenne man in Südtirol nicht, so Schumann.
Unter nachstehendem Link finden Sie den aktuellen Artikel von Frau Dr. Schumann.


„Berg Fidel – Eine Schule für alle“- Filmstart am 13.09.2012: Eine Rezension von Brigitte Schumann

Eintrag vom 28.06.2012

"Drei Jahre lang hat die Regisseurin Hella Wenders vier Kinder der inklusiven Gemeinschaftsgrundschule Berg Fidel in Münster mit der Kamera einfühlsam begleitet. Das Ergebnis ist ein Dokumentarfilm, der uns zum Lachen und zum Weinen bringt, denn wir erleben den Alltag dieser Kinder in Schule, Familie und Stadtteil mit ihren Augen. [...]
Hella Wenders ist es mit ihrem ersten abendfüllenden Film nach ihrem Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin wunderbar gelungen, den sperrigen Begriff „Inklusion“ in Bilder zu übersetzen. Sie lässt uns ahnen, welch eine Bereicherung es für unser Leben brächte, wenn wir das Miteinanderleben lernten wie in Berg Fidel."
Lesen Sie die oben zitierte Rezension unter nachstehendem Link in voller Länge!


Die UN-Behindertenrechtskonvention: ihre Bedeutung für Ämter, Gerichte und staatliche Stellen; Positionen 6 der Monitoring-Stelle zur UN-BRK

Eintrag vom 22.06.2012

"Seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention wird in Deutschland kontrovers über ihre rechtliche Bedeutung diskutiert. Die zögerliche Anwendung der UN-Konvention durch deutsche Behörden und Gerichte ist nach Ansicht der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention juristisch nicht haltbar. Zudem sind menschenrechtliche Weiterbildungen für Mitarbeitende in der Verwaltung, Richter- und Anwaltschaft dringend notwendig." (www.institut-fuer-menschenrechte.de, 22.06.12)


GEW fordert Inklusionsbeirat und mehr Ressourcen

Eintrag vom 19.06.2012

"Die GEW hält den schrittweisen Ausbau integrativer Schulangebote grundsätzlich für den richtigen Weg, ein inklusives Schulsystem in NRW zu verwirklichen. Das gemeinsame Lernen soll durch den Ausbau des Gemeinsamen Unterrichts in Grundschulen und durch integrative Lerngruppen in der Sekundarstufe I an Schwerpunktschulen mit Bedacht und Sorgfalt ausgeweitet werden. Die Bildungsgewerkschaft hält eine durchgehende Doppelbesetzung mit zwei Lehrkräften, davon eine Förderschullehrkraft, in diesen Klassen für unbedingt erforderlich. Nur so können die Kinder erfolgreich lernen und die Lehrer angemessen fördern."

Lesen Sie den oben zitierten Artikel unter nachstehendem Link in voller Länge:


"Inklusion: Gemeinsam anders", ZEIT-ONLINE Artikel

Eintrag vom 14.06.2012

Hierzulande fragten sich viele, wie das mit der Inklusion gehen solle, schreibt Martin Spiewak. Nach seinem Besuch in Südtirol weiß er, dass man sich diese Frage dort nicht mehr stellt. "Wer hier Schulen besucht, erlebt manche Überraschung. Er begegnet Lehrern, die beim Wort »Sonderpädagoge« zusammenzucken, weil sie es für eine Art Schimpfwort halten; oder Eltern, die sagen, dass es Wichtigeres für ihr behindertes Kind gebe als die optimale Förderung. Vor allem aber trifft er auf Menschen, die eine Haltung eint: Wer will, dass Behinderte Teil der Gesellschaft sind, kann sie nicht bereits in der Schule absondern", so Spiewak.
Lesen Sie unter folgendem Link weiter:


Inklusionsplan für Kölner Schulen

Eintrag vom 12.06.2012

"Inklusion in der Schule heißt, alle Kinder und Jugendlichen von Beginn an willkommen zu heißen. Hierfür muss sich die Schule zu einem inklusiven Lebens- und Lernort entwickeln" heißt es im Vorwort des Inklusionplanes.
Wie dieses Ziel realisiert werden kann, können Sie jetzt im "Inklusionsplan für Kölner Schulen - Entwicklung inklusiver Bildungslandschaften in Verantwortungsgemeinschaft von Stadt und Land" unter untenstehendem Link nachlesen. Weiterhin finden Sie dort eine Darstellung der Prozessentwicklung vom Beschluss der Erarbeitung eines Kölner Inklusionsplanes zu dessen Fertigstellung.

Der Inklusionsplan für Kölner Schulen wird erstmals dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung und dem Jugendhilfeausschuss in einer gemeinsamen Sitzung am 19.06.2012 um 17 Uhr im Ratssaal vorgestellt.


Anstrengungen für inklusiven Unterricht müssen steigen - Behindertenbeauftragter der Bundesregierung veröffentlicht Eltern-Broschüre

Eintrag vom 05.06.2012

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, hat eine Überarbeitung des „Wegweisers für Eltern zum Gemeinsamen Unterricht“ behinderter und nicht behinderter Kinder veröffentlicht. „Noch immer werden behinderte Kinder daran gehindert, gemeinsam mit ihren nicht behinderten Freunden zur Schule zu gehen. Hintergrund sind entweder Schulgesetze der Länder, die einen Anspruch auf Gemeinsamen Unterricht nicht vorsehen oder die Schulbehörden und Regelschulen, die Gemeinsamen Unterricht faktisch verhindern“, so Hubert Hüppe. „Der Wegweiser soll Eltern dabei unterstützen, das Recht ihres Kindes auf Gemeinsamen Unterricht durchzusetzen. Er soll sie auch ermutigen nicht aufzugeben, wenn ihnen Hindernisse in den Weg gestellt werden“, hebt Hüppe weiterhin hervor.
Erarbeitet wurde die Broschüre von der Bundesarbeitsgemeinschaft „Gemeinsam leben - gemeinsam lernen e.V.“
Unter nachstehendem Link können Sie den Wegweiser herunterladen bzw. als Druckversion bestellen. Zusätzlich finden Sie dort Informationen zum Stand der Umsetzung der UN-BRK in einzelnen Bundesländern.


ARD-Film „Inklusion - Gemeinsam anders“- öffentlich-rechtliches Fernsehen bedient Vorurteile

Eintrag vom 01.06.2012

„Was heißt Inklusion, für Mitschüler, Lehrer, Eltern und für die Menschen selbst?“ Mit diesem Satz wurde der in der vergangenen Woche Mittwoch zur besten Sendezeit ausgestrahlte Film „Inklusion - Gemeinsam anders“ von der ARD angekündigt. „Statt eine Antwort zu geben, bedienten die Filmemacher reihenweise Vorurteile und Klischees. Wer schon immer der Meinung war, dass Lehrer an Regelschulen behinderte Schüler nicht unterrichten wollen, Eltern um die Noten ihrer nicht behinderten Kinder fürchten müssen und Schüler mit Lernschwierigkeiten sowieso auf Regelschulen nichts zu suchen haben, musste sich nach diesem Film bestätigt fühlen. Mit Inklusion und inklusiver Beschulung hatte das Gezeigte jedenfalls nichts zu tun, allenfalls mit einem Beispiel schlecht gemachter Umsetzung von Inklusion“, kritisiert der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.
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Bund muss mehr zur Inklusion beitragen: Lockerung des Kooperationsverbotes nicht nur im Hochschulbereich

Eintrag vom 30.05.2012

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert erweiterte Möglichkeiten bei der Bildungszusammenarbeit von Bund und Ländern. "Es reicht nicht aus, das strikte Kooperationsverbot allein im Hochschulbereich aufzulockern. Bund und Länder müssen auch im schulischen Bereich kooperieren dürfen. Inklusive Bildung ist eine Herkulesaufgabe - dafür müssen alle Kräfte genutzt und gebündelt werden."

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Interviews der bildungsklick-Redaktion mit Wissenschaftlern zum Thema Inklusion, Mai 2012

Eintrag vom 24.05.2012

Unter nachstehendem Link haben wir Interviews für Sie zusammengestellt, die die bildungsklick-Redaktion mit verschiedenen Wissenschaftlern (Prof. Dr. Winfried Kronig, Prof. Dr. Bernd Ahrbeck und Dr. Heidi Ottilia Niederstätter) zum Thema Inklusion geführt hat. Die Meinungen der Befragten reichen von der Überzeugung, Inklusion gelinge dann, wenn man sie wolle (Dr. Niederstätter) bis zu der Ansicht, Inklusion sei nicht immer der richtige Weg (Prof. Dr. Ahrbeck).
Lesen Sie hier weiter:


Bundeselternrat fordert eine bundesweite Imagekampagne für inklusive Bildung

Eintrag vom 22.05.2012

Auf der Frühjahrsplenartagung des Bundeselternrats (BER) am vergangenen Wochenende in Potsdam haben rund 100 Delegierte aus allen Bundesländern über Inklusion in der Schule diskutiert und eine Resolution verabschiedet, die sich an die Kultusministerkonferenz richtet. Der BER fordert darin eine bundesweite Imagekampagne für inklusive Bildung. Lesen Sie unter nachstehendem Link weiter:


Eine Bayerische Schule diskriminiert Menschen mit Behinderung - Offener Brief des Netzwerk Inklusion Bayern

Eintrag vom 16.05.2012

Die Süddeutsche Zeitung berichtete in einem Beitrag (19.04.2012) über die Anmeldephase an Grundschulen zum neuen Schuljahr im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Viele Eltern wünschen eine inklusive Beschulung ihrer Kinder mit Förderbedarf, doch die Rektoren raten ab. Seit diesem Schuljahr gilt an Bayerns Schulen zwar der Grundsatz der Inklusion, doch in der Umsetzung gibt es erhebliche Mängel: Die Schulen sind personell nicht genug ausgestattet und es fehlt an passendem Unterrichtsmaterial.

Das Netzwerk Inklusion Bayern (www.inklusion-bayern.de) wendet sich in einem offenen Brief an die Verantwortlichen und fordert diese auf, die offen berichteten Mängel in Sachen Inklusion bis zum Schuljahresbeginn 2012/2013 abzustellen, um der Rechtslage nach der UN-BRK Rechnung zu tragen.
Lesen Sie unter untenstehendem Link weiter:


Teamarbeit in der inklusiv-individuellen Förderung - Studie zur interdisziplinären Kooperation an nordrhein-westfälischen Grundschulen

Eintrag vom 10.05.2012

Frau Katharina Schönhofen (Institut für Erziehungswissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) führt im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Online-Umfrage zum Thema „Multiprofessionelle Teamarbeit in der inklusiv-individuellen Förderung“ durch. Unabhängig davon, wie umfangreich Ihre Erfahrungen in diesem Bereich sind, sind Sie herzlich eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. Durch Ihre Mitarbeit können Erkenntnisse zur interdisziplinären Kooperation in inklusiven Settings – am Beispiel nordrhein-westfälischer Grundschulen – gewonnen werden.
Unter nachstehendem Link gelangen Sie direkt zur Online-Umfrage, die maximal 20 Minuten in Anspruch nehmen wird. Die Befragung wird selbstverständlich anonym durchgeführt. Ihre Daten werden allein für wissenschaftliche Zwecke verwendet.


Was denken Menschen mit Down-Syndrom über das Down-Syndrom?

Eintrag vom 08.05.2012

Der "Ohrenkuss" ist eine aufwändig produzierte Zeitschrift, bei der Menschen mit Down-Syndrom schreiben. Sie erscheint zweimal im Jahr und hat mehrere Tausend Abonnenten. Die WDR-Filmautorin Ilka aus der Mark hat sich für "Quarks & Co." mit den "Ohrenkuss" Redakteuren getroffen. Insbesondere ging sie der Frage nach, wie Menschen mit Down-Syndrom über das Down-Syndrom denken. "Wenn man mich anstarrt, sieht man nicht, was in mir ist", beschreibt eine Redakteurin in dem Film. "Wenn man mich anstarrt, sieht man nicht, dass ich seit zehn Jahren im Altenheim arbeite."
Den Film können Sie heute Abend um 21 Uhr im WDR-Fernsehen sehen.


Jakob Muth-Preis sucht gute Beispiele inklusiver Schulen

Eintrag vom 04.05.2012

Wie gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung einen Gewinn für alle Beteiligten darstellen kann, zeigen jährlich die Gewinner-Schulen des Jakob Muth-Preises. Jetzt startet die Bewerbungsphase für die vierte Auflage des Schulpreises, mit dem der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission, die Bertelsmann Stiftung und die Sinn-Stiftung vorbildliche inklusive Schulen auszeichnen.
"Trotz aktueller Umstrukturierungsprozesse gibt es auch in Deutschland weiterhin großen Nachholbedarf, allen Kindern den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen", erklärte Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. "Gute Beispiele inklusiver Schulen zeigen, dass es sich lohnt, den oft an­strengenden Weg zu einer inklusiven Schule – und einer inklusiven Gesellschaft – zu beschreiten." Christian Rauschenfels, Vorstand der Sinn-Stiftung, ist überzeugt: "Wenn in Schulen Inklusion ge­lebt wird, strahlt dies auf viele andere Bereiche des Zusammenlebens aus. Inklusion wird zur selbstverständlichen Grundhaltung einer Gesellschaft, die ihren Reichtum aus der Vielfalt schöpft."
Bewerben können sich alle Schulen und Schulverbünde, in denen Schüler mit und ohne Förderbedarf gemeinsam lernen. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni.
Weitere Informationen finden Sie unter untenstehendem Link:


Schule als Ort des Misserfolgs: Soziale Ungleichheit zersetzt demokratische und inklusive Werte

Eintrag vom 03.05.2012

Die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann stellt in ihrem akutellen Beitrag drei Forschungsstudien vor, die - unabhängig voneinander - auf eine bedrohliche gesellschaftliche Spaltung und "Demokratieentleerung" in Deutschland hinweisen. Angesichts der alarmierenden Befunde müsse beunruhigen, dass die Politik im Zeichen der Menschenrechtskonvention Inklusion als gesellschaftliches Ziel zwar verbal willkommen heiße, aber vor inklusionsfeindlichen gesellschaftlichen Strukturen, Praktiken und Gruppeninteressen kapituliere, die Ungleichheit und Spaltung fördere, so Schumann. Insbesondere zeige sich dies in der Bildungspolitik: "Das gegliederte Schulsystem reproduziert soziale Ungleichheit, fördert soziale Spaltung durch Segregation, entlässt eine große Zahl an Jugendlichen bildungsarm und perspektivlos in die Gesellschaft und unterhöhlt damit die Demokratie. Dennoch scheut die Politik vor bildungspolitischen Konsequenzen zurück, die mit der Bildungsprivilegierung von Kindern aus den oberen sozialen Schichten brechen." (Schumann 2012)
Lesen Sie unter nachstehendem Link den Artikel in voller Länge:


Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt

Eintrag vom 26.04.2012

Vorgestern wurde der Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt, der zuvor vom Kabinett beschlossen worden war. Der Maßnahmenplan umfasst neun Themenbereiche und beinhaltet 280 Maßnahmen zur Herstellung gesellschaftlicher Zugänglichkeit bzw. Barrierefreiheit. Die wichtigsten Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Arbeit und Barrierefreiheit. "Neben der Schaffung eines inklusiven Bildungssystems ist die Teilhabe am Arbeitsleben eine bedeutende Voraussetzung zur Führung eines selbstbestimmten Lebens in der Mitte der Gesellschaft. Eine adäquate und den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten angepasste Berufsorientierung soll hier neue Wege und Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen eröffnen, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen", sagte Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.

Unter nachstehendem Link finden Sie die Pressemitteilung zum Maßnahmenplan des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit sowie das Dokument zum Download.


"Lehrer sind der Chancengleichheit verpflichtet"- Interview mit der Grundschulpädagogin Prof. Dr. Annedore Prengel

Eintrag vom 19.04.2012

Was bedeutet die Ratifizierung der UN-BRK und der damit verbundene Rechtsanspruch auf inklusive Bildung für die Lehrer_innen in Deutschland? Sind sie darauf vorbereitet, Kinder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen gemeinsam zu unterrichten? Welche Unterstützungen und welche Konzepte gibt es? Diese und andere Fragen stellte das Projekt "Perspektive: Bildung" Frau Prof.'in Dr. Annedore Prengel, die an der Universität Potsdam die Professur für Grundschulpädagogik innehatte.
Lesen Sie unter nachstehendem Link das Interview in voller Länge:


Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik ausgeschrieben

Eintrag vom 18.04.2012

In diesem Jahr schreibt die Stadt Köln erneut den mit 5.000 Euro dotierten Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik (KIB) aus. Der Preis zeichnet neue Wege und Projekte aus, an denen Menschen mit Behinderung selbst beteiligt sind. Das Bewerbungsverfahren wurde nun gestartet und endet am 3. Juni 2012.


Inklusion an Schulen: Pi mal Daumen gerechnet

Eintrag vom 17.04.2012

Hamburg geht bei der Inklusion neue Wege. Personelle Ressourcen zur Förderung von Schüler_innen mit Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und Emotionale Entwicklung (LSE) werden ab Sommer nicht mehr pro Kind, sondern pauschal den Stadtteilschulen zugewiesen. Je nach Sozialindex gibt es unterschiedlich viele Förderstunden. Kaija Kutter erläutert in ihrem Artikel auf taz.de, warum sich das Rechenmodell der Schulbehörde als wenig praxistauglich erweist.


Erwachsenenbildung inklusive

Eintrag vom 10.04.2012

Die aktuelle Ausgabe der DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung widmet sich dem Schwerpunktthema Inklusive Bildung, insbesondere der Inklusion in der Weiterbildung. In den Beiträgen werden verschiedene Perspektiven beleuchtet und die Frage geklärt, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um dem Anspruch einer inklusiven Weiterbildung zu genügen.

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Integrative Ferienwoche- jetzt anmelden

Eintrag vom 05.04.2012

Es geht wieder los!
Ab sofort können Eltern ihre Kinder zur Integrativen Ferienwoche des Vereins Schule für alle e.V. anmelden. In der 1. Woche der Sommerferien können die Kinder wieder tanzen, trommeln und Spaß in der Natur haben. Neu im Angebot sind das Singen mit Rabih Lahoud, einem libanesischen Musikpädagogen und Sänger, der Bau einer Pyramide mit Michael Wagner, einem Hennefer Maler und Bildhauer, sowie eine Pressegruppe mit Mira Steffan, einer Journalistin. Monika Bung, Joss Lehmkuhl und Michaele Mons kennen die Kinder bereits aus den Jahren zuvor.
Bei der Integrativen Ferienwoche wird es wieder darum gehen, Spaß zu haben, mit Freunden zusammen zu sein und etwas zu erleben. Und: Behinderte und nicht-behinderte Kinder gehen ganz selbstverständlich miteinander um. Im Gegenteil: Wer ist hier eigentlich behindert?
Nähere Informationen und das Anmeldeformular sind auf der Homepage des Vereins zu finden unter www.schulefueralle.de .
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Aufgrund der großen Nachfrage der letzten Jahre bittet der Verein um Verständnis, dass Hennefer Kinder bevorzugt aufgenommen werden.
Die Anmeldung ist erst nach Bestätigung durch den Veranstalter verbindlich.
(Pressemitteilung Schule für alle e.V.)


"Auf die Sonderschule als Institution verzichten"- Interview mit der Sonderpädagogin Prof. Dr. Saskia Schuppener

Eintrag vom 04.04.2012

Wie es drei Jahre nach dem Inkrafttreten der UN-BRK mit der inklusiven Schule aussieht und welche Weichen noch gestellt werden müssen, beantwortet Prof. Dr. Saskia Schuppener, Lehrstuhl für Geistigbehindertenpädagogik der Universität Leipzig, in einem Interview, das Sie unter folgendem Link nachlesen können:


"Niemand wird zurückgelassen. Eine Schule für alle."

Eintrag vom 03.04.2012

Die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann geht in Ihrer Rezension zu dem jüngst erschienenem Buch von Domisch/Klein "Niemand wird zurückgelassen. Eine Schule für alle" (Carl Hanser Verlag 2012) vergleichend auf die Schulstruktur in Deutschland und Finnland ein und hebt deren Bedeutung für eine demokratische Gesellschaft hervor.
"Das Buch ist weitaus mehr als eine Beschreibung des finnischen Schulmodells für eine breite deutsche Leserschaft. Es gibt auch Einblick in das Menschen- und Gesellschaftsbild, das sich untrennbar mit der einen SCHULE FÜR ALLE verbindet. Darüber hinaus dient der gezielte politische Vergleich zwischen Finnland und Deutschland den Autoren als kritische Auseinandersetzung mit der PISA- Rezeption der deutschen Bildungspolitik. [...] Letztlich wird deutlich: Was in Finnland erfolgreich verwirklicht ist, wäre auch die Lösung für die Probleme des deutschen Bildungssystems, wenn es ein politisches und gesellschaftliches Umdenken gäbe." (Schumann 2012)
Durch den Tod von Rainer Domisch im August 2011 sei diese Veröffentlichung all denen, die ihn kannten und schätzten, zu seinem Vermächtnis geworden, so Schumann.


Gemeinsam mit- und voneinander lernen (BIBER-Blickpunkt Inklusion)

Eintrag vom 02.04.2012

"Für das traditionelle deutsche Bildungssystem, in dem als normal gilt, dass alle Kinder in der gleichen Zeit mit denselben Methoden zu denselben Zielen gelangen sollen, ist es eine enorme Herausforderung, Vielfalt bewusst zu machen. [...]

Wie Inklusion gelingen kann und wo die Herausforderungen liegen, zeigt der neue Blickpunkt von BIBER - Netzwerk frühkindliche Bildung. Vor allem aber zeigt er, dass die Urangst des deutschen Bildungsbürgertums, dass Lernstarke in gemischten Gruppen zu kurz kommen, unbegründet ist: Nicht nur die kognitiven Leistungen, auch die sozialen Kompetenzen aller Kinder verbessern sich in einem inklusiven Bildungssystem deutlich."
(Quelle: www.bildungsklick.de, 02.04.2012)

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Gemeinsame Erklärung zum Welt-Down-Syndrom-Tag

Eintrag vom 27.03.2012

Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages am 21. März haben die Bundesvereinigung Lebenshilfe und Down-Syndrom-Organisationen aus ganz Deutschland eine gemeinsame Erklärung an alle Mitglieder des Deutschen Bundestages gesandt. Darin fordern eine breite ethische Debatte über neue pränatale Testverfahren und mehr Aufklärung über Trisomie 21, auch Down-Syndrom genannt.


Bornheim: Mutmacher für die inklusive Schule

Eintrag vom 27.03.2012

Seit 1990 vergibt die Europaschule, selbst auf dem Weg zu einer inklusiven Schule, alle zwei Jahre den sogenannten "Bornheimer".
Ausgezeichnet wurden bisher elf Preiträger, die mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Einsatz und ihrer Arbeit für bestimmte Ideen, Ideale und Überzeugungen stehen. „Und alle gaben unserer Schule in ihrer jeweiligen Entwicklungsphase wichtige Impulse“, sagte Becker.Zuletzt war 2010 der englischen Choreograf und Tanzpädagoge Royston Maldoom ausgezeichnet worden.
Mit der Inklusion als Leitthema der Schulentwicklung, überrascht die diesjährige Wahl nicht. Der Pädagogische Ehrenpreis ging in diesem Jahr an Sabriye Tenberken und Paul Kronenberg, die sich für blinde Menschen in Tibet einsetzen und ihre schulische Integration begleiten. Jetzt sei die Europaschule auf dem Weg zu einer inklusiven Schule, „und auf diesem Weg machen uns Sabriye Tenberken und Paul Kronenberg mit ihrer Arbeit Mut“, sagte der Schulleiter. Ihr Engagement und ihre Projekte zeigten, was Menschen gemeinsam erreichen können.


Förderschulen "Lernen" ganz abschaffen

Eintrag vom 26.03.2012

Der Anteil der Schüler in Deutschland, bei denen Experten einen sonderpädagogischen Förderbedarf feststellen, steigt stetig an. Seit 2001 wuchs die Förderquote von 5,4 auf 6,4 Prozent im Jahr 2010, wie aus einem Bericht der Kultusministerkonferenz (KMK) hervorgeht. Von den insgesamt gut 486 600 dieser Schüler wurden knapp die Hälfte (41,6 Prozent) dem Förderschwerpunkt Lernen zugeordnet – den es so nur in den deutschsprachigen Ländern gibt. Der Bildungsforscher Klaus Klemm plädiert dafür, diesen Förderschwerpunkt und zwei weitere ganz abzuschaffen. Denn so würden diese Kinder erst gar nicht mehr in der bildungsmäßigen "Sackgasse" Förderschule "Lernen" landen können.

(Quelle: bildungsklick.de, 26.03.2012)

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Niedersachsen: Inklusionsgesetz verabschiedet

Eintrag vom 20.03.2012

Nur sechs Tage vor dem dritten Jubiläum der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland am 26. März 2009, verabschiedet Niedersachsens Landtag heute das Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule. Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. als größter Sozialverband in diesem Bundesland und entschiedener Verfechter des gemeinsamen Unterrichts für Schüler mit und ohne Behinderungen, begrüßt diese Entscheidung.
„Jetzt kommt die Inklusion in Niedersachsen endlich in Gang“, resümiert Adolf Bauer, 1. Vorsitzender des SoVD die jahrelange Hängepartie der Landesregierung. „Ganz wichtig ist, dass eine Abschulung behinderter Kinder nur noch in engen Grenzen möglich sein wird und auf die Regelung, Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf als Ordnungsmaßnahme an eine Förderschule zu überweisen, verzichtet wird“, erklärt Bauer weiter. An diesen Regelungen des ursprünglichen Gesetzesentwurfs hatte der SoVD scharfe Kritik geübt.
(Quelle: kobinet-nachrichten.org)


Deutscher Bundestag diskutiert über Inklusion

Eintrag vom 20.03.2012

"Gut sieben Monate, nachdem das Kabinett den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (NAP) beschlossen hat, haben die Sachverständigen bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschuss für Arbeit und Soziales den Fortschritten ein gemischtes Zeugnis ausgestellt. Grundlage für die Veranstaltung am Montagnachmittag waren vier Oppositionsanträge, die sich mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland beschäftigen. Die NAP sei ein wichtiges Instrument, sagte Peter Bartmann von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Jedoch müssten die darin enthaltenen Maßnahmen verbindlich festgelegt werden und über das staatliche Engagement hinausgehen."
(Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 140 /Mo, 19. März 2012)


Stadt Köln: Persönliche Assistenzkraft gesucht!

Eintrag vom 19.03.2012

Unter den gewählten Mitgliedern der Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen in der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik gibt es u.a. auch einen Vertreter für die Menschen mit Lernschwierigkeiten, der mit Unterstützung durch eine Assistenzkraft an den Sitzungen sowie den Vor- und Nachbereitungsbesprechungen teilnimmt.

Da die bisherige Assistenzkraft ihre Aufgabe nicht länger wahrnehmen kann, ist die Stadt Köln zurzeit auf der Suche nach einer/einem Nachfolger/in.

Weitere Informationen zur Stellenausschreibung sowie Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter nachstehendem Link:


Österreich: Mit dem Elternwahlrecht zur Inklusion?

Eintrag vom 16.03.2012

Die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann beleuchtet in einem akutellen Beitrag, wie das Elternwahlrecht die Inklusionsentwicklung in Österreich beeinflusst. Dort wurde bereits 1993 das Wahlrecht für Eltern von Kindern mit Behinderungen eingeführt. Nicht die Fachleute, sondern die Eltern sollten für ihr Kind entscheiden, ob es eine allgemeine oder eine Förderschule besuchen solle.
Schumann stellt weiterhin heraus, warum die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichtes (2009), der die Entwicklung der sonderpädagogischen Förderung in Österreich insgesamt und in den einzelnen Bundesländern untersuchte, Eltern, die dieses Modell nun auch von deutschen Bildungspolitikern offeriert bekommen, skeptisch stimmen sollte. Für die Steuerung einer inklusiven Entwicklung sei das Elternwahlrecht allemal ungeeignet, folgert die Autorin. Lesen Sie unter folgendem Link weiter:


Chancengleichheit im deutschen Schulsystem

Eintrag vom 12.03.2012

"Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Wer vom deutschen Bildungssystem einmal ausgesiebt wird, schafft es fast nie wieder zurück. Und viel zu viele lernen viel zu wenig."
Im aktuellen "Chancenspiegel" veröffentlichten Bildungsforscher Wilfried Bos und sein Jenaer Kollege Nils Berkemeyer im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung alarmierende Zahlen aus dem deutschen Bildungssystem. Einen wichtigen Indikator für die Gerechtigkeit und Leistung des Schulsystems stellte in dieser Erhebung die sogenannte Integrationskraft dar. "Am schlimmsten wirkt die sogenannte Förderschule, die früher Sonderschule hieß: Wer als körperlich Behinderter oder Lernbehinderter dort hineingerät, kommt nicht mehr raus, zeigt die Studie. Die Förderschule fördert nicht, sie ist eine Falle."

(Quelle: www.spiegel.de)


Osterhasen-Demo für Umsetzung der UN-Konvention

Eintrag vom 11.03.2012

Fotos von Schokoladen-Osterhasen, die für Inklusion demonstrieren?
"Eine milde Form des Aktionismus kann der aktuellen Diskussion um die notwendige Umsetzung der UN-Konvention nur gut tun", erklärte Volker Schönwiese, Universitätsprofessor aus Innsbruck die Fotografien. "Milde Aktionen sind aber auch Warnungen, dass Eskalationen möglich sind, wenn Beteiligung nichts bewirkt und Sozialabbau droht. Ed Roberts, der Gründer der Selbstbestimmt Leben Bewegung, hat gesagt 'Für mich ist der Zorn eines der wichtigsten Elemente in unserer Bewegung' ..."


Niedersachsen: GRÜNE fordern Nachbesserungen am Inklusionsgesetz

Eintrag vom 09.03.2012

Keine Zwangsüberweisung auf eine Förderschule gegen den Willen der Eltern!
Für "nicht zustimmungsfähig" hält die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter den von CDU, FDP und SPD getragenen Gesetzentwurf für die Inklusion in der Schule. "Es bleibt - entgegen anderslautender Darstellung gegenüber der Presse - bei einem Gesetz mit minimalem Anspruch", erklärte Korter. Die Grünen-Fraktion werde dem Gesetz nur zustimmen, wenn es noch zu deutlichen Nachbesserungen komme.Korter kritisierte vor allem die vorgesehenen Regelungen, mit denen das Elternrecht ausgehebelt und eine Zwangsüberweisung auf eine Förderschule ermöglicht werden soll. Diese Regelung widerspreche dem Gedanken der UN -Konvention.
(Quelle: www.bildungsklick.de)


Inklusion: Schule für alle gestalten

Eintrag vom 07.03.2012

Das kostenlose Praxisheft der Aktion Mensch für Lehrerinnen und Lehrer, erstellt in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Pädagogik und Didaktik bei Menschen mit geistiger Behinderung (Prof.'in Dr. Kerstin Ziemen) der Universität zu Köln, zeigt, wie Inklusion in der Schule gelingen kann. Es gibt Anregungen für inklusive Ansätze bei der Unterrichtsplanung, der Leistungsbeurteilung und in der Elternarbeit. "Inklusion: Schule für alle gestalten" dient als Unterstützung, um mit dem Aufbau inklusiver Strukturen zu beginnen.


Benefizkonzert

Eintrag vom 06.03.2012

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
aus einem besonderen Anlass möchten wir heute eine Einladung an Sie weitergeben, die sich insbesondere an diejenigen wendet, die im Großraum Köln leben.
Am Sonntag jährt sich mit dem 11. März die Natur- und 'Kultur'katastrophe von Fukushima, Japan. Aus diesem Anlass gibt das Trio Veronika Sotzlana (Violine), Christoph Oehmen (Violoncello) und Kumiko Hokama (Klavier) ein Benefizkonzert, dessen Erlös einem Heim für Kinder mit geistiger Behinderung zugute kommt. Professor i.R. Dr. Walther Dreher wird zu Beginn der Veranstaltung eine kurze Einführung geben, in welcher er auch darauf aufmerksam machen möchte, dass von 2001 bis 2004 ein enger Besuchsaustausch zwischen 'Fureai Wing' - einer Gruppe erwachsener Menschen mit und ohne Behinderungen - aus Fukushima und der damaligen Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln stattfand. Aus dieser Koopereation entwickelte sich das Projekt 'IncluCity Cologne', einer Gruppe von Menschen mit Lernschwierigkeiten, die 2011 den 2. Preis der Initiative 'Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik' erhielt und die seit zehn Jahren engagiert am politischen Leben der Stadt Köln teilnimmt.
Das Trio würde sich freuen, wenn die ausgewählte Musik Sie ansprechen würde und es wäre dankbar, wenn durch Ihren Besuch und Ihre Spende dringend benötigte Hilfe, die Sie dem Flyer entnehmen können, in Japan möglich würde.
Herzliche Grüße, Ihr InKö-Team


Gemeinsam lernen: Grundschulen ergreifen die Initiative

Eintrag vom 03.03.2012

Durchgängiges gemeinsames Lernen von Klasse 1 bis 10 bzw. 1 bis 13? In Nordrhein-Westfalen haben sich einige Grundschulen genau auf diesen Weg gemacht und entsprechende Konzepte entwickelt. Über die Chancen dieser Bewegung "von unten" berichtet die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann in einem aktuellen Beitrag.
Lesen Sie unter folgendem Link weiter:


Was ist Inklusion?

Eintrag vom 27.02.2012

Eine kurze, aber nicht ganz einfache Frage. Die Aktion Mensch findet mit einem Filmbeitrag eine mögliche Antwort. Im reduzierten Comic-Stil verdeutlicht er in ca. 80 Sekunden, was Inklusion in unterschiedlichen Situationen bedeuten kann.


Kaum Inklusion nach Grundschule

Eintrag vom 22.02.2012

Der Bildungsforscher Klaus Klemm sieht bei der Inklusion vor allem großen Nachholbedarf an den weiterführenden Schulen. "In den Grundschulen sind wir zwar schon relativ weit fortgeschritten mit dem inklusiven Unterricht, aber dann kommt es bei den weiterführenden Schulen in allen Bundesländern zu einem Bruch", sagte Klemm der Nachrichtenagentur dpa.
Unter folgendem Link finden Sie die Stellungnahme von Klaus Klemm sowie einen Beitrag des Erziehungswissenschaftlers Clemens Hillenbrand zum Thema Inklusion und Gymnasium.
Lesen Sie hier weiter:


Inklusion: Mehr als Regelschule plus Behindertenpädagogik

Eintrag vom 21.02.2012

Die Regierungskoalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen hat in einem gemeinsamen Antrag Eckpunkte für den Weg zur inklusiven Schule in NRW vorgelegt, der im März im Landtag beraten wird. In unserer Rubrik "Bildungspolitische Entwicklungen in Deutschland/NRW" finden Sie den besagten Antrag sowie Pressestimmen zum Thema. Ob mit den Eckpunkten die Inklusion gemäß der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung realisiert wird, wollte Brigitte Schumann von dem Juristen, ehemaligen Kinderbeauftragten der Landesregierung NRW und Mitglied in der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland, Dr. Reinald Eichholz wissen. Dieses sehr lesenswerte Interview finden Sie ebenfalls unter folgendem Link:


"Ein Kind mit Lernschwierigkeiten gehört auf eine Regelschule"

Eintrag vom 15.02.2012

Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde in Deutschland ein Rechtsanspruch auf inklusive Bildung geschaffen. Aber der Ausbau inklusiver Bildungsangebote kommt in Deutschland nur schleppend voran. Von den 485.000 Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ging im Schuljahr 2009/2010 in Deutschland nur jeder Fünfte auf eine Regelschule. Die große Mehrheit wird weiterhin in separaten Förderschulen unterrichtet. Begründungen für diese schleppende Umsetzung der UN-Konvention gibt es reichlich.

Im Interview äußert sich der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Matthias von Saldern von der Leuphana Universität in Lüneburg zu den gängigsten Argumenten.
(Quelle: www.bildungsklick.de)


Gemeinsam lernen. Inklusionsmaterial von Klett

Eintrag vom 08.02.2012

Der Ernst Klett Verlag hat erstmals spezielle Inklusionsmaterialien für den Grundschulunterricht in Mathematik und Deutsch herausgegeben. Sie sollen Lehrkräft dabei unterstützen, der anspruchsvollen Aufgabe des Unterrichtens in heterogenen Lerngruppen gerecht zu werden.
Für die Fächer Deutsch und Mathematik enthält "Mein Inklusionsmaterial" jeweils rund 400 Kopiervorlagen. Fachübergreifend finden Lehrkräfte darin Material speziell für lernschwache Schüler, das sie im Unterricht zur Differenzierung verwenden können.
Zusätzlich erhältlich ist eine 64-seitige "Handreichung Grundschule", in der mögliche Beeinträchtigungen beim Lernen erläutert und Hinweise zum so genannten Classroom-Management gegeben werden. Das Material enthält außerdem Informationen zur Förderung und Leistungsbewertung sowie Mustervorlagen von Förder- und Verhaltensplänen.

Wir freuen uns über dieses positive Signal!
Lesen Sie hier weiter:


Wiesbaden: "Für Inklusion werben" - ehemaliger Schulleiter Franz im Interview

Eintrag vom 06.02.2012

Mehr als zwei Jahrzehnte war Gerd-Ulrich Franz Leiter der Integrierten Gesamtschule Kastellstraße. Jetzt geht er in den Ruhestand. Bleibt aber ein Kämpfer für Gesamtschulen und Inklusion.


Österreich muss steigenden Anteil an Sonderschüler_innen vermelden

Eintrag vom 02.02.2012

Jahrelang war die Integration in Österreich sehr erfolgreich, nun schaffen es die Sonderschulen, teilweise durch das Suchen neuer Zielgruppen (beispielsweise Kinder mit Migrationshintergrund), den Schüler_innenstand zu halten. Die Tiroler Sozialwissenschaftlerin Mag.a Petra Flieger veröffentlichte gestern die Ergebnisse ihrer Berechnung, die zeigen, dass in den letzten Jahren der Anteil der Sonderschüler_innen wieder gestiegen ist. Dies zeigt der so genannte Segregationsquotient.
"Da konsequent immer mehr Schüler_innen einen sonderpädagogischen Förderbedarf zugeteilt erhalten, können allen kämpferischen Einzelinitiativen für Schulintegration zum Trotz die Sonderschulen laufend mit Schüler_innen befüllt werden", fasst Mag.a Petra Flieger diesbezüglich die bedenkliche Entwicklung zusammen.
Lesen Sie unter folgendem Link weiter:


SPD fordert umfassenden Zugang zu Kultur und zu Informationen für Menschen mit Behinderung

Eintrag vom 02.02.2012

Die SPD-Fraktion will künftig wichtige Entscheidungen und Debatten des Parlaments durch Übersetzungen in Leichte Sprache zugänglicher machen. Als Pilotprojekt dient ein am vergangenen Freitag von der Partei ins Parlament eingebrachter Antrag, der in Leichte Sprache übersetzt wurde.
Die kulturelle, mediale und informationelle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sei die Grundlage ihrer Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung, Mitgestaltung und Mitwirkung heißt es in dem Antrag. Die Partei beruft sich in ihrem Antrag auf die UN-BRK.
Unter folgendem Link haben wir verschiedene Informationen rund um den SPD-Vorstoß für Leichte Sprache gesammelt:


Halbherzige Inklusion in Niedersachsen ab 2013

Eintrag vom 30.01.2012

Auf den ersten Blick, scheint das Vorhaben des niedersächsischen Kultusministers Bernd Althusmann, zielführend zu sein: Ab dem Schuljahr 2012/2013 können alle öffentlichen Grundschulen in Niedersachsen behinderte Kinder aufnehmen. Der Gesetzesentwurf wurde im vergangenen November beraten.
Alle öffentlichen Schulen sollen damit nach und nach zu inklusiven Schulen werden, in denen Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden können.

Nun kritisiert die SPD-Fraktion den Gesetzesentwurf der Regierungsfraktionen: Der Gesetzesentwurf, den CDU und FDP vorgestellt haben, sei halbherzig und enttäuschend. Problematisch sei es, dass es laut Entwurf weiterhin möglich sei, ein Kind zwangsweise an eine Förderschule zu überweisen. Damit werde der Elternwille praktisch ausgehebelt.
(Quelle: www.news4teachers.de)


Inklusive Grundschule: ein starkes Glied in der „Kommunalen Präventionskette“ gegen Kinderarmut -ein Kommentar von Dr. Brigitte Schumann

Eintrag vom 30.01.2012

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen sehr lesenswerten Artikel der ehemaligen Gymnasiallehrerin, Inklusionsforscherin und Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann, in dem sie unter anderem den Zusammenhang der Prävention von Kinderarmut und Inklusion aufgreift. "Deutschland tut zu wenig für die frühkindliche Bildung und vernachlässigt geradezu sträflich die präventive Förderung von Kindern in Armutslagen" kommentiert die Autorin. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, haben sich AWO, DGB, GEW, Kinderschutzbund und der Paritätische Wohlfahrtsverband in Nordrhein-Westfalen 2009 zu einem landesweiten Bündnis gegen Kinderarmut zusammengeschlossen und fordern die staatliche Pflicht zur Prävention. Die NRW- Landesregierung reagierte und rief am 9. November 2011 in einer Auftaktveranstaltung das Modellvorhaben „Kommunale Präventionsketten“ ins Leben.
Dr. Schumann skizziert in ihrem Beitrag die Funktionsweise der Präventionskette, stellt den ausgesprochen großen und wichtigen Zusammenhang von Prävention und Inklusion heraus und fordert eine inklusive Grundschule als elementares, unverzichtbares Glied innerhalb der Präventionskette.

Lesen Sie selbst!


Bügerbeteiligungsverfahren für die Zukunft des Heliosgeländes in Ehrenfeld

Eintrag vom 27.01.2012

Wie wir an dieser Stelle bereits berichteten steht zur Debatte, ob das Heliosgelände in Ehrenfeld, auf dem zunächst ein Einkaufszentrum gebaut werden sollte, für den Bau einer "Inklusiven Universitätsschule Köln (IUS)", eine universitäre Modellschule des BildungsRaumProjektes "school is open" genutzt werden soll.
Unter folgendem Link können Sie Ihre Meinung zur Entwicklung des Heliosgeländes äußern, Fragen oder Anregungen mitteilen, die anonymisiert der Lenkungsgruppe und den Teilnehmer_innen der Arbeitsgruppen vorgelegt und zur Diskussion gestellt werden. In der extern moderierten Bürgerbeteiligung wird ergebnisoffen gearbeitet, so die Organisatoren.


Inklusion ganz praktisch- Beitrag im MDR am Samstag, den 28.01.12 um 11:55 Uhr

Eintrag vom 26.01.2012

Selbstbestimmt!

Leben mit Behinderung

Kann man lehren, obwohl man geistig beeinträchtigt ist? Tobias Wolf kann es. Der junge Mann mit Down Syndrom bringt Grundschulkindern Englisch bei. Ganz liebevoll, ganz spielerisch: Er singt mit den Kindern, entwickelt Spiele, die es einfacher machen, Vokabeln zu lernen - und in besonderen Fällen gibt er Einzelunterricht. Es ist die Montessori-Schule "Biberkor" in Bayern, die das Konzept Inklusion Realität werden lässt und den 31-Jährigen als English Teacher Assistant beschäftigt.

"Suche eine Frau, die mir hilft, die Farben des Lebens wieder zu entdecken." Das inseriert Robert Leske nach einem schweren Autounfall, der seine Lebenswelt komplett verändert. Der einstige Personalchef von Mc Donalds erblindet. 60.000 Mitarbeiter hat er geführt, Workaholic sei er gewesen. Und nun? Alles auf Null und noch mal von vorn. Wie das gelingt, davon berichtet Robert Leske in Schulen. "selbstbestimmt!" hat ihn dabei beobachtet und klärt auch, warum der Bayer wegen einer Annonce nun in Sachsen-Anhalt lebt.

Guildo Horn sucht die Superband! Noch eine Castingshow, brauchen wir die wirklich? Vielleicht ja, denn dieser Wettbewerb weicht ab. Alle Teilnehmer sind geistig behindert. Und dennoch rocken sie professionell die Bühnen. Warum auch nicht, denn was haben Rhythmusgefühl, Stimme und Musikalität mit dieser Einschränkung zu tun?

Warum fühlt sich Roger Cicero dem Buddhismus verbunden? Das wollte Jennifer Sonntag wissen und auch, ob er sich selbst mit seinen Liedern und Texten als Botschafter versteht. Überraschend waren die Antworten des deutschen Pop- und Jazzmusikers. Er ist der erste Gast 2012 in den SonntagsFragen, dem Format, in welchem ohne Sehsinn gefragt wird und dennoch ein sinnreiches Miteinander entsteht.

Diese und andere Beispiele für gelebte Inklusion präsentiert Martin Fromme.
(Quelle: mdr)


Kommunalverbände: Falsches Spiel mit Kosten

Eintrag vom 26.01.2012

"Eltern behinderter Kinder werfen den NRW-Kommunalverbänden vor, die Debatte um die Einführung eines inklusiven Bildungssystems zu mißbrauchen. "Unter dem Stichwort der Konnexität (wer den politischen Beschluss trifft, muss die Folgekosten finanzieren) versuchen die Spitzenverbände nun, die gesamten Kosten für die Bildung von Schülern mit Behinderung auf das Land abzuwälzen", kritisiert der Vorsitzende der LAG Gemeinsam leben - gemeinsam lernen NRW, Bernd Kochanek, "darunter viele Leistungen, die sie für die gleichen Schüler in den Förderschulen bisher klaglos bezahlen". Die Geschäftsführer des Städtetags, des Städte- und Gemeindebundes und des Landkreistags hatten [..] am Rande der Landtagsanhörung zum NRW-Haushalt 2012 gefordert, dass das Land in Sachen Inklusion "alle Kosten" übernehme. Nicht nur die Lehrer sollen nach Meinung der Verbände aus Düsseldorf bezahlt werden, sondern auch Integrationshelfer,spezielle Lernmittel, die Schülerfahrtkosten und darüber hinaus sämtliche Umbauten für die Barrierefreiheit von Schulen."
Lesen Sie den oben zitierten Artikel hier in voller Länge:


Neuer Präsident - frischer Wind in der Kultusministerkonferenz?

Eintrag vom 23.01.2012

Seit heute ist der 51-jährige Ties Rabe neuer Präsident der Kultusministerkonferenz. Der gelernte Gymnasiallehrer, der seit März 2011 den Schulsentorenposten in Hamburg inne hat, übernimmt nun den Vorsitz der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland.

Neben gemeinsamen Bildungsstandards steht auch die Thematik Inklusion -seit der UN-Konvention- im Fokus der KMK. Wer jedoch hoffte der "Neue" würde als leidenschaftlicher Inklusionskämpfer in großen Schritten voran gehen, hat sich getäuscht. "Wenn wir in 20 Jahren das Schulsystem in Deutschland betrachten, wird sich das überwiegend durchgesetzt haben. Aber das Tempo sollte man einzelnen Ländern nicht vorschreiben", so Ties Rabe.


Jakob Muth-Preis 2011/12 für inklusive Schule

Eintrag vom 22.01.2012

Drei Schulen und ein Schulverbund erhalten in Berlin den "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" für ihren vorbildlichen gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung.

Zu den Preisträgern gehören die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule im brandenburgischen Birkenwerder, die Gemeinschaftsgrundschule Eitorf in Nordrhein-Westfalen, die Grundschule Langbargheide in Hamburg und das Regionale Integrationskonzept Altenmedingen, Bad Bevensen, Bienenbüttel und Himbergen in Niedersachsen. Projektträger des zum dritten Mal vergebenen Jakob Muth-Preises sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Deutsche UNESCO-Kommission, die Sinn-Stiftung und die Bertelsmann Stiftung.
Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen sowie Video-Berichte zur Verleihung.


"Barrieren im Einzelfall überwinden: Angemessene Vorkehrungen gesetzlich verankern"- 5. Positionen der Monitoringstelle zur UN-BRK am Deutschen Institut für Menschenrechte

Eintrag vom 20.01.2012

Im Januar 2012 ist die fünfte Ausgabe der "Positionen" der Monitoringstelle zur UN-BRK am Deutschen Institut für Menschenrechte erschienen. Der Autor Dr. Valentin Aichele schreibt dazu: "Menschen mit Behinderungen haben nach der UN-Behindertenrechtskonvention ein Recht auf "angemessene Vorkehrungen". Dadurch soll erreicht werden, dass sie ihre Rechte gleichberechtigt mit nicht-behinderten Menschen wahrnehmen können. Die deutsche Rechtsordnung kennt angemessene Vorkehrungen bislang allerdings nur in seltenen Fällen. Die Publikation der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention erläutert, was die Konvention unter angemessenen Vorkehrungen versteht und macht Vorschläge, wie sie im deutschen Recht gesetzlich verankert werden können."
Die Positionen, auch in leichter Sprache, finden Sie hier:


Inklusion- Menschen mit Behinderung Teilhabe ermöglichen. Positionspapier der CDU-Landtatagsfraktion Nordrhein-Westfalen

Eintrag vom 19.01.2012

Wie wir bereits an dieser Stelle berichteten, stellten Vertreter der CDU-Landtagsfraktion Anfang Dezember 2011 das Positionspapier der Partei zur Inklusion im Bereich Schule vor. Nun folgte, wie angekündigt, die Herausgabe des neuen umfassenden Positionspapieres "Inklusion - Menschen mit Behinderung Teilhabe ermöglichen", welches gestern der Öffentlichkeit präsentiert wurde. "Neue Töne auf alten Instrumenten" betiteln die kobinet-Nachrichten ihren Beitrag zum Thema. Die Partei scheint Grundsätzliches verstanden zu haben und das Positionspapier überrascht positiv.
Neu und entscheidend sei, so heißt es in dem Dokument: "dass wir unsere Wahrnehmung in Bezug auf das, was Menschen mit Behinderung wollen und wie sie leben möchten, verändern müssen. Im Bemühen, den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht werden zu wollen, sind Hilfen über Jahrzehnte in Strukturen eingebunden worden, die Betroffene heute zunehmend als einschränkend ablehnen." Das Positionspapier bietet eine Vielzahl konkreter Einzelheiten zur Umsetzung der Inklusion in verschiedenen Bereichen- auch, wenn die Verfasser die Einschränkung durch finanzielle Bedingungen nicht zu erwähnen vergessen: Die "finanzielle Leistungsfähigkeit der ausführenden staatlichen Ebenen unter Berücksichtigung des grundgesetzlichen Verschuldungsverbots" gebe das Tempo und die Intensität der Umsetzung aller einzuleitenden Maßnahmen vor.
Wir sind gespannt, welche zukunftsweisenden Prozesse das Positionspapier auf Landesebene anstoßen wird.


Inklusion an deutschen Schulen: Verschieden, nicht anders

Eintrag vom 19.01.2012

Sylva Brit Jürgensen, Förderlehrerin in Kiel, rezensiert in ihrem Beitrag, der am 18.01 auf taz.de erschienen ist, das vom Elternverein mittendrin e.V veröffentlichte Buch "Eine Schule für alle: Inklusion umsetzen in der Sekundarstufe". Sie schreibt, dass sowohl die Herausforderungen, die eine Schule der Vielfalt zu bewältigen hat deutlich gemacht als auch die Schritte, die zu gehen sind, aufgezeigt würden. Das Buch gebe Auskunft und mache Hoffnung. Jürgensen schreibt: "Die Berichtenden sehen in der entstehenden inklusiven Schule ein Nest, ein Nest, in dem eine inklusive Gesellschaft vorbereitet wird. Die Vision dieser Gesellschaft heißt: dass Verschiedenheit Vielfalt bedeutet und Schule dieser gerecht werden kann - wenn vielfältig gehandelt wird."
Lesen Sie unter folgendem Link weiter:


Hamburger Landesschulbeirat einstimmig für Inklusion

Eintrag vom 16.01.2012

Erfreut zeigt sich die Hamburger Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner, über den jüngsten einstimmigen Beschluss des Landesschulbeirates zum Thema Inklusion in den Hamburger Schulen.
"Die UN-Behindertenrechtskonvention gibt uns Rückenwind bei dem Bestreben behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam zu beschulen", lobt die Senatskoordinatorin das Positionspapier.


Lernbehindert: Eine unhaltbare sonderpädagogische Konstruktion mit nachweislich schädlichen Folgen

Eintrag vom 12.01.2012

In ihrem ersten Beitrag zum neuen Jahr thematisiert die Bildungspolitikerin Brigitte Schumann die Frage nach der Berechtigung des deutschen Sonderschulsystems, insbesondere der ehemaligen Sonderschule für Lernbehinderte, die mittlerweile in fast allen Bundesländern rhetorisch zur Förderschule (mit dem Schwerpunkt "Lernen") avanciert ist. Frau Schumann bezieht sich in ihren Ausführungen auf die Studie "Techniken der Behinderung. Der deutsche Lernbehindertendiskurs, die Sonderschule und ihre Auswirkungen auf Bildungsbiografien" von Lisa Pfahl, die 2011 im transcript Verlag erschienen ist. In der Zusammenführung der diskursanalytischen und biografienanalytischen Ergebnisse verdeutlicht Pfahl, wie im Prozess der sonderpädagogisch vermittelten Fremd- und Selbstzuschreibung soziale Ungleichheit reproduziert wird, so Schumann. In Anlehnung an die Ergebnisse Pfahls, betont Brigitte Schumann die Notwenigkeit, Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt "Lernen" aufzulösen und "die behinderungsspezifische Etikettierung und Klassifizierung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der individuellen Feststellungsdiagnostik zu beenden". Schumann betont, die Lehrer_innenausbildung müsse sich am Recht auf Inklusion orientieren und eine auf behinderungsspezifische Etikettierung und Klassifizierung der Schüler_innen ausgerichtete Sonderpädagogik dürfe keine Zukunft haben.
Lesen Sie unter folgendem Link weiter!


Mehr Infos in Leichter Sprache und in Gebärdensprache

Eintrag vom 10.01.2012

"Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat weitere Inhalte ihrer Internetseite in Leichte Sprache und in Gebärdensprache übersetzen lassen und ins Internetangebot eingestellt.

"Damit haben wir unser Angebot für Gehörlose und Menschen mit Lernschwierigkeiten weiter ausgebaut. Mittelfristig sollen alle Inhalte der ADS-Homepage in diesen Sprachen zur Verfügung stehen", informierte die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der ADS Antje Goll." (www.kobinet-nachrichten.org)

Weitere Informationen haben wir unter folgendem Link für Sie zusammengestellt.


Bezirk Schwaben verweigert die Finanzierung der Gebärdendolmetscher gehörloser Schülerinnen

Eintrag vom 06.01.2012

Zwei gebärdensprachlich aufgewachsenen Kindern müssen die Regelschule verlassen, weil der Einsatz von Dolmetschern im GU von Gerichten in Bayern abgelehnt wurde. Die sozialdemokratische Landtagsfraktion hat sich in den Fall eingeschaltet und fordert, dass der Kultusminister persönlich dafür sorgen solle, dass die Kinder schnell Hilfe bekommen und das Inklusionsgesetz mit Leben gefüllt wird. Die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Bayern gemeinsam leben – gemeinsam lernen hat im Namen der Eltern der Mädchen Verfassungsbeschwerde beim bayerischen Verfassungsgerichthof gegen die Entscheidungen der Sozialgerichtsbarkeit eingelegt. Die Entscheidung des Sozialgerichts Augsburg und des Bayerischen Landessozialgerichts verstoße gegen den Grundsatz der Kostenfreiheit des Schulbesuchs, der in der bayerischen Verfassung verankert sei. Unter folgendem Link finden Sie die Urteile, Hintergrundinformationen und Pressemitteilungen rund um den Fall.
Wir halten Sie an dieser Stelle weiter auf dem Laufenden.


Werkstätten und Inklusion: Ein Widerspruch?

Eintrag vom 05.01.2012

Ein neuer Beitrag im Aktion Mensch-Blog thematisiert dieses Spannungsverhältnis. Dazu der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Behindertenwerkstätten, Günter Mosen: "Inklusion bedeutet mehr als das Schaffen von ausgelagerten Arbeitsplätzen. Inklusion ist erst dann vollbracht, wenn die Menschen mit Behinderungen nicht mehr gemieden, sondern anerkannt und fair behandelt werden. Davon sind wir zwar noch ein Stück entfernt, aber auch schon vorangekommen."


6. Bildungspolitisches Symposium des Landes Nordrhein-Westfalen „Alle Potenziale stärken – Vielfalt und Verschiedenheit”

Eintrag vom 02.01.2012

Das Schulministerium lädt am 3. März 2012 zum 6. bildungspolitischen Symposium nach Essen ein. Unter dem Titel „Alle Potenziale nutzen – Vielfalt und Verschiedenheit“ werden die Themen Inklusion und Integration im nordrhein-westfälischen Schulsystem in den Blick genommen. Als Referenten sind Dr. Birgit Lütje-Klose, Professorin für Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Heterogenität an der Universität Bielefeld, und Dr. Antonietta Zeoli, Landeskoordinatorin Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte NRW, eingeladen. Dr. Manfred Lütz, Psychiater, katholischer Theologe und Autor hat seine Teilnahme außerdem zugesagt. Den Kongress eröffnet Schulministerin Sylvia Löhrmann. Sie wird auch an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung sowie das Anmeldeformular. Anmeldeschluss ist der 23.02.2012. Die Anmeldung wird früher geschlossen, wenn die maximale Zahl von 1.200 Personen erreicht ist.


Weiterbildung "Strategien zur Inklusion" an der Fachhochschule Köln

Eintrag vom 28.12.2011

In Kooperation mit vier Fakultäten bietet die Abteilung Wissenschaftliche Weiterbildung die neue Weiterbildung "Strategien zur Inklusion" an.

Planungs- und Gestaltungsentscheidungen aller Art bewirken immer auch soziale Inklusion oder Exklusion und bestimmen über Respektierung oder Beeinträchtigung von Menschenrecht, Menschenwürde und Teilhabe in Bezug auf das gesellschaftliche Miteinander. Inklusion ist seit Anerkennung der UN-Behindertenrechtskonvention im März 2009 geltendes Recht in der Bundesrepublik Deutschland. Verantwortliche auf allen Ebenen - in öffentlichen Institutionen wie auch in privaten Unternehmen - sind aufgefordert, Gestaltungsformen zu entwickeln, in denen menschliche Vielfalt als Bereicherung erlebt wird und der Teilhabe- und Gleichberechtigungsgedanke handlungsleitend ist.

(Quelle: http://www.verwaltung.fh-koeln.de/aktuelles/2011/12/verw_msg_04523.html)


Mecklenburg-Vorpommern macht sich auf den Weg zur Inklusion

Eintrag vom 25.12.2011

Am 20.12.11 hat der mecklenburg-vorpommerische Minister Brodkorb sein Kabinet darüber informiert, wie die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag zur Entwicklung eines langfristig tragfähigen Konzeptes zur Inklusion umgesetzt werden soll. Brodkorb sagte in Schwerin: "Wir benötigen zunächst eine fachliche Diskussion darüber, was Inklusion in unseren Schulen bedeuten soll. Außerdem müssen wir uns auf einen langfristig verlässlichen Weg verständigen"
Eine Expertenkomission wird sich ab 2012 mit dem Thema der inklusiven Bildung in Mecklenburg Vorpommern beschäftigen. Die Komission wird aus Vertretern der Praxis, der Wissenschaft und der Kommunen bestehen.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern zum Thema:


InKoe wünscht ein frohes Fest!

Eintrag vom 24.12.2011

Allen Leserinnen und Lesern ein friedvolles und besinnliches Fest!


Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule in Niedersachen

Eintrag vom 20.12.2011

Am 15. und 16. Dezember 2011 fand eine Anhörung zu dem Gesetzentwurf zur Einführung der inklusiven Schule im niedersächsischen Kultusausschuss statt.
Der Gesetzentwurf von CDU und FDP Fraktion beabsichtigt in §59 eine Korrekturmöglichkeit des Elternwahlrechtes wohingegen der Gesetzentwurf der SPD - Fraktion den Rechtsanspruch der Eltern auf inklusive Beschulung ohne Wenn und Aber vorsieht.
Weitere kontorvers diskutierte Punkte sind die Austattung sowie der Startzeitpunkt der Inklusion an Schulen. In unserem bildungspolitischen Informationsbereich haben wir für Sie viele interessante Beiträge der Parteien, Gewerkschaften und Verbände zum Thema gesammelt.
Lesen Sie hier weiter:


"Es geht aktuell nicht mehr um das 'Ob', sondern nur noch um das 'Wie'"

Eintrag vom 19.12.2011

In der WDR 5-Sendung "Stadtgespräche", welche am vergangenen Donnerstag eine vom WDR selbst initiierte Diskussionsveranstaltung mit Eltern und Lehrern in einem Dortmunder Gymnasium übertrug, konstatierte NRW Bildungsministerin Sylvia Löhrmann nicht nur, dass das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern und Jugendlichen unverzichtbar sei, sondern dass es auch funktioniere, sofern nur der Wille hierzu bei allen Beteiligten gegeben sei. Neben einer qualitativ hochwertigen Sonderpädagogik bedürfe es dazu vor allem einem potentialorientierten Blick auf alle Kinder und Jugendlichen.

Wir freuen uns sehr über dieses deutliche Statement zum Ende des Jahres!


Keine halben Sachen! -Auch in Österreich

Eintrag vom 19.12.2011

In der vergangenen Woche ist der österreichische Unterrichtsausschuss zusammengekommen, um die Ausweitung des integrativen Unterrichts für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen in Haushaltsschulen und Polytechnischen Schulen zu beschließen. Dies, so Helene Jarmer, Behindertensprecherin der Grünen, sei weder eine echte Gleichbehandlung noch eine tatsächliche Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.


Vielfalt - Das Bildungsmagazin veröffentlicht Extra-Nummer mit dem Titel "Behindert - besonderes Merkmal Migrant"

Eintrag vom 15.12.2011

In Sachen Aussonderung von Kindern ist Deutschland spitze. 80 Prozent der Kinder mit Behinderung besuchen hierzulande eine Sonder- bzw. Förderschule. Familien mit Migrationshintergrund trifft das besonders stark. "Vielfalt - Das Bildungsmagazin" veröffentlichte eine Extraausgabe mit dem bewusst provokativ gewählten Titel: "Behindert- besonderes Merkmal Migrant", in der Sie viele Hintergründe, Reportagen und Zugänge über neue Medien finden, die Inklusion vor dem Hintergrund der Interkulturalität beleuchten.


Österreich und die Inklusion

Eintrag vom 14.12.2011

Wie Sie bereits aus anderen an dieser Stelle veröffentlichten Berichten entnehmen konnten, bestehen zwischen der österreichischen und der deutschen Politik im Umgang mit der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung traurige, aber deutliche Parallelen.
Nicht nur fehlt es allerorts am notwendigen politischen Willen zur Umsetzung der BRK, sondern auch die von Wissenschaft und Betroffenenverbänden vielfach geforderte Auflösung der Förderschulen wird auf österreichischer und deutscher Seite heftig diskutiert und unterwandert.

Dr. Brigitte Schumann weist in ihrem aktuellen Vergleich allerdings auch auf Unterschiede in beiden Ländern hin.
Lesen Sie selbst:


Online-Zeitschrift für Inklusion befasst sich mit Ausbildungsfragen

Eintrag vom 13.12.2011

"Das aktuelle Heft [der Online-Zeitschrift "INKLUSION"] widmet sich schwerpunktmäßig der Ausbildung von PädagogInnen im Kontext von Inklusion. Mit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (vgl. UN 2006) steht die Aus-, Fort- und Weiterbildung pädagogischer Berufe auf dem Prüfstand. Allerdings lassen sich dabei im deutschsprachigen Raum wie international durchaus unterschiedliche Ansätze und Geschwindigkeiten beobachten. Unterschiede bestehen sowohl in den konzeptionellen Ausrichtungen inklusiv orientierter Ausbildungen, als auch bezüglich der unterschiedlichen Handlungsfelder. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass inklusive Handlungskompetenzen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zwar zunehmend inkorporiert werden, dass dies aber noch keineswegs überall in stringenter Weise und hinreichendem Maße geschieht." (www.inklusion-online.net, 13.12.11) Timm Albers setzt sich in seinem Aufsatz mit "Inklusion in den frühpädagogischen Studiengängen" auseinander, Bettina Amrhein reflektiert die Chancen universitärer Praxisphasen und Kerstin Merz-Atalik und Thomas Franzkowiak stellen das Projekt "Teacher Education for Inclusion (TE4I)" vor. Diese und weitere Beiträge finden Sie unter folgendem Link:


Inklusionsplan für die Schulen in NRW jetzt – Forderungen an die Landesregierung zur Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung

Eintrag vom 13.12.2011

Eine politische Umsetzung der UN-BRK sei in NRW bislang nicht erfolgt, beklagt das NRW-Bündnis "Eine Schule für alle". Die vom Schulministerium nach der Landtagswahl mehrfach angekündigten Termine für die Erarbeitung der Eckpunkte eines Inklusionsplans zur Umsetzung der UN- Konvention würden immer wieder verschoben und ließen bis heute auf sich warten, so die Sprecher der Initiative. Obwohl seit Mitte dieses Jahres zwei vom Ministerium in Auftrag gegebene Gutachten vorlägen, die richtungsweisende Hinweise für den notwendigen Transformationsprozess enthielten, seien bisher keine gesetzlichen Maßnahmen eingeleitet worden. Auch der vom Ministerium eingerichtete Gesprächskreis Inklusion habe lediglich der Vertröstung der TeilnehmerInnen, aber nicht der produktiven Erarbeitung von Empfehlungen für einen Inklusionsplan gedient. Bis heute würden betroffene Kinder und Eltern in NRW vergeblich auf die gesetzliche Anerkennung des individuellen Rechts des Kindes mit einer Behinderung auf inklusive Bildung und damit auf einen diskriminierungsfreien Zugang zur allgemeinen wohnortnahen Schule mit angemessenen Vorkehrungen warten. Nach wie vor gelte die konventionswidrige Bestimmung des AO-SF, wonach die Schulaufsicht über den Förderort entscheide. Weitere Informationen sowie einen Forderungskatalog des NRW-Bündnisses "Eine Schule für alle" an die Landesregierung finden Sie unter folgendem Link:


Inklusion beginnt im Kopf

Eintrag vom 12.12.2011

Inklusion beginnt im Kopf- nicht nur im Kopf der Schüler und Eltern, sondern auch in dem der Lehrer und Lehrerinnen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet ab dem Wintersemester 2011/12 der erste berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengang "Inklusive Pädagogik und Kommunikation" an der Universität Hildesheim.
Laut Dr. Margitta Rudolph, Leiterin des Weiterbildungszentrums verfolgt die Universität Hildesheim mit diesem neuen, im deutschsprachigen Raum einmaligen Studiengang das Ziel, "Lehrkräfte systematisch in die Formen eines 'inklusiven Unterrichts' einzuführen." Dazu brauche es "vor allem kommunikative Kompetenzen und die Implementierung des 'inklusiven Gedankens' in das Schulsystem".
Insgesamt 24 Studierende aus Deutschland und der Schweiz erhalten ab diesem Wintersemester Einblicke in die aktuelle Heterogenitätsdebatte und Grundlagen der "Inklusiven (Schul-)Pädagogik".
"Wir wollen Lehrkräfte stärken, damit sie die Potentiale aller Kinder besser erkennen und ihnen Mut machen, unabhängig von ihren persönlichen Rahmenbedingungen ihre Chancen zu nutzen" unterstreicht Britta Ostermann, die den Studiengang koordiniert und inhaltlich begleitet.
Unterstützt wird die Universität Hildesheim bei ihrem länderübergreifenden Weiterbildungsangebot durch die Hochschule Zürich. Weitere Kooperationen mit der Universität Bozen und der Pädagogischen Hochschule Innsbruck sind angedacht.


Interimslösung 'integrativer' Kindergarten Drachenfelsstraße, Kommentar zum Antwortschreiben des Oberbürgermeisters

Eintrag vom 07.12.2011

Bereits in unserem aktuellen Newsletter haben wir Sie über das Procedere der Stadt Köln im Bezug auf die Aufteilung der Kinder des integrativen Kindergartens Drachenfelsstraße informiert.

Frau Dr. Maren Steinhoff bemüht sich hier bereits seit Anfang Oktober um eine Lösung, die allen Kindern der KiTa, welche kurzfristig geschlossen werden musste, gerecht wird und nicht in eklatantem Widerspruch zu der von der Stadt postulierten Behindertenpolitik Kölns steht. Nachdem Frau Dr. Steinhoff nun endlich ein Antwortschreiben von Frau Dr. Agnes Klein, stellvertretend für Herrn OB Roters erhalten hat, zeigt sie sich sehr enttäuscht und verständnislos und äußert dies in einem weiteren Schreiben an den Oberbürgermeister, welches Sie unter nachstehendem Link finden können.

Alle Schriftstücke, welche über die Situation der Kinder in der KiTa Drachenfelsstraße informieren, finden Sie auf unserer Seite in der Rubrik "Informationen" unter "Regionales" (2. Eintrag).


Weltbericht Behinderung der WHO in deutscher Sprache erschienen

Eintrag vom 07.12.2011

In der vergangenen Woche präsentierte Ilja Seifert, behinderten- und tourismuspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag den Weltbericht Behinderung der WHO in deutscher Sprache.
Neben Statistiken und internationalem Zahlenmaterial zum Thema Behinderung, werden auf 312 Seiten unter anderem die Themen Gesundheitsversorgung, Gesundheitspolitik, Kinder und Jugendliche, Sonderpädagogik, Unterstützte Beschäftigung und Rehabilitation behandelt und im internationalen Vergleich dargestellt.

Den Weltbericht der WHO in deutscher Sprache finden Sie unter dem nachstehenden Link!


Positionspapier der CDU NRW: "Teilhabe erfordert Qualität. Inklusion im Bereich Schule"

Eintrag vom 06.12.2011

Am vergangenen Freitag (02.12.2011) stellte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Josef Laumann zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU im Düsseldorfer Landtag, Klaus Kaiser und dem schulpolitischen Sprecher der Christdemokraten, Thomas Sternberg das Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion zur Inklusion im Bereich Schule vor. Allerorts reagieren Elternverbände, Schulvertreter und Wissenschaft überrascht, aber hocherfreut ob der zahlreichen wichtigen Eckpunkte und Forderungen, welche die CDU NRW formuliert. Überdies hinaus fordert die Partei die Landesregierung im vorliegenden Positionspapier auf, "zeitnah ein Umsetzungskonzept mit konkretem Zeitplan und Berechnungen der entstehenden Kosten für oben genannte Maßnahmen vorzulegen". Anfang 2012 soll ein weiteres Positionspapier der nordrhein-westfälischen CDU vorgelegt werden, welches dann konkrete Konzepte für die aufgeführten Bereiche darstellen soll, wie Karl-Josef Laumann ankündigt.
-Wir warten gespannt, sind aber schon vom vorliegenden 9-seitigen Dokument begeistert!


Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:"Wir sind bereits mitten auf dem Weg hin zur Inklusion"

Eintrag vom 06.12.2011

In einer offiziellen Mitteilung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung (MSW) NRW vom 05.12.2011 teilt Schulministerin Sylvia Löhrmann mit "[b]eim Ziel sind wir uns einig: Kinder mit und ohne Behinderungen sollen gemeinsam aufwachsen und lernen", die Umsetzung der UN-BRK auf Landesebene habe weiterhin erste Priorität. "In der Tat befin­den wir uns bereits mitten in der Umsetzung unseres Plans hin zur In­klusion" konstatierte Löhrmann gestern weiter. Nicht nur sei die Schulaufsicht für das laufende Schuljahr angewiesen worden, Kinder mit Förderbedarf vorrangig zu behandeln, sofern deren Eltern eine integrative Beschulung wünschten, sondern vor allem die Zuweisung von Kindern zu einer Förderschule "sollte unter Aus­schöpfung aller Möglichkeiten vermieden" werden.

Lesen Sie weiter:


Pressemitteilung des Bundesverbands Rehabilitation (BDH) zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Eintrag vom 02.12.2011

Seit 1993 wird jährlich am 03. Dezember auf der ganzen Welt der Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Gedenktag soll der deutlichen Bewusstseinsbildung im Bezug auf die Probleme von Menschen mit Behinderungen in der gegenwärtigen Gesellschaft dienen und steht für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung und die Achtung der Würde aller Menschen.

Der BDH sieht den 3. Dezember als willkommene Gelegenheit, "Bilanz zu ziehen und auf die großen Umsetzungsschwierigkeiten der Konventionsvorgaben hinzuweisen".

Lesen Sie selbst!


Empfehlung der Kultusministerkonferenz „Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen“ löst heftige Kritik aus

Eintrag vom 01.12.2011

Die Kultusministerkonferenz veröffentlichte am 20.10.2011 eine Empfehlung zur inklusiven Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen. Wie wir bereits in der vergangenen Woche an dieser Stelle berichteten, äußerte die Monitoringstelle zur UN-BRK am Deutschen Institut für Menschenrechte heftige Enttäuschung über die KMK-Empfehlungen. Auch Verbände, Vereine und Gewerkschaften äußerten sich kritisch zu den Empfehlungen der Kultusminiterkonferenz. In unserem bildungspolitischen Informationsbereich haben wir die Dokumente der KMK, Pressestimmen sowie diverse Stellungnahmen für Sie zusammengetragen.

Lesen Sie hier weiter:


Auch Lebenshilfe Österreich fordert offene Diskussion über Umsetzung eines inklusiven Schulsystems

Eintrag vom 29.11.2011

In Reaktion auf die Aussendung von Integration Tirol zu den "Runden Tischen" des österreichischen Unterrichtsministeriums kommentiert Prof. Dr. Germain Weber unter anderem:

"Es geht darum, den enormen Erfahrungsschatz der Sonderpädagogik allen Schulen zu Gute kommen zu lassen, sodass beeinträchtige und nicht beeinträchtigte Kinder gleichermaßen davon profitieren. Gemäß UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Beeinträchtigungen das Recht, von Beginn an als selbstverständliche Teilnehmer am regulären Bildungssystem wahrgenommen zu werden".

Den gesamten Bericht finden Sie hier:


Monitoringstelle deutlich enttäuscht von KMK-Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung

Eintrag vom 25.11.2011

Nachdem heute die Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung "Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen" der Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlicht wurden, übt die Monitoring-Stelle zur UN-BRK am Deutschen Institut für Menschenrechte scharfe Kritik. Nicht nur seien die Empfehlungen der KMK "völlig unzureichend", vielmehr habe man sich vor allem fast drei Jahre nach Ratifizierung der UN-BRK eine "Führungsrolle bei der Anleitung der Bundesländer, die schulische Segregation [...] zu überwinden" von der KMK gewünscht. Diese allerdings trete in ihren Empfehlungen nicht entschieden für ein inklusives Bildungssystem ein und zeige kaum Bereitschaft, die hierfür notwendigen Veränderungen und Arbeitsschritte zu skizzieren.


GU ohne Steuerung verfehlt das Ziel der Inklusion - ein Kommentar von Dr. Brigitte Schumann

Eintrag vom 24.11.2011

Unter Bezugnahme auf das kürzlich erschienene Werk "Inklusion in der Sekundarstufe" von Dr. Bettina Amrhein und mit Blick auf die aktuelle Praxis gemeinsamen Lernens im Sekundarbereich kommentiert die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann "[d]er Gemeinsame Unterricht in den weiterführenden Schulen verfehlt ohne Steuerung und Implementationsstrategie das Ziel der Inklusion". Nicht nur die völlig differente Aufnahmepolitik gegenüber Schülerinnen und Schülern mit sogenanntem Förderbedarf an den verschiedenen (Regel-)Schulformen, sondern insbesondere ein eklatanter Mangel an adäquaten Unterstützungsleistungen birgt die große Gefahr der "Deformation integrativen Lernens" (Amrhein, 2011, zitiert in Schumann, 2011), notwendige bildungspolitische Weichen für eine inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung müssen -nicht nur in NRW- umgehend gestellt werden!


"Gericht entscheidet zugunsten der Inklusion" -Pressemitteilung des Bundesverbands Rehabilitation (BDH)

Eintrag vom 22.11.2011

In einer aktuellen Pressemeldung begrüßt der Bundesverband Rehabilitation (BDH) das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz, welches die Kostenübernahme für einen ausbildungsrelevanten Gebärdensprachdolmetscher durch die Bundesagentur für Arbeit gerichtlich zusicherte.
Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz hatte im Namen eines schwerbehinderten, gehörlosen jungen Mannes geklagt, um eine Kostenübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit durchzusetzen.

Wir freuen uns über dieses Signal!


Deutscher Lehrertag 2011: Ja zur Inklusion!

Eintrag vom 21.11.2011

Am vergangenen Freitag hat im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen der Deutsche Lehrertag 2011, welcher in diesem Jahr den vielversprechenden Titel "individualisieren, integrieren, inkludieren" trug, stattgefunden. Neben etwa 1.200 Pädagoginnen und Pädagogen aus dem ganzen Bundesgebiet, waren auch Kultuspolitiker und Abgeordnete aus Bundestag und NRW-Landtag nach Dortmund gekommen. Einig waren sich die zahlreichen TeilnehmerInnen darin, dass ein inklusives Schulsystem, welches über ausreichende Ressourcen verfügt, umgehend umzusetzen ist.

Eine ausführliche Pressemeldung finden Sie hier:


Beschluss des Vorstandes des GEW-Stadtverbandes Köln zur Schulentwicklung

Eintrag vom 17.11.2011

Bereits Ende Oktober hat der Stadtverband Köln der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) einen Beschluss zur Weiterentwicklung der Kölner Schullandschaft veröffentlicht, welcher klar fordert:

Länger gemeinsam lernen - Mehr Gesamtschulen für Köln!

Obwohl im gesamten Bundesland die Schülerzahlen geringer werden, zeigt sich eine gegenteilige Entwicklung in Köln. Schon in den vergangenen Jahren sind hier, bei geringeren Schülerzahlen, jährlich mehr als 500 Kinder von Gesamtschulen abgelehnt worden, da die bestehenden Schulen schnell ausgelastet waren. Doch nicht nur dies, sondern auch die überdurchschnittliche Abiturientenrate macht deutlich, warum es sich bei der Gesamtschule um das zukunftsfähigste Schulmodell in Deutschland handelt.


Veranstaltungshinweis 29.11.11: "In unserem Veedel - Auf dem Weg zu einem Stadtteil für alle"

Eintrag vom 17.11.2011

Aus Anlass des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung lädt Jürgen Roters gemeinsam mit der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik zur Veranstaltung "In unserem Veedel - Auf dem Weg zu einem Stadtteil für alle" in das Historische Rathaus.

Inhaltlich beschäftigt sich die Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung 2011 mit dem direkten Wohn- und Lebensumfeld, dem "Veedel".

Was kann die Kölner Stadtentwicklung zu dem Ziel der unabhängigen Lebensführung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung beitragen? Was können die Kölnerinnen und Kölner selber tun? Wo gibt es gute Beispiele in Köln?
Um diese und andere Fragen wird es in der Veranstaltung gehen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer


Hella Wenders' Dokumentarfilm "Berg Fidel" gewinnt den Hauptpreis beim 22. Kinofest Lünen!

Eintrag vom 17.11.2011

Der Dokumentarfilm "Berg Fidel" gewinnt den ersten, mit 10.000€ dotierten, Publikumspreis "Lüdia" beim Kinofest Lünen. Der Film aus der Perspektive von 4 Kindern wirft einen Blick auf ihren Stadtteil, ihre Schule und ihr Leben. Die Berliner Regisseurin Hella Wenders hofft, dass dieser Preis mithilft, das gemeinsame Lernen an der Grundschule Berg Fidel bis zur Klasse 13 fortsetzen zu können.

Lesen Sie hier weiter:


Interessenverband Berliner Schulleitungen e.V. veröffentlicht Schulbefragung

Eintrag vom 14.11.2011

"Finanzielle Investitionen, ein zeitlich ausreichend bemessener Stufenplan und externe Unterstützung sind unabdingbar." Diese Schlussforderung zieht der Interessenverband Berliner Schulleitungen e.V. (IBS)aus einer Befragung zum Thema Inklusion an Berliner Schulen im Oktober 2011.
Der Fragebogen des IBS thematisierte dabei besonders die Aspekte "inklusives Schulkonzept", "Fachpersonal", "benötigte Ressourcen" und "Unterstützungsbedarf".
Insgesamt 100 Schulen nahmen an der Befragung teil.
Die Ergebnisse dieser Befragung wurden nun in einer Stellungnahme des IBS zum derzeitigen Stand der Inklusion veröffentlicht.


Werkstatt Inklusion: Inklusives Kunstprojekt "Schlüssel-Figuren der Inklusion"

Eintrag vom 13.11.2011

Am morgigen Nachmittag findet zum letzten Mal in diesem Jahr die Werkstatt Inklusion, eine Kooperation von Melanchthon Akademie, Evangelischem Kirchenreferat und dem Projekt InKö statt. Ab 16 Uhr wird Sabine Ahrens ihre kunstpädagogische Arbeit zum Thema "Schlüssel-Figuren der Inklusion" vorstellen.

Sollten Sie zwischen 16 und 18 Uhr noch ein wenig Zeit haben und neugierig auf ein spannendes inklusives Projekt sein, freuen wir uns sehr über Ihr Kommen!


Elternverein „mittendrin e.V.“ veröffentlicht Sachbuch

Eintrag vom 09.11.2011

„Eine Schule für alle: Inklusion umsetzen in der Sekundarstufe“- so der Titel des Sachbuches, welches ab Dezember 2011 Fragen der Umsetzung von Inklusion in der Sekundarstufe beantworten soll.
In Kooperation mit 40 Pädagoginnen aus integrativen Schulen hat der Elternverein versucht, die Frage “Inklusion? Wie soll denn das im Alltag in meinem Unterricht funktionieren?” zu beantworten. Daraus sind 360 Seiten voll von Visionen und Umsetzungsbeispielen geworden, die Mut machen, anstecken und inspirieren.


Grundschulverband-Fachtagung "Inklusion" am 4./5. November 2011

Eintrag vom 09.11.2011

Unter dem Motto "Inklusive Schule – gemeinsam inklusive Praxis entwickeln" fand am 4. und 5. November eine Fachtagung des Grundschulverandes mit FortbildnerInnen, Grund-und SonderpädagogInnen, ErzieherInnen, Schulleitungen,SchulamtsvertreterInnen und Elternvertretern statt.
Am Ende der Tagung resümierte Maresi Lassek, Vorsitzende des Grundschulverbandes: "Inklusive Schule braucht nicht eine einseitige sonderpädagogische Förderung für einzelne SchülerInnen mit Beeinträchtigungen, sondern verlangt eine gemeinsame und differenzierte Pädagogik für ALLE!"
(Quelle: bildungsklick.de)


Unterstützung des österreichischen Bildungsvolksbegehrens durch die Lebenshilfe

Eintrag vom 08.11.2011

In einer Sitzung in der vergangenen Woche hat das Präsidium der Lebenshilfe Österreich noch einmal ihre deutliche Zustimmung zum und Unterstützung des dortigen Bildungsvolksbegehrens ausgesprochen, hierzu der österreichische Präsident der Lebenshilfe, Prof. Dr. Germain Weber:

"Die Lebenshilfe unterstützt die Forderungen des Volksbegehrens 'Bildungsinitiative' und damit eine tiefgreifende Bildungsreform zum Wohle der jungen Generation. Jedem Kind in Österreich gebührt der Anspruch, seine Bildungschancen voll auszuschöpfen, unabhängig [davon,] ob es mit einer Behinderung lebt oder nicht."

Lesen Sie weiter:


Inklusionswoche an der Humanwissenschaftlichen Fakultät!

Eintrag vom 04.11.2011

Da der Begriff "Inklusion" in aller Munde ist, jedoch sehr häufig die konkrete Auseinandersetzung mit dem Themenfeld fehlt - auch an der Humanwissenschaftlichen Fakultät - veranstalten die Fachschaften, der Studierendenausschuss, school is open und InKö vom 07.11. bis zum 10.11. eine Woche der Inklusion.

Präsentationen, Vorträge, Filme, Diskussionen und Workshops sollen insbesondere den Studierenden der Humanwissenschaftlichen Fakultät die Möglichkeit geben, nicht nur einen thematischen Einblick zu erhalten, sondern auch in's Gespräch zu kommen und die Fachschaften, den StAVV, school is open und das Projektteam von InKö näher kennenzulernen.

-Wir freuen uns auf zahlreiche BesucherInnen und spannende Gespräche!


"Zur Entwicklung der Schulstruktur in den neuen Bundesländern" von Prof. Dr. em. Valentin Merkelbach

Eintrag vom 04.11.2011

In seinem aktuellen Essay beschreibt der emeritierte Prof. Dr. Valentin Merkelbach nicht nur die historische Entwicklung der Schulstruktur in den neuen Bundesländern, sondern wirft auch einen Blick in die Gegenwart und bewertet aktuelle Schulmodelle und Entwicklungen vor dem Hintergrund von Bildungsgerechtigkeit und einer "Kultur des Behaltens".

Den umfassenden Beitrag finden Sie hier:


Erster gehörloser Abgeordneter in Deutschland

Eintrag vom 02.11.2011

Martin Zierold, welcher sich zukünftig insbesondere für kommunikative Barrierefreiheit und die schulische Inklusion von Kindern mit und ohne Behinderung einsetzen will, wurde im September dieses Jahres als erster gehörloser Abgeordneter in Deutschland in die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte gewählt.

Während aller Beratungen, Fachausschüsse und Fraktionssitzungen werden nun zwei GebärdensprachdolmetscherInnen und eine Schreibsassistenz anwesend sein, die vom Bezirk bestellt und finanziert werden.

Obwohl dies für viele andere Länder bereits zum Alltagsgeschäft gehört (und gehören muss!), freuen wir uns über dieses Signal aus der Hauptstadt!


Auflösung von Sonderschulen und Inklusionsfahrplan in Österreich

Eintrag vom 02.11.2011

Bereits zu Beginn dieser Woche berichteten wir über die Bestrebungen der beiden österreichischen Politiker Huainigg und Jarmer, nicht nur einen verbindlichen Inklusionsfahrplan für Österrich, sondern auch die Abschaffung der dortigen Sonderschulen zeitnah zu erreichen.

Diese Forderungen wurden nun am 27.10.2011 während einer parteiübergreifenden Pressekonferenz mit dem Titel "Gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern neu denken" unter fachlicher Unterstützung von Dipl. Päd Roland Astl, dem Leiter der Sonderpädagogischen Beratungsstelle in Reutte (Tirol) diskutiert.

Eine spannende Zusammenfassung der Pressekonferenz finden Sie hier:


Kritik auf dem Mannheimer Fachtag: Inklusion spielt in der Lehrerbildung noch eine zu geringe Rolle

Eintrag vom 31.10.2011

Auf dem Mannheimer Fachtag zur Frage der gemeinsamen Beschulung aller Kinder, welcher am 21.10.2011 stattgefunden hat, wurden zahlreiche Diskussionen geführt.

Am Institut für Waldorfpädagogik, Inklusion und Interkulturalität (Mannheim) tauschten sich Wissenschaftler, Studenten, Eltern und Pädagogen über schulische Inklusion und deren Vorgaben in der UN-Konvention aus.

Als aktiver Verfechter der Inklusionsidee forderte der emeritierte Professor Dr. Georg Feuser von der Universität Zürich, in seinem Vortrag "Wege aus der Segregation durch die Integration zur Inklusion", einen umfangreichen Neuaufbau des deutschen Schulsystems. "Wir sollten in dem aktuellen Bildungssystem nicht viel korrigieren, wir müssen es neu aufbauen", so Feuser.

Professor Dr. Theo Klauß von der PH Heidelberg kritisierte, setze man die Dauer der Inklusions- und Integrationsbewegung ins Verhältnis zur Integrationsquote in Deutschland, zeigten sich immer noch viele Handlungsbedarfe in den Bereichen Bewusstseinsbildung, Qualifizierung der Fachkräfte, Entwicklung von Unterstützungsmöglichkeiten und dem Abbau von Kommunikationsbarrieren.
Die Dringlichkeit der geforderten Bildungsreform verdeutlichte auch Professorin i.R. Dr. Jutta Schöler von der technischen Universität Berlin. "Sonderschulen haben demnach zwei Möglichkeiten: Entweder sie entwickeln sich zu attraktiven Schulen für alle Kinder, oder sie werden geschlossen", so Schöler.

Mit ihrem Credo "Was hält dich auf? Fangen wir einfach an" bestärkte Dr. Ulrike Barth von der Freien Waldorfschule Berlin-Kreuzberg alle Anwesenden in ihren inklusiven Vorhaben und versprühte Innovationsgeist. Dieser schien auch die letzten Zweifler anzustecken, sodass am Ende dieses Fachtages "eine Grundentscheidung für Inklusion" getroffen worden sei, so Dr. Götz Kaschubowski.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier:


Ein weiterer Bericht aus dem Nachbarland: "System Sonderschule hat sich überholt!"

Eintrag vom 31.10.2011

In der vergangenen Woche hat im österreichischen Parlament eine gemeinsame Pressekonferenz von Vertretern von Regierungs- und Oppositionsparteien stattgefunden, in welcher vor allem die Abgeordneten Franz-Joseph Huainigg (ÖVP Sprecher für Menschen mit Behinderungen) und Helene Jarmer (Behindertenpolitische Sprecherin der Grünen) sich für den für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern einsetzten. Ihre Argumentationslinie wird vor allem durch die Betonung der individuellen Förderung eines jeden Kindes getragen.

Lesen Sie selbst!


Forderungen in Österreich: "Sonderschulen abschaffen und zu Kompetenzzentren umbauen"

Eintrag vom 31.10.2011

Die Grünen in Österreich fordern nach wie vor: "Kein Kind soll in die Sonderschule gehen. Alle Kinder haben ein Recht auf inklusiven Unterricht an einer Regelschule."

So bald als möglich sollen die bestehenden Sonderschulen zu Kompetenzzentren für Inklusiven Unterricht umgebaut werden. Hier sollen nicht nur Eltern von Kindern mit Förderbedarf beraten und Ressourcen verwaltet werden, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer fortgebildet werden, damit die Schulen sich immer mehr an die Bedürfnisse der Kinder anpassen können. Auch ein verbindlicher "Inklusionsfahrplan" wird weiterhin vehement gefordert.


Theorie- und Praxis-Workshop „Inklusive Schule erleben“

Eintrag vom 27.10.2011

Die Sophie-Scholl-Schule Gießen bietet eine Workshopreihe zum Thema "Inklusive Schule erleben" an. Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, die inklusive Primarstufe der Schule kennen zu lernen und am Unterricht teilzunehmen. Die Organisatoren stellen außerdem das Schulkonzept vor, insbesondere die organisatorischen, personellen und räumlichen Rahmenbedingungen und geben Einblick in die Methodik und Didaktik des inklusiven Unterrichts.

Ein tolles Angebot!

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie in unserer Termindatenbank:


Keinerlei Legitimation für die Schule für Lernbehinderte!

Eintrag vom 26.10.2011

Wie wir bereits am 13.10.2011 an dieser Stelle berichtet haben, legt eine Langzeitstudie aus der Schweiz, welche jetzt von Prof. Dr. em. Urs Haeberlin und seinem Forscherteam veröffentlicht wurde, die Abschaffung der Sonderschulen für Lernbehinderte in der Schweiz nahe (s.u.).

Frau Dr. Brigitte Schumann hat nun die Ergebnisse der Schweizer Studie zusammengefasst und kritisch auch im Bezug auf die "deutschen Verhältnisse" kommentiert. -Den Volltext finden Sie unter dem nachstehenden Link!


UN-BRK in leichter Sprache

Eintrag vom 26.10.2011

Das österreichische Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz hat ein Buch herausgegeben, in dem Menschen mit Lernschwierigkeiten die UN-Behindertenrechtskonvention in leichter Sprache nachlesen können. Das Werk ist reich bebildert und kann kostenlos beim Ministerium bestellt werden!

Nutzen Sie diese Gelegenheit!


Kommentar zum ersten Staatenbericht zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Eintrag vom 25.10.2011

"Das Bundeskabinett hat am 03.08.2011 den Ersten Staatenbericht der Bundesrepubik Deutschland zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (BRK) beschlossen. In dem der Beschlussfassung vorausgehenden Anhörungsverfahren haben viele Verbände darauf verzichtet, eine Stellungnahme abzugeben. Unklar war, in welchem Maße diese Stellungnahmen Berücksichtigung finden würden. Hierbei waren auch die Erfahrungen aus dem unmittelbar vorher durchgeführten Anhörungsverfahren zum Nationalen Aktionsplan leitend, in den die von den Verbänden vorgeschlagenen Ergänzungen und Kritikpunkte nur unzureichend Eingang gefunden hatten. Daher hatten viele Verbände beschlossen, sich auf das Verfahren der Parallelberichterstattung zu konzentrieren. Auch im Staatenbericht gab es nach dem Anhörungsverfahren nur einige Ergänzungen; weitergehende Änderungen unterblieben jedoch.

Im vorliegenden Beitrag werden nun der Bericht und exemplarisch einige seiner Aussagen dargestellt, bewertet und ergänzt:" (Quelle: www.lebenshilfe.de, Zugriff am 25.10.2011)


Live-Übertragung der Veranstaltung "UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!"

Eintrag vom 24.10.2011

Morgen läd das Deutsche Institut für Menschenrechte im Kleisthaus in Berlin zu der Veranstaltung "UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft" ein (siehe Termindatenbank: http://www.inkoe.de/termin/termin_detail.php?termin_id=335). Für alle, die nicht teilnehmen können, bietet das Institut auf seiner Seite einen Livestream, der von Gebärdendolmetschern begleitet wird an, auf welchem alle Interessierten die Veranstaltung ganztägig verfolgen können.

Den Livestream finden Sie hier:


"Behindert - Was darf ich werden?"

Eintrag vom 24.10.2011

Am 19. September zeigte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) eine Fernsehreportage über die "freie Berufswahl", das persönliche Budget und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Die Dokumentation mit dem Titel "Behindert – Was darf ich werden" begleitet zwei Jugendliche auf Ihrem Weg und zeigt dabei, wie etablierte Institutionen die Umsetzung der freien Berufswahl behindern.

Sie können die Reportage noch auf der Homepage des WDR finden:


Öffentliche Expertenanhörung zum Aktionsplan der Bundesregierung

Eintrag vom 23.10.2011

Der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales ist schon Anfang der vergangenen Woche in Berlin zusammengekommen, um nochmals den Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu diskutieren. Zuvor war ein über 200-seitiges Papier mit Stellungnahmen zusammengestellt worden, das deutliche Kritik an Inhalt und Zustandekommen des Aktionsplans widerspiegelt und von 16 Sachverständigen bewertet werden sollte. -Es bleibt zu hoffen, dass der Aktionsplan auf diese Weise den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen ein wenig näher kommt.


"Rollstuhlfahrer müssen draußen bleiben" (sueddeutsche.de, 14.10.2011)

Eintrag vom 20.10.2011

Anfang Dezember sollten Menschen mit Behinderung im Berliner Reichstagsgebäude zum ersten Mal in der Geschichte die Gelegenheit haben, mit PolitikerInnen in einer gemeinsamen Sitzung über die UN-Behindertenrechtskonvention und Barrierefreiheit zu diskutieren.
In der vergangenen Woche wurden die zuvor eingeladenen 300 Personen nun wieder ausgeladen, da sich so viele Rollstuhlfahrer angemeldet hätten, dass Brandschutz und Sicherheit im Reichstag nicht mehr gewährleistet werden könnten.

-Peinlich! Finden nicht nur wir.


Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik (KIB) zum vierten Mal verliehen!

Eintrag vom 19.10.2011

Am 11. Oktober 2011 wurde zum 4. Mal der Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik im Historischen Rathaus verliehen. Aus 30 Einsendungen hatte die Jury in diesem Jahr drei Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt sowie vier Projekte für eine Belobigung vorgesehen.
Der mit 2.500 Euro dotierte erste Preis wurde an VersteckDichNicht e. V. für das gleichnamige Projekt übergeben. Den zweiten Preis sowie 1.500 Euro erhielt die Selbstvertretung für Menschen mit Lernschwierigkeiten IncluCity Cologne für ihre erfolgreiche Arbeit. Den dritten Preis nahmen das Seniorennetzwerk Vogelsang und das Ledo-Wohnprojekt für Ihr Projekt "Wege der Leichtigkeit" entgegen. Sie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.
Die Gewinnerinnen und Gewinner erhielten nicht nur Preisgelder und Urkunden, sondern auch ein Kunstwerk aus der Kreativen Werkstatt "Allerhand" der Gemeinnützigen Werkstätten Köln.

Einen ausführlichen Bericht und Fotos der Preisverleihung finden Sie unter dem nachstehenden Link!


„Behindern ist heilbar“ - Kampagnenauftakt zur UN-Behindertenrechtskonvention

Eintrag vom 18.10.2011

Im Zuge der geforderten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention startet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine deutschalndweite Plakatkampagne, als Teil des nationalen Aktionsplans. In dieser auf mehrere Jahre angelegten Öffentlichkeitsarbeit in Form von Plakaten, Motiven in Zeitschriften und Nachrichten etc. werden 2011 besonders die Schwerpunkte „Barrierefreiheit“ und „Arbeit“ thematisiert.
„Inklusion als zentraler Gedanke der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft angeht“, sagte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen. „Mit dieser Kampagne wollen wir Inklusion - das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung - ins Bewusstsein aller Menschen in Deutschland bringen. Zugleich kommen wir damit einer unserer internationalen Verpflichtungen im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention nach, die in Deutschland verbindlich ist. Es freut mich besonders, dass wir bei der Erarbeitung der Kampagne auch auf den wertvollen Rat der Verbände von Menschen mit Behinderungen zählen konnten. Ich wünsche mir, dass wir damit noch mehr Mitstreiter gewinnen, die sich in ihren jeweiligen Lebensbereichen für Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Konvention stark machen, behindernde Strukturen abschaffen und Inklusion einfach leben.“
(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)


Gesetz zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen

Eintrag vom 17.10.2011

Die morgige 44. Sitzung des Landtags Nordrhein-Westfalen ziert ein besonderer Tagesordnungspunkt.
Unter Punkt 2 soll das ‚Gesetz zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen (6. Schulrechtsänderungsgesetz)’ in Verbindung mit dem ‚Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen’ diskutiert und angepasst werden.
Nähere Informationen zu den verschiedenen Gesetzentwürfen und zur Tagesordung.


"Langzeitwirkungen der schulischen Integration"- eine neue Studie aus der Schweiz legt die Abschaffung der Sonderschulen für Lernbehinderte nahe

Eintrag vom 13.10.2011

"Wie beeinflussen schulische Integrations- bzw. Separationserfahrungen von schulleistungsschwachen Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund deren berufliche und soziale Situation im frühen Erwachsenenalter?"
Dieser Frage ging ein Schweizer Forscherteam um Urs Haeberlin nach. In ihren Ergebnissen stellen sie heraus, dass ehemalige Schülerinnen und Schüler, die eine Sonderklasse für Lernbehinderte besuchten und meist aus sozial benachteiligten Familien stammen, im unteren Ausbildungssegment bleiben. "Damit drängt sich die These auf, dass durch Sonderschuleinweisung die ungleichen Verhältnisse in der Gesellschaft reproduziert und stabilisiert werden können", so die Autoren. In bildungspolitischer Hinsicht ziehen die Verfasser der Studie folgende Schlussfolgerung:
"Die Integration der bisher als 'lernbehindert' diagnostizierten Kinder und Jugendlichen in die Regelklasse und damit die Abschaffung der Sonderklassen für Lernbehinderte ist unter dem Aspekt der Chancengleichheit unumgänglich". Die Autoren heben jedoch auch hervor, dass ein von Anerkennung geprägtes Zusammenleben von beruflich mehr und weniger Erfolgreichen so lange nicht zu erwarten ist, wie Leistungsstärke, Erfolg und Prestige unseren Kultur- und Bildungsbegriff prägen. Diesbezügliche Forschungsfragen warten weiterhin auf Bearbeitung.

Eine detaillierte Literaturangabe der oben zitierten Studie finden Sie unter folgendem Link:


Vielfalt neu denken – inklusiv-individuelle Förderung, Ringvorlesung im Wintersemester 2011/12 an der Universität Münster

Eintrag vom 13.10.2011

Das Team um Prof. Dr. Christian Fischer von der Universität Münster lädt Experten aus Schule, Lehrerausbildung, Hochschule und Verwaltung ein, um gemeinsam neue Perspektiven bezüglich der Umsetzung von Inklusion in der schulalltäglichen Praxis zu erarbeiten.
Dieses hochinteressante Angebot richtet sich an Studierende, Lehrer, Wissenschaftler, Mitarbeiter der Schulverwaltung sowie an weitere Interessierte. Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Unter folgendem Link finden Sie das Veranstaltungsprogramm. Die Vorlesungsreihe beginnt nächste Woche, am 18.10, mit einem Vortrag von Prof. Dr. Hans Wocken zum Thema "Inklusion: Begründung – Konzept – Bildungspolitik".


Schulkonsens verhindert gemeinsames Lernen!

Eintrag vom 11.10.2011

Nicht nur Dr. Brigitte Schumann weist in Ihrem gestern an dieser Stelle veröffentlichten Artikel explizit auf die fatalen Entwicklungen hin, die die deutsche Schulpolitik mit dem gerade vereinbarten Schulkonsens nimmt. Auch das NRW Bündnis "Eine Schule für alle" informiert auf der angegebenen Homepage darüber, dass "mit den geplanten Änderungen in der Landesverfassung und im Schulgesetz [...] die längst überfällige Schulentwicklung zum gemeinsamen Lernen in einer Schule für alle auf lange Sicht blockiert [wird]."

Über den nachstehenden Link bietet sich Ihnen auch die Möglichkeit, sich mit Ihrer Stimme aktiv an einer Erklärung zu beteiligen, die die Landtagsabgeordneten auffordert, sich für eine Änderung der Landesverfassung und der Schulgesetze einzusetzen!


"Der Schulfrieden in NRW und in Bremen: (k)ein Vergleich", Dr. Brigitte Schumann

Eintrag vom 10.10.2011

Über den am 19. Juli 2011 von SPD, CDU und Grünen in NRW vereinbarten "Schulfrieden" haben wir an dieser Stelle schon mehrfach kritisch berichtet. Dass allerdings im Bundesland Bremen schon vor fast drei Jahren zwischen den regierenden Partein der "Bremer Konsens zur Schulentwicklung" ausgehandelt wurde, ist bisher selten im Bezug auf den nordrhein-westfälischen "großen Wurf" erwähnt worden. -Zu recht? Frau Dr. Brigitte Schumann unternimmt den Versuch, beide Kontrakte miteinander zu vergleichen und die deutlich werdenden qualitativen Unterschiede aufzuzeigen.

Lesen Sie selbst!


Werkstatt Inklusion -noch heute anmelden!

Eintrag vom 04.10.2011

Am kommenden Donnerstag, den 06. Oktober 2011 von 16:00-18:00 Uhr soll nun schon zum vierten Mal die Werkstatt Inklusion, organisiert von der Melanchthon Akademie Köln, dem Evangelischen Kirchenreferat Köln und dem Projekt InKö im Kartäuserwall 24b stattfinden.

Dieses Mal sieht die Planung einen offenen Austausch vor, in welchem neben aktuellen Fragen, Anliegen und Entwicklungen auch eine Weiterarbeit an einzelnen Fragen des Index für Inklusion stattfinden kann oder gemeinsam Anregungen für die Praxis erarbeitet werden sollen.

Da derzeit noch sehr wenige Anmeldungen vorliegen, möchten wir Sie dringend bitten, sich noch heute über die unten angegebene Kontaktmöglichkeit oder unter projekt-inkoe@uni-koeln.de anzumelden!

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!


Film ab für die Inklusion - Fachtagung am 16.11.2011

Eintrag vom 01.10.2011

Inklusion - ein Thema, das zur Zeit für viel Furore sorgt- nun auch in der Filmbildung.

Die FILM+SCHULE NRW veranstaltet daher die Fachtagung "Film ab für die Inklusion". Diese soll ein "Forum für Information und Austausch über Filme und Filmprojekte, die die Akzeptanz eines inklusiven Bildungssystems fördern können" sein.

"Sie wird sich u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen:

- Wie werden Menschen mit Behinderungen in Spielfilmen dargestellt und welche Entwicklung lässt sich erkennen?
- Wie lassen sich die Teilnahmemöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen an allen Angeboten der Filmbildung in der Schule und im Kino verbessern?
- Unter welchen Voraussetzungen können Kinder und Jugendliche mit Behinderungen selber Filme produzieren?"

(Quelle: www.lwl.org)


Erklärung des Verbandes für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V. zur inklusiven Bildung

Eintrag vom 29.09.2011

Am 17. September 2011 hat das Plenum des GGG-Bundeskongresses und der GGG-Mitgliederversammlung in Hildesheim eine Erklärung zur inklusiven Bildung beschlossen.
Darin kritisieren die Vereinigungen die aktuelle bildungspolitische Situation. "Für viele – Politiker, auch Eltern und Lehrer – ist die Inklusion im Schulbereich verkürzt auf die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die bestehenden allgemeinen Schulen. Dies kann bestenfalls eine vorübergehende Maßnahme sein, eine inklusive Schule wird damit noch nicht geschaffen." Kurzfristige Ziele sieht die GGG vor allem in der kleinschrittigen Auflösung der Förderschulen unter gleichzeitiger Zusammenführung aller Schulformen - ohne Ausnahmen.


Stadt Köln startet Inklusionsportal

Eintrag vom 29.09.2011

Als erstes Parlament in Nordrhein-Westfalen hat der Rat der Stadt Köln am 23.03.2010 die Entwicklung eines Inklusionsplans für Schulen in Köln beschlossen. Der von SPD und Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Beschluss wurde damals einstimmig gefasst.

Etwa 18 Monate später gibt es nun ein Inklusionsportal auf den Internetseiten der Stadt Köln.
Es soll interessierte Eltern, LehrerInnen und ForscherInnen über die Inklusionsdebatte (z.B. in der Kernarbeitsgruppe des Inklusionsplans), die UN-Konvention und verschiedene Beratungsmöglichkeiten informieren.


Online-Handbuch: Inklusion als Menschenrecht

Eintrag vom 28.09.2011

Gemeinsam mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" hat das Deutsche Institut für Menschenrechte heute das Online-Handbuch "Inklusion als Menschenrecht" der Öffentlichkeit vorgestellt. Das beispielhafte Handbuch bietet eine umfassende und gut strukturierte Sammlung von Informationen, Spielen und pädagogischen Materialien zu den Themen Inklusion, Behinderung und Menschenrechte.

Neben Lehrerinnen und Lehrern an allgemeinen Schulen soll das Online-Handbuch auch Hochschul-Pädagogen, Jugendliche und Erwachsene in Selbsthilfegruppen und in Jugendzentren, Erzieherinnen in Kindertagesstätten sowie Ausbilder in Heilerziehungspflegeschulen, Altenpflegeschulen und Fachschulen für Erzieher ansprechen. Die vorliegenden Materialien sind in 3 Anforderungsniveaus unterteilt und verschiedenen Epochen der Geschichte untergeordnet.
Neben dem Online-Handbuch bietet das Deutsche Institut für Menschenrechte außerdem begleitende Seminare für PädagogInnen an, die in der Folge als Multiplikatorinnen den Gedanken der Inklusion aktiv weitertragen sollen.

Schauen Sie selbst!


Aktualisierte Übersicht zu den Schulgesetzen der Länder (Stand Juli 2011)

Eintrag vom 28.09.2011

Unter folgendem Link finden Sie eine aktuelle Übersicht zu den Schulgesetzen der einzelnen Bundesländer. Dort finden Sie neben den allgemeinen Schulgesetzen auch Privatschulgesetze sowie Gesetze über Schulen in freier Trägerschaft.

Lesen Sie hier weiter!


Positionspapier: Empfehlungen zur "Neuen Werkstatt" - Neue Profilierung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vor dem Hintergrund der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Eintrag vom 28.09.2011

"Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit ihrem Leitbild der sozialen Inklusion wird sich erheblich auf die Arbeit der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Deutschland auswirken. Die von der BGW ins Leben gerufene „Denkwerkstatt: Inklusion und Werkstatt" gibt Empfehlungen für den anstehenden Wandel.

Das Positionspapier "Empfehlungen zur "Neuen Werkstatt" - Neue Profilierung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vor dem Hintergrund der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" wurde auf dem BGW forum 2011 - Gesundheitsschutz in der Behindertenhilfe - in einem Satellitensymposium vorgestellt." (Quelle:Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege)

Den ausführlichen Fachtext sowie die Zusammenfassung in Leichter Sprache finden sie unter folgendem Link:


"Hessen spart sich die Inklusion", Johannes Batton

Eintrag vom 21.09.2011

Obwohl das Gegenteil der Fall sein sollte, scheint es so, dass die im neuen hessischen Schulgesetz festgelegten Standards und Rahmenbedingungen für den "inklusiven Unterricht" im Gegensatz zu den bisher geltenden Verordnungen zum Gemeinsamen Unterricht deutliche Verschlechterungen mit sich bringen werden.

Der langjährige Förderschullehrer und Pädagoge Johannes Batton, der über eine 16-jährige Erfahrung im Gemeinsamen Unterricht verfügt, hat dazu im Magazin "Auswege" einen überzeugenden und eindeutigen Artikel verfasst.

Lesen Sie selbst.


Inklusive Schulen benötigen eine bessere personelle Ausstattung!

Eintrag vom 21.09.2011

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa äußert der Münchener Lernbehindertenpädagoge Prof. Dr. Ulrich Heimlich sich kritisch zur bisherigen personellen Ausstattung an bayrischen Schulen.

Nicht nur müsse der Staat das Lehrpersonal intensiv und zeitnah durch Beratung und Fortbildungsmaßnahmen unterstützen, sondern überdies hinaus müsse jede "Inklusionsklasse" von einem Pädagogen-Tandem (Regelpädagoge und Sonderpädagoge) betreut werden.

Dem schließen wir uns an.


„individualisieren, integrieren, inkludieren“- der deutsche Lehrertag 2011

Eintrag vom 19.09.2011

Bereits seit dem 15. September ist das Anmeldeportal für den deutschen Lehrertag geöffnet. Unter http://www.deutscher-lehrertag.de/ kann man sich nicht nur bis zum 15. Oktober anmelden, sondern auch schon das vorläufige Programm einsehen. Dieses zeichnet sich neben allgemeinen Vorträgen auch durch äußerst umfassende, sowie praxisbasierte Workshoprunden aus. Ein Blick lohnt sich.


Endlich Inklusionsbemühungen in Hessen

Eintrag vom 19.09.2011

Inklusion ist in aller Munde. Betrachtet man die ersten Meldungen zur Thematik Integration/ Inklusion an diesem Morgen, scheint dies in besonderer Weise für Hessen zu gelten.

Da lädt zum Beispiel die SPD zu einer Abendveranstaltung am 21.September ein und präsentiert Christoph Degen, dem als Föderschullehrer und Forschungsreisender in inklusiven, kanadischen Schulen schon zahlreiche Einblicke in die Thematik gelungen sein dürften.

Gleichzeitig debattieren Elternverbände über Kultusministerin Dorothea Henzler und ihr erklärtes Ziel, einer "behutsamen Umsetzung der Inklusion".
Die aktuellen Entwicklungen in Richtung Inklusion, benötigten nicht nur ein genaues Konzept, sondern auch feste zeitliche Rahmenbedingungen. Dazu Kerstin Geis,Vorsitzende des Landeselternbeirates :„Die Ministerin hat unsere Anliegen nun gehört. Jetzt hoffen wir, dass sie unsere Bitten auch in Taten kleidet und wir die Ergebnisse so schnell wie möglich an den Schulen sehen können“.


Inklusion

Eintrag vom 16.09.2011

Der Bildungsserver Berlin-Brandenburg, eine Institution des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), stellt eine übersichtliche Zusammenfassung der relevanten Aspekte rund um das Thema Inklusion zur Verfügung. Unter nachstehendem Link finden Sie Informationen zur Entstehung des Begriffs Inklusion, zur weltweiten Bedeutung von Inklusion, zur UN – Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und deren Auswirkungen auf die Politik. Sie finden dort weiterhin Informationen zur inklusiven Schule, dem Index für Inklusion, Beispiele inkluisver Schulentwicklung sowie weiterführende Informationen und Links.


"Inklusive Universitätsschule Köln" in Ehrenfeld?

Eintrag vom 14.09.2011

Wie Helmut Frangenberg, der schon die Auftaktveranstaltung zum Inklusionsplan an Kölner Schulen im April dieses Jahres moderiert hat, heute im Kölner Stadtanzeiger berichtet, plant die Stadt Köln auf dem Ehrenfelder Heliosgelände, auf dem zunächst ein Einkaufszentrum gebaut werden sollte, eine neue Schule zu bauen. Nachdem verschiedene andere Standorte im Gespräch waren, wird nun erwogen, die zur Verfügung stehenden 25.000 Quadratmeter für den Bau der "Inklusiven Universitätsschule Köln (IUS)", eine universitäre Modellschule des BildungsRaumProjektes "school is open", zur Verfügung zu stellen. Erste Gespräche mit dem Bildungsministerium NRW werden im Dezember stattfinden.

Ihre Stimme zählt: Der Kölner Stadtanzeiger hat eine Umfrage gestartet, für welche Zwecke das Heliosgelände genutzt werden soll. Über folgende Adresse gelangen Sie zur Umfrage:
http://www.ksta.de/poll/mdsUmfrageNeu.jsp?umfrageId=1315910862515


Auch an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Abitur nach 12 Jahren?

Eintrag vom 13.09.2011

Einer unter www.bildungsklick.de veröffentlichen dpa-Meldung zu Folge soll nun auch die mit dem Deutschen Schulpreis prämierte Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen das Abitur nach zwölf Jahren anbieten, wodurch das preisgekrönte Konzept der integrativen Schule deutlich beeinträchtigt würde.

Obwohl Schulleitung, Eltern und Lehrer am Abitur nach Klasse 13 festhalten wollen, da gerade die Zeit für das gemeinsame Lernen das besondere Konzept der Schule ausmacht, sei geplant "mit Hilfe zusätzlicher Lehrerstunden alle Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Klasse zehn nach der Gymnasialstundentafel zu unterrichten. Dann solle nach zwei weiteren Jahren das Abitur folgen."

Den gesamten Artikel finden Sie hier:


1. Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zur Umsetzung der UN-BRK verabschiedet

Eintrag vom 12.09.2011

Am 03. August 2011 hat das deutsche Bundeskabinett den ersten Staatenbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen. Der Bericht, welcher bereits im März dieses Jahres von der Bundesregierung vorgelegt werden sollte, enthält nicht nur eine Bestandsaufnahme der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland, sondern ebenso Maßnahmen, welche die Bundesregierung, die Länder und andere Institutionen zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention ergriffen haben oder planen zu ergreifen.

Den vollständigen, in 33 Artikel gegliederten Bericht finden Sie unter:


Aktion Mensch: "NRW muss nachsitzen"

Eintrag vom 12.09.2011

Nachdem die Aktion Mensch allen deutschen Bundesländern Anfang August dieses Jahres bereits ein schlechtes Zeugnis im Bezug auf die schulische Inklusion von Menschen mit Behinderungen ausgestellt hat (vgl. Eintrag vom 13.08.2011), liefert sie jetzt noch einmal traurige Informationen über NRW nach: "Beim 'Gemeinsamen Lernen' von Kindern mit und ohne Behinderung liegt Nordrhein-Westfalen unter dem Bundesdurchschnitt. Nach Recherchen der Aktion Mensch lernen nur 16,7 Prozent der Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen. Bundesweit betrug der Anteil zuletzt 20,1 Prozent, neue Zahlen wird die Kultusministerkonferenz frühestens im November veröffentlichen. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Städten groß: Während in Bonn 23 Prozent der Kinder mit Förderbedarf eine weiterführende Schule besuchen, sind es in Gelsenkirchen lediglich zwei Prozent. Diese Differenz wird bei den Grundschulen noch deutlicher: Fast 40 Prozent der Kinder werden in Remscheid inklusiv unterrichtet, in Bottrop sind es dagegen nur vier Prozent."

Lesen Sie unbedingt weiter unter:


Ein inklusives Bildungssystem braucht inklusive Schulen, aber keine sonderpädagogischen Kompetenzzentren, Dr. Brigitte Schumann

Eintrag vom 08.09.2011

Zur unten genannten Expertise Rolf Wernings hat uns auch Dr. Brigitte Schumann einen Kommentar zukommen lassen, der zweifelsohne die Ergebnisse der Untersuchung in aller Klarheit und unter eindeutiger Benennung der Konsequenzen subsummiert.


Expertise zu den Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung in NRW von Prof. Dr. Rolf Werning

Eintrag vom 08.09.2011

Im März 2011 erteilte das Ministerium für Schule und Weiterbildung (NRW) Prof. Dr. Rolf Werning den Auftrag, die Grundkonzeption der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung (KsF) im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen hinsichtlich ihrer Eignung zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Nordrhein-Westfalen zu untersuchen. Seit der vergangenen Woche können nun die Ergebnisse des Gutachtens, welches acht grundlegende Fragen zur Konzeption der KsFs klären sollte, eingesehen werden. Neben anderen Befunden kommt Werning in seiner Expertise zu dem Schluss, dass trotz einiger Stärken des Konzeptes "nur begrenzte Impulse für die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems [von den KsFs] ausgehen".

Lesen Sie selbst!


Bettina Amrhein: "Inklusion in der Sekundarstufe"

Eintrag vom 07.09.2011

Hiermit möchten wir Sie auf eine hochinteressante und aktuelle Neuerscheinung aufmerksam machen.

Unter dem Titel "Inklusion in der Sekundarstufe" diskutiert Dr. Bettina Amrhein in ihrem Werk Ergebnisse einer Befragung von Lehrkräften aus zwölf Schulen der Sekundarstufe zu verschiedenen Aspekten der gemeinsamen Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an ihrer Schule. Nähere Informationen zu dieser umfangreichen Untersuchung finden Sie in unserer


Studie zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Deutschland

Eintrag vom 07.09.2011

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat das Institut für Demoskopie Allensbach in der Zeit vom 09. bis 22.Mai 2010 eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe von 1.857 Personen mündlich-persönlich (Face-to-Face) interviewt. Inhalte dieser Befragungen waren ausgewählte Lebensbereiche, wie zum Beispiel Bildung oder Arbeitsleben. Bezogen auf diese Lebensbereich wurde die Teilhabe von Menschen mit Behinderung erfragt.
Nur 23 Prozent der Befragten beurteilten die aktuelle Situation im gemeinsamen Lernen behinderter und nicht behinderter SchülerInnen demnach als (sehr) gut.


Bildungsreform "von unten" in Bayern?

Eintrag vom 06.09.2011

Aktuellen Meldungen der Deutschen Presse Agentur (dpa) zu Folge, versuche die SPD in Bayern gemeinsam mit Eltern und Kommunen die Zulassung der ersten Gemeinschaftsschulen auch gegen das Veto des Kultusministers Ludwig Spaenle (CSU) voranzutreiben. Spaenle verweigert strikt jedwede Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem, SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen berichtet jedoch von einem enormen Interesse von Eltern und Kommunen am neuen Schultyp, dem auch die CSU sich auf Dauer nicht verwehren kann.

Eine ausführliche Meldung finden Sie hier:


Förderung zum Spartarif - was ist uns Bildung wert?

Eintrag vom 31.08.2011

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) äußert sich kritisch zur aktuellen Fördersituation an Schulen. Danach bekämen besonders die Förderkräfte nicht genug Lohn für ihre Arbeit. Annette Höinghaus, Geschäftsführerin des BVL, fordert in diesem Zusammenhang:"Die finanzielle Ausstattung der Schulen muss sich dringend ändern und Bildung muss uns etwas wert sein. Über Hilfskräfte mit 10,- Euro-Stundensätzen wird es nicht gelingen, die Potenziale der Schülerinnen und Schüler zu nutzen, die Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb oder Rechnen haben. Volkswirtschaftlich können wir uns die hohe Rate der Schulabgänger ohne Abschluss nicht leisten. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und muss dort abgeholt werden, wo es steht".
(Quelle: Teachernews)


UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!

Eintrag vom 31.08.2011

"Eigentlich ist alles klar: Seit 2009 fordert die UN-Behindertenrechtskonvention Barrierefreiheit für alle Menschen – mit und ohne Behinderungen. Barrierefreiheit ist Teil der Menschenrechte. Soweit die Theorie.
In der Praxis ist es allerdings noch lange nicht selbstverständlich, dass Menschen ungeachtet ihrer Beeinträchtigungen und ihrer individuellen Fähigkeiten gleichberechtigt in Deutschland leben."
Diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis der UN-Konvention soll auf einer tagung am 25. Oktober in Berlin zur Sprache kommen.
"Sind Zielvereinbarungen, Aktionspläne oder Behindertengleichstellungsgesetze geeignete Instrumente? Bedarf es weiterer gesetzlicher Regelungen? Über diese und weitere Fragen möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen diskutieren."
(Quelle: Institut für Menschenrechte)

Noch bis zum 30. September können Sie sich bei der Monitoringstelle des deutschen Instituts für Menschenrechte für diese Veranstaltung anmelden. All diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt nicht in Berlin anwesend sein werden, können die Veranstaltung per Live-Stream über die Website des Instituts verfolgen.


Bewerbung für den Access City Award 2012 noch bis zum 20.09.2011

Eintrag vom 30.08.2011

"Die Europäische Kommission hat Ende Juni mit den Nominierungen für die zweite Ausgabe des „Access City Award“, des europäischen Preises für barrierefreie Städte, begonnen. Mit diesem jährlich verliehenen Preis will die Kommission jene Städte präsentieren und belohnen, die beispielhafte Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen in grundlegenden Bereichen des städtischen Lebens ergreifen.Dabei sollen die erfolgreichsten Initiativen hervorgehoben werden, durch die Menschen mit Behinderungen vollumfänglich am Gesellschaftsleben teilnehmen können und gleichen Zugang zu ihren Rechten haben.Der Preis ist Teil der Bestrebungen der EU, ein barrierefreies Europa zu schaffen. Verbesserte Zugänglichkeit bietet den Städten dauerhaft wirtschaftliche und soziale Vorteile, insbesondere angesichts der demographischen Alterung. Städte mit mindestens 50.000 Einwohnern haben bis 20. September Zeit, eine Nominierung einzureichen."
(Quelle: http://www.behindertenbeauftragter.de)


NRW: Ausschluss von Kindern mit besonderem Förderbedarf

Eintrag vom 30.08.2011

Beim "Gemeinsamen Lernen" von Kindern mit und ohne Behinderung liegt Nordrhein-Westfalen unter dem Bundesdurchschnitt. Nach Recherchen der Aktion Mensch lernen nur 16,7 Prozent der Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen. Bundesweit betrug der Anteil zuletzt 20,1 Prozent, neue Zahlen wird die Kultusministerkonferenz frühestens im November veröffentlichen.
(Quelle: www.bildungsklick.de)


"Offene Fragen und Dilemmata bei der Umsetzung der UN-Konvention" (von Ewald Feyerer in Zeitschrift für Inklusion 2/2011)

Eintrag vom 26.08.2011

"Mit der Ratifizierung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie dem dazugehörigen Fakultativprotokoll (BRK 2006) haben sich viele Staaten verpflichtet, ein „inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“ zu gewährleisten und ab sofort schrittweise umzusetzen. Behinderte Menschen dürfen „nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden“, sondern sollen „gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben“ (BRK 2006, Artikel 24), lernen können. Dies bedingt eine Schule für alle, mit allen Konsequenzen.

Der gemeinsame Unterricht ist aber immer noch mit vielen Unsicherheiten verbunden wie z.B. der Frage nach den Grenzen des gemeinsamen Lernens, der ausreichenden Leistungsförderung nichtbehinderter Kinder, dem sozialen Stellenwert beeinträchtigter Kinder, der Integration in Gymnasien, der Belastbarkeit nichtbeeinträchtiger Kinder und LehrerInnen, den Kosten, etc. In diesem Artikel sollen diese Fragen und Dilemmata aufgegriffen und so weit wie möglich auf der Basis bisheriger Evaluationsergebnisse gemeinsamen Unterrichts beantwortet werden. Letztendlich müssen Professionelle aber auch damit Leben (lernen) können, dass nicht auf alle Fragen endgültige Antworten gefunden werden können, dass das Leben in einer multikulturellen und vielfältigen Gesellschaft von Dynamiken und dialektischen Spannungen gekennzeichnet ist und Integration/Inklusion nie endgültig erreicht werden kann, sondern Tag für Tag neu erarbeitet, neu gelebt werden muss." (zitiert aus dem Abstract)

Lesen Sie hier weiter:


Deutsche UNESCO-Kommission berät erstmals Regionen zur inklusiven Bildung

Eintrag vom 25.08.2011

"Der Expertenkreis "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission berät am 30. August 2011 in Bonn erstmals Regionen zur Umsetzung von inklusiver Bildung. Die Städteregion Aachen, der Landkreis Oberspreewald-Lausitz und die Landeshauptstadt Wiesbaden wurden aus fast 30 Bewerbern ausgewählt. Die Beratung wird nach dem ersten Treffen in Bonn in den drei Regionen vor Ort fortgesetzt. Die Deutsche UNESCO-Kommission will mit dem Angebot inklusive Bildung in Kommunen und Regionen fördern. Inklusion soll allen Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung ermöglichen - unabhängig von Lernbedürfnissen, Geschlecht oder Herkunft. Das Projekt wird von der Peter Ustinov Stiftung unterstützt." (bildungsklick.de)

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Handbuch Inklusion des Caritasverbandes (Diözese Speyer)

Eintrag vom 24.08.2011

Wie Veranstaltungen barrierefrei geplant und durchgeführt werden können, damit sie auch für Menschen mit Behinderung zugänglich sind, beschreibt das "Handbuch Inklusion", herausgegeben vom Caritasverband für die Diözese Speyer.
Das Handbuch ist ein Baustein der bundesweiten Caritas-Kampagne „Kein Mensch ist perfekt“. Sie soll Barrieren abbauen und zum Dialog ermutigen. „Wir wollen bewusst machen, dass Begrenzungen zum Leben selbstverständlich dazugehören“, erklärt Domkapitular Hundemer und ruft dazu auf, „den ganzen Menschen zu sehen und nicht bei der Behinderung stehen zu bleiben.“ Wo das gelingt, könne sich die „exklusive Behandlung behinderter Menschen zur inklusiven Gemeinschaft aller verwandeln.“

Das Handbuch können Sie unter folgendem Link herunterladen:


Inklusive Schule – Pilotprojekt des Ministeriums für Bildung im Saarland

Eintrag vom 23.08.2011

"Im Rahmen des Pilotprojektes "Inklusive Schule" werden an elf saarländischen Schulen Konzepte eines individualisierenden Unterrichts und einer inklusiven Förderung erarbeitet und erprobt, wodurch ein schrittweiser landesweiter Ausbau des inklusiven Bildungssystems systematisch vorbereitet wird. Die Projektschulen unterrichten dabei als Regelschulen die Schülerinnen und Schüler ohne Behinderung gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Behinderungen."

Am Modellprojekt "Inklusion" nehmen neben Grundschulen, erweiterte Realschulen sowie Gesamtschulen teil. Bedauerlicherweise hat sich kein Gymnasium zur Teilnahme am Pilotprojekt bereiterklärt.

Unter nachfolgendem Link können Sie den oben zitierten Artikel in voller Länge lesen:


"Eltern wählen Inklusion" von Kaija Kutter (taz.de)

Eintrag vom 20.08.2011

Hamburg ist das einzige Bundesland mit steigenden Schülerzahlen berichtet die taz. Im neuen Schuljahr werden 2500 Kinder mehr eingeschult. Das sind mehr Erstklässler als Kinder in Hamburg geboren werden, weil Familien zuziehen. Eltern von einem Kind mit Behinderung profitieren von dem im Paragraf 12 des Schulgesetztes verankerten Recht auf eine Regelbeschulung ihrer Kinder.
Wurden vor einem Jahr noch 746 dieser Kinder für die 1. und 5. Klassen angemeldet, sind es in diesem schon 1.139. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Sonderschüler in diesem Jahr um 450 auf 5.489. An 135 Grundschulen, 52 Stadtteilschulen und 17 Gymnasien werden Kinder integrativ beschult, das ist jede zweite der rund 400 Schulen.

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"Verbannt auf die Förderschule" (Barbara Helfrich, fr-online.de)

Eintrag vom 18.08.2011

Die Frankfurter Rundschau berichtet über den sechs Jahre alten Schüler Ali Yildiz, dem das Schulamt den gemeinsamen Unterricht verweigert, obwohl sich Kindergarten und Grundschule einig sind, dass er die Regelschule besuchen kann. Die Eltern wollen sich wehren. Albrecht Kündiger, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, betont, Ali sei „erhebliches Unrecht widerfahren“ und sein Fall zeige zudem, wie das Recht auf Inklusion, das im neuen hessischen Schulgesetz steht, „in der Praxis ad absurdum geführt wird“. Das Schulgesetz räumt das Recht auf den Besuch einer Regelschule nur dann ein, wenn die entsprechenden räumlichen und personellen Voraussetzungen an der betreffenden Schule gegeben sind. Das moniert auch die Vorsitzende des Kreiselternbeirats, Birgit Pfaffendorf. Das Gesetz biete keine Aussicht auf Ausweitung des gemeinsamen Unterrichts, weil das Land „keinerlei zusätzliche Ressourcen“ zur Verfügung stelle.

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Bildungsmonitor 2011

Eintrag vom 16.08.2011

Zum achten Mal in Folge liefert der Bildungsmonitor, eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), unter anderem Antworten auf folgende Fragen:
Welches Bundesland hat das beste Bildungssystem? Wer hat sich verbessert? Wo gibt es in Kindergarten, Schule, Lehre und Hochschule Änderungsbedarf?

"Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg bilden das Spitzentrio im Bildungsmonitor 2011. Dahinter folgen Bayern und Rheinland-Pfalz. Die übrigen 11 Bundesländer liegen eng beieinander. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg Vorpommern,(+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1),Berlin (+3,7), Rheinland-Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Bildung entscheidet stärker denn je über Perspektiven in einer Gesellschaft und die Förderung jedes einzelnen Talents ist wichtig, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern." (Auszug aus dem Leistungsprofil des Landes Nordrhein-Westfalen)

Alle Ergebnisse der aktuellen Studie sowie detaillierte Profile aller Bundesländer finden Sie ab heute unter untenstehendem Link im Internet.

Eine kritische Stellungnahme des Deutschen Lehrerverbandes (DL) zum Bildungsmonitor 2011 finden Sie außerdem hier:

http://bildungsklick.de/pm/79955/bildungsmonitor-ist-irrefuehrend-und-wissenschaftlich-peinlich/


Inklusion auch auf Vereinsebene

Eintrag vom 15.08.2011

Inklusion- ein Begriff der zwar im universitären und schulischen Umfeld bekannt, aber in anderen Lebensbereich oft noch erklärt werden muss. Umso erfrischender ist da die Tatsache, dass sich auch Sport- bzw. Turnvereine auf den Weg machen und ihr Angebot inklusiv umgestalten.
So auch der Dünnwalder Turnverein, der der Thematik "Inklusion" sogar eine ganze Vereinszeitung, Megaphon genannt, widmete.


"Eine Schule für Alle." -Klett Themendienst Schule, Nr. 54

Eintrag vom 13.08.2011

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen spannenden Beitrag des Klett Themendienstes über die Fläming Grundschule in Berlin, welche schon seit 1975 zu den überzeugenden Vorreitern in Sachen Inklusion zählt.

Lesen Sie selbst!


Zum Schulbeginn sind noch immer zu viele Kinder mit Behinderung von der Regelschule ausgeschlossen

Eintrag vom 13.08.2011

"Beim Gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung kommt Deutschland unterschiedlich schnell voran. Das führt zu großen Unsicherheiten und Belastungen bei Eltern, Kindern und Lehrern. Nach Recherchen der Aktion Mensch besucht in Niedersachsen nur rund jedes zehnte Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Regelschule, in Schleswig-Holstein sind es dagegen schon mehr als die Hälfte. Bundesweit betrug der Anteil im Schuljahr 2009/2010 nur 20,1 Prozent, neue Zahlen wird die Kultusministerkonferenz frühestens im November veröffentlichen. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention, in Deutschland seit 2009 in Kraft, darf niemand aufgrund seiner Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden."

Den Volltext des oben zitierten Artikels der Aktion Mensch, ausführliche und aktuelle Statistiken und viele weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:


Monitoring spielt in Deutschland noch eine unterentwickelte Rolle

Eintrag vom 10.08.2011

In der vergangenen Woche haben die Beteiligten aus Österreich und Deutschland beim Grazer Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben über die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in beiden Ländern diskutiert.
Neben dem zentralen Befund, dass es in beiden Ländern noch zahlreiche Beispiele gibt, welche aufzeigen, wie wenig die Konvention bisher in die Praxis umgesetzt wurde, zeigte sich vor allem, dass das Monitoring in Deutschland eine noch zu geringe Rolle spielt.


Inklusion im TV

Eintrag vom 09.08.2011

Seit dem 19. Juli laufen in Berlin die Dreharbeiten zu einem etwa 90-minütigen fiktionalen Fernsehfilm, welcher im Bayrischen Rundfunk gezeigt werden soll.
Der Spielfilm portraitiert eine nicht näher verortete Gesamtschulklasse, die zum gerade begonnen Schuljahr, vor allem auf Wunsch des engagierten und idealistischen Klassenlehrers Albert, zwei SchülerInnen mit Förderbedarf aufgenommen hat. Die Protagonisten müssen sich mannigfachen Problemen stellen, die bisweilen selbst die Überzeugungen von Albert ins Wanken bringen.

Man darf gespannt auf die Produktion von br alpha warten. Allzu große Hoffnungen auf eine tatsächlich sachlich-objektive, nicht pathetische und "inklusionsförderliche" Darstellung der Inhalte werden aber nicht geschürt, so ist in der Ankündigung des Senders unter anderem von der "verkrüppelte[n] Steffi und de[m] geistig zurückgebliebene[n] Paul" die Rede [...].


Umsetzung von inklusiver Bildung in Deutschland?

Eintrag vom 09.08.2011

Obwohl die Verpflichtung zur zeitnahen Umsetzung der Inklusion im Bildungsbereich als wichtiger Eckpunkt im Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erwartet wurde, findet sich lediglich die Formulierung: "Im Rahmen ihrer Zuständigkeit und Möglichkeiten wird die Bundesregierung Länder und Schulträger zum Ausbau der Angebote des gemeinsamen schulischen Lernens aktiv auffordern und in diesem Prozess weiterhin unterstützen" (Nationaler Aktionsplan, S. 43f.).
Dies führt zu deutlicher Enttäuschung bei allen SelbstvertreterInnen und anderen Akteuren, da die explizite Verflichtung zur Zielerreichung als notwendig angesehen wird, "um den Bestimmungen der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden und die Bedürfnisse behinderter Menschen ernst zu nehmen."

Lesen Sie selbst!


Unbedingte Schule Alfter: Eröffnung zum Schuljahr 2012 / 2013 beantragt!

Eintrag vom 01.08.2011

Die neue Homepage der Gründungsinitiative der Unbedingten Schule Alfter / Bonn ist online. Die Eröffnung der Unbedingten (demokratischen) Schule zum Schuljahr 2012 / 2013 ist beantragt, Sie haben ab jetzt die Möglichkeit, Ihre Kinder zum Schuljahr 2012 / 2013 anzumelden. Vorgesehen sind 25 Plätze für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen (ausgenommen vorerst Kinder im Vorschulalter), Inklusion versteht sich von selbst. Die Unbedingte Schule ist ein Ort, an der Bildung in Freiheit ermöglicht wird. Hier wird selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Lernen altersübergreifend gelebt – ohne Notendruck, Selektion und Lernvorschriften. Schüler und Mitarbeiter gestalten die Schule demokratisch. Sie ist offen für alle.

Auch engagierte und innovative Lehrerinnen und Lehrer (erstes und zweites Staatsexamen) für den Grundschul- und Sekundarbereich werden noch zur Vervollständigung des Teams gesucht.

Viele weitere Informationen, Kontaktmöglichkeiten und Anmeldeformulare finden Sie auf der Homepage der Initiative!


Familienratgeber: Schule (der Aktion Mensch)

Eintrag vom 01.08.2011

Für viele Kinder und Eltern ist das Thema Schulstart zwar aufregend, aber eher unkompliziert. Doch wie meistern Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien den Schulalltag? Die jungen Menschen mit Behinderung unterliegen der allgemeinen Schulpflicht. Wer hilft, den Alltag in und mit der Schule zu organisieren, welche Ansprüche auf finanzielle Beihilfe, begleitende Assistenz oder Schulweghilfe gibt es? Viele praktische Informationen sowie konkrete Adressen und Ansprechpartner in der Nähe des Wohnortes liefert die Online Datenbank www.familienratgeber.de der Aktion Mensch. Die Informationsplattform für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörige ermöglicht eine kostenlose Darstellung von bundesweit fast 23.000 gemeinnützigen Organisationen, die Familien direkt vor Ort beraten.


Rot-Grün macht Frieden mit dem gegliederten Schulsystem und will es als schützenswertes Gut in der Landesverfassung verankern, Dr. Brigitte Schumann

Eintrag vom 29.07.2011

Zum "Schulfrieden" in NRW hat Dr. Brigitte Schumann einen sehr lesenswerten Beitrag verfasst, der vor allem den grünen "Verrat an der 'Schule für alle'" aufzeigt und die Ironie der Aussage der Schulministerin, welche den Konsens bisweilen als "großen Wurf" deklariert, in aller Deutlichkeit zu spiegeln vermag.

Lesen Sie selbst!


Ergebnisprotokoll zur zweiten Sitzung der Kern-AG zum Inklusionsplan an Kölner Schulen

Eintrag vom 29.07.2011

Die Kernarbeitsgruppe zur Entwicklung des Inklusionsplanes an Kölner Schulen hat, wie wir bereits berichtet haben, am 15. Juli 2011 noch vor der Sommerpause zum zweiten Mal getagt. Das Ergebnisprotokoll der Sitzung können Sie, wie alle anderen Informationen zum Kölner Inklusionsplan, unter dem nachstehenden Link nachlesen (die Informationen in dieser Rubrik sind zur besseren Übersicht über die Entwicklungen in chronologischer Reihenfolge angeordnet)!


Partizip - Ein Überblick. Ergänzung zum Aufsatz

Eintrag vom 27.07.2011

In dieser anschaulichen und praxisnahen Ergänzung zu seinem Aufsatz zeigt Volker Weide auf, anhand welcher Hinweise Partizipationsbarrieren für den inklusiven Unterricht erkannt und mit Hilfe von sechs Schritten konstruktiv für den Unterricht mit allen Schülerinnen und Schülern umgewandelt werden können.

Das 8-seitige Dokument, das sich als Arbeitshilfe für alle Lehrerinnen und Lehrer versteht, die die Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler an Ihrem Unterricht ermöglichen wollen, finden Sie in unserer Literaturdatenbank unter dem nachstehenden Link. Den ausführlichen und erklärenden Artikel von Volker Weide können Sie in der kürzlich im Kovac Verlag erschienen Publikation "Inklusion – Herausforderungen, Chancen und Perspektiven", herausgegeben von Saskia Erbring, Kerstin Ziemen, Anke Langner und Andreas Köpfer nachlesen. Auch dieses Werk finden Sie in unserer Literaturdatenbank!


"Drinnen vor der Tür" (Verbeet, Markus und Windmann, Antje, DER SPIEGEL 24/2011)

Eintrag vom 26.07.2011

Der im "DER SPIEGEL" veröffentlichte Artikel beschreibt die Diskrepanz zwischen den Inhalten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und der aktuellen Schulpraxis. Es werden sowohl Beispiele gelingender Praxis beschrieben, als auch Hindernisse aufgezeigt.

Unter nachfolgendem Link können Sie den Artikel lesen:


"Auf dem Weg zur schulischen Inklusion in Nordrhein-Westfalen"

Eintrag vom 25.07.2011

Nachdem Prof. Dr. Klaus Klemm und Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz bereits im Gesprächskreis Inklusion, welcher am 15. Juni diesen Jahres in Düsseldorf stattfand, bereits erste Empfehlungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bereich der allgemeinen Schulen gegeben hatten, wurde nun das gesamte Gutachten der beiden Wissenschaftler veröffentlicht.

Das fast 200-seitige Dokument, das im Auftrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen konzipiert wurde, soll nicht nur die Ausgangslage und Herausforderungen der schulischen Inklusion in NRW skizzieren, sondern explizit Ansatzpunkte zur zeitnahen Umsetzung der Inklusion im nordrhein-westfälischen Schulsystem liefern.

Lesen Sie selbst!


Kommunaler Inklusionsplan auch für Olpe!

Eintrag vom 21.07.2011

Bereits am 31. Januar diesen Jahres hatten 10 Vereine und Organisationen aus der Region landes- und bundesweit Bürgeranträge zur Erarbeitung von Inklusionsplänen an den Kreis Olpe und seine sieben Städte und Gemeinden gestellt. Vordergründiges Ziel ist es vor allem, die Umsetzung des Artikels 24 der UN-BRK voranzutreiben.
In der vergangenen Woche hat nun der Olper Kreistag mit einer eindeutigen Mehrheit der Stimmen von CDU, SPD, Grünen, FDP und Linke (bei nur vier Gegenstimmen der UWG) die Erstellung eines Inklusionsplans für den Kreis Olpe beschlossen. Auch ein Beschlussvorschlag zur Konzeption eines kommunalen Inklusionsplanes, welcher sich auf die noch ausstehenden Rahmenbedingungen des Landes NRW bezieht, wurde fraktionsübergreifend angenommen.

Wir gratulieren den Olper Bürgern und freuen uns über dieses deutliche Signal der Kommune, sich auf den Weg zu machen!

Weitere Informationen finden Sie unter dem nachstehenden Link!


"Kein Abi für den Pöbel" (Ulrike Winkelmann, taz.de)

Eintrag vom 21.07.2011

Nach den viel zitierten positiven Resonanzen verschiedenster Verbände auf den so genannten Schulfrieden in NRW, endlich auch ein kritischer Kommentar, der das Grundproblem des Konsens in aller Deutlichkeit darstellt: "[der Schulkonsens] zementiert die ungerechte, demütigende und einer Demokratie unwürdige Zweiklassenbeschulung im größten Bundesland für lange, lange Zeit." (Quelle: http://www.taz.de/!74781/, Zugriff am 21.07.2011)

Lesen Sie unbedingt weiter:


Protokoll der konstituierenden Sitzung der Kern-AG zum Inklusionsplan an Kölner Schulen

Eintrag vom 20.07.2011

In unserer Rubrik "Der Inklusionsplan an Kölner Schulen" konnten wir nun auch das Protokoll zur konstituierenden Sitzung der Kern-Arbeitsgruppe einstellen. Am vergangenen Freitag haben die Mitglieder der Kern-AG bereits zum zweiten Mal getagt. Sobald sich weitere Informationen aus diesem Arbeitstreffen ergeben, werden Sie auch diese unter dem nachstehenden Link finden! (Die Informationen an dieser Stelle werden sukzessive und in chronologischer Reihenfolge erweitert)


Schulkonsens in NRW

Eintrag vom 20.07.2011

Gerade rechtzeitig vor Ferienbeginn haben sich Regierung und Opposition in NRW auf einen Schulkonsens geeinigt. Künftig wird es für Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn eine weitere Schulform geben: die Sekundarschule.

Nach der zehnten Klasse soll in dieser Schulform eine sogenannte Ausbildungs- oder Oberstufenreife erreicht werden, eine gymnasiale Oberstufe erhält die Sekundarschule jedoch nicht. Alle anderen bisher bestehende Schulformen in NRW bleiben weiter bestehen - vielleicht ist auch dies ein Grund für die bisher zumeist positive Resonanz verschiedener Lehrerverbände.

Verschaffen Sie sich selbst ein Bild!


Gemeinsam in Vielfalt - Zielperspektive Inklusion

Eintrag vom 19.07.2011

Der Landschaftsverband Rheinland plant, die Ziele der UN- Behindertenrechtskonvention mit einem LVR-Aktionsplan zu unterstützen. Die Perspektive von Menschen mit Behinderung soll dabei umfänglich einbezogen werden. In der Fachtagung "Gemeinsam in Vielfalt – Zielperspektive Inklusion" am 10.03.2011 wurden Erfahrungen der "ExpertInnen in eigener Sache" aus Rheinland-Pfalz vorgetragen und der Behindertenbeauftragte des Landes NRW referierte.
Die Fachtagung bot Raum für den Austausch der TeilnehmerInnen über mögliche gemeinsame Schritte auf dem Weg zu einem inklusiven Sozialraum.

Eine Dokumentation der Fachtagung finden Sie unter folgendem Link:


LVR-Auszeichnung "Arbeit - echt stark!"

Eintrag vom 19.07.2011

Zum zweiten Mal verleiht der Landschaftsverband Rheinland eine Auszeichnung, um Beispiele gelungener Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben zu würdigen. "Arbeit – echt stark!" ist der neue Titel der Auszeichnung seit 2011.

Arbeitnehmer und Beschäftigte mit Behinderung, die sich positiv im Arbeitsleben behaupten stehen im Mittelpunkt der LVR-Auszeichnung. Das Engagement des Arbeitsgebers wird gleichzeitig gewürdigt.

Bis zum 31.07.2011 können die Arbeitgeber noch Vorschläge für die Auszeichnung einreichen.
Alle wichtigen Unterlagen sowie weitere Informationen zur Auszeichnung finden Sie unter folgendem Link:


Arbeitshilfe für die Praxis in der inklusiven OGS

Eintrag vom 14.07.2011

Bereits zu Beginn des vergangenen Monats hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Rahmen der Veranstaltung "Die offene Ganztagsschule auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungsort" die Arbeitshilfe Inklusion der Öffentlichkeit vorgestellt. Frau Stefanie Heiber, Diplom Heilpädagogin und Trainée im LVR hat in aufwendiger und intensiver Detailarbeit eine kostenlos und für alle InteressentInnen zugängliche Plattform geschaffen, unter der neben einführenden Informationen zum Thema Inklusion etwa ein "lernender" Methodenkoffer zum kostenlosen Download bereit steht. Der Methodenkoffer beinhaltet derzeit die Unterkapitel "Inklusive Organisationen entwickeln", "Kooperatives Lernen", "Demokratisches Lernen", "Ressourcenorientierte Arbeit" und "Inklusive Praxis" und umfasst 53 Seiten.

Nach einer kurzen Registrierung können Sie alle Möglichkeiten der Seite nutzen, aktiv in verschiedenen Arbeitsgruppen zur inklusiven Schulentwicklung mitwirken und sich mit anderen Mitgliedern des Netzwerkes, sowie den Moderatorinnen Stefanie Heiber und Dr. Karin Kleinen austauschen.

Nutzen Sie dieses großartige Angebot, die Inklusion aktiv voranzubringen!


"Schule auf dem Weg zur Inklusion" im Kreis Mettmann

Eintrag vom 14.07.2011

Der Kreis Mettmann setzt in seinem Vorhaben "Schulen auf dem Weg in die Inklusion" die durch die UN deutlich geforderte inklusive Schullandschaft konsequent und prozessbezogen um. Der angestrebte Prozess ist durch sein innovatives und flächendeckendes Konzept ein Novum im Land NRW.
Um der Komplexität des Prozesses hin zu einer inklusiven Schule im Kreis Mettmann gerecht zu werden, findet eine wissenschaftliche Begleitung durch die Universitäten Köln und Oldenburg statt.
Bis zum Jahre 2013 werden in einer Längsschnittstudie die Veränderungen, die im Verlauf des Weges beobachtet werden, auf Ihren Einfluss für das Gelingen einer erfolgreichen inklusiven Schullandschaft untersucht.
Ziel dieser engen Kooperation zwischen den Universitäten,dem Schulamt des Kreises Mettmann, den angegliederten Kompetenzzentren und Grundschulen ist es die Ressourcen und den Bedarf aller Beteiligten im Überblick, aber vor allem prozessbezogen, aufzuzeigen und auf Basis einer Empfehlung stetig zurückzumelden.

Weitere Informationen zu diesem beispielhaften Projekt finden Sie hier:


Offenes Lernen in Zeiten der Standardisierung

Eintrag vom 12.07.2011

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie ein Interview mit dem Oldenburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. em. Hilbert Meyer. Meyer ist Vorsitzender der Cornelsen-Jury für den Stiftungspreis "Zukunft Schule". In diesem Jahr ist das Thema des Preises "Offenes Lernen in Zeiten der Standardisierung", der Oldenburger Erziehungswissenschaftler erklärt, was hinter der Forderung nach offenem Lernen steckt und welchen Stellenwert es bisher im Schulalltag hat.


Werden Sie Bildungspate!

Eintrag vom 12.07.2011

"Im Juli und August beschenkt die "Aktion Bildungspate" inklusive Schulen, in denen behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche zusammen lernen. Die gemeinsame Bildung soll beeinträchtigten Schülern einen qualifizierten Abschluss und eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Dass das Konzept inklusiver Schulen Erfolg hat, zeigen andere europäische Länder wie Italien, Norwegen und Schweden. Aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es bereits beispielhafte Einrichtungen, die Brockhaus gerne unterstützen möchte – bewerben Sie sich als Pate!" (Quelle: http://www.brockhaus.de/specials/bildungspate/index.php, Zugriff am 12.07.2011)


GEW: "Vereinte Nationen verpassen Deutschland schallende Ohrfeige"

Eintrag vom 11.07.2011

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützt ganz deutlich die Kritik des Ausschusses für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen an der sozialen Selektion im deutschen Bildungssystem:
"Die soziale Selektion im deutschen Bildungssystem ist ein Skandal. Die Kritik der UN an den frühen Bildungswegentscheidungen macht deutlich: Das gegliederte Schulsystem in Deutschland muss endlich überwunden werden", so Marianne Demmer, Vorsitzende der GEW.

Lesen Sie weiter:


"Inklusive Bildung in Deutschland stärken", Resolution der 71. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission

Eintrag vom 05.07.2011

Zum Abschluss ihrer Sitzung am 24. Juni 2011 hat die Deutsche Unesco-Komission die Resolution "Inklusive Bildung in Deutschland stärken" verabschiedet, in welcher sie Bund, Länder und Kommunen auffordert, zügig Aktionspläne auf Landes- und kommunaler Ebene zur inklusiven Bildung zu erarbeiten. Überdies hinaus empfiehlt die Komission, die bis dato bestehenden Förder- / Sonderschulen möglichst zeitnah und planvoll in das allgemeine Schulsystem zu überführen. Als Leitidee sei inklusive Bildung in die Aus- und Fortbildung aller pädagogischen Berufe zu verankern.

Die Resolution finden Sie unter dem nachfolgenden Link:


"Inklusionsquote" von 85 Prozent bis zum Jahr 2020 als Zielmarke - Gutachten von Preuss-Lausitz und Klemm für NRW

Eintrag vom 04.07.2011

Am 15.06.2011 stellten Prof. Dr. Preuss-Lausitz und Prof. Dr. Klemm im "Gesprächskreis Inklusion" ein Gutachten zur Umsetzung der UN-BRK vor, das das Schulministerium NRW zuvor in Auftrag gegeben hatte. Das individuelle Recht auf inklusive Bildung spielt eine zentrale Rolle und entsprechend der Einschätzung der Wissenschaftler sei bis zum Jahr 2020 eine Inklusionsquote von 85 Prozent anzustreben.
Auch im Gutachten für das Land NRW gehen Preuss-Lausitz und Klemm davon aus, dass zunächst Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache ihre Tore schließen sollen. Für alle anderen Förderschwerpunkte wird lediglich eine sogenannte "Inklusionsquote" von 50 Prozent angestrebt, dies sei allerdings explizit als Zwischenschritt der Bemühungen zu sehen, nicht als Zielvorstellung.


"Ich spreche nicht mit dem Mund, sondern mit meinen Augen."

Eintrag vom 01.07.2011

Kathrin Lemler studiert Erziehungswissenschaften in Köln. Frau Lemler kommuniziert mit Hilfe eines Sprachausgabegeräts oder einer Buchstabentafel. Sie möchte daher später im Bereich der Unterstützen Kommunikation arbeiten und nicht- sprechenden Menschen, ihren Bezugspersonen und Familien helfen. Kathrin Lemler besuchte, nachdem sie die ersten sechs Jahre auf einer Förderschule gelernt hat, eine Regelschule. Julia Heer interviewte Frau Lemmler zum Thema Kommunikation, Vorurteile und Inklusion.

Lesen Sie das Interview unter folgendem Link:


"Wille der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Konvention ist nicht erkennbar", deutliches Statement der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Eintrag vom 30.06.2011

Wie die Bundesvereinigung Lebenshilfe in einer Pressemeldung vom 15.06.2011 mitteilt, zeigt sie sich enttäuscht über den Aktionsplan der deutschen Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Es seien nicht nur viele Aussagen sehr unkonkret formuliert, sondern es fänden sich vor allem eine Vielzahl von Maßnahmen, welche bereits im Gange oder gar schon abgeschlossen seien.

Sehr zum Bedauern der Lebenshilfe sei der entscheidende gedankliche Wandel, den die Umsetzung der UN-BRK mit sich bringt im Aktionsplan der Bundesregierung nicht vollzogen worden.


Bayern: Inklusion als Schulprofil

Eintrag vom 28.06.2011

Dieser Slogan soll in Zukunft auf 37 Schulen in Bayern zutreffen. Die einzelnen Schulen verteilen sich dabei auf das gesamte Land, wobei besonders Oberbayern mit 10 inklusiven Schulen zu beachten ist.
"Diese Schulen sind Regelschulen, die sich besonders der Inklusion von Menschen mit Behinderung verpflichten und zu Motoren für ein neues Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung werden sollen", betonte der Minister. Diese Schulen können endgültig das Profil tragen, wenn der Bayerische Landtag die schulrechtlichen Entscheidungen getroffen hat.“, erläuterte Ludwig Spaenle, bayrischer Kultusminister, in einer Pressemeldung das Konzept.


Bremen diskutierte das Recht auf inklusive Bildung

Eintrag vom 24.06.2011

Als Landesbehindertenbeauftragter des Stadtstaates Bremen, eines der ersten Bundesländer, welches das Recht auf inklusive Bildung bereits 2009 im Schulgesetz verankert hat, lud Joachim Steinbrück am 23. Juni 2011 zu einer Diskussionsveranstaltung zur Umsetzung der UN-BRK ein.
Im Fokus der Aufmerksamkeit stand vor allem, inwieweit das bremische Schulgesetz den Anforderungen der Konvention entspricht. Steinbrück äußerte sich nicht nur zu rechtlichen Grundlagen des Schulgesetzes, sondern auch zu praktischen Problemen.


Allgemeiner Behindertenverband: Aktionsplan der Bundesregierung führt nicht zur vollen Teilhabe

Eintrag vom 22.06.2011

Dr. Ilja Seifert, der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Behindertenverbandes äußerte sich enttäuscht zum Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-BRK. Seifert bezeichnete das Dokument als "kleinmütiges Sammelsurium von 'Prüfaufträgen', 'Modellvorhaben' und Aktivitäten, die zum Teil schon seit Jahren - mehr oder weniger erfolglos - laufen".

Wie zuvor Prof. Dr. Theresia Degener fordert er eine verbindliche Schrittfolge, deren Maximum in einem 5-Jahresfenster zu erreichen sei.


Zweite Gemeinschaftsschule in NRW vor dem vorläufigen Aus!

Eintrag vom 21.06.2011

Nachdem das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster vor etwa zwei Wochen die Errichtung der "Perspektivschule Finnentrop" gestoppt hatte, da die angrenzenden Städte Attendorn und Lennestadt in Eilanträgen gegen die Errichtung der Gemeinschaftsschule geklagt hatten, darf nun auch die Gemeinschaftsschule Blankenheim-Nettersheim ihren Betrieb zum kommenden Schuljahr nicht aufnehmen. Hier hatte der Salvatorianer-Orden Anklage erhoben, weil er das von ihm in der Nachbargemeinde betriebene Gymnasium in Gefahr sah.

Traurig, dass das Interesse der meisten Protagonisten in der Schullandschaft nicht auf die bestmögliche Schulform für Ihre SchülerInnen sondern nur das Fortbestehen der eigenen Schule gerichtet zu sein scheint. -Müsste eine gute Schule, in der die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler im Vordergrund steht, sich doch keine Sorgen um den eigenen Fortbestand machen. [...]


Inklusive Bildung braucht gute Beispiele

Eintrag vom 21.06.2011

Einfach anfangen! So lautet nicht nur die Devise des gerade veröffentlichten und viel diskutierten Aktionsplanes der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-BRK, sondern auch der Schulen, die in diesem Jahr den Jacob-Muth-Preis erhalten haben. Skeptiker, welche, wie eine aktuelle Umfrage der Bertelsmann-Stiftung zeigte, vor allem den Einbezug von Kindern und Jugendlichen mit sogenanntem geistigem oder sozial-emotionalem Förderbedarf in Frage stellen (außer Frage steht, dass allein das Konzept der Inklusion solches Gedankengut obsolet macht!), sollten durch immer mehr gelingende und begeisternde Beispiele aus der Praxis aus der Lethargie ihrer Vorstellungskraft befreit werden!


"Der Aktionsplan ist ein Anfang"

Eintrag vom 21.06.2011

Prof. Dr. Theresia Degener, welche an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum lehrt und als Expertin an der Ausarbeitung der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung beteiligt war, äußerte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, dass der in der vergangenen Woche vorgestellte Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK zwar ein Anfang, aber noch nicht ein Plan, wie man ihn sich wünsche, sei. Es seien deutlich zu wenig konkrete Nah- und Fernziele genannt und es fehle an verbindlichen Fristen und einem ausgearbeiteten Monitoringsystem.


Bewerbungsfrist für den Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik verlängert!

Eintrag vom 21.06.2011

Die Bewerbungsfrist für den Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik 2011 geht in die Verlängerung. Interessierte, die bisher keine Zeit fanden teilzunehmen, haben jetzt die Chance, sich noch bis zum 20. Juli 2011 zu bewerben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben.

Die offizielle Pressmitteilung finden Sie hier:


Vorsitzender der GEW: "Frau Schavan irrt!"

Eintrag vom 20.06.2011

In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 01.12.2010 eröffnete Ministerin Anette Schavan (CDU) neue Ziele für das Bildungsbudget.
Laut Schavan hat danach der "Bildungsfinanzbericht 2010 bestätigt, dass wir mit Investitionen in Rekordhöhe für Deutschlands Zukunftsfähigkeit sorgen."

Das Ziel, ganze 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung einzusetzen wird jetzt vom Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne mit den Worten „Frau Schavan irrt!“, heftig kritisiert. Danach sei, so Thöle, die „Steigerung des Anteils der Bildungsausgaben am BIP [...] konjunkturbedingt: 2009 ist das BIP um ca. fünf Prozent gesunken. Damit hat sich automatisch der Anteil der relativ statischen Bildungsausgaben erhöht, ohne dass sich die Situation im Bildungsbereich verbessert hätte. Für 2010 – und mehr noch für 2011 – droht daher die Zielmarke deutlich verfehlt zu werden, wenn die Wirtschaft weiter wächst. 2011 müssten gegenüber dem Jahr 2009 16 Milliarden Euro mehr in Bildung und Forschung investiert werden, um wenigstens das im internationalen Vergleich niedrige Niveau auch nur zu halten. Angesichts bereits beschlossener Sparmaßnahmen ist das nicht realistisch.[...]


Gemeinschaftsschule auch im Saarland beschlossen

Eintrag vom 20.06.2011

In der vergangenen Woche wurde auch vom Landtag des Saarlandes eine Verfassungsänderung zur Einführung von Gemeinschaftsschulen beschlossen, nachdem die Abgeordneten der Parteien CDU, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimmen hierfür aussprachen.
Zum Schuljahr 2012 / 2013 sollen Gesamtschulen und erweiterte Realschulen zusammengelegt werden und somit die neuen Gemeinschaftsschulen bilden. Da das Gymnasium auch im Saarland allen Veränderungen trotzt, scheint sich somit in einem weiteren Bundesland die Zweigliedrigkeit zu manifestieren [...].


"'einfach machen'. Unser Weg in eine inklusive Gesellschaft"

Eintrag vom 19.06.2011

Wie bereits in den letzten Tagen angekündigt, wurde am vergangenen Mittwoch der Aktionsplan der Deutschen Bundesregierung zur Umsetzung der UN-BRK nach Kabinettsbeschluss der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das umfangreiche Dokument, das wir an dieser Stelle weiter besprechen werden, finden Sie unter dem nachstehenden Link:


Nationaler Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK heute im Bundeskabinett beschlossen

Eintrag vom 15.06.2011

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Aktion Mensch bezeichnen den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK, welcher heute im Bundeskabinett in Berlin beschlossen wurde, als enttäuschend. Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch, kommentiert "der Aktionsplan ist eine bloße Absichtserklärung und nennt gesetzliche Rahmenbedingungen, die ohnehin bereits beschlossene Sache sind", es fehlten aber Vereinbarungen zu konkreten Zielen und Umsetzungsideen. Auch der SoVD bemängelt, dass der Nationale Plan nicht strategisch ausgerichtet sei und selbst die Bezeichnung Plan nicht verdiene, nur vereinzelt seien gesetzgeberische und damit tiefgreifende Maßnahmen vorgesehen.

Sobald der Aktionsplan im Internet zur Verfügung steht, werden wir Sie an dieser Stelle darauf hinweisen.


Zweigliedrigkeit: bildungspolitische Kapitulation und gefährliche Tabuisierung 'deutscher Zustände'

Eintrag vom 15.06.2011

Brigitte Schumann hat erneut einen aufrüttelnden und deutlichen Kommentar zu den aktuellen Entwicklungen des deutschen Schulsystems verfasst. Die Bildungsjournalistin und ehemalige Gymnasiallehrerin befürchtet, dass auch in den aktuellen Diskussionen um die Einführung der Gemeinschaftschulen und die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen die Demokratisierung und Befreiung des Schulsystems aus seiner ständischen Tradition verpasst werden und das Ziel aller Entwicklungen fälschlicher Weise hin zu einer Zweigliedrigkeit verschoben werden könnte.


Deutscher Behindertenrat kritisiert erneut den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Eintrag vom 14.06.2011

In einem Gespräch mit Ministerin von der Leyen, welches am vergangenen Donnerstag (09.06.2011) auf die dringende Bitte des Deutschen Behindertenrates hin stattfinden konnte, kritisierte der Deutsche Behindertenrat (DBR) erneut den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention, welcher am morgigen Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, deutlich.
Auch im Anschluss an das Gespräch mit von der Leyen kommentierte die Vorsitzende des Sprecherrats Barbara Vieweg: "Das Gespräch mit der Ministerin hat nichts daran geändert, dass der uns bislang vorliegende Aktionsplan kein[en] Leitfaden zur Umsetzung der BRK in den nächsten 10 Jahren darstellt."

Einen kurzen Bericht zum Gespräch am Donnerstag und den angeführten Kritikpunkten des DBR finden Sie hier:


"Max lernt anders. Alara auch."

Eintrag vom 14.06.2011

Das Bildungsportal des Schulministeriums NRW hat es sich in jüngster Zeit erfreulicher Weise zur Aufgabe gemacht, das Thema Inklusion für die die eigene Bildungs- und Informationsarbeit zu nutzen. So bietet das Portal noch einige Wochen lang etwa verschiedene Berichte, Interviews, Reportagen und Hintergrundtexte zum Themenschwerpunkt "Inklusion" an, welche auf der Startseite des Bildungsportals zu finden sind.

Die jüngste Reportage berichtet über die Grundschule Berg Fidel in Münster, in der Inklusion bereits seit geraumer Zeit an der Tagesordnung ist. Ein leitendes pädagogisches Prinzip beschreibt Reinhard Stähling, Leiter der Grundschule in einfachen Worten: "Jedes Kind braucht Förderung!".

Lesen Sie selbst!


Deutscher Schulpreis. Die beste Schule: Eine Gesamtschule

Eintrag vom 14.06.2011

"Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule aus Göttingen gewinnt den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2011. Die Auszeichnung überreichte Bundespräsident Christian Wulff [am vergangenen Freitag] in der St. Elisabeth-Kirche in Berlin. Vier weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhalten das Johann-Schöner-Gymnasium in Karlstadt, die Marktschule Bremerhaven, die Gemeinschaftsgrundschule Hackenberg in Remscheid und die Ganztagsschule Johannes Gutenberg in Wolmirstedt. Der mit 15.000 Euro dotierte "Preis der Jury" geht an das Genoveva-Gymnasium in Köln; der ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte "Preis der Akademie" an die Heinz-Brandt-Schule in Berlin."

Weitere Meldungen zum deutschen Schulpreis 2011 finden Sie in unserer Rubrik "Schulschau" unter "Informationen" oder unter folgendem Link: http://bildungsklick.de/topic/deutscher-schulpreis

Den oben zitierten Artikel finden Sie in voller Länge unter folgendem Link:


Aktion Mensch: „Der WHO-Bericht hat enorme politische Sprengkraft“

Eintrag vom 14.06.2011

Mit Spannung hat die Aktion Mensch den ersten von der WHO und der Weltbank veröffentlichten Weltbehindertenbericht erwartet, der am vergangenen Donnerstag in New York vorgestellt wurde. Die Zahl der Menschen mit Behinderung liegt demnach weltweit bei über einer Milliarde und ist somit deutlich höher als bisher angenommen. "Damit hat der WHO-Bericht eine enorme politische Sprengkraft", sagt Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch. "Aufgrund der Ergebnisse des Berichtes liegt die Messlatte für den nationalen Aktionsplan der Bundesregierung nun deutlich höher."

Zu den zentralen Forderungen des Berichts gehört auch die Inklusion, vor allem im Bildungsbereich, in nachhaltige Konzepte einzubetten.

Die Pressemitteilung der Aktion Mensch und den "world report on disability" finden Sie unter folgendem Link:


"Inklusion: Eine Schule für Alle" - Eine rundum gelungene Veranstaltung für Eltern in Köln, die auf breites Interesse stieß

Eintrag vom 09.06.2011

Am vergangenen Dienstag hat im Forum der Kölner Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum die von einer Vielzahl von Akteuren organisierte Veranstaltung "Inklusion: Eine Schule für Alle" stattgefunden. Die Veranstaltung, welche sich an Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung richtete und allen Interessierten die Möglichkeit zu Information und Diskussion bieten sollte, war, zur großen Freude aller Mitwirkenden, so gut besucht, dass die Zahl der Sitzgelegenheiten mehrfach erhöht werden musste.
Neben zwei kurzen Impulsreferaten der Schulamtsdirektorin Angelika Köster-Legewie und Ulrike Heuer, der Leiterin des Schulverwaltungsamtes der Stadt Köln, gab es außerdem eine kurze 'Talkrunde', in der zwei Schüler, ein Lehrer und eine Mutter der IGS Holweide zu Wort kamen und über unterschiedliche Erfahrungen an Förder- und Regelschulen berichteten. Im Hauptteil der Veranstaltung hatten alle Gäste die Möglichkeit, sich an vier verschiedenen Stellwänden zu Ihren Bedürfnissen, offenen Fragen und mit Anregungen zur Weiterentwicklung der Kölner Schulen in Richtung Inklusion zu äußern.
Die zahlreichen und wegweisenden Hinweise, welche Ihnen unter dem nachstehenden Link zur Verfügung stehen, wurden festgehalten. Alle Anregungen wird die Stadt, die in den nächsten Monaten unter Einbeziehung einer Vielfalt von Akteuren und Experten einen "Inklusionsplan an Kölner Schulen" erarbeiten wird, 'mitnehmen' und weiter erörtern.


"Individuelles Lernen in heterogenen Gruppen in Europa", ein Seminarbericht von Frau Prof. Dr. Anne Ratzki

Eintrag vom 08.06.2011

Im folgenden Text, der bereits in der Zeitschrift "Grundschule" (Heft 2, Febr. 2011, Braunschweig, S. 25-27) veröffentlicht wurde, beschreibt Frau Prof. Dr. Ratzki die gemeinsame Arbeit mit Studentinnen und Studenten aus Studiengängen aller Schulformen im Modul "Heterogenität" an der Universtität Paderborn. Die zentrale Aufgabenstellung, welche die Wissenschaftlerin in der gemeinsamen Arbeit sah, stellte sich wie folgt dar:

"Heterogenität ist für viele Studierende ein unklarer, irgendwie unangenehmer Begriff, eine Art Drohung, die auf sie im Schulalltag nach dem Studium zukommt. Was kann die Universität tun, damit Studierende die Chancen von Heterogenität erkennen und besser auf den Umgang mit heterogenen Schülergruppen vorbereitet sind?"

Lesen Sie, wie angehende Lehrerinnen und Lehrer hier gezielt auf den wertschätzenden und produktiven Umgang mit Heterogenität vorbereitet werden:


Offener Brief von Prof. Dr. em. Georg Feuser

Eintrag vom 07.06.2011

Wie auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, hat auch der inzwischen emeritierte Integrationsforscher Herr Prof. Dr. Georg Feuser einen offenen Brief verfasst, in dem er sein Entsetzen und sein Unverständnis für die Verleihung des Ethik Preises der Giordano-Bruno-Stiftung an Peter Singer ausdrückt. Das Dokument, dem wir uns an dieser Stelle in jeglicher Form anschließen, finden Sie hier:


Stellungnahme des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen zur Verleihung des Ethik-Preises der Giordano-Bruno-Stiftung an Peter Singer

Eintrag vom 07.06.2011

In einer ernst zu nehmenden und deutlichen Weise hat der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, bereits in der vergangenen Woche an die Deutsche Nationalbibliothek appelliert, die Verleihung des Ethik-Preises der Giordano-Bruno-Stiftung an Herrn Peter Singer, der seit Jahrzehnten in umfassender Weise präferenzutilitaristisch geprägte Forschungen vorantreibt, zu verhindern. Hüppe konstatiert, dass Singer Menschen mit Behinderungen das Lebensrecht abspreche und deren Tötung verharmlose. Eine Preisverleihung an den Wissenschaftler, für den der Wert und die Würde eines Menschen in Abhängigkeit zu seinem / ihrem Nutzen für die Gesellschaft stehen, ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht aller Betroffenen, sondern publiziert überdies hinaus ein Gedankengut, das die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte geprägt hat.


"NRW – Ein Land für Alle! - Grüner Aufbruch für ein inklusives Gemeinwesen -"

Eintrag vom 31.05.2011

Am 28. und 29. Mai fand in Emsdetten die ordentliche Landesdeligiertenkonferenz der Grünen in NRW unter dem Motto "NRW erneuerbar" statt. Auf der Konferenz, welche von der expliziten Zielsetzung geprägt war, "kein Kind zurückzulassen", wurden die Gemeinschaftsschulen als erster Schritt hin zur schulischen Inklusion diskutiert. Außerdem wurde ein 8-seitiger Beschluss zur UN-Konvention gefasst, welchen Sie unter dem nachstehenden Link nachlesen können!


"Die inklusive Schule kommt allen Schülerinnen und Schülern zugute". Über die Vorteile der inklusiven Schule

Eintrag vom 31.05.2011

Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichtet, den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, äußert sich in einem Interview unter anderem über den Ausbau der inklusiven Schule.

Das Interview mit Herrn Hüppe finden Sie unter folgendem Link:


Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler auf Delegationsreise in der kanadischen Provinz New Brunswick

Eintrag vom 30.05.2011

"Gemeinsam mit den Obleuten des Kulturpolitischen Ausschusses des Hessischen Landtags hat Kultusministerin Dorothea Henzler in dieser Woche die kanadische Provinz New Brunswick besucht. Auf dem Programm standen Gespräche mit Kabinettsmitgliedern der Provinz, dem Bildungsministerium von New Brunswick sowie Besuche in Schulen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand das Thema Inklusion. New Brunswick besitzt seit 1986 ein inklusives Schulsystem." (Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 30.05.2011)

Lesen Sie hier weiter, um mehr von den Erfahrungen der Kultusministerin in der kanadischen Provinz New Brunswick zu erfahren:


Brandenburg: Schule für alle

Eintrag vom 30.05.2011

In Cottbus eröffnete Bildungsministerin Martina Münch die fünfte Regionalkonferenz zum Thema Inklusion - Schule für alle.
Das Thema wird auf insgesamt sechs Regionalkonferenzen auf breiter Ebene mit allen an Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten diskutiert. "Das Interesse an den Regionalkonferenzen ist enorm groß, die öffentliche Debatte längst in Gang", so Bildungsministerin Münch.

"Jede und jeder sind aufgefordert, sich auch jenseits der Regionalkonferenzen daran zu beteiligen." Fragen, wie sich die Gesellschaft verändern muss, um den Weg zur Inklusion zu ebnen, und wie sich die Schulen darauf vorbereiten können, künftig Kinder und Jugendliche mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten, stehen im Mittelpunkt. Als Anregung sollen erste gute Erfahrungen einiger Schulen auf dem Weg zur "Schule für alle" dienen.

Lesen Sie hier weiter:


'Ohne Noten. Ohne Sitzenbleiben.'

Eintrag vom 30.05.2011

Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will künftig zehnjährige Gemeinschaftsschulen erlauben, wenn dies vor Ort gewollt wird. Ravensburg will nun als erste Stadt eine solche Gemeinschaftsschule einführen und legt einen Antrag für eine "Inklusive Modellschule" vor.
Die Kommunen werden von der rot-grünen Landesregierung beim Aufbau solcher Gemeinschaftsschulen, in denen Kinder nicht mehr nach Noten auf Schulformen aufgeteilt werden und bis Klasse zehn gemeinsam lernen, unterstützt.

Auch die CDU wird in Ravensburg mit den Grünen für den Antrag stimmen:
"Wenn es den Kindern nützt, stellen wir uns nicht dagegen."

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Regelungen zur sonderpädagogischen Förderung in Deutschland

Eintrag vom 27.05.2011

In jedem Bundesland gibt es andere Regelungen zur sonderpädagogischen Föderung, da Schulgesetze Ländersache sind. Latham & Watkins haben alle entscheidenden Gesetze und Regelungen in einer Art Synopse zusammengefasst,um einen Überblick über den Stand in den einzelnen Bundesländern zu bieten. Sie erhalten unter folgendem Link einen einzigartigen Überblick, der den direkten Vergleich ermöglicht über:

* die maßgeblichen Regelungen in den Ländern
* die Landesverfassungen
* Regelungen zum Benachteiligungsverbot
* die Schulrechte


INKLUSION: GRÜNE SOLLEN FARBE BEKENNEN

Eintrag vom 26.05.2011

Der Elternverein "Gemeinsam leben- gemeinsam lernen" fordert die NRW-Grünen anlässlich ihres Parteitags am kommenden Wochenende auf, in Sachen Inklusion endlich Farbe zu bekennen. Der Elternverein bemängelt, dass noch immer kein Gesetzentwurf vorliege, der Kindern mit Behinderung einen individuellen Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen gewähre. Die Eltern seien so weiterhin im Kampf um einen Regeschulplatz den Ermessensentscheidungen der Behörden und den Schulleitern vor Ort ausgesetzt. Entgegen des Parteiversprechen vor der Landtagswahl, die UN-Behindertenrechtskonvention zügig umzusetzen, gehe die Regierung den Aufbau eines inklusiven Schulsystems nur sehr zögerlich an, obwohl bereits seit Dezember ein entsprechender Beschluss aller Landtagsfraktionen vorliege. Es sei zudem keine öffentliche Kampagne geplant, die für Aufklärung im Bereich des gemeinsamen Lernens sorge. So wisse die Mehrheit der Eltern noch nicht, dass Kinder mit und ohne Behinderung in naher Zukunft gemeinsam lernen werden. Auch die Eltern von Kindern mit Behinderung seien sich ihres bevorstehenden Rechtsanspruches und der Möglichkeit gemeinsamen Unterrichts nicht bewusst. Eine Projektgruppe des Ministeriums arbeitet seit Jahresbeginn an einem „Inklusionsplan“. Die Eltern fordern eine Partizipationsmöglichkeit an diesem Gremium, die über eine bloße Anhörung hinausgeht. Sie fordern, dass Elternverbände einen Sitz und eine Stimme in der Projektgruppe des Schulministeriums erhalten.

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Inklusionsidee erfordert konsequentes Handeln

Eintrag vom 25.05.2011

Ende März ist im bayerischen Landtag fraktionsübergreifend ein Gesetzentwurf zur Umsetzung der Inklusionsidee an bayrischen Schulen zustande gekommen. Dieser sieht vor, dass gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung in Schulen aller Schularten stattfinden soll. Schulen mit dem Schulprofil "Inklusion" sollen den schrittweisen Prozess hin zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvents befördern. Mindestens 30 Schulen sollen so ab dem kommenden Schuljahr als besondere Beispiele für gelingende Inklusion dienen. Die Integrationsbedingung der aktiven Unterrichtsteilnahme entfällt. An welchem Lernort die Kinder unterrichtet werden, soll in Zukunft in der Entscheidungsmacht der Erziehungsberechtigten liegen. Bei erheblichem Mehraufwand und Gefährdung des Kindeswohls ist die Pflicht der Schulen, inklusiven Unterricht umzusetzen, jedoch eingeschränkt. Langfristig soll die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allen Schulformen erhöht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen zusätzliche Stellen für Lehrer und Sozialpädagogen geschaffen werden. Präsident Klaus Wenzel und Frank Tollkühn, Leiter der BLLV (Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband)-Fachgruppe Förderschulen würdigten diesen Gesetzentwurf als ersten Erfolg, pochen aber auf weitere Schritte. So müssen beispielsweise umfassende bauliche und personelle Maßnahmen eingeleitet und die Lehrerbildung umgestellt werden. Tollkühn und Wenzel bemerken zudem, dass das in Bayern derzeit vorherrschende selektive Schulsystem im starken Widerspruch zum Inklusionsgedanken steht. Am Donnerstag wird sich der Landtag erneut mit dem Gesetzentwurf befassen.

Lesen Sie unter folgendem Link die Pressemitteilung des BLLV:


Überwältigende Anmeldezahlen für die zweite Integrative Ferienwoche in Hennef

Eintrag vom 25.05.2011

Schon zum zweiten Mal in Folge bietet der Verein Schule für alle e.V. in Hennef in Kooperation mit der Stadt Hennef, dem Hennefer Turnverein, dem Kinderschutzbund Hennef und der Stiftung Hennef eine bunte Ferienwoche für alle Kinder von 6 bis 14 Jahren an, in der behinderte und nicht-behinderte Kinder die Chance erhalten, einander als Spiel- und Lernpartner zu erleben.

Das vielfältige Angebot umfasst Workshops zu den Themen Tanzen, Trommeln, Kreatives Gestalten, Theater und Wasser, welche von erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern angeleitet und von anderen Betreuern begleitet werden.

Leider ist das Platzangebot begrenzt und auf die vorhandenen 50 Plätze kamen in diesem Jahr bereits über 90 Bewerbungen. So ist es zwar traurig, einer solch großen Anzahl an Kindern und Jugendlichen absagen zu müssen, aber dennoch ist das Signal gegenüber dem gemeinsamen Erleben von Menschen mit und ohne Behinderung höchst erfreulich und auch im nächsten Jahr wird sicher wieder eine integrative Ferienwoche in Hennef angeboten werden!


Auf dem Weg zum Aktionsplan. Zwischenbericht der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zum Stand der Vorbereitungen des Aktionsplanes "Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv"

Eintrag vom 24.05.2011

Das 66-seitige Dokument der nordrhein-westfälischen Bundesregierung, welches Sie unter dem nachstehenden Link finden können, bietet aktuelle Informationen zum Stand der Vorbereitungen des Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-BRK. Auf den Seiten 26 bis 39 sind verschiedene Informationen zum Thema Bildung und Erziehung gesammelt. Schauen Sie selbst:


Abschluss der Bildungskonferenz "Zusammen Schule machen für NRW" - Empfehlungen an Ministerpräsidentin Kraft überreicht

Eintrag vom 23.05.2011

"Die von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Schulministerin Sylvia Löhrmann einberufene Bildungskonferenz für Nordrhein-Westfalen 'Zusammen Schule machen für NRW' hat sich [am 20. Mai] zu ihrer letzten Sitzung im Düsseldorfer Landtag getroffen. Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Institutionen und im Landtag vertretenen Parteien hatten in den vergangenen Monaten über Bildungsfragen diskutiert und Empfehlungen für die Politik erarbeitet. Diese Empfehlungen überreichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Abschluss der Sitzung im Plenarsaal des Düsseldorfer Landtags Ministerpräsidentin Hannelore Kraft." (Quelle: http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/pm_20_05_2011.html)

Obwohl die Empfehlungen, welche Sie in Lang- und Kurzfassung unter dem nachstehenden Link finden, durchaus umfassend sind und gleich zu Beginn das Thema "Individuelle Förderung" aufgreifen, findet die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit verschiedenen Förderbedarfen unverständlicher Weise leider kaum Beachtung. Lesen Sie selbst:


Aktionsplan der Bundesregierung erntet immer mehr deutliche Kritik

Eintrag vom 23.05.2011

Auch in einer Anhörung der Verbände im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in der vergangenen Woche ist der Referentenentwurf der Bundesregierung zum nationalen Aktionsplan zur UN-BRK heftig von einer überwiegenden Mehrzahl aller Beteiligten kritisiert worden.
Vor allem das Fehlen einer menschenrechtlichen Ausrichtung, ein deutlicher Finanzvorbehalt und der Mangel an Maßnahmen im gesetzgeberischen Bereich, welcher zum Beispiel auch in einer vorausgegangenen Analyse des Netzwerk Artikel 3 herausgestellt wurde, wurden angeführt.


Weitere Plätze im gemeinsamen Unterricht in Bornheim!

Eintrag vom 23.05.2011

Wie wir jetzt erfahren durften, ist es der Elterninitiative Gemeinsamer Unterricht Bornheim gelungen, für alle Kinder, deren Eltern sich im Vorhinein an die Initiative gewendet hatten, einen Platz an der allgemeinen Schule zu erhalten. Neben der Europaschule wird so auch die Franziskusschule in Merten ihre Tore für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf öffnen.

Wir gratulieren den Kindern, ihren Eltern, den engagierten Mitstreitern und der Stadt Bornheim zu dieser Entwicklung!


Ergebnisse des Aktionstages am 05. Mai

Eintrag vom 21.05.2011

Die Aktion Mensch bezeichnet die Aktionen zum diesjährigen Protesttag am 05. Mai als "so erfolgreich wie nie". Unter dem nachstehenden Link können Sie die Ergebnisse der verschiedenen Inklusionstafeln mitverfolgen!


UN-Behindertenrechtskonvention in 100 Staaten ratifiziert!

Eintrag vom 21.05.2011

Bereits am 10. Mai 2011 hat Kolumbien als 100. Staat die UN-Konvention zu den Rechten von Menschem mit Behinderung ratifiziert. "This is an important milestone for Colombia and for the global community. The Convention on the Rights of Persons with Disabilities is a powerful tool for inclusion and development. Let us use it to make concrete improvements in the lives of persons with disabilities" kann UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zitiert werden.

Die offizielle Mitteilung der Vereinten Nationen finden Sie hier:


Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland (ABiD) kritisiert Referentenentwurf der Bundesregierung scharf

Eintrag vom 21.05.2011

Wie das Nachrichten-Portal bizeps-info schreibt, hat der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) deutliche Kritik am Referentenentwurf für einen Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen geübt. Der Verband kritisiert unter anderem, dass es seit der Ratifizierung der UN-BRK keine "praktischen, für Menschen mit Behinderungen positiv spürbaren Veränderungen in der Gesetzgebung oder bei der Handhabung bestehender Gesetze und Verordnungen" gegeben habe. Ausserdem werde vom Begriff "Inklusion" bisweilen inflationär und ungerechtfertiger Weise Gebrauch gemacht. Man benötige dringend einen Umsetzungsplan für das ganze Land und ein gesellschaftskonzeptionelles Leitbild.

Den ausführlichen Beitrag finden Sie hier:


"Gesamtschule – Gemeinschaftsschule: Aktuelle bildungspolitische Herausforderungen", Vortrag von Frau Prof. Dr. Anne Ratzki

Eintrag vom 17.05.2011

Prof. Dr. Anne Ratzki hat uns freundlicherweise ihren Vortrag "Gesamtschule – Gemeinschaftsschule: Aktuelle bildungspolitische Herausforderungen", welchen sie auf der Auftaktveranstaltung zur Kampagne "neue Gesamtschulen für Köln" am 26. März 2011 gehalten hat, zur Verfügung gestellt.
Frau Ratzki bietet auf 13 Seiten einen umfassenden und informativen Überblick über die historischen und aktuellen Entwicklungen des deutschen Bildungssystems und fragt im Anschluss daran danach, welchen Beitrag Gesamtschule und Gemeinschaftsschule leisten können, um die zuvor aufgezeigten Probleme zu lösen und sich endlich gegen das, so Ratzki, "typische Merkmal des deutschen Bildungssystems", die Auslese, aufzulehnen.

Für die Bildung eines durchaus kritischen und reflektierten Meinungsbildes gerade im Bezug auf die anhaltende Gesamtschuldiskussion in Köln und NRW eine unverzichtbare Lektüre!


Didaktik in heterogenen Lerngruppen – dargestellt am Thema "Brüche" als Bereich der Mathematik

Eintrag vom 17.05.2011

Erneut konnten wir eine Arbeit zum ersten Staatsexamen in unsere Literaturdatenbank aufnehmen. In seinen wissenschaftlichen Ausführungen versucht Herr Jonathan Plaßmann am Beispiel des Bruchrechnens im Fach Mathematik sehr praxisorientiert und beispielhaft einen möglichen Unterricht aufzuzeigen, der sich explizit an ALLE Schülerinnen und Schüler wendet. Auf Basis einer zuvor dargestellten wissenschaftlichen Grundlage analysiert der Autor seine Ideen ausserdem kritisch und versucht so, einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Schule und idividuellem, schülerzentriertem Unterricht zu leisten.

Die sehr lesenswerte Arbeit, welche mit zahlreichen kreativen Ideen für die Praxis aufwartet, finden Sie hier:


"Rettungsschirme für Menschen statt für Banken", www.bizeps.or.at

Eintrag vom 16.05.2011

In der vergangenen Woche forderten mehr als 1000 Menschen mit und ohne Behinderungen die zügige und vollständige Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen mit einem Demonstrationszug im Berliner Regierungsviertel ein. Auf bunten Schirmen hatten die zunächst am Brandenburger Tor versammelten Demonstranten wie bei der früheren Aktion "Umbrella for peace" aufgeschrieben, was sie sich wünschen, was sie wollen und worauf sie ein Recht haben.

Lesen Sie weiter:


Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik 2011 startet!

Eintrag vom 16.05.2011

Wie bereits im vergangenen Jahr schreibt die Stadt Köln in diesem Jahr erneut den mit 5.000 Euro dotierten Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik (KIB) aus. Der KIB zeichnet neue Wege und Projekte aus, an denen Menschen mit Behinderung selbst beteiligt sind. Denn sie sind die "Experten in eigener Sache". Das Bewerbungsverfahren wurde heute gestartet und endet am 20. Juni 2011.

Der jährlich zu vergebende Preis kann einer Gruppe zugesprochen oder zwischen maximal drei Gruppen aufgeteilt werden. Die Preisverleihung findet am 11. Oktober 2011 im Kölner Rathaus statt.

Wenn auch Sie sich bewerben wollen, finden Sie weitere Informationen hier:


Heterogenität in der Grundschule. Skizze für ein neues Haus des Lernens.

Eintrag vom 16.05.2011

Otto Seydel zeigt in seinem Artikel auf, mit welchen Herausfoderungen Lehrkräfte heterogener Lerngruppen konfrontiert sind und dass es nicht immer einfach ist, allen Kindern in unterschiedlichem Maße gerecht zu werden. Er entwirft ein "neues Haus des Lernens", das aufgebaut ist aus Diagnose, Lernarrangements, Hilfe und Leistungsrückmeldung, um diesen Herausfoderungen einer Schule für alle zu begegnen.

Den Volltext finden Sie unter folgendem Link:


Erster Bornheimer Inklusionstag war ein voller Erfolg!

Eintrag vom 12.05.2011

Am vergangenen Dienstag hat in Bornheim der erste "Tag der Inklusion", welcher von der Stadt Bornheim in Kooperation mit der Elterninitiative Gemeinsamer Unterricht / Inklusion Bornheim organisiert wurde, in der Europaschule stattgefunden. In einem offenen Kommunikationsprozess wurde vermittelt, dass Inklusion zwar eine noch ferne Perspektive sei, man sich aber gemeinsam -zunächst über den Weg der Integration- auf den Weg machen wolle. Hierzu sollten die über 90 Teilnehmer ein konkretes Leitbild für Inklusion in der Bildung erstellen, aus welchem in einem zweiten Schritt eine Vorlage für die Bornheimer Politik entstehen solle, so Sozialdezernent Markus Schnapka.


Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Referentenentwurf nach Ressortabstimmung, 27.04.'11)

Eintrag vom 11.05.2011

Zwar wurde noch keine offizielle und vollständige Fassung des nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK veröffentlicht, nun liegt aber zumindest ein durch eine vorausgegangene Ressortabstimmung verabschiedeter Referentenentwurf zum Aktionsplan vor, der alle wesentlichen Punkte des Aktionsplanes enthält und sich auf die Inhalte des Übereinkommes über die Rechte von Menschen mit Behinderungen bezieht.

Das vorläufige Dokument finden Sie hier:


Veränderungen in den verschiedenen Bundesländern

Eintrag vom 11.05.2011

In Bayern wurde ein neues Schulgesetz verabschiedet, das zwar einen ersten Schritt hin zur Inklusion zu ebnen versucht, aber dennoch nicht den eklatanten Mangel an Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen in der (Regelschul-)Praxis auszugleichen vermag. Hessen hingegen baut immer mehr Förderschulen zu sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren (BFZ) um und verfügt zum kommenden Schuljahr über 124 solcher Zentren, deren langfristiges Ziel es ist, möglichst alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht der Regelschule unterzubringen. Die Bildungsministerin Brandenburgs, Martina Münch, hat zu Beginn dieses Monats mit einer Reihe landesweiter Regionalkonferenzen zu den Themen "Inklusion" und "Eine Schule für alle" begonnen, um den Weg hin zur Inklusion zu beschreiten.

Leider werden Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in den vielfältigen und durchaus z.T. positiven Bestrebungen der einzelnen Bundesländer, welche Sie im Detail auch in unserer Rubrik "Bildungspolitische Entwicklungen in Deutschland" (Informationen) finden, häufig vergessen.


Individualisierung - Das Geheimnis guter Schulen

Eintrag vom 10.05.2011

Dem preigekrönten Bildungsjournalisten und Filmemacher, Reinhard Kahl ist es erneut gelungen, ein wunderbares und vor allem enorm beeindruckendes Portrait vom "Vorteil, verschieden zu sein" zu zeichnen. In 25 Kurzfilmen vermittelt Kahl einen Eindruck davon, wie Individualisierung in verschiedensten Kontexten aussehen kann und wie zukunftsweisend und bereichernd diese Form gemeinsamer Lernerfahrungen ist:

"Jeder Mensch ist eine Primzahl, teilbar nur durch eins und sich selbst. Die Individualisierung des Lernens antwortet also darauf, dass jedes Kind eine eigene Geschichte hat, anders denkt und anders lernt. Doch gute Schulen bieten Kindern auch eine Gemeinschaft. Denn Lernende brauchen diesen Schutz, um eigene Wege wagen zu können.25 filmische Diskurse führen zunächst in skandinavische Kindergärten und zeigen dann, wie in der Schweiz Kindergärten und Schulen gemischt werden. Weiter geht es zu Schulen nach Kanada, Finnland, Schweden und Deutschland. Schließlich überlegen Wissenschaftler, was es heißt, von der Belehrung Abschied zu nehmen und sich zu einer Wissensgesellschaft aufzumachen." (Quelle: Beltz Verlag)

Lassen Sie sich diese gewaltigen Impressionen, Inspirationen und Motivationen nicht entgehen!


Inklusionsbörse gestartet

Eintrag vom 10.05.2011

Der Verein bildung neu denken e.V. hat in Kooperation mit dem Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. (Regionalgruppe Freiburg) und unter Schirmherrschaft von Frau Gerda Stuchlik, Bürgemeisterin für Schule und Bildung der Stadt Freiburg, erfolgreich am 02. Mai eine "Inklusions- und Beschulungsbörse" ins Leben gerufen. Ziel ist es, die inklusive Beschulung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen, mit und ohne Migrationshintergrund, mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und vielerlei Begabungen voran zu treiben.
Die Idee hinter der Börse ist, Freunde der Inklusion zusammenzubringen, um gemeinsam passende Bildungsangebote zu finden. Unter anderem soll ein Netzwerk gegründet werden, das die gegenseitige Hilfe zur Selbsthilfe sichert, Unterstützung bei der Schulsuche bietet, sich an der Entwicklung weiterer Unterstützungsangebote beteiligt, Hilfe bei Anträgen zum Schulwechsel oder auf Einzelintegration stellt, die Einführung inklusiver Gemeinschaftsschulen forciert und langfristig die Öffentlichkeit zur Stärkung des Inklusionsgedankens sensibilisiert.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Mitarbeit finden Sie unter dem nachstehenden Link:


Gesetz zur sozialen Teilhabe vom Forum behinderter JuristInnen auf einer Bundespressekonferenz vorgestellt

Eintrag vom 10.05.2011

Das Forum behinderter Juristinnen und Juristen hat in der vergangenen Woche den lang erwarteten Entwurf für ein Gesetz zur sozialen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen vorgelegt, welches unter anderem medizinische Rehabilitationsleistungen, unterhaltssichernde und ergänzende Leistungen umfassen soll. Wie Horst Frehe, Sprecher des Forums, betont, diskutiere die Arbeits- und Sozialministerkonferenz schon seit geraumer Zeit über die Neugestaltung der Eingliederungshilfe, "allerdings nur sehr verkürzt und vor allem unter finanziellen Aspekten". Der nun vorgelegte Entwurf hingegen orientiere sich stringend an den wesentlichen Vorgaben der UN-BRK.


Bundesjugendspiele 2011/2012: Alle Schülerinnen und Schüler können sich beteiligen

Eintrag vom 09.05.2011

Die Bundesjugendspiele feiern in diesem Jahr ihren 60.Geburtstag. Bereits seit 1951 können Schülerinnen und Schüler an den jährlichen Wettkämpfen teilnehmen.
Nach einer Reform und Neukonzeption der Spiele werden aktuell folgende Individualsportarten zum Wettkampf, Wettbewerb und Mehrkampf angeboten: Geräteturnen, Leichtathletik und Schwimmen
Neu ist seit dem Schuljahr 2009/2010 die Möglichkeit einer Teilnahme von Schülerinnen und Schülern mit einem besonderen Förderbedarf. Dies brachten der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und die Deutsche Behinderten-Sportjugend (DBSJ) in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für die Bundesjugendspiele und der Kommission Sport der KMK gemeinsam auf den Weg.
Thematisch orientieren sich die diesjährigen Bundesjugendspiele schon jetzt an den nächsten olympischen Spielen in London. Da wundert es nicht die olympischen Werte auch im aktuellen Programm der Bundesjugendspiele wiederzufinden.
Wer nun neugierig geworden ist oder gedanklich schon mit eine Teilnahme an den Bundesjugendspielen liebäugelt, findet auf der Homepage der Bundesjugendspiele weitere umfassende Informationen.


Zum Tag der Menschen mit Behinderung: Inklusion beginnt im Kopf!

Eintrag vom 05.05.2011

Der diesjährige Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung steht unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf". Deutschlandweit finden rund um den 5. Mai 2011 zahlreiche Aktionen statt, die ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung fordern.

Weitere Informationen sowie Aktionen in ihrer Nähe finden Sie unter diesem Link:


Österreich: Bildungsvolksbegehren unterstützt inklusives Bildungssystem

Eintrag vom 05.05.2011

Auch in Österreich beraten ExpertInnen schon seit geraumer Zeit über eine umfassende Bildungsreform, die unter anderem das Modell einer Schule für alle Schülerinnen und Schüler mit einbezieht. Neben dem Stufenplan der Lebenshilfe, über den wir an dieser Stelle bereits vor geraumer Zeit berichtet haben, wurden 49 weitere umfassende Konzepte eingereicht, aus denen nun von einem Expertenkreis 12 Forderungen herausgearbeitet wurden, von denen insbesondere 2 Forderungen für die Umstrukturierung des Bildungswesens hin zu einem inklusiven System unumgänglich sind.

Lesen Sie selbst:


Aktion Mensch: Förderschwerpunkt Inklusion

Eintrag vom 04.05.2011

Die Aktion Mensch hat ein neues Förderprogramm Inklusion gestartet. Innerhalb dieses Förderschwerpunktes werden ab April 2011 zwei neue Förderbausteine mit unterschiedlichen Ausrichtungen und inhaltlichen Schwerpunkten angeboten: Vernetzungsprojekte auf lokaler Ebene sowie die nach bewährtem Muster angelegte Förderaktion "Miteinander gestalten".

Weitere Informationen zu dieser Inititative finden Sie unter folgendem Link:


"Inklusive Didaktik ist Entwicklungsdidaktik"

Eintrag vom 04.05.2011

Über das Büro für Inklusive Bildung an der Pädagogischen Hochschule in Wien konnten wir diesen Auszug aus dem Tagungsbericht "Integration kann gelingen" (Zürich, Februar 2011) finden. Die Autorin Marianne Wilhelm beschreibt in Ihrem Plädoyer für eine an der individuellen Entwicklung des Kindes orientierte Didaktik, wie "(subjektive) inklusionstaugliche didaktische Konzepte" für die Schule für Alle entwickelt werden können. Sie spricht von einem hohen Anspruch inklusiver Bildung, welcher nur durch die Entwicklung entsprechender didaktischer Antworten umzusetzen ist.

Den sehr lesenswerten Beitrag finden Sie hier:


Uns hält nichts auf! -Bericht zur Veranstaltungsreihe zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen

Eintrag vom 02.05.2011

Vom 03. Februar bis zum 24. März dieses Jahres hat die Stadt Köln in Kooperation mit zahlreichen weiteren Akteuren die Veranstaltungsreihe "Uns hält nichts auf" für ArbeitnehmerInnen mit Behinderungen angeboten. Neben der Vorstellung zahlreicher Betriebe und Unternehmen, konnten auf einer Informationsbörse im Historischen Rathaus mit einem Markt der Möglichkeiten mehr als 60 Vorstellungsgespräche für Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsstellen vereinbart werden.

Fast 1000 Personen besuchten die 34 Veranstaltungen, welche nicht nur SelbstvertreterInnen über ihre Möglichkeiten und Ansprüche informierten, sondern auch mit speziellen Angeboten für Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern aufwarteten.

Die Dokumentation zu dieser rundum gelungenen Veranstaltungsreihe, welche als beispielhaft für die gesamte Region gilt, finden Sie unter dem nachfolgenden Link:


Aufruf an Kommunen und Regionen: Beratung durch den Expertenkreis "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission

Eintrag vom 02.05.2011

Von der Peter Ustinov Stiftung unterstützt, bietet der Expertenkreis "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO Kommission Kommunen und Regionen eine Beratung zur inklusiven Bildung an, um das Leitbild der Inklusion in Deutschland zu stärken. Ute Erdsiek-Rave, Vorsitzende des Expertenkreises erklärt, dass die Verantwortung für inklusive Bildung deutlich über die Schulen als Bildungsinstitutionen hinaus ginge und Inklusion daher umso besser gelänge, je stärker "alle Personen und Institutionen beteiligt und eingebunden werden, die für Bildung verantwortlich sind". Dies soll durch das Beratungsangebot des Expertenkreises beispielhaft gefördert werden. Aussagekräftige Bewerbungen können noch bis zum 15. Juni 2011 an die Deutsche UNESCO-Kommission gerichtet werden, weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme finden Sie hier:


Sammlung von Praxisbeispielen zur inklusiven Bildung

Eintrag vom 28.04.2011

Um eine Lücke zwischen Politik und Praxis zu schließen, haben die UNESCO und die Europäische Agentur für Entwicklung in der sonderpädagogischen Förderung 2009 das Projekt "Inclusive Education in Action" ins Leben gerufen. Mit der so entstehenden Sammlung gelungener Beispiele aus der Praxis soll aufgezeigt werden, wie die "Leitlinien für die Bildungspolitik" der UNESCO unter verschiedensten Voraussetzungen in die Praxis umgesetzt werden können.
Da alle Themenbereiche der Leitlinien abgedeckt werden sollen, ist die Unesco weiter auf der Suche nach Beispielvorschlägen, welche über die angegebene Seite in englischer Sprache eingereicht werden können. Schon eingereichte Beispiele können über die Homepage von "Inclusive Education in Action" eingesehen werden, welche über die Seite der UNESCO verlinkt ist!


Homepage der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. zur inklusiven Bildung

Eintrag vom 28.04.2011

Die Deutsche UNESCO-Kommission e.V., welche im Jahr 2010 auch den "Expertenkreis 'Inklusive Bildung'" gegründet hat und außerdem Projektträger des Jakob Muth-Preises ist, bietet auf ihrer Homepage zahlreiche Informationen zum Thema inklusive Bildung an. Neben grundsätzlichen Erklärungen dazu, was das Konzept der Inklusion ausmacht und warum Inklusion für die gesellschaftliche Weiterentwicklung von zentraler Bedeutung ist, wird ein Blick auf andere Länder und Kontinente geworfen. Auch besteht die Möglichkeit, sich über internationale Übereinkommen, andere Hintergrunddokumente und wissenschaftliche Publikationen und Studien zu informieren.

Schauen Sie selbst!


Auch in Österreich: Abschaffung der Sonderschulen gefordert!

Eintrag vom 27.04.2011

Im Rahmen einer Pressekonferenz forderte die Behindertensprecherin der Grünen im Österreichischen Parlament, Mag. Helene Jarmer, die "unverzügliche Umsetzung" der UN-BRK und damit auch die Abschaffung von Sonderschulen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen und den "inklusiven Unterricht als Regelfall".

Ein Blick in's Nachbarland:


"Das Recht auf Inklusion"

Eintrag vom 21.04.2011

Wie wir bereits berichtet haben, wurden die Empfehlungen der KMK zur inklusiven Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen nicht nur von zahlreichen Fachverbänden, sondern auch von der Monitoring Stelle zur UN-BRK als nicht konventionskonform heftig kritisiert.

Nun hat auch die Bildungsjournalistin Frau Dr. Brigitte Schumann die öffentliche Diskussion kommentiert. -Lesen Sie selbst!


Informationsportal des Deutschen Bildungsservers zur UN-BRK

Eintrag vom 18.04.2011

Auch der Deutsche Bildungsserver hat in seinem Internetauftritt eine Rubrik zur UN-Behindertenrechtskonvention eröffnet, unter welcher sich mannigfache Informationen, gegliedert in die Kapitel Inhalt, Entstehungsgeschichte, Inkrafttreten der Konvention, Auswirkungen, Umsetzung der Konvention, Forschung und Wissenschaft zum Thema Behindertenrechtskonvention und "Kampangne 2011-2013: Deutschland wird inklusiv" finden lassen:


"Antworten auf verbreitete Fragen zur Inklusion" von Prof. em. Dr. Ulf Preuss-Lausitz

Eintrag vom 18.04.2011

Im Thema 03/2011 greift das Deutsche Jugendinstitut (DJI) den Schwerpunkt "Förderschulen: Sprungbrett oder Sackgasse?" auf und bietet neben zwei eigenen Untersuchungen, welche sich mit dem Schulerfolg und der Integration von Förderschülerinnen und Förderschülern in den Arbeitsmarkt beschäftigen, zahlreiche Hintergrund-Informationen zu den Themen: Behinderung, Lernbehinderung, Förderbedarf, Förderdiagnose, Förderschwerpunkte, Entwicklung des Förderbedarfs, Regionale Unterschiede, Abschlüsse, Kosten, Inklusion, Geschichte und aktuelle Rechtslage und UN-Behindertenrechtskonvention.

Besonders lesenwert ist ein Artikel des emeritierten Integrationsforschers Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz, in welchem er die häufigsten Bedenken, welche der inklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf entgegengesetzt werden, aufgreift und wissenschaftlich fundierte Antworten gibt.

Lesen Sie selbst:


"UN-Konvention macht Köln Dampf bei integrativem Unterricht", www.koeln-nachrichten.de

Eintrag vom 14.04.2011

"[...]'Um unsere Ziele zu erreichen, brauchen wir vor allem eine Veränderung in den Köpfen', sagt Schuldezernentin Agnes Klein. Es müsse normal sein, dass Kinder verschieden seien. Immerhin habe sich kürzlich erst die Vollversammlung aller Kölner Schulen in einer Resolution zur Inklusion bekannt. Und auch 72 Prozent der Eltern sind dafür, so eine Umfrage des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). Klein versprach: 'Wenn eine Schule gemeinsamen Unterricht anbieten will, werden wir uns dem nicht verweigern.'[...]"

Unter www.koeln-nachrichten.de finden Sie einen kurzen Artikel zur gestrigen Auftaktveranstaltung zum Kölner Inklusionsplan, welcher unter der Mitwirkung zahlreicher Fachleute in Deutz stattgefunden hat. In insgesamt 12 Arbeitsgruppen erarbeiteten die etwa 140 TeilnehmerInnen zentrale Empfehlungen für die Erarbeitung des Inklusionsplanes an Kölner Schulen, welcher im kommenden Sommer dem Rat vorgestellt werden und wegweisend für die Stadt Köln sein soll.

Detaillierte Informationen und Materialien werden Sie bald an dieser Stelle vorfinden!


Landkarte der inklusiven Beispiele

Eintrag vom 12.04.2011

Wie wir bereits vor einiger Zeit berichtet haben, hat der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen die "Landkarte der inklusiven Beispiele" ins Leben gerufen. Am 28.03.2011 wurde das Projekt mit schon zahlreichen guten Beispielen im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Berliner Kleisthaus der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel der Landkarte, welche laut der amerikanischen Behindertenrechtlerin Judith Heumann eine Aufforderung zum Handeln darstellt, ist es, Beispiele für gelungene Inklusion in KiTas, Schulen, Betrieben, Kommunen und Sportvereinen zu sammeln und wert zu schätzen.
Die Beispiele werden unter der Verantwortung von Hubert Hüppe von einem Inklusionsbeitrat, welcher fast ausschließlich aus Menschen mit Behinderung besteht, ausgewählt. Der Inklusionsbeirat bildet hierbei den Mittelpunkt der Koordinierungsstelle zur UN-BRK. Auch zwei Kölner Projekte finden sich bereits -schauen Sie einmal selbst!


Bundeselternrat fordert gemeinsames Lernen mit behinderten Schülern

Eintrag vom 12.04.2011

"Der Bundeselternrat dringt auf einen umfassenden Umbau des Schulsystems, um behinderten und nichtbehinderten Kindern ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Inklusion bedeute, dass jedes Kind eine reguläre Schule besuchen könne, unterstrich der Vorsitzende des Gremiums, Hans-Peter Vogeler. Die seit zwei Jahren geltende UN-Behindertenrechtskonvention fordere unter dem Stichwort 'Inklusion' genau das, sagte Vogeler, in einem epd-Gespräch: 'Wenn wir die Konvention ernst nehmen, und dazu sind wir völkerrechtlich verpflichtet, heißt das gemeinsames Lernen für alle.' (Quelle: http://info.blogs.rpi-virtuell.net/2011/04/01/bundeselternrat-fordert-gemeinsames-lernen-mit-behinderten-schulern/, Zugriff am 12.04.2011).

Den gesamten Artikel finden Sie hier:


"Einfach teilhaben", Webportal für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Verwaltungen und Unternehmen

Eintrag vom 11.04.2011

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ein neues Webportal für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Verwaltungen und Unternehmen mit dem Namen "einfach teilhaben" erstellt. Die Seite, welche in Alltagssprache, Leichter Sprache und Gebärdensprache aufgerufen, und in Schrift und Darstellung vergrößert werden kann, greift neun verschiedene Lebensbereiche (Kindheit und Familie, Schule und Studium, Ausbildung und Arbeit, Alter, Gesundheit und Pflege, Mobilität und Freizeit, Bauen und Wohnen, Finanzielle Leistungen, Schwerbehinderung) auf und bietet Informationen hierzu an. Neben dem sehr umfangreichen, aber dennoch übersichtlichen Informationsangebot, besteht auch die Möglichkeit einer telefonischen Beratung über das Ministerium.

Ein gelungenes Angebot!


"Behindertenrechtskonvention: Deutsche Bundesregierung spielt auf Zeit"

Eintrag vom 11.04.2011

Dem behindertenpolitischen Sprecher der Partei Die Linke, Dr. Ilja Seifert zu Folge spiele die Deutsche Bundesregierung bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention weiter auf Zeit. Dies macht der Politiker etwa an der fragwürdigen Berücksichtigung der Behindertenrechtskonvention bei der Erarbeitung des Bundeshaushaltes 2012 und dem überfälligen Staatenbericht an die UNO fest. "Wenn die Bundesregierung zwei Jahre nach Inkrafttreten der Konvention nicht in Lage ist, der UNO gemäß Artikel 35 der Konvention einen Staatenbericht vorzulegen, weil sie noch nichts über die Erfüllung ihrer Verpflichtungen berichten kann, ist das national und international ein Armutszeugnis [...]", so Seifert.


Unterstützung für Schulen, die sich auf den Weg zum gemeinsamen Unterricht machen wollen

Eintrag vom 11.04.2011

"Um sich auf die anspruchsvolle Aufgabe der Schul- und Unterrichtsentwicklung vorbereiten zu können, sollen Lehrkräfte, die sich konkret mit dieser Aufgabe befassen, die Möglichkeit erhalten, gemeinsam am schuleigenen Konzept zu arbeiten oder sich durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen beraten zu lassen", so Schulministerin Sylvia Löhrmann. Hierzu soll ein Fortbildungstag in Anspruch genommen werden können. Überdies hinaus hat die Bundesregierung infolge des Antrags der Regierungsfraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen sowie der CDU-Fraktion mit dem Titel "UN-Konvention zur Inklusion in der Schule umsetzen", der am 1. Dezember 2010 ohne Gegenstimmen im nordrhein-westfälischen Landtag beschlossen wurde, zwei Forschungsaufträge vergeben, welche unter anderem die Frage nach der künftigen Ressourcensteuerung in einem inklusiven Bildungssystem klären sollen.

Den gesamten Artikel finden Sie hier:


Stellungnahme der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. zum Entwurf einer Empfehlung "Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen"

Eintrag vom 07.04.2011

"Als zu 'dünn' bezeichnet Robert Antretter, der Bundesvorsitzende der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (KMK) zur inklusiven Bildung. Die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention für die 'Schule für Alle' würden nicht konsequent umgesetzt. Antretter: 'Damit ist das Wunsch- und Wahlrecht von Kindern mit geistiger Behinderung und ihren Eltern eingeschränkt.' Zudem sei die zukünftige Rolle der Sonderschulen nur vage beschrieben." (www.lebenshilfe.de, Zugriff am 07.04.2011).

Die Stellungnahme der Lebenshilfe finden Sie hier:


Zwei interessante Ringvorlesungen im Sommersemester in Münster und Berlin

Eintrag vom 04.04.2011

Mit der Veranstaltung "Inklusion in Berlin. Notwendige Rahmenbedingungen" an der Humboldt Universität in Berlin und der Veranstaltung "Innovative Konzepte in der Lehrerbildung" an der Universität Münster stehen Ihnen erneut zwei hochinteressante Veranstaltungen offen, welche im wöchentlichen Rhythmus mit spannenden Themen und internationalen Experten aufwarten. Beide Veranstaltungen sind frei zugänglich und unentgeltlich. In Berlin wird jede Veranstaltung auch in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Eine detaillierte Beschreibung der beiden Veranstaltungen und das Semesterprogramm finden Sie über unsere Termindatenbank!


"Inklusion ist gut erprobt", Kommentar von Valentin Aichele zur Veröffentlichung der Stellungnahme der Monitoringstelle

Eintrag vom 04.04.2011

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen kurzen Bericht zur aktuellen Stellungnahme der Monitoring Stelle zur UN-BRK, welcher die wesentlichen Kritikpunkte der unabhängigen Instanz am Deutschen Institut für Menschenrechte wiedergibt:


Stellungnahme der Monitoring-Stelle des Deutschen Institut für Menschenrechte: Eckpunkte zur Verwirklichung eines inklusiven Bildungssystems (Primarstufe und Sekundarstufen I und II)

Eintrag vom 04.04.2011

Am vergangenen Donnerstag hat das Deutsche Institut für Menschenrechte eine ausführliche Stellungnahme zur Verwirklichung eines inklusiven Bildungssystems herausgegeben. Neben einer Betrachtung der Entwicklungen in den verschiedenen Bundesländern und innerhalb der Kultusministerkonferenz (KMK)während der vergangenen zwei Jahre, spricht die Monitoringstelle Empfehlungen an Bund, Länder und KMK aus, wie inklusive Entwicklungen weiter vorangetrieben werden können und müssen. Überdies hinaus finden sich im Anhang vielfältige "Eckpunkte" des unabhängigen Instituts zur UN-Behindertenrechtskonvention, welche unbedingter Beachtung bedürfen.

Lesen Sie selbst:


Inklusion geht uns alle an…, Informationen für Eltern von Kindergartenkindern in Bornheim

Eintrag vom 30.03.2011

Obwohl die Stadt Bornheim gerade deutlich am Neubau der LVR-Heinrich-Welsch-Schule Köln mit dem Förderschwerpunkt Sprache (Sek I), welcher über 13 Millionen Euro kosten soll, interessiert ist, gibt es auch sehr erfreuliche Nachrichten: Die Stadt Bornheim hat in der vergangenen Woche eine Sonderausgabe Ihres Informationsblattes "rundum" zum Thema Inklusion herausgegeben. Auf dem Dokument finden sich nicht nur allgemeine Informationen dazu, was unter Behinderung, AO-SF, Therapie und letztlich dem Begriff Inklusion zu verstehen ist. Sondern von zentraler Bedeutung sind auch regionale Ansprechpartner und die Frage danach, "wo steht Bornheim" im Sinne der Inklusion. -Eine tolle Idee, die hoffentlich zum Nachahmen anregt. Schauen Sie selbst!


"Wir wollen mehr als nur dabei sein!" –Gestaltungsmöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung –am Beispiel des Themas "Wohnen in Köln", Diplomarbeit von Pia Görg

Eintrag vom 30.03.2011

Wir freuen uns, dass wir eine weitere Diplomarbeit im Volltext in unsere Literaturdatenbank aufnehmen durften. Frau Pia Görg, welche längere Zeit als Moderatorin für das Projekt "'IncluCity Cologne' – eine Stadt für alle" tätig war und hier verschiedene Veranstaltungen begleitet hat, beschreibt am Beispiel des Themas Wohnen die Möglichkeiten und Chancen von Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung.

Den spannenden und beispielhaften Bericht aus der Praxis finden Sie hier:


Bayern: Gemeinsamer Gesetzentwurf der fünf Fraktionen des Landtags zur Inklusion

Eintrag vom 30.03.2011

Ein "herausragendes" Ereignis hat Dr. Ludwig Spanle, bayrischer Kultusminister, den gemeinsamen Gesetzesentwurf der fünf bayrischen Landtagsfraktionen genannt. Wenn auch die Förderschulen auch als Lernort für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf bestehen bleiben sollen, so soll schrittweise die Inklusion von jungen Menschen mit und ohne Behinderung umgesetzt werden. Neben Schulen, welche sich bereits auf den Weg gemacht haben, sollen nach Möglichkeit mit Beginn des neuen Schuljahrs einige so genannte "Profilschulen" zur Inklusion eingerichtet werden.


Gemeinsamer Unterricht in Thüringen soll gestärkt werden

Eintrag vom 30.03.2011

"Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, hat auf einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts in Thüringen informiert. 'Das Lernen im Gemeinsamen Unterricht ermöglicht förderbedürftigen Schülern den bestmöglichen Schulabschluss und die beste Chance auf ein möglichst selbstständiges Leben', erklärte der Minister." (http://www.teachersnews.net/artikel/nachrichten/unterricht/020863.php, Zugriff am 30.03.2011)

Lesen Sie die ausführlichen Informationen des Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur:


Material-Kiste zur UN-Konvention

Eintrag vom 29.03.2011

Im Rahmen des Projektes "Behinderung neu denken!" hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) anschauliches, leicht zu verstehendes und barrierefreies Schulungsmaterial zur UN-Behindertenrechtskonvention entwickelt. Neben verschiedenen Arbeitsmaterialien enthält die Materialkiste Videoclips, Texte, Spiele u.ä., welche verschiedene Zielgruppen ansprechen und schulen sollen und innerhalb eines ExpertInnenworkshops entwickelt wurden. Im kommenden Jahr soll auch eine spezielle Kiste für den Unterricht in Schulen entwickelt werden.


"Von Ausgrenzung zu Gleichberechtigung - Verwirklichung der Rechte von Menschen mit Behinderung",Handbuch für Abgeordnete zu Behindertenrechtskonvention und Fakultativprotokoll

Eintrag vom 29.03.2011

Im Auftrag des Deutschen Bundestages wurde das Handbuch der Vereinten Nationen zur UN-BRK ins Deutsche übersetzt und am 24. März 2011 in Berlin der (Fach-)Öffentlichkeit vorgestellt. Das Dokument, welches 170 Seiten umfasst, soll Parlamentariern die Möglichkeit geben, sich über das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und das entsprechende Fakultativprotokoll zu informieren. Es kann unter dem nachstehenden Link heruntergeladen oder beim Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales angefordert werden.


Landschaftsverband Westfalen Lippe streicht Mittel für die Förderung von vom Schulbesuch zurückgestellten Kindern

Eintrag vom 25.03.2011

In einem Schreiben vom 08. März hat der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) angekündigt, die Mittel für vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder künftig grundsätzlich zu streichen, da es sich häufig um systemwidrige Entscheidungen handle. In einem groß angelegten Kommunikationsprozess soll diese Entscheidung, bei der es sich um eine unserer Meinung nach, rücksichtslose und vollkommen rückwärtsgerichtete Sparmaßnahme seitens des Verbandes handelt, nun den Schulaufsichtsbehörden mitgeteilt werden, damit diese "dies bei ihren Entscheidungen berücksichtigen". Auch bereits getroffene Entscheidungen über Schulrückstellungen sollen, gemäß den Vorstellungen des LWL, rückgängig gemacht werden können!

Überdies hinaus greift der LWL in seinem Schreiben, das Sie über den angegebenen Link aufrufen können, auch die Betreuung von Kindern mit Förderbedarf in Kindertageseinrichtungen auf. Es entspreche, so die Ausführungen, nicht dem Grundgedanken des LWL, einzelne Kinder mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen zu fördern und zu betreuen. Die Jugendämter werden explizit angewiesen, bei neu aufzunehmenden "einzelnen" Kindern mit Förderbedarf im Sinne der LWL-Richtlinien zu prüfen, ob nicht eine andere Kindertageseinrichtung, in welcher bereits andere Jungen und Mädchen mit Behinderung betreut werden, noch über freie Kapazitäten verfügt. [...]

Selbst wenn die Mittel des Landschaftsverbandes nur marginal sind und ein Großteil der Förderung für Jungen und Mädchen mit Förderbedarf vom Jugendamt übernommen wird, stellt eine Entscheidung wie die oben genannte ganz konkret das Recht und Wohlbefinden behinderter Kinder hinter einen Finanzvorbehalt. -Fast exakt zwei Jahre nach der Ratifizierung der Konvention in Deutschland eine traurige Meldung!


Weder Aktionsplan noch Rechenschaftsbericht der Bundesregierung zum 26.03. fertiggestellt

Eintrag vom 22.03.2011

Nach Informationen von Spiegel Online vom vergangenen Samstag wird die deutsche Bundesregierung ihrer völkerrechtlichen Verpflichtung im Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen nicht pünktlich nachkommen. Sowohl der Rechenschaftsbericht, der den Vereinten Nationen bis zum Ende dieser Woche vorliegen muss und darlegen soll, wie Deutschland die BRK bisher umgesetzt hat, als auch der geplante Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK liegen bisher nur in Entwurfsform vor. Die Bundessozialministerin Ursula von der Leyen spricht, laut Spiegel Online, nun von einer Vorlage beider Dokumente Anfang Juni 2011. Eine solche "Aufschiebung" der Menschenrechte von Menschen mit Unterstützungsbedarf ist nicht nur enttäuschend, sondern schlicht nicht zu tolerieren!


"Wer hat, dem soll gegeben werden", Thomas Wasilewski

Eintrag vom 21.03.2011

Bereits in den vergangenen Wochen konnten wir zwei Stellungnahmen eines engagierten und mutigen Vaters, der für das Recht seines Sohnes auf Inklusion kämpft, auf unserer Seite aufnehmen. Nun finden Sie einen rhetorisch und inhaltlich sehr gelungenen dritten Artikel, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:


Stellungnahme der Sektion Sonderpädagogik der DGfE vom 15.3.2011 zur KMK Empfehlung – Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Eintrag vom 16.03.2011

Die Sektion Sonderpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) hat gestern eine Stellungnahme zur KMK-Empfehlung zur Umsetzung der UN-BRK veröffentlicht. Die Kultusminister der Länder überarbeiten derzeit ihre "Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung" vor dem Hintergrund der UN-Konvention. Da es sich, so die Wissenschaftler der DGfE, um sehr weitgehende Weichenstellungen für die Entwicklung des Bildungswesens für die nächsten Jahre und vielleicht Jahrzehnte handelt, ist eine Beteiligung und Einflussnahme durch alle Bezugsgruppen unerlässlich und von enormer Bedeutung.

Das 2-seitige Papier finden Sie hier:


"Sophie-Scholl - inklusiv macht Schule", Interview mit Magnus Schneider

Eintrag vom 16.03.2011

Anlässlich des zehnten Geburtstages der Sophie-Scholl-Schule in Gießen, führte Rainer Dillenberg (Lebenshilfe) ein Interview mit Magnuns Schneider, dem Vorstand der Lebenshilfe Gießen. Neben der Geschichte der Schule berichtet Schneider auch über seine persönlichen Erfahrungen in der Arbeit für die Sophie-Scholl-Schule und Zukunftsperspektiven der "Schule für alle".

Das Interview finden Sie hier:


"UN-Behindertenrechtskonvention umfassend umsetzen"

Eintrag vom 15.03.2011

Wie das Nachrichtenportal kobinet.at vor einigen Tagen berichtete, haben die Koalitionsfraktionen im deutschen Bundestag sich für eine umfassende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ausgesprochen. Außerdem habe die Linke im Bundestag über dies hinaus die Aufhebung des Kostenvorbehalts im Sozialgesetzbuch (SGB XII) per Gesetz gefordert.


"Abschottung im 'Schonraum'", Brigitte Schumann in "der Freitag", 24.02.2011

Eintrag vom 15.03.2011

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen sehr lesenswerten Artikel der ehemaligen Gymnasiallehrerin, Inklusionsforscherin und Bildungsjournalistin Brigitte Schumann. Frau Schumann greift in ihrem Artikel die leider weiterhin hochaktuelle Thematik des deutschen Phänomens "Lernbehinderung" auf und beschreibt, wie - auch noch zwei Jahre nach der Ratifizierung der UN-Konvention durch die Deutsche Bundesregierung - Menschenrecht bisweilen mit Füßen getreten wird.

Lesen Sie selbst!


Resolution der 25. Jahrestagung der Integrations- / InklusionsforscherInnen

Eintrag vom 14.03.2011

Vom 23. bis zum 26. Februar 2011 fand in Bremen die jährliche Tagung der Integrations- / InklusionsforscherInnen statt. An der mehrtägigen Arbeitstagung nahmen über 150 Forscherinnen und Forscher aus dem deutschsprachigen Raum teil. Neben zahlreichen anderen Ergebnissen, welche in den kommenden Monaten zusammengefasst und veröffentlicht werden sollen, ist eine Resolution zur sofortigen Umsetzung der UN-Konvention in Bund und Ländern verabschiedet worden, welche neben den Verantwortlichen und Parteien in Bund, Ländern und Kommunen auch dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und der KMK zugestellt werden soll.

Die Forscherinnen und Forscher kritisieren, dass eine "Verwässerung" und Entwertung des Inklusionsbegriffes durch das systematische Unterlaufen der Intentionen und des Rechtsanspruches der UN-Konvention stattfinde, sie klagen eine eindeutige und terminierte Orientierung am Konzept "einer Schule für alle" ein.

Die Resolution finden Sie unter dem nachstehenden Link:


Eine gute Schule für alle Kinder und Jugendlichen - Lernen in eigener Verantwortung, Themen der Schulentwicklung aus Sicht des Landesvorstands der GGG Hessen

Eintrag vom 10.03.2011

Bereits im Mai des vergangenen Jahres wurde ein Positionspapier der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG)Hessen veröffentlicht, das die Ziele für die Schulentwicklung hin zum gemeinsamen Lernen an einer Schule für alle feststeckt. Eckpunkte des Papiers sind unter anderem:
1. Lernen als individueller Prozess
2. Bildungsstandards als Mindeststandards
3. Eigenverantwortliche Schule
4. Ganztägig arbeitende Schule
5. Gelingensbedingungen

Das sehr lesenswerte und im Sinne einer unumgänglichen und enorm wichtigen Veränderung des deutschen Schulsystems basale Dokument finden Sie hier:


Gemeinsam Zukunft gestalten - Positionspapier der Lebenshilfe Niedersachsen in schwieriger und in leichter Sprache

Eintrag vom 09.03.2011

Die Lebenshilfe in Niedersachsen unter dem Vorsitz von Franz Haverkamp hat in der vergangenen Woche ein Positionspapier mit dem Titel "Gemeinsam Zukunft gestalten" veröffentlicht. Neben einer allgemeinen Einführung in das Thema Inklusion werden die Unterkategorien Teilhabe und Selbstbestimmung, Frühförderung, Krippen, Kindergarten, Schule und Tagesbildungsstätte, Berufsbildung, Arbeit, Wohnen und eigenes Leben, Freizeit, Erwachsenenbildung, Gesundheit/Pflege und Alter aufgegriffen. "Mit diesem Positionspapier fordern wir, dass mit der Inklusion auch in Niedersachsen endlich begonnen werden muss" kommentiert Haverkamp.

Das Positionspapier finden Sie unter dem nachstehenden Link:


"Weit genug gesprungen?", Ein Kommentar zum Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan der Stadt Köln

Eintrag vom 09.03.2011

In der Neuen Rheinischen Zeitung hat Oswald Pannes vom Arbeitskreis Bildung & Erziehung bei attac Köln einen Kommentar zum Kölner Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan veröffentlicht. Pannes lobt, dass das gesamte Bedingungsgefüge von Jugendhilfe, Bildung und Sozialräumlichkeit in den Blick genommen wird, merkt aber vor allem kritisch den Unterschied zwischen Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit bzw. Bedarfsgerechtigkeit an. Außerdem betont Pannes in seinen Ausführungen immer wieder, dass die Gesamtschule als Schulform, die tatsächlich gemeinsames Lernen zulässt, in der Schulentwicklungsplanung deutlich zu wenig Beachtung findet.

Den sehr lesenswerten Aufsatz finden Sie hier:


Inklusion aus Sicht eines Vaters, zwei kritische Kommentare

Eintrag vom 09.03.2011

Thomas Wasilewski, Vater und kritischer Beobachter der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen im Bezug auf die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit sogenanntem "Förderbedarf" hat uns zwei Artikel zur Verfügung gestellt, welche nicht nur eindrücklich und klar, sondern vor allem geknüpft an einen eindeutigen Apell aufzeigen, was Inklusion (nicht) bedeutet und wie es sich zu entwickeln gilt. Die Artikel "Die große Herausforderung der Inklusion" und "Inklusion oder spiel nicht mit den Schmuddelkindern" finden Sie in unserer Rubrik "Erfahrungsberichte".


Integrierter Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan für Köln 2011

Eintrag vom 07.03.2011

Wie wir bereits am 22.02.2011 an dieser Stelle berichteten, wurde der Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan für Köln 2011, welcher den Untertitel "Ziele, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen" trägt, der Fachöffentlichkeit präsentiert. Nun ist das mit 290 Seiten prall gefüllte Dokument unter dem nachfolgenden Link auch online verfügbar!


Erste Ergebnisse des 16. Grundschultags in Cloppenburg: Inklusion braucht rechtliche und gestaltbare Grundlagen

Eintrag vom 07.03.2011

"Eine Kultur, in der jeder Mensch einen Platz hat - das ist die Idee, die hinter dem Inklusionsanspruch steht. Und das bedeutet: nicht die Defizite sind das Ausschlaggebende, sondern die Ressourcen, die in jedem Menschen sind. Darum geht es letztlich: Kindern und Jugendlichen Rahmenbedingungen schaffen, ihre Fähigkeiten und Gaben zu entwickeln. Jeder und jede ganz unterschiedlich. [...]"
-Hier nur der Anfang einiger "Gedanken eines Vaters zur Inklusion", welche Thomas Wasilewski gesammelt und in seinem richtungsweisenden und überzeugenden Statement zum Ausdruck gebracht hat. Lesen Sie selbst!


Auf dem Weg zur Schule für alle?

Eintrag vom 02.03.2011

Von Frau Prof. Dr. Jutta Schöler, Frau Prof. Dr. Kerstin Merz-Atalik und Frau Dr. Carmen Dorrance wurde im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung das 69-seitige Heftchen "Auf dem Weg zur Schule für alle? Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bildungsbereich: Vergleich ausgewählter europäischer Länder und Empfehlungen für die inklusive Bildung in Bayern" herausgegeben. Nachdem die Autorinnen zunächst die Entwicklungen hin zu einem integrativen / inklusiven Schulsystem in verschiedenen europäischen Ländern nachzeichnen und im Anschluss auf die Veränderungen in der Bundesrepublik Deutschland eingehen, beschreiben sie in einem weiteren Schritt die Stützpfeiler des bayrischen Bildungssystems und entwickeln hieraus Perspektiven für die dessen Weiterentwicklung.
Insbesondere die ersten Kapitel, in denen zu den internationalen Perspektiven auch die rechtliche Bedeutung und Tragweite der UN-Konvention und Perspektiven für politische Entscheidungen beschrieben werden, sind auch für alle nicht-bayrischen LeserInnen von hoher Aktualität und Brisanz.

Lesen Sie selbst:


Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verzögert sich weiter

Eintrag vom 02.03.2011

Auf die Anfrage der SPD Bundestagsfraktion teilte die Bundesregierung mit, dass der Kabinetts-Beschluss über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, welcher für März 2011 angekündigt war, frühestens im Mai 2011 getroffen werden könne.


"Inklusion darf doch kosten", Badische Zeitung, 29.01.2011

Eintrag vom 28.02.2011

Dass die flächendeckende Einführung des gemeinsamen Unterrichts nicht kostenneutral umgesetzt werden könne, stellte nun die baden-würtembergische Kultusministerin Marion Schick (CDU) bei einer Fachkonferenz fest und äußerte sich somit entgegen der zuvor zähen Stellungnahmen des Kultusministeriums, der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung müsse ohne zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen umgesetzt werden. Ein hoffnungsvoller Anfang für Baden-Würtemberg, wo man allerdings dennoch weiterhin an Förderschulen festhält und Eltern nur ein bedingtes Wahlrecht bei der Schulwahl für Ihr Kind einräumt.


"Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen", Empfehlung der KMK

Eintrag vom 28.02.2011

Bereits am 17.02. hat die Kultusministerkonferenz eine ländergemeinsame Empfehlung mit dem Titel "Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen" zur Anhörung für die Fachöffentlichkeit freigegeben. Verbände wie Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW kritisieren schon jetzt, dass sie nicht nur als Inklusionsfachverband nicht am Anhörungsverfahren beteiligt wurden, sondern dass vor allem die Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung, wie sie bereits 1994 ausgesprochen wurden, unverändert weiter gelten, Behinderung und sonderpädagogischer Förderbedarf nach wie vor am einzelnen Kind verortet werden und eine tatsächliche Umstellung des Schulsystems hin zu einem jedem Kind in seinen individuellen Bedürfnissen gerecht werdenden System kaum Erwähnung findet.

Den Entwurf der Kultusministerkonferenz zur Anhörung in der Fachöffentlichkeit finden Sie unter dem nachstehenden Link!


Integrierter Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Köln 2011. Ziele, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen

Eintrag vom 22.02.2011

Am heutigen Dienstag, den 22. Februar 2011, von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr wird der Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan der Stadt Köln vom Dezernat IV auf einer gemeinsamen und öffentlichen Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses und des Ausschusses Schule und Weiterbildung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Sitzung wird im Ratssaal des Spanischen Baus des Rathauses stattfinden.
Neben zahlreichen weiteren Gastautoren haben auch Frau Prof.in Dr. Kerstin Ziemen und Herr Dr. Jürgen Münch einen Beitrag für den Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan verfasst, welchen Sie im UN-Konventionsbereich (Stellungnahmen und Reaktionen) unserer Homepage wieder finden können!


Fragebogen zur Lehrerposition zum inklusiven Unterricht

Eintrag vom 14.02.2011

Aktuell erfolgt eine Erhebung, welche die Positionen von LehrerInnen aus Köln zum inklusiven Unterricht sammelt und auswertet. Es sind alle LehrerInnen aufgefordert, sich 20 Minuten Zeit zu nehmen, um einen Onlinefragebogen auszufüllen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, wäre es wichtig, wenn vor allem zahlreiche Erfahrungen und Positionen von LehrerInnen aus dem gemeinsamen Unterricht mit einfließen. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie sich bis zum 02. März an der Umfrage welche von Frau Prof'in Dr. Kerstin Ziemen und Dr. Anke Langner konzipiert wurde, beteiligen könnten. Sie finden den Fragebogen unter folgendem Link:


Projekt "PinI" - "Praxisphasen in Inklusion" am Zentrum für Lehrerbildung der Universität Münster

Eintrag vom 17.02.2011

Seit dem Wintersemester 2010/2011 gibt es am Zentrum für Lehrerbildung der Universität Münster das Projekt "Praxisphasen in Inklusion" (PinI). Das Projekt zielt darauf ab, das Thema Inklusion in die Regellehramtsausbildung miteinzubeziehen. Besonders im Hinblick auf die jüngsten (schul-)politischen Entscheidungen und Entwicklungen wird das Thema für zukünftige LehrerInnen immer wichtiger.
Studierende bekommen mit PinI die Möglichkeit, neben der theoretischen Auseinandersetzung im Begleitseminar durch Praktika an inklusiv arbeitenden Schulen vor allem konkrete Erfahrungen im Bereich Inklusionspädagogik zu machen.

Ein beispielhaftes Projekt, das nicht nur universitäre Lehrerbildung und Schulpraxis miteinander verzahnt, sondern vor allem ein längst überfälliges Angebot in der Lehramtsausbildung stellt und somit deutlich zu einem zeitgemäßen und professionellen Berufsbild zukünftiger LehrerInnen beisteuert! -Informieren Sie sich selbst:


"Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung", Podium Schule 1.10 der Bertelsmann Stiftung

Eintrag vom 16.02.2011

Eine zwölf-seitige Sammlung gelungener Beispiele und Kommentare aus der Praxis und ausgewählte Studienergebnisse bietet Ihnen das online verfügbare Heftchen "Gemeinsam lernen - mit und ohne Behinderung", das von der Bertelsmann Stiftung in der Reihe "Podium Schule" im pdf-Format veröffentlicht wurde.


Zwangszuweisungen zur Förderschule sind auch in NRW noch möglich, Kommentar von Brigitte Schumann

Eintrag vom 16.02.2011

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie einen aktuellen Kommentar der Bildungsjournalistin Brigitte Schumann zum Stand der "Förderschulzuweisungspolitik" in Nordrhein-Westfalen. Frau Schumann bezieht sich vor allem auf die Geschichte der neunjährigen Kölnerin Begüm, über die auch InKö bereits am 19. Januar dieses Jahres berichtete.
Außerdem nimmt Schumann Stellung zum Landtagsantrag, den die Partei die LINKE im November 2010 gestellt (InKö berichtete am 27.01.2011 über den Antrag) und in der vergangenen Woche unter der Zusage des Ministeriums, alle "Konfliktfälle" sorgsam zu prüfen, wieder zurückgezogen hat. Gunhild Böth gab zudem an, dass keine Mehrheit zustande gekommen wäre, Bärbel Beuermann aber erklärt habe, dass MSW zu beobachten und bei Notwendigkeit schnell mit einem neuen Antrag zu reagieren.


Wegmarken 2011: Prof'in Dr. Kerstin Ziemen & Dr. Jürgen Münch

Eintrag vom 15.02.2011

Zur Frage der Umsetzungsstrategien des Artikel 24 der UN-Konvention finden Sie unter nachstehendem Link einen Aufsatz von Dr. Jürgen Münch und Prof'in Dr. Kerstin Ziemen: "Wegmarken zur Umsetzung des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene". Die Druckfassung wird im "Integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan Köln 2011. Ziele Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen" auf den Seiten 272 bis 275 am 22.02.2011 vom Dezernat für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln (Hrsg.) veröffentlicht werden. Eine Lang- und eine Kurzfassung der Stellungnahme finden Sie bereits heute an dieser Stelle und in der Rubrik "UN-Konvention"!


Arbeitsbuch für den Kommunalen Index für Inklusion erschienen!

Eintrag vom 10.02.2011

Unter dem nachstehenden Link finden Sie ein 84-seitiges Arbeitsbuch, das dabei helfen soll, die vielfältigen Prozesse auf dem Weg hin zur gesellschaftlichen Inklusion anzuregen und gemeinsam weiter zu entwickeln. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft hat das Arbeitsbuch als ersten Schritt zu einem Handbuch konzipiert, das in den kommenden 1,5 Jahren entwickelt werden soll. Hierzu finden sich die am Index für Inklusion (Booth / Ainscow) orientierten Rahmenorientierungen "Kultur, Struktur und Praxis" zu welchen jeweils in verschiedenen Unterkategorien Fragen gesammelt wurden, welche zur Anregung, Diskussion und Weiterentwicklung verschiedenster Einrichtungen und Organisationen beitragen sollen.
Ziel des Arbeitsbuches ist es, die Ideen und praktischen Erfahrungen einer größtmöglichen Zahl von zukünftigen Benutzerinnen und Benutzern zu sammeln und einzubeziehen.

-Sicher kann das Arbeitsbuch auch Ihnen einige hilfreiche und sinnvolle Anregungen geben, schauen Sie selbst!


"Weiterentwicklung unseres Bildungssystems. Was bedeutet die Gemeinschaftsschule für Köln?"

Eintrag vom 07.02.2011

Am heutigen Abend ab 19.30 Uhr wird im Altenberger Hof auf der Mauenheimer Str. 92 in Köln-Nippes eine von der rot-grünen Regierungskoalition organisierte Podiumsdiskussion mit dem Titel "Weiterentwicklung unseres Bildungssystems. Was bedeutet die Gemeinschaftsschule für Köln?" stattfinden.

Insbesondere der Aufhebung der frühen Selektion in Schulen und der starken Abhängigkeit des kindlichen Bildungserfolgs vom Elternhaus widmen sich die rot-grünen Koalitionspartner in ihrer Regierungsarbeit. Die Bedeutung dessen und die Weiterentwicklung und erfolgreiche Umsetzung des Gemeinschaftsschulmodells stehen im Zentrum der heutigen Diskussion. Neben Frau Ministerin Sylvia Löhrmann werden auch Agnes Klein (Beigeordnete der Stadt Köln für Jugend, Bildung und Sport) und SchulleiterInnen der Kölner Schulen, welche sich als Gemeinschaftsschulen beworben haben den Abend gestalten. Die Moderation übernimmt die Journalistin Jeanette Seifert.


Stellungnahme der Kinderkommission des Deutschen Bundestages zum Thema "Kinder mit Behinderungen/Inklusion"

Eintrag vom 03.02.2011

Die Kinderkommisson des Deutschen Bundestages hat am 26. Januar 2011 eine Stellungnahme veröffentlicht, in welcher sie sich zu den Themen Frühförderung, Inklusive Bildung und der sogenannten "großen Lösung" äußert. Die "große Lösung" sieht die Zusammenführung aller Kinder und Jugendlichen ohne Unterscheidung nach Behinderung und Erziehungsschwierigkeiten im Leistungssystem der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII vor, da die Kinderkomission der Überzeugung ist, dass "[d]er Inklusion [...] das hochgegliederte Sozialleistungssystem in Deutschland im Wege [steht]".

Die Stellungnahme finden Sie hier:


"Behindertenpolitischen Stillstand durchbrechen", bizeps, 30.01.2011

Eintrag vom 02.02.2011

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat auf ihrer Klausursitzung am Wochenende in Berlin den derzeitigen behindertenpolitischen Stillstand in der Bundespolitik kritisiert. Der Vorstandsvorsitzende, Michael Gerr berichtete, dass trotz zahlreicher Tagungen, Kampagnen und Versprechungen von Aktionsplänen bisher kaum Veränderungen im Sinne der UN-BRK eingetreten wären. Dies ist umso unverständlicher, da die notwendigen Maßnahmen bereits Anfang 2009 in der Kampagne "alle inklusive" erarbeitet worden sind.


Gesamtkonzept „Inklusive Schule“ beschlossen: Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen

Eintrag vom 31.01.2011

Der Berliner Senat gab am 25.01.2011 eine Pressemitteilung zum sogenannten Gesamtkonzept "Inklusive Schule" heraus, das die schrittweise Umsetzung der UN-BRK in Berlin vorantreiben soll. So sollen zwar Eltern weiterhin die Möglichkeit behalten, Ihre Kinder in sonderpädagogischen Förderzentren beschulen zu lassen, überdies hinaus ist aber vor allem geplant, in jedem Berliner Bezirk mindestens eine Grundschule und eine Integrierte Sekundarschule zu inklusiven Schwerpunktschulen zu entwickeln.

Die Pressemeldung des Senats finden Sie hier:


Antrag auf die Garantie auf einen Platz im Gemeinsamen Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen

Eintrag vom 27.01.2011

Die Fraktion die LINKE in NRW hat im November 2010 einen Antrag an die Landesregierung gestellt, bis zur Realisierung des Inklusionsplans die Wünsche der Eltern und die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler auf eine integrative Beschulung ab dem Schuljahr 2011/2012 sicherzustellen.
Am 9.Februar soll nun im Schulausschuss (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_I/I.1/Ausschuesse/mitglieder.jsp?aus_a_nr=A15) über den Antrag entschieden werden. Nutzen Sie noch die Gelegenheit, das Bestreben der Fraktion die LINKE voranzutreiben und teilen Sie den Mitgliedern des Schulausschusses Ihre Unterstützung mit!

Den Antrag auf einen garantierten Platz im GU finden Sie hier:


"Weichen für integrative Klasse gestellt", Kölnische Rundschau, 27.01.2011

Eintrag vom 27.01.2011

Bereits in der vergangenen Woche berichtete InKö an dieser Stelle über die Europaschule in Bornheim, in welcher nun -nach über dreijährigen Bemühungen und einer zweijährigen intensiven Planungsphase- endlich eine integrative Klasse Einzug halten soll. Die Integrative Lerngruppe soll bereits in diesem Sommer mit einer Klassengröße von 24 Schülerinnen und Schülern unter welchen 5 Mädchen und Jungen mit Förderbedarf sein werden, starten. Eine "Entscheidung aus Überzeugung", wie Schulleiter Christoph Becker in einem Gespräch äußert.

Den in der Tagespresse veröffentlichten Artikel finden Sie unter dem nachstehenden Link!


"Auf die Lehrer kommt es an!" In: presseportal.de, 23.01.2011

Eintrag vom 25.01.2011

Die aktuelle GEO berichtet über ein spektakuläres und bisher einzigartiges TV-Experiment in der Bildungsforschung, welches nun in Schweden stattgefunden hat:
"Sieben exzellente Lehrer haben eine der schwächsten schwedischen Schulklassen binnen fünf Monaten in eine der leistungsstärksten verwandelt - begleitet von Kamerateams des staatlichen Fernsehens." (www.presseportal.de, Zugriff am 25.01.2011). Erste Schlüsse, welche Wissenschaftler aus den Ergebnissen des Experimentes ziehen lauten dahingehend, dass die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler zu großen Teilen davon abhängen, wie ihre Lehrerinnen und Lehrer Wissen vermitteln. -Ein Befund, der Hoffnung macht, dass 'LehrerInnen die wollen, auch könn(t)en', auch bzw. insbesondere in integrativen / inklusiven Settings.


"Inklusion an Gemeinschaftsschulen enttäuschend", kobinet, 24.01.2011

Eintrag vom 24.01.2011

Wie kobinet heute berichtete, bleibt das "nordrhein-westfälische Modell der Gemeinschaftsschulen [...] in Sachen Inklusion eine Enttäuschung". Obwohl 17 Gemeinschaftsschulen in NRW in der vergangenen Woche die Genehmigung des Schulministeriums erhielten, wollen dem Elternverein mittendrin e.V. zu Folge nur 7 dieser Schulen ihren Unterricht auch für Mädchen und Jungen mit einem Handicap öffnen.

Mehr als enttäuschend ist zudem der abschlägige Bescheid, den die bisherige Montessori-Hauptschule Rochusstraße in Köln erhalten hat. Lehrerinnen und Lehrer hatten hier unter immensem Zeitdruck in wochenlanger Arbeit ein wegweisendes Konzept erarbeitet und planten, in ihre Gemeinschaftsschule in jeder Klasse Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf aufzunehmen. Fr. Dr. Agnes Klein, Schuldezernentin der Stadt Köln, kündigt an, insbesondere im Bezug auf die Montessori-Hauptschule Rochusstraße noch einmal das Gespräch mit der Landesregierung suchen zu wollen.


Antwort der Landesregierung NRW auf die Kleine Anfrage 295: Situation des Gemeinsamen Unterrichts von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen

Eintrag vom 24.01.2011

Am 18.01.2011 wurde die Antwort der Landesregierung NRW auf die Kleine Anfrage 295 von Gunhild Böth und Bärbel Beuermann (DIE LINKE) vom 24.11.2010 herausgegeben. Obwohl sich keine bisher unbeachteten oder neuen Informationen aus dem Dokument ergeben, so findet sich zumindest eine ausführliche Statistik zur Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht der Primar- und Sekundarstufe aufgeteilt in Kreise und Gemeinden. Traurig aber interessant ist auch die Aussage der Landesregierung, dass "die Anmeldewünsche der Eltern für den Gemeinsamen Unterricht [...] vom Ministerium für Schule und Weiterbildung bisher nicht statistisch erhoben" werden.

Das Dokument des nordrheinwestfälischen Landtages finden Sie hier:


"Wer schwierig ist, muss raus", Zeit online, 19.01.2011

Eintrag vom 21.01.2011

Bereits vor einigen Tagen (18.01.2011) berichteten wir an dieser Stelle über die Offene Erklärung der LAG Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen Sachsen, welche laut Christian Eichfeld von der Universität Leipzig "einigen Staub aufwirbelt". Nun ist auch die ZEIT auf die mehr als fragwürde (Aussonderungs-)Praxis des sächsischen Bildungssystems aufmerksam geworden. Einen sehr gelungen Artikel zum Thema von Susanne Kailitz finden Sie hier:


Europaschule in Bornheim: Schulkonferenz und Votum für die Integrative Lerngruppe!

Eintrag vom 20.01.2011

Wie die Elterninitiative "Gemeinsamer Unterricht Inklusion Bornheim" berichtet, haben sowohl Schulkonferenz, als auch Votum in der Europaschule Bornheim ergeben: Die Integrative Lerngruppe ist erwünscht! Nach über dreijährigen Verhandlungen ein tolles Ergebnis, wir gratulieren der Elterninitiative und sind gespannt, wie schnell Stadt und Bezirksregierung nun ihre Arbeit aufnehmen werden!


Das"Model School for Inner Cities Project"

Eintrag vom 20.01.2011

Kanada gilt als großes Vorbild, wenn es um das Thema Schule geht. Gerade in Fragen der Integration von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte zeichnet sich das kanadische Bildungssystem durch seine vielseitigen und individuell zugeschnittenen Programme aus.
Zu diesem Thema werden Vicky Branco, Lloyd McKell und Maria Yau aus Toronto an der Universität Münster referieren.

Im Rahmen der Ringvorlesung "Umgang mit Heterogenität als Herausforderung für die LehrerInnenbildung" werden die Referenten über das "Model School for Inner Cities Project" sprechen. Die drei Pädagogen arbeiten im Toronto District School Board und sind als Experten zum Thema Integration weltweit gefragt. Das "Model School for Inner Cities Project" hat sich zum Ziel gesetzt, jedem Kind eine faire Chance zu geben, sich unabhängig von seinem sozialen und ethnischen Hintergrund zu entwickeln. In ihrem Vortrag legen Sie den Schwerpunkt auf Fragen der Beschulung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte.

Lassen Sie sich diesen spannenden Vortrag nicht entgehen, sollten Sie am kommenden Dienstag noch ein kleines Zeitfenster frei haben!


"Uns hält nichts auf! -Der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung"

Eintrag vom 20.01.2011

"Uns hält nichts auf!" - so lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung vom 3. Februar bis zum 24. März 2011. Henriette Reker, Beigeordnete der Stadt Köln für Soziales, Integration und Umwelt, hat das Projekt am Mittwoch, 19. Januar 2011, gemeinsam mit den Partnern im Rathaus vorgestellt.

Mit der Veranstaltungsreihe im Februar und März bekommen Menschen mit Behinderung, deren Angehörige, Arbeitgeber und weitere Interessierte aus Köln und Umgebung durch Information und Beratung, Besichtigung von Ausbildungsstätten und beispielhaften Arbeitsplätzen viele Anregungen und Beispiele für neue Wege. Insgesamt stehen 30 Veranstaltungen auf dem Programm. Den Abschluss bildet ein Informationstag am 24. März 2011 im Rathaus mit einem Markt der Möglichkeiten, den Oberbürgermeister Jürgen Roters eröffnen wird und zu dem auch NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider erwartet wird.

Die kostenlose Broschüre mit dem Veranstaltungsprogramm liegt in den Bürgerämtern und Stadtbibliotheken aus. Das Heft kann außerdem kostenlos über die Stadt Köln bestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:


"Kampf gegen den Zwang", Kölner Stadtanzeiger vom 18.01.2011

Eintrag vom 19.01.2011

Trotz der zum Teil so positiven Meldungen der vergangenen Tage ist auch in Köln die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf leider noch immer nicht selbstverständlich. Trotz eindeutiger Willensbekundungen seitens Landesregierung und Stadt kommt es weiterhin zu Zwangszuweisungen in Förderschulen. Der nachstehend angeführte Artikel erzählt die Geschichte der 9-jährigen Kölnerin Begüm, die plötzlich nichtmehr in ihre Klasse gehen durfte.

Lesen Sie selbst:


AO-SF-Erlass: Behörden sollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, gemeinsames Lernen zu ermöglichen

Eintrag vom 18.01.2011

Wir freuen uns, Ihnen bereits an dieser Stelle mitteilen zu können, dass es eine Neuregelung des Schulministeriums NRW zum Thema Inklusion gegeben hat. Es scheint, als würden doch Änderungen in Kraft treten, ehe -wie häufig vorgeschoben- Bundesrecht in entsprechendes Länderrecht transformiert wird. So heisst es in einem Schreiben des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW vom 14.01.2010. Nicht nur, dass im Haushaltsentwurf 600 zusätzliche Lehrerstellen für die Integrativen Lerngruppen der Sekundarstufe I geplant werden sollen, sondern, so heisst es wörtlich: "Behörden sollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, gemeinsames Lernen zu ermöglichen".

Des Weiteren wurde der Paragraph 37 des AO-SF bereits verändert bzw. ergänzt. Hier heisst es unter anderem: "Eine Zustimmung der Schulkonferenz für die Einrichtung von Gemeinsamem Unterricht oder Integrativer Lerngruppen ist nicht erforderlich [...]" und:
"Die Eltern werden aktiv in diesen Prozess einbezogen. Dem Wunsch der Eltern auf Gemeinsamen Unterricht nicht zu
entsprechen, bedarf einer umfassenden Begründung der Schulaufsichtsbehörde. Kann dem Elternwunsch wegen fehlender Barrierefreiheit nicht nachgekommen werden, fügt sie ihrer Entscheidung die Darlegung des Schulträgers bei."

Eine sehr erfreuliche Entwicklung, lesen Sie selbst!


Therapieführer des Sozialrechtsvereins handicap-wuppertal

Eintrag vom 18.01.2011

Dem Sozialrechtsverein handicap-wuppertal zu Folge "fehlte bislang eine umfassende Beschreibung der einzelnen Therapien, die Eltern Aufklärung und Übersicht gibt. Daher [wurde] in Zusammenarbeit mit einer Dozentin der Akademie für Gesundheitsberufe in Wuppertal ein Therapieführer erarbeitet, der Eltern das vielfältige Angebot näher bringt und erklärt. Die Eltern behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder erhalten einen verständlichen Überblick über die Hilfsangebote in der Region." -Durchblättern lohnt sich (nicht nur für Eltern)!


Inklusive Bildung: Die UN-Konvention und ihre Folgen

Eintrag vom 18.01.2011

Rolf Wernstedt, Marei John-Ohnesorg und die Friedrich-Ebert-Stiftung haben im Rahmen der Schriftenreihe Netzwerk Bildung ein Themenheft mit dem Titel "Inklusive Bildung - Die UN-Konvention und ihre Folgen" herausgegeben. Das 84-seitige Heft bietet mannigfache Informationen und Texte von nahmhaften WissenschaftlerInnen und steht Ihnen zum kostenlosen Download unter dem nachstehenden Link zur Verfügung!


Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Sachsen. Streit um sonderpädagogische Förderung und Zukunft der Förderschulen, Offene Erklärung

Eintrag vom 18.01.2011

Nachdem es in den vergangenen Wochen und Monaten verstärkt zu einer fachlichen, politischen und öffentlichen Diskussion über die UN-Behindertenrechtskonvention und deren Umsetzung in Sachsen kam, welche am 08.11.2010 in einem Brief des Staatsministers für Kultus und Sport Prof. Dr. Roland Wöller an alle öffentlichen Schulen gipfelte, hat die LAG Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen nun einen offenen Brief verfasst. Zwar hat die LAG bereits im Voraus mit dem Minister und anderen Entscheidungsträgern Kontakt aufgenommen und sich erklärt, die bisherigen Ergebnisse sind allerdings kaum befriedigend und die Disskussion hält weiter an. Die offene Erklärung zur Information und Weiterleitung finden Sie über den nachstehenden Link!


Heute: Zwei interessante Veranstaltungen an der Humanwissenschaftlichen Fakultät

Eintrag vom 18.01.2011

Gleich zwei hochinformative Veranstaltungen zum Thema inklusive Schulentwicklung werden Ihnen heute an der Universität zu Köln geboten.

Wie bereits in der vergangenen Woche angekündigt, wird von 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr die Veranstaltung "Köln - Eine Stadt auf dem Weg zu inklusiven Schulen? Umsetzungsaufgaben und Umsetzungsstrategien zum Artikel 24 aus kommunalpolitischer Sicht" stattfinden. Neben Frau Brigitte Beckmann (Dezernat 4, Stadt Köln) werden auch Frau Dr. Bettina Amrhein und Carolin Koch von der Universität zu Köln zu Wort kommen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des universitären Seminars "UN-Convention on the Rights of Persons with Disabilities 2006" unter der Leitung von Herrn Dr. Jürgen Münch statt und ist offen für alle Interessierten.

Um 14:00 Uhr wird dann Sabine Otto von der IGS Bonn Beuel einen Gastvortrag zum Thema "Eine Schule für alle" halten. Die IGS Bonn Beuel hat bereits im Jahr 2008 den Deutschen Schulpreis erhalten und gilt als Leuchtturm-Schule in der Region.

Beide Veranstaltungen finden in der Aula der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Gronewaldstraße 2 statt. Die Organisatoren und Vortragenden freuen sich über Ihr Interesse und Ihre rege Teilnahme! -Nutzen Sie die Veranstaltungen nicht nur, um neue Informationen zum Themengebiet zu erhalten, sondern vor allem, um mit anderen Beteiligten am Inklusionsprozess ins Gespräch zu kommen!


Neue Nachrichtenseite in leichter Sprache: nachrichtenleicht.de

Eintrag vom 17.01.2011

Immer samstags bietet nachrichtenleicht.de das Neueste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport und Kultur – aktuelle Nachrichten in Leichter Sprache mit Audios und Videos. Das Nachrichtenportal richtet sich an Menschen mit Lernschwierigkeiten und andere, die sich für Leichte Sprache interessieren. Nachrichtenleicht.de wurde von Studierenden des Studiengangs "Online-Redakteur" an der FH Köln entwickelt, es wird unterstützt durch die Nachrichtenagentur dapd. Die Neuigkeiten werden zunächst vier Mal erscheinen, jeweils samstags. Die Redaktion freut sich über Rückmeldungen unter info@nachrichtenleicht.de. Wenn sich Sponsoren und Unterstützer
finden, soll nachrichtenleicht.de dauerhaft erscheinen.

Schauen Sie selbst!


"Wir dürfen nicht so tun, als hätten wir in Regelschulen keine Heterogenität", Interview mit Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz

Eintrag vom 13.01.2011

Hier finden Sie ein spannendes und aussagekräftiges Interview mit dem deutschen Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz. Preuss-Lausitz beschreibt, wie ein inklusives Schulsystem aussehen kann, was diesem derzeit noch im Wege steht und wo er Entwicklungschancen und Möglichkeiten zur Umsetzung einer inklusiven Kultur in Schule und Lehrerbildung sieht.

Lesen Sie selbst!


Ausbau des gemeinsamen Unterrichts kommt nicht voran

Eintrag vom 13.01.2011

"Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogische[n] Förderbedarf ist in Deutschland noch oft die Ausnahme, vor allem an weiterführenden Schulen. Dies zeigt aktuell eine Studie der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit Bildungsforscher Klaus Klemm. Ergebnis ist, dass der Ausbau des sogenannten inklusiven Unterrichts, zu dem sich Deutschland in internationalen Abkommen verpflichtet hat, insbesondere an weiterführenden Schulen nur langsam vorankommt." (Quelle: Bertelsmann-Stiftung).

Lesen Sie weiter unter:


Gemeinsam nicht einsam! Erziehungswissenschaftliche Forschung zwischen Sonderpädagogik und inklusivem Anspruch

Eintrag vom 12.01.2011

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen Artikel von Miriam Sonntag, in welchem Sie Befunde zu der Frage, ob im Gemeinsamen Unterricht die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern mit Sonderpädagogischem Förderbedarf gelingen kann, betrachtet und diskutiert. Sonntag bezieht sich auf die Untersuchung von Christian Huber, welcher entgegen bisheriger Forschungsbefunde zu der Feststellung kommt, dass von einer heterogenen Lerngruppe keine integrationsförderlichen Wirkungen ausgehen und Schülerinnen und Schüler mit Sonderpädagogischem Förderbedarf von sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Dies ruft nicht nur Irritation und Verwirrung hervor, denn inzwischen herrscht weitgehend Konsens, dass heterogene Lerngruppen die soziale Integration eindeutig fördern.
In Ihrem Artikel versucht die Autorin aufzudecken, an welcher Stelle Hubers Untersuchung entscheidende Unbestimmheiten aufweist. -Ein sehr lesenwerter Beitrag, der die Befunde Hubers nicht nur zu relativieren vermag, sondern über dies hinaus Anstöße gibt, wie die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen gefördert werden kann.


Veranstaltungshinweis: Köln - Eine Stadt auf dem Weg zu inklusiven Schulen?

Eintrag vom 10.01.2011

Dr. Jürgen Münch und Studierende laden ein zu einer öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Seminars 9277 zur UN-Konvention

Köln - auf dem Weg zu inklusiven Schulen? - 18.01.2011, 12-13:30 Uhr in der Aula HF

Mit den Referentinnen:
Carolin Koch, Universität zu Köln:
Die Entwicklung des ‚Gemeinsamen Unterrichts’ in Köln von 1995-2010 – Empirische Daten

Bettina Amrhein, Universität zu Köln, Lehrerbildungszentrum:
‚Integrative Lerngruppen’ auf dem Prüfstand: Forschungsbefunde zu Umsetzungsstrategien in Düsseldorf 2006-2007

Brigitte Beckmann, Stadt Köln, Leiterin der Stabstelle Integrierte Jugendhilfe und Schulentwicklungsplanung: Der Inklusionsplan für die Stadt Köln - Aktueller Stand


Anmeldung für EuroContact noch bis 15.02.2011 möglich

Eintrag vom 12.01.2011

Im Sommer 2011 begegnen sich in Nordwalde in der Nähe von Münster ca. 90 junge Menschen mit und ohne Behinderung aus vielen europäischen Ländern im Rahmen eines bunten Programms:

- Unterschiedliche Bildungsangebote (Themen werden noch bekannt gegeben)
- Feste Bezugsgruppen zur Freizeitgestaltung und Vorbereitung eines Angebots für alle
- Offene Angebote (Sport, Kultur, Musik, Kunst, Ausflüge und vieles mehr)
- Länderpräsentationen am Tag der offenen Tür
- Partys
- Bühnenshow

Termin: 1. August - 12. August 2011
Ort: Evangelische Jugendbildungsstätte Nordwalde
Teilnehmer: Junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren mit und ohne Behinderung aus ganz Europa

Interressierte können sich noch bis zum 15.Februar 2011 mit einer kurzen Beschreibung der Person(en) (Alter, Behinderung, Sprachen, etc.) an Jan Hagemann (Projektleiter bei EuroContact) wenden. Weitere Informationen und die Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage von EuroContact!


Neue Beiträge im Inklusion-Lexikon

Eintrag vom 07.01.2011

Das Inklusion-Lexikon sammelt grundlegende Begriffe zum Themenfeld "Integration / Inklusion - Exklusion" im engeren und weiteren Sinne. Dabei werden die Begriffsbestimmungen von WissenschaftlerInnen vorgenommen, die sich intensiv mit der jeweiligen Thematik beschäftigen.
Das sich im Aufbau befindende Projekt enthält mittlerweile über 20 Artikel. Aktuell sind die Begriffe "Schulbegleitung" von Dr. Wolfgang Dworschak und "Konstruktivismus" von Prof. Dr. Theo Hug hinzugekommen.


Die Europäische Union hat am 23.12.2010 die UN-BRK ratifiziert!

Eintrag vom 05.01.2011

Erst am 5. Januar 2011 wurde die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis gesetzt, dass die EU erstmalig Partei eines internationalen Menschenrechts-Vertrags geworden ist. Dies bedeutet nicht nur einen weiteren Schritt in Richtung auf das Ziel der Komissionsstrategie, bis 2020 ein barrierefreies Europa für die rund 80 Millionen Europäer mit Behinderungen zu schaffen, sondern vor allem, dass ab sofort alle Entwicklungsprogramme der EU Menschen mit Behinderung einbeziehen müssen. Ein toller Startschuss in das Jahr 2011!

Weitere Informationen finden Sie in unserem UN-Konventionsbereich!


Kinder mit dem Förderbedarf Lernen werden durch die aktuelle Bildungspolitik diskriminiert! (Artikel von Brigitte Schumann)

Eintrag vom 04.01.2011

Bereits Ende Dezember 2010 wurde der Artikel "Menschenrechtsverletzung: Die Bildungspolitik diskriminiert Kinder mit "Lernbehinderung" unter www.bildungsklick.de veröffentlicht. Hier macht die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann einmal mehr deutlich, wie die deutsche Bildungspolitik sich vielerorts vor allem Ihrer Verantwortung gegenüber der Gruppe der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen entledigt. Was es tatsächlich mit dem freien Elternwillen und dem Ressourcenvorbehalt auf sich hat -machen Sie sich selbst ein Bild!


"Wenn die Schule lernt" -Ein Blick über den Zaun, der Ziele für 2011 setzt

Eintrag vom 04.01.2011

Nicht nur die "Peruskoulu", die finnische Gemeinschaftsschule, welche selbstverständlich alle Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zu neunten Klasse besuchen, sondern auch Schlagworte wie "individuelle Lehrpläne", "schülerzentrierter Unterricht", "selbstständiges und forschendes Lernen" und Respekt vor dem kindlichen Entdeckergeist zeichnen das finnische Schulsystem aus. Immer wieder befindet sich Finnland unter den PISA-Gewinnern, obwohl auch hier die Zahl der Schülerinnen und Schüler, welche eine besondere Unterstützung während ihrer schulischen Laufbahn benötigen, ansteigt.
Reinhard Kahl zeichnet ein lebendiges und höchst inspirierendes Bild eines Schulsystems, das von seinen Schülern lernt und dessen beispielhafte Qualität vor allem in seiner Lernbereitschaft und Wandlungsfähigkeit begründet ist.

Lassen Sie sich diesen Artikel -vor allem im Sinne einer Vision für 2011- nicht entgehen!


Im Zweifel Inklusion: Zuweisung an eine Förderschule nach Inkrafttreten der BRK

Eintrag vom 21.12.2010

In dem folgenden Artikel widmen sich der Völkerrechtler Professor Dr. Eibe Riedel und der Rechtsanwalt Jan-Michael Arend dem Urteil des VGH Kassel vom 12.11.2010, bei dem die Zuweisung einer Schülerin an eine Förderschule damit begründet wurde, dass der Rechtsanspruch auf Regelschulzugang erst gewährleistet ist, wenn dieser Anspruch in die Schulgesetze der Länder aufgenommen wird. Zudem leite sich aus Artikel 24 der UN- Konvention kein subjektiver Anspruch auf Regelschulzugang ab.
Dieses Urteil wird nun von den beiden oben genannten Juristen beurteilt und die richterliche Argumentation größtenteils auseinandergenommen.

Den Link zu diesem Dokument und zu anderen Gerichtsurteilen im Zusammenhang mit der UN-Konvention finden Sie in unserem UN-Konventions- Bereich unter http://www.inkoe.de/information/information_detail.php?thema_id=5&eintrag_id=215#information_inhalt

Der nachstehende Link führt Sie direkt zum Artikel von Professor Dr. Eibe Riedel und Rechtsanwalt Jan-Michael Arend auf www.eine-schule-fuer-alle.info


Ergebnisse des "Gesprächskreises Inklusion" vom 13.12.2010

Eintrag vom 21.12.2010

InKö berichtete bereits über den "Gesprächskreis Inklusion", der am 13.12.2010 in Düsseldorf auf Einladung von Ministerin Löhrmann stattfand und auf dem die Entwicklung eines Inklusionsplanes für NRW beschlossen wurde. Nun können Sie auf der Homepage des Schulministeriums NRW eine Pressemitteilung einsehen, die die wichtigsten Ergebnisses zusammenfasst:


Elternverein mittendrin e.V. preisgekrönt

Eintrag vom 21.12.2010

Bereits am 10.11.2010 wurde der Elternverein mittendrin e.V. im Rathaus in Köln mit dem Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik ausgezeichnet. Vor drei Jahren wurde dieser vom Oberbürgermeister Kölns ins Leben gerufen. Nach Belobigungen in den letzten zwei Jahren konnte mittendrin e.V. dieses Jahr den ersten Platz gewinnen.
Mehr Informationen dazu finden Sie unter:


Die Weihnachtsgeschichte in Leichter Sprache

Eintrag vom 16.12.2010

Das Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe in Bremen hat eine der berühmtesten biblischen Geschichten der Welt erstmals in Leichte Sprache "übersetzt". Die Weihnachtsgeschichte kann über den nachstehenden Link beim Lebenshilfe-Verlag bestellt werden.


TV-Sendung: „Kooperative Ganztagsgrundschule“ mit Prof. Dr. Thomas Coelen

Eintrag vom 16.12.2010

Heute Abend um 19 Uhr und am Sonntagnachmittag läuft auf O1 (Lokalsender Oldenburg) die TV-Sendung: „Kooperative Ganztaggrundschule“ mit Prof. Dr. Thomas Coelen. Als Livestream können Sie die Sendung unter dem nachstehenden Link verfolgen:


Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum Kommunalen Index für Inklusion in Hennef

Eintrag vom 15.12.2010

Gestern, am 14.12.2010, unterzeichneten der Verein „Schule für alle“ e.V., der Stadtsportverband Hennef, der „Verein betreute Schulen“ e.V., und die Stadt Hennef auf der einen und die „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“ (MJG) auf der anderen Seite eine Kooperationsvereinbarung. Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Inklusion als zentrales Leitbild der Bildungslandschaft Hennef und auch in allen anderen Lebensbereichen in Hennef zu betrachten und nach diesem Leitbild die Stadt weiterzuentwickeln. Bei der Erreichung der Ziele steht der Kommunale Index für Inklusion im Mittelpunkt, der von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft als Unterstützung für freie und gemeinnützige Institutionen und Verbände angeboten wird.
Welche Ziele konkret erreicht werden sollen und welche Entwicklungsvorhaben und Arbeitsschwerpunkte gesetzt wurden können Sie auf www.schulefueralle.de nachlesen:


"Gesprächskreis Inklusion" am 13.12. 2010

Eintrag vom 14.12.2010

Gestern lud Ministerin Sylvia Löhrmann 140 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Verbänden zum "Gesprächskreis Inklusion" nach Düsseldorf ein. Dieser soll die neu gegründete Projektgruppe im Schulministerium unterstützen, die den Aufbau des inklusiven Bildungssystems in NRW planen wird. Bis zum Sommer sollen die Eckpunkte des Inklusionsplans für die Schulen stehen. Der Elternverein mittendrin e.V. stellt positiv heraus: "Erstmals seit Antritt der rot-grünen Landesregierung präsentierte die Schulministerin mehr als allgemeine Willenserklärungen zur Inklusion" (www.eine-schule-fuer-alle.info, Zugriff: 13.12.2010).

Auf der Homepage des Elternvereins können Sie weitere Ergebnisse des Gesprächskreises nachlesen:


NRW: Kinder werden zum Besuch der Förderschule gezwungen

Eintrag vom 13.12.2010

Der Elternverein mittendrin e.V. berichtete am 09.12.2010 anlässlich des Tages der Menschenrechte auf seiner Homepage (www.eine-schule-fuer-alle.info) darüber, dass weiterhin Kinder von den Behörden zum Förderschulbesuch gezwungen wurden bzw. werden. InKö möchte Sie auf diesen Bericht aufmerksam machen. Denn er verdeutlicht, dass es für Eltern immer noch nicht möglich ist, den schulischen Förderort für ihr Kind frei zu wählen. Zudem zeigt diese Dilemma, dass der Beschluss des Landtages NRW vom 01.12.2010 ein inklusives Bildungssystem im Rahmen des Antrags zur Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion in der Schule (InKö berichtete mehrmals darüber) aufzubauen, nicht in der Realität angekommen ist. Wie der Elternverein mittendrin e.V. angesichts des Beschlusses betonte, müssen neben den bildungspolitischen positiven Entwicklungen auch Sofortmaßnahmen zur Umsetzung der Inklusion ergriffen werden (vgl. Eintrag auf der InKö- Startseite vom 03.12.2010).

Lesen Sie selbst die aktuellen Informationen auf www.eine-schule-fuer-alle.info nach!


SPD stimmt über die Abschaffung von Förderschulen in Berlin ab

Eintrag vom 08.12.2010

Gestern sollte in Berlin über die Abschaffung von Förderschulen diskutiert werden. Diese Abschaffung bezieht sich allerdings in erster Linie auf Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Sprache, Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung. Kinder mit anderen Förderschwerpunkt sollen nach wie vor in Förderschulen unterrichtet werden. Geplant ist die Umwandlung der Förderschulen ab 2012 zu beginnen. (vgl. bizeps Info online unter: http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=11922, Zugriff: 08.12.2010)

Den gesamten Artikel des Nachrichten- Portals bizeps können Sie hier lesen:


Ergebnisse der PISA - Studie 2009 veröffentlicht - Deutschland hat sich leicht verbessert

Eintrag vom 07.12.2010

Im Mittelpunkt der PISA- Studie 2009 lag die Kompetenz im Bereich des Lesens und des Textverständnisses.
Laut den Ergebnissen der neuen PISA- Studie haben sich die Schülerinnen und Schüler in Deutschland in diesem Bereich leicht verbessert, dennoch ergibt sich für Deutschland ein Platz im Mittelfeld im Vergleich zu Spitzenländern wie China und Finnland, deren Schülerinnen und Schüler sind deutschen Schülerinnen und Schülern um ein bis zwei Schuljahre voraus.

Alarmierend scheint zudem das Ergebnis, dass die soziale Herkunft immer noch großen Einfluss auf die schulischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern im deutschen Schulsystem hat.
(vgl. http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,733188,00.html, Zugriff: 07.12.2010)

Lesen Sie auf der Homepage des Spiegels ONLINE die Themenseite zu PISA. Dort werden die Ergebnisse der Studie in verschiedenen Artikeln und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet:
http://www.spiegel.de/thema/pisa_studien/

Auch auf der Homepage der Zeit Online finden sich verschiedenste Artikel zum Thema PISA- Ergebnisse 2009: http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/index

Ebenso bietet die Seite bildungsklick.de einen Überblick über verschiedene Interpretation der Ergebnisse der PISA- Studie 2009 unter:
http://bildungsklick.de/topic/pisa-studie


Positionen Nr. 3 der deutschen Monitoring- Stelle erschienen: "Partizipation – ein Querschnittsanliegen der UN-Behindertenrechtskonvention"

Eintrag vom 07.12.2010

"Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen thematisiert Partizipation auf vielfältige Art und Weise und versteht Partizipation als Querschnittsanliegen. Sie verpflichtet den Staat rechtlich zur Umsetzung der Konvention und damit zur Partizipation behinderter Menschen; von der Zivilgesellschaft erwartet sie, Menschen mit Behinderungen Partizipation zu eröffnen." (Quelle: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/monitoring-stelle/publikationen.html, Zugriff: 07.12.2010)


Die Positionen Nr.3 können Sie auf der Seite des Deutschen Instituts für Menschenrechte unter folgendem Link als PDF- Dokument herunterladen, auch in Leichter Sprache:


Landtag NRW nimmt Antrag zur Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion in der Schule an

Eintrag vom 03.12.2010

Am Mittwoch, dem 01. Dezember 2010 wurde der Antrag zur Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion in der Schule vom Landtag Nordrhein- Westfalen einstimmig bei Enthaltung der Fraktion der FDP als Antrag der Fraktionen der CDU, der SPD, Grüne und DIE LINKE angenommen. Dies entsprach den Beschlussempfehlungen und dem Bericht des Ausschusses für Schule und Weiterbildung vom 24.November 2010.
Diese Information ist dem Beschlussprotokoll der 16. Sitzung des Landtags Nordrhein-Westfalen vom Mittwoch, dem 1. Dezember 2010 entnommen.

Eine weitere Hürde auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem in NRW ist somit genommen, wobei der Elternverein mittendrin e.V. festhält, dass es mit einer Änderung des Schulgesetzes alleine nicht getan ist. Der Verein stellt die Forderung nach einer Anweisung des Schulministeriums an die unteren Behörden,"die völkerrechtswidrigen Zwangsmaßnahmen gegen Schüler und Eltern einzustellen und alle gesetzlichen Möglichkeiten zu nutzen, damit Kinder in den Gemeinsamen Unterricht können" (http://www.eine-schule-fuer-alle.info/, Zugriff: 03.12.2010) in den Raum.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: www.eine-schule-fuer-alle.info

Unter folgendem Link können Sie das Beschlussprotokoll des Landtages NRW selbst einsehen:


Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Schule und Weiterbildung zum Antrag zur Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion

Eintrag vom 01.12.2010

Voraussichtlich heute soll der Beschluss des Antrags der Fraktion Bündnis 90/ die Grünen, der Fraktion der SPD und der Fraktion CDU zur Umsetzung der UN- Konvention zur Inklusion im NRW- Landtag verabschiedet werden.
Dazu formulierte der Ausschuss für Schule und Weiterbildung am 24.11.2010 eine Beschlussempfehlung und einen Bericht, in dem vorgelegte Änderungsanträge aller Fraktionen erfasst sind.
Die Verabschiedung dieses Beschlusses könnte einen weiteren Schritt hin zu einer inklusiven Bildungslandschaft in NRW bedeuten, obwohl leider immer noch viele Fragen offen bleiben.

InKö wird Sie über die laufende Debatte und die Verabschiedung des Beschlusses selbstverständlich auf dem Laufenden halten!

Unter folgendem Link finden Sie die Beschlussempfehlung und den Bericht des Ausschusses für Schule und Weiterbildung:


Grüne im Bundestag: Ascheberg ohne Integration "nicht optimal"

Eintrag vom 01.12.2010

Wir berichteten ja bereits über die Kritik der Elternvereine von Kindern mit Behinderung an der Genehmigung der Gemeinschaftschule in Ascheberg, in der Kinder mit Behinderungen auch ausgeschlossen werden sollen.
Mit einer Erklärung protestierten die Elternvereine Gemeinsam leben - gemeinsam lernen e.V. Bonn und mittendrin e.V. Köln gegen die Genehmigung der Gemeinschaftsschule in Ascheberg am 17.11.2010 - weil sie keinen gemeinsamen Unterricht von Jugendlichen mit und ohne Behinderung anbietet.

Auf diese Erklärung der Elternvereine antworteten am 29.11.2010 nun zwei Abgeordnete der Grünen aus dem Bundestag, Katja Dörner und der behindertenpolitische Sprecher der Fraktion, Markus Kurth.

Die Erklärung der Elternvereine und den offenen Brief der Grünen - Bundestagsabgeordneten, in dem sie zu der Kritik der Elternvereine Stellung nehmen, finden Sie auf www.eine-schule-fuer-alle.info:


Potsdam: Sonderpädagogik für alle Lehramtsstudenten ab 2012

Eintrag vom 29.11.2010

Die beiden Regierungsfraktionen SPD und Linke teilten schon in der vergangenen Woche mit, dass der Bildungs- und der Wissenschaftsausschuss des Landtages sich auf einen neuen Lehramtsstudiengang geeinigt haben. Demnach sollen alle LehramtsanwärterInnen schon während des Studiums sonderpädagogische Kenntnisse erlangen. Hierzu ist das Wissenschaftsministerium angewiesen, im kommenden Jahr ein Konzept zur Umsetzung vorzulegen.

-Herzlichen Glückwunsch Potsdam! -Wir schauen gespannt auf die Umsetzung!


Inklusive Bildung endet oft schon in der Grundschule

Eintrag vom 29.11.2010

"Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf ist in Deutschland noch oft die Ausnahme. Das gilt ins­besondere für weiterführende Schulen: Im Bundesdurchschnitt gehen nur knapp 15 Prozent der Schüler mit Förderbedarf (ohne Schwerpunkt geistige Entwicklung) in der Sekundarstufe I auf eine Regelschule – die große Mehrheit besucht separate Förderschulen. Dies zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung, die der Bildungsforscher Klaus Klemm durchgeführt hat. Er kommt darin zu dem Schluss, dass der Ausbau des so genannten inklusiven Unterrichts, zu dem sich Deutschland in internationalen Abkommen verpflichtet hat, insbesondere an weiterführenden Schulen nur lang­sam voran kommt.[...]" (Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 29.11.2010)

Den Artikel im Volltext und die oben genannte Studie der Bertelsmann-Stiftung, auf welche wir schon mehrfach verwiesen haben, finden Sie hier:


Die Bedeutung des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention für die Schulgesetzgebung der Länder, Vortrag von Prof.in Dr. Angela Faber

Eintrag vom 29.11.2010

Am Dienstag, den 07.12.2010 wird von 12:00 bis 13:30 Uhr ein Vortrag von Frau Prof.in Dr. Angela Faber (Hauptreferentin des Deutschen Städtetages) mit oben genanntem Titel in der Aula der Humanwissenschaftlichen Fakultät (Gronewaldstraße 2) der Universität zu Köln stattfinden. Der Vortrag wurde im Rahmen des von Dr. Jürgen Münch angebotenen Seminars "UN-Konvention on the Rights of Persons with Disabilities 2006 -Umsetzungsaufgaben und -strategien" organisiert und richtet sich an alle in Wissenschaft, Praxis und eigenem Lebensumfeld mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention befassten bzw. daran interessierten Stellen und Personen. Die Referentin zeigt das menschenrechtlich orientierte Anliegen einer inklusiven Schulbildung auf und thematisiert das derzeitige Bedingungsfeld und den aktuellen Stand der anstehenden rechtlichen Umsetzung.

Lassen Sie sich diesen interessanten (und kostenfreien) Vortrag und die Möglichkeit zum anschließenden Austausch nicht entgehen!


Antrag zur Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion im Schulausschuss beschlossen

Eintrag vom 25.11.2010

Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin und Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen spricht davon, dass ein Durchbruch geschafft sei: Nach einem langen und bisweilen sehr kleinschrittigen Weg, der schon 2007 mit der Antragstellung der Grünen begann, ist gestern die eindeutige Entscheidung für ein inklusives Bildungssystem in NRW im Schulausschuss gefallen. Nachdem im Dezember 2009 ein gemeinsam entwickelter Antrag aller Fraktionen durch ein Veto der FDP gescheitert war, wurde dieser nun gestern vom Landtag angenommen, obwohl die FDP sich weiterhin strikt gegen das Menschenrecht eines jeden Kindes auf inklusive Bildung ausspricht. -Glücklicher Weise ist die Partei hier allein auf weiter Flur!
Um den enormen Herausforderungen, welche jetzt auf Land und Kommunen zukommen, begenen zu können, wird das Schulministerium zeitnah einen Inklusionsplan entwickeln, welcher klare Rahmenbedingungen für den Umbau des Schulsystems enthalten soll!

Die Elterninitiative mittendrin e.V. warnt allerdings, dass angesichts einer neuen Welle von Sonderschulzuweisungen nicht auf eine Änderung des Schulgesetzes gewartet werden könne -Sofortmaßnahmen sind von Nöten!

Unter dem nachstehenden Link finden Sie die offizielle Meldung der Grünen, für weitere Informationen schauen Sie auch unter: www.eine-schule-fuer-alle.info


Umsetzungskonzepte des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention - Eine Bibliographie

Eintrag vom 23.11.2010

Der Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention beinhaltet zentrale Forderungen für einen Umbau des (momentan selektiven) deutschen Schulsystems in ein "inclusive school system at all levels" (englische, rechtskräftige Fassung)!
Wie kann nun der Umbau stattfinden, wie kann eine gelungene Umsetzung aussehen?
Diesen Fragen hat sich Dr. Jürgen Münch angenommen und in einer umfangreichen und geordneten Bibliographie den momentanen wissenschaftlichen Literaturbestand zu dieser Fragestellung erfasst.
Eine hervorragende Hilfestellung für jede und jeden, die/der sich tiefergehend mit der UN-Konvention, deren Implikationen und Perspektiven auseinandersetzen will!


Deutschland verletzt völkerrechtlich verbrieftes Recht auf Bildung, GEW legt Alternativbericht vor

Eintrag vom 22.11.2010

Die Bundesrepublik Deutschland verletzt den von ihr ratifizierten Internationalen Pakt für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Das ist das Ergebnis des Alternativberichts zur Umsetzung des Pakts in Deutschland, den die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Vereinten Nationen (UN) vorgelegt hat. "Das Recht auf Bildung ist ein völkerrechtlich verbrieftes Menschenrecht. Mit der Einführung von Studiengebühren, dem Festhalten am selektiven Schulsystem, dem Mangel an Kindertageseinrichtungen und dem Streikverbot für verbeamtete Lehrkräfte verstößt Deutschland gegen dieses Menschenrecht", erklärte GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Montag in Genf. Hier stellte er den Mitgliedern des für die Überwachung des Pakts zuständigen UN-Ausschusses für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte den Alternativbericht der Bildungsgewerkschaft vor.

Alle Fassungen des Alternativberichts und eine ausführliche Pressemeldung finden Sie hier:


Inklusion funktioniert ohne Bewusstseinsbildung nicht

Eintrag vom 22.11.2010

"Fehlende Bildungschancen für Kinder mit Behinderung haben viel mit Bewusstseinsbildung zu tun. Wenn in Wien die Entscheidungsträger/innen im Magistrat nicht mitziehen, dann ist es unmöglich, Inklusion zu verwirklichen", betont die Behindertensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Karin Praniess-Kastner, in Reaktion auf die gemeinsame Pressekonferenz der Vereine Integration Wien und Lobby4kids am 16.11.2010.

Den gesamten Artikel finden Sie auf dem österreichischen Portal "bizeps.or.at"!


Lebenslanges Recht auf inklusive Bildung muss von Anfang an gelten!

Eintrag vom 22.11.2010

"In der Schule wie im Kindergarten geht es um die großen Vorteile, die ein gemeinsames Lernen für jedes einzelne Kind bringen. Und die Kinder, die diese Erfahrung machen konnten, tragen mit Sicherheit für ein besseres Zusammenleben in unserer Gesellschaft bei", weiß Bernhard Schmid, Generalsekretär der Lebenshilfe Wien und schließt sich den Forderungen von "Integration Wien" und "Lobby4Kids" vollinhaltlich an.

Lesen Sie weiter:


Kinder mit Beatmung müssen Schulpflicht nachkommen können

Eintrag vom 22.11.2010

"Unsere Kinder blühen auf, wenn sie eine ganz normale Schule besuchen", so lauteten die einhelligen Aussagen von Pflegekräften, die in ambulanten Intensivpflegediensten arbeiten in einer Diskussion auf dem Münchner außerklinischen Intensiv Kongress (MAIK).
Auf dem bundesweit größten interdisziplinären Fachkongress für außerklinische Intensivversorgung war das Thema der inklusiven Schulentwicklung von großem Interesse.
Den gesamten Artikel finden Sie hier:


Alle Kinder in eine Klasse. Wie sich inklusive Bildung umsetzen lässt

Eintrag vom 18.11.2010

Heute abend um 19:00 Uhr findet im FR-Depot (Karl-Gerold-Platz 1, vormals Textorstraße 35) in Frankfurt am Main eine Podiumsdiskussion zum Thema "Alle Kinder in eine Klasse. Wie sich inklusive Bildung umsetzen lässt" statt. Es diskutieren unter anderem Mario Döweling (bildungspolitischer
Sprecher FDP Landtagsfraktion), Sibylle Hausmanns (Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben – gemeinsam lernen Hessen), Prof. Dieter Katzenbach (Goethe-Universität Frankfurt), Rupert von Plottnitz(Rechtsanwalt, Frankfurt) und David Profit (Kanzlei Latham & Watkins, Frankfurt). Der Eintritt ist frei.


Neue Gemeinschaftsschule in Ascheberg ohne GU genehmigt!

Eintrag vom 18.11.2010

Gestern genehmigte Frau Ministerin Sylvia Löhrmann die erste von bis zu vierzig Gemeinschaftsschulen in NRW, die Gemeinschaftschule in Ascheberg im Kreis Coesfeld. Kein Grund zur Freude allerdings, wie noch vor Unterzeichnung der Genehmigung klar war! Denn -trotz gänzlich anders lautender Ziele im rot-grünen NRW-Koalitionsvertrag- sollen Kinder mit Behinderungen auch von der neuen Gemeinschaftschule ausgeschlossen werden. Elternvereine von Kindern mit Behinderung protestieren nicht nur gegen die Gemeinschaftsschule in Ascheberg, sondern vor allem gegen das Schulministerium, das für sein schulpolitisches Modellprojekt der Gemeinschaftsschulen die Integration von Schülerinnen und Schülern für Behinderung hintenanstellt. Traurig, aber wahr...


"Köln - Eine Stadt auf dem Weg zu inklusiven Schulen?" (Koch)

Eintrag vom 17.11.2010

Wir freuen uns außerordentlich, Ihnen die Examensarbeit "Köln - Eine Stadt auf dem Weg zu inklusiven Schulen?" von Carolin Koch vorstellen zu dürfen, die in diesem November als Erstveröffentlichung im Internet bei InKö erschienen ist.

Frau Koch hat die Jahre 1995-2010 der inklusiven Schulentwicklung in Köln unter die Lupe genommen und dabei inbesondere die Integration / Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung berücksichtigt. Sie stützt Ihre Untersuchung dabei zum einen auf statistische Zahlen und Fakten, die für diesen Zeitraum zur Verfügung stehen. Des Weiteren versucht sie, durch Expert/inneninterviews mit Akteuren, die in direktem Bezug zur inklusiven Schulentwicklung in Köln stehen und standen, einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung und den Status Quo zu schaffen und daraus mögliche Perspektiven für die zukünftige Entwicklung zu formulieren.

Zu welchen Ergebnissen Frau Koch dabei kommt und welch unterschiedliche Perspektiven sich durch diese Examensarbeit auf die inklusive Schulentwicklung in Köln ergeben, können Sie unter folgendem Link nachlesen:


"Wenn es nicht gelingt, die Schulen im Umgang mit [besonderen] Schülern besser zu unterstützen, fahren wir die Idee der Inklusion an die Wand"

Eintrag vom 16.11.2010

"[...]Während es um die körperliche Gesundheit der jungen Generationen so gut bestellt ist wie noch nie, nimmt die Zahl der Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten und Autismus, Depressionen und Angststörungen beständig zu. Laut einer Studie des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen bei den unter 15-Jährigen wegen psychischer Auffälligkeiten von 2000 bis 2008 um 43 Prozent gestiegen, verglichen mit einem Anstieg um 26 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Dabei findet nur ein Bruchteil der Betroffenen überhaupt den Weg zum Fachmann.[...]" (Quelle: www.zeit.de, Zugriff am 16.11.2010)

Gerade diese Kinder und Jugendlichen sind es, die Lehrerinnen und Lehrer häufig vor die größten Herausforderung in der Schule stellen. Daher gilt es gerade hier ein System zu schaffen, welches auch Schülerinnen und Schülern gerecht werden kann, denen es besonders schwer fällt, sich in die Gruppe Gleichaltriger zu integrieren und mit ihnen "im Gleichschritt" zu lernen...

Den interessanten und umfassenden Artikel aus ZEIT online finden Sie unter:


Teure und erfolglose Förderschule

Eintrag vom 16.11.2010

"[...] Professor Saskia Schuppener vom Institut für Förderpädagogik an der Universität Leipzig nannte es die einzige Funktion der Förderschule, dass sich das Bildungssystem der nicht funktionierenden oder langsameren Kinder entledigen könne. Wer nicht den Anforderungen entspreche, werde "nach unten durchgereicht". Die Förderschule mache die Kinder und Jugendlichen dümmer, kritisierte die Hochschullehrerin. Sie blieben hinter dem zurück, was sie zu leisten imstande wären. [...]"

-Auch in Sachsen steht das Förderschulsystem deutlich zur Diskussion. Den gesamten Artikel finden Sie hier:


Experten sind sich einig: Deutsches Schulsystem benachteiligt Kinder mit Behinderungen

Eintrag vom 15.11.2010

Bei einer Anhörung der Kinderkommission im Deutschen Bundestag am vergangenen Mittwoch, zu der zahlreiche Experten geladen waren, wurde über inklusive Schulentwicklung diskutiert. Einig waren sich Sachverständige, wie Prof.em. Dr. Hans Wocken, Edna Rasch vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, Wolfgang Blaschke von der Kölner Elterninitiative mittendrin e.V. und viele andere, dass das Deutsche Bildungssystem nicht nur selektiv und diskriminierend sei, sondern vor allem, dass Inklusion auch unter den bestehenden Umständen möglich sei und umfassende Änderungen aller Schulgesetze ohne Einschränkungen sofort durchgeführt werden müssen!

Lesen Sie selbst!


Expertenkreis "Inklusive Bildung" der UNESCO-Kommission hat erstmals getagt

Eintrag vom 11.11.2010

"Der Expertenkreis "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission hat in Bonn erstmals getagt. Beim Treffen diskutierten Teilnehmer politische und rechtliche Rahmenbedingungen der inklusiven Bildung in Deutschland, den aktuellen Forschungsstand sowie Aktivitäten von Verbänden und Stiftungen. Ein zentrales Thema war auch die praktische Umsetzung inklusiver Bildung in Kindertagesstätten, der Schule und der betrieblichen Ausbildung. Mitglieder des Kreises sind Experten der inklusiven Bildung aus Politik, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft. Inklusion soll allen Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung ermöglichen, unabhängig von Lernbedürfnissen, Geschlecht oder Herkunft [...]." (Quelle:www.unesco.de, Zugriff am 11.11.2010)

Lesen Sie weiter unter:


Inklusiver Unterricht und Ganztag sind vielen Müttern und Vätern auch in Münster wichtig

Eintrag vom 11.11.2010

Eine repräsentative Studie, deren Ergebnisse nun in Münster von Schuldezernentin Dr. Andrea Hanke für das Amt für Schule und Weiterbildung veröffentlicht worden sind, zeigen, dass es neben einem großen Interesse an ganztägigen Angeboten vor allem eine breite Zustimmung für das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung gibt.
Für die dargestellte Studie, deren Ergebnisse auch im pdf-Format verfügbar sind, wurden die Eltern aller Viertklässler in Münster befragt, 51 % aller Befragten sendeten den Fragebogen ausgefüllt zurück an das Amt für Schule und Weiterbildung.

Die aktuelle Pressemeldung finden Sie hier:


Heute: Jahrestagung der Monitoring-Stelle zur UN-BRK ab 11:00 Uhr

Eintrag vom 11.11.2010

Die Jahrestagung der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention am 11. November 2010 wird live im Internet übertragen.
Von 11:00 bis 17:30 Uhr kann die Tagung als Live-Stream auf der Website des Deutschen Instituts für Menschenrechte verfolgt werden. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich zudem per Chat an einem Diskussionsforum und dem Abschlussgespräch der Tagung beteiligen. Das Thema der Tagung lautet "Empowerment und Mitbestimmung - Partizipation von Menschen mit Behinderungen in politischen Prozessen".

Unter diesem Link finden Sie den Live-Stream:


Kinder- und Jugendärzte wünschen gemeinsame Schule für alle Kinder

Eintrag vom 08.11.2010

Bereits im Juni dieses Jahres erschien ein Presseartikel über die Position der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) gegenüber dem Artikel 24 der UN-Konvention. Wir nehmen die Wiederveröffentlichung in der Zeitschrift "Die Kinderkrankenschwester" zum Anlass, auch Ihnen den Beitrag, welcher im Wesentlichen auf einem Interview mit der Kinder- und Jugendmedizinerin Ulrike Horacek basiert, zur Verfügung zu stellen.

Lesen Sie selbst:


Köln unter den Finalisten für den "Access City Award" der Europäischen Kommission

Eintrag vom 06.11.2010

Zum ersten Mal wird die Europäische Kommission in diesem Jahr einen Preis für Barrierefreiheit in Städten vergeben, den ACCESS CITY AWARD 2011. Köln zählt zu den vier Finalisten, die zur Preisvergabe nach Brüssel eingeladen sind!

Lesen Sie hier die offizielle Pressemitteilung:


"Niemand darf verloren gehen!" - Offener Brief von Dr. Brigitte Schumann an die EKD-Synode

Eintrag vom 03.11.2010

Auszug aus dem offenen Brief: "[...]Dass niemand verloren gehen darf, ist eine radikale Forderung. Sie ist auch in der radikalen Vorstellung des Menschenrechts auf Bildung enthalten. Das Menschenrecht auf Bildung kennt keine individuellen Vorleistungen oder Ausnahmen. Es ist nur an eine einzige Bedingung geknüpft: das Menschsein.
Heute finden wir in Deutschland deutliche Diskrepanzen zwischen dem Menschenrecht auf Bildung und seiner realen Umsetzung. Meine nachfolgenden Thesen sind eine Aufforderung an die EKD-Synode, dem Menschenrecht auf Bildung in Deutschland gesellschaftliche und politische Geltung zu verschaffen."

Lesen Sie weiter:


"Auf dem langen Weg zur Inklusion"

Eintrag vom 03.11.2010

"Unterschied macht stark – Gemeinsamkeit macht schlau" – unter diesem Motto diskutierten rund 200 TeilnehmerInnen auf einer Kooperationsveranstaltung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) in der Hochschule Emden-Leer neue Wege zu inklusiven Lebenswelten für Kinder unter drei Jahren.

Lesen Sie hier einen Beitrag zur Tagung:


Achtung: "Forum Lehrerbild" (Universität Münster) entfällt!

Eintrag vom 02.11.2010

Leider wurde das "Forum Lehrerbild", das für den 11. November an der Universität Münster geplant war, von den Organisatoren abgesagt. Sollten wir weitere Informationen zu einer möglichen Folgeverantaltung erhalten, werden wir Sie an dieser Stelle darauf hinweisen!


"Ein Kind muss niemandem beweisen, dass es der Teilhabe würdig ist"

Eintrag vom 02.11.2010

Die Journalistin Manuela Heim hat im Auftrag der taz ein Interview mit dem Inklusionsforscher Prof. Dr. Andreas Hinz durchgeführt. Heim und Hinz unterhalten sich in diesem lesenswerten Beitrag nicht nur über die Unterschiede in der Begriffsdefinition von Integration und Inklusion, sondern vor allem darüber, was sich in unserer Gesellschaft endlich ändern müsste, damit wir dem Ziel der Inklusion tatsächlich näher kommen.

Lesen Sie selbst:


Deutschland ist das Schlusslicht Europas in Sachen soziale Mobilität

Eintrag vom 28.10.2010

"In kaum einem anderen Industrieland ist die Durchlässigkeit der Gesellschaft so gering ausgeprägt wie in Deutschland. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung schafft es, aus einem Elternhaus, in dem der Vater ungelernter Arbeiter ist, selbst in eine leitende Angestelltenposition zu gelangen. Dagegen werden ca. zwei Drittel der Kinder aus einer leitenden Angestelltenfamilie selbst leitende oder hoch qualifizierte Angestellte, das belegt eine aktuelle Studie [der Heinrich Böll Stiftung]." (Quelle, www.bildungsklick.de, Zugriff am 28.10.2010)

Lesen Sie weiter unter:


Schulkampf oder Chancen für einen Konsens in Nordrhein-Westfalen?

Eintrag vom 27.10.2010

"Die Schulpolitik wird in Nordrhein-Westfalen neue Wege einschlagen, das ist nach der Wahlniederlage von CDU und FDP und mit der neuen Minderheitsregierung von SPD und Grünen klar. Doch wie steht es wirklich um die Reformen und vor allen Dingen um die Akzeptanz dieser neuen Wege bei Eltern, Verbänden, Opposition und in den Medien? Dieser Frage geht Valentin Merkelbach in seinem Beitrag nach."


Lesen die den gesamten Artikel unter folgendem Link:


"Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" geht nach Berlin, Borken und Flensburg

Eintrag vom 25.10.2010

Der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" wird am kommenden Donnerstag an die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin, die Montessori-Gesamtschule in Borken (NRW) und die Waldschule in Flensburg verliehen. Für ihren vorbildlichen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern erhalten die drei Schulen jeweils ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Lesen Sie, wie der Beauftragte für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Vergabe des Preises kommentiert:


Zweite Ausgabe der "Positionen" erschienen

Eintrag vom 25.10.2010

Die Monitoring-Stelle hat die zweite Ausgabe ihrer Publikationsreihe "Positionen" veröffentlicht. Sie erläutert darin aus menschenrechtlicher Perspektive, was Aktionspläne sind, warum sie notwendig und nach welchen Grundsätzen sie zu erstellen sind. Außerdem benennt das Papier einige grundsätzliche Anforderungen an Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die aus menschenrechtlicher Sicht in jedem Fall zu erfüllen sind - unabhängig davon, ob es sich um Aktionspläne von Bund, Ländern, Kommunen oder nichtstaatlichen Akteuren handelt.
Neben dem Text in gewohnter Sprache enthalten die "Positionen" eine Zusammenfassung in Leichter Sprache.


Neue Studien zu den Ausgaben und zur Wirksamkeit von Förderschulen und zu den "Verlierern" im derzeitigen Bildungssystem

Eintrag vom 25.10.2010

Liebe Leserinnen und Leser!
In unserer Rubrik "Untersuchungen / Studien -Ergebnisse aus der Forschung" (im Informationsbereich) finden Sie eine Vielzahl wissenschaftlicher Ergebnisse, welche im Themengebiet Integration / Inklusion angesiedelt sind. Gerade konnten wir zwei hochaktuelle Studien des emeritierten Bildungsforschers Prof. em. Dr. Klaus Klemm aufnehmen, welche dieser 2009 und 2010 im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt und ausgewertet hat. Die interessanten Ergebnisse zeigen nicht nur die negative Wirksamkeit von Förderschulen im Bezug auf Bildungserfolg und Schulabschluss, sondern auch, welch enorme finanzielle Mittel tatsächlich bei einer Umstrukturierung des Schulsystems hin zu einem inklusiven Bildungswesen frei und somit nutzbar werden würden.

Lesen Sie selbst!


Gehörloses Kind hat Anspruch auf Dolmetscher in der allgemeinen Schule, Urteil vom 13.10.2010 am Sozialgericht Frankfurt am Main

Eintrag vom 21.10.2010

Am 13.10.2010 wurde auf den Antrag zur einstweiligen Anordnung von hörenden Eltern eines gehörlosen Mädchens eine rasche, deutliche und wegweisende Entscheidung gefällt. Seit knapp 3,5 Jahren wissen die Eltern, dass ihr Kind gehörlos ist. Sie entschieden sich gegen das Cochlea Implantat (CI) und für die intensive Erlernung der Deutschen Gebärdensprache. Die Kämpfe gegen das Sozialamt waren geprägt von Trauer und Demütigung. Eine dicke Akte mit Anträgen und Widersprüchen entstand.
Es gipfelte zum Schluss in der Forderung des Sozialamtes dem Mädchen ein Cochlea Implantat einsetzen zu lassen, so könne man die Kosten für den Dolmetscher im Unterricht der allgemeinbildenden Schule sparen. Das Mädchen könnte auf die Gehörlosenschule gehen und später, wenn es mit dem CI hört, immer noch auf die Regelschule gehen.
Nun wurde die Entscheidung des Gerichts den Eltern zugestellt.
Das Gericht kommt zum Schluss:
* Das Sozialamt muss den Dolmetscher in der Regelschule zahlen!
* Eine Einmischung in die Autonomie der Eltern ist nicht zulässig.
* Eine Entscheidung gegen das Cochlear Implantat muss respektiert werden und eine Bewertung steht dem Sozialamt nicht zu!
* Eine Kindeswohlgefährdung erkennt das Gericht nicht!
* Ein Verweisen auf eine Förderschule, die den Unterricht nicht in DGS abhalten kann, ist nicht zulässig, weil das Kind von Teilen des Unterrichtes ausgeschlossen wäre.

Das gesamte Urteil des Sozialgerichtes Frankfurt am Main finden Sie in unserem UN-Konventionsbereich oder unter dem nachstehenden Link!


Persönliche Assistenz gesucht!

Eintrag vom 21.10.2010

Das Büro der Behindertenbeauftragten der Stadt Köln sucht eine Persönliche Assistenz zur Unterstützung einer Person mit Lernschwierigkeiten. Unter den gewählten Vertreter/innen der Behindertenorganisationen und –selbsthilfegruppen in dem Mitwirkungsgremium Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik gibt es u.a. auch einen Vertreter für die Menschen mit Lernschwierigkeiten. Er nimmt mit Unterstützung durch eine Assistenzkraft an den Sitzungen der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik sowie an den Vor- und Nachbereitungsgesprächen der Vertreter/innen der Behindertenorganisationen teil.
Da die jetzige Assistenzkraft ihre Aufgabe nicht länger wahrnehmen kann, wird ein Nachfolger / eine Nachfolgerin gesucht. Die Aufgaben des persönlichen Assistenten / Assistentin:
Die Assistenzkraft begleitet den Vertreter der Menschen mit Lernschwierigkeiten
1. zu den Sitzungen der Stadt AG Behindertenpolitik (4 x jährl.)
2. zu den Besprechungen der Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen (in der Regel 1 x monatlich, mit Ausnahme der Ferien).
Die Assistenzkraft unterstützt den Vertreter der Menschen mit Lernschwierigkeiten dabei, die Sitzungsunterlagen zu verstehen und eigene Anliegen in die Diskussion einzubringen. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich. Es wird eine Aufwandsentschädigung von 8,00 € pro Stunde gezahlt. Gewünscht ist, dass die Assistenz möglichst über einen Zeitraum von 2 Jahren konstant bleibt, da häufige Wechsel unbefriedigend für alle Beteiligten sind.

Bei Interesse und für nähere Informationen wenden Sie sich bitte gerne an das Büro der Behindertenbeauftragten der Stadt Köln!
Tel.-Nr. 0221/221-29098
E-Mail behindertenbeauftragte@stadt-koeln.de.


"Dreimol null is null..." Kölner Bildungstribunal von attac am 13. November 2010

Eintrag vom 20.10.2010

Aufstehn ... nicht nur für die Wahrheitsfindung. Als Informations-, Protest- und Vernetzungsveranstaltung gegen Bildungschips, die Verkrustung eines ausgrenzenden Bildungswesens und die soziale Schieflage des Sparpakets der Bundesregierung für eine öffentlich und ausreichend finanzierte, chancengleiche, inklusive und demokratische Bildung in Kitas, Schulen und Hochschulen veranstalten attac Köln und das Friedensbildungswerk Köln ganztägig das Kölner Bildungstribunal am 13. November 2010 in der Alten Feuerwache. Herzliche Einladung! Kommen Sie dazu und melden sich zu Wort!


Gemeinsamer Unterricht ist kein Sparmodell!

Eintrag vom 19.10.2010

Am vergangenen Mittwoch ist ein Papier mit dem Titel "Gemeinsamer Unterricht ist kein Sparmodell", welches von einer Reihe verschiedener (Eltern-)initiativen aufgesetzt wurde, an Frau Ministerin Sylvia Löhrmann gesendet worden.
Die Initiativen weisen hier auf eine Vielzahl unterschiedlicher Bedingungen hin, welche den Gemeinsamen Unterricht erst ermöglichen können und fordern die sofortige Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Neben einer ausreichenden Anzahl von Förderstunden für Kinder mit Förderbedarf geht es um die räumliche, sächliche und personelle Ausstattung der Schulen, verpflichtende Fortbildungsveranstaltungen für alle Lehrer und vieles mehr.

...so kann Inklusion funktionieren!


UN-BRK soll auch in Hessen mit Hilfe eines Aktionsplanes umgesetzt werden

Eintrag vom 19.10.2010

Wie Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium erklärte, sei das gemeinsame Ziel die "Inklusion von Anfang an". Daher wurde auch eine landesweite Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Behindertenverbänden und -organisationen gegründet, welche bei der Erabeitung eines hessischen Inklusionsplanes mitwirken soll. Müller Klepper betont, dass SelbstvertreterInnen nicht nur Expertinnen und Experten in eigener Sache seien, sondern dass vor allem Selbstbestimmung und Teilhabe "das Fundament, die Aufgabe, der Weg und das Ziel der Politik für Menschen mit Behinderungen auf allen Ebenen in Hessen sein sollen".

Lesen Sie selbst:


"Auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule" -Ein Leitfaden für Schulen, die sich am Schulversuch beteiligen wollen

Eintrag vom 18.10.2010

Aus dem Vorwort: " [...] Der vorliegende Leitfaden soll die Akteure vor Ort bei ihren Planungen unterstützen. Er richtet sich daher gleichermaßen an die Schulen, indem die Eckpunkte der pädagogischen Konzeption der Gemeinschaftsschule aufgezeigt werden, als auch an die Schulträger, denen die Einbettung der Gemeinschaftsschule als eine Möglichkeit für die regionale Schulentwicklungsplanung dargestellt wird [...]"

Neben pädagogischen Leitideen und Konzeptionen, werden auch Unterrichtsorganisation und Unterrichtsinhalte, schulorganisatorische Rahmenbedingungen und einige weitere Eckpunkte behandelt.

Lesen Sie selbst nach!


Inclusion - Transforming Global Rights into Action

Eintrag vom 18.10.2010

Ab sofort ist auch eine englischsprachige Version der Dokumentationsseite zu Referaten und Präsentationen, die während des Weltkongresses von Inclusion International und der Bundesvereinigung Lebenshilfe 2010 gehalten oder gezeigt wurden, eingerichtet.

Schauen Sie selbst!


Politikatlas Schulreform

Eintrag vom 12.10.2010

Der "Politikatlas Schulreform", der in Zusammenarbeit von Maximilian Steinbeis und der Vodafone Stiftung entstanden ist, kartografiert die föderale Meinungslandschaft im Bezug auf das deutsche Schulsystem und macht häufige Pro- und Kontra-Argumente für die verschiedenen Schulsysteme transparent. Hierbei wird versucht, wesentliche Probleme, Lösungsansätze, Streitpunkte und Kompromisslinien in ihren Gesamtzusammenhang zu bringen. Den Nutzern soll die Teilnahme an der politischen Debatte durch einen gemeinsamen Referenz- und Orientierungsrahmen gegeben werden.

Eine zwar deutlich vereinfachte, aber dennoch sehr hilfreiche Übersicht. -Schauen Sie selbst!


Ringvorlesung: Umgang mit Heterogenität als Herausforderung für die LehrerInnenbildung

Eintrag vom 12.10.2010

Arm, reich, dick, dünn, deutsch, türkisch?
Het­ero­gen­ität ist zu einem Schlag­wort in der Bil­dungs­de­batte gewor­den. Doch was steckt wirk­lich dahin­ter? Arme, Reiche, Dicke, Dünne, Türken, Deutsche, Mäd­chen, Jun­gen, Behin­derte, Hochbe­gabte - die Palette der Ver­schieden­heiten ist groß. In der Schule ist diese Viel­seit­igkeit längst All­tag. Das stellt die Lehrkräfte vor große Her­aus­forderun­gen: Schließlich sollen sie jedem Kind gerecht wer­den. Doch wo ler­nen sie, Unter­schiede zu erken­nen, einzuord­nen und mit ihnen erfol­gre­ich umzuge­hen? Antworten auf diese Fra­gen sucht die Ringvorlesung "Umgang mit Het­ero­gen­ität als Her­aus­forderung für die Lehrerbil­dung", die im Win­terse­mes­ter dien­stags von 16 bis 18 Uhr an der Universität in Mün­ster stat­tfindet. Beginn ist heute nachmittag im mün­ster­aner Schloss, Hör­saal S9.

Weitere Informationen finden Sie unter dem angegebenen Link und im Terminbereich unserer Plattform!


"Wie Bremen plötzlich Schule macht"

Eintrag vom 11.10.2010

Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 wurden an Bremer Oberschulen Klassen eingerichtet, in denen behinderte mit nichtbehinderten Schülern gemeinsam lernen. Oberschulen sind in Bremen neben Gymnasien die zweite weiterführende Schulform. Alle bieten den Haupt- und Realschulabschluss an, manche auch das Abitur."Individualisiertes Lernen und schülerzentrierter Unterricht: Wer mit Lehrern des Oberschulzentrums an der Koblenzer Straße spricht, hört in beinah jedem zweiten Satz Schlagworte moderner Pädagogik." (Quelle: www.spiegel.de, Zugriff am 11.10.2010).

Das oft als "Bildungsschlusslicht" bezeichnete Bundesland Bremen geht voran...und es geht!


"Das Aussortieren und die getrennte Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf erzielt nur unzureichende Lernerfolge"

Eintrag vom 11.10.2010

Der Hauptschulabschluss gilt in Deutschland als Basis für eine Lehrstelle und den anschließenden Berufseinstieg - die Chancen von Schülern auf einen solchen Abschluss sind aber regional sehr unterschiedlich verteilt. Das geht aus einer Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor. Während im Jahr 2008 in Mecklenburg-Vorpommern fast 18 Prozent der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss blieben, waren es in Baden-Württemberg nur rund 5,5 Prozent. Klemmt führt dies zu einem großen Teil auf das "Problem Förderschule" zurück und fordert vehement ein inklusives Schulsystem. -Lesen Sie selbst!


Neues Schulgesetz stellt die Weichen für ein zweigliedriges Schulsystem in Schleswig-Holstein

Eintrag vom 07.10.2010

Wie Bildungsminister Klug im Landtag darstellte, soll neben der Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 für Gymnasien, Gemeinschaftsschulen künftig den Status "öffentlich zuständige Schule" zustehen. Auch soll das Leitbild der Inklusion im neuen Schulgesetz ebenso wie die Hochbegabten-Förderung aufgenommen werden.

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachstehenden Link!


Vorschläge der DVfR für den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Deutschland

Eintrag vom 07.10.2010

"Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation möchte deutlich machen, dass Rehabilitation zur Verbesserung von Teilhabechancen und zur Bewältigung zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann. Der Artikel 26 BRK stellt aus Sicht der DVfR einen Generalauftrag dar, den es in allen Handlungsbereichen umzusetzen gilt, insbesondere auf dem Gebiet der Gesundheit, der Beschäftigung, der Bildung und der Sozialdienste – und darüber hinaus auch bei der sozialen Eingliederung, der betrieblichen Prävention, der Hilfsmittelversorgung und in vielen anderen Bereichen."

Lesen Sie weiter:


Auf dem Weg zur schulischen Inklusion - Eine Kultur des Behaltens entwickeln und leben!

Eintrag vom 07.10.2010

Über den nachstehenden Link finden Sie das Grußwort der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann zur diesjährigen Fachtagung des Landschaftsverbands Rheinland „Auf dem Weg zur schulischen Inklusion“, die am 22. September 2010 in Köln stattfand. Löhrmann betont, dass eine grundsätzlich andere Schulkultur entwickelt werden müsse: eine "Kultur des Behaltens aller Kinder und Jugendlichen". Außerdem seien alle verschiedenen Akteure in Land und Kommunen in der Pflicht, an "Umsetzungsideen, konkreten Aufgaben und flexiblen Lösungen zu arbeiten.

Lesen Sie selbst die richtungsweisenden und vielverprechenden Worte!


UN-Konvention: Anspruch und Wirklichkeit in Berlin

Eintrag vom 06.10.2010

"Nach der Verabschiedung des Berichts zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch den Senat von Berlin äußerte sich Rechtsanwalt Dr. Martin Theben über Anspruch und Wirklichkeit einer bürgerrechtsorientierten und transparente Behindertenpolitik in dieser Stadt [...]. So könne von einer inklusiven Bildungspolitik keine Rede sein. Auch das Schulgesetz enthält in seiner aktuellen Fassung aus dem Jahre 2010 noch immer den Finanzierungsvorbehalt wonach keine gemeinsame Beschulung stattfindet, wenn die personellen und sachlichen Mittel nicht zur Verfügung stehen. Die Ankündigung der Senatsschulverwaltung, bestimmte Sonderschulen abzuschaffen ist nach Ansicht von Theben populistisch. Die rationierte Zuweisung von Schulhelfern führe sogar in Sonderschulen zu dramatischen Engpässen bei der Beschulung behinderter Kinder." (Quelle: www.bizeps.or.at, Zugriff am 06.10.2010)

Weitere Informationen finden Sie unter:


Startschuss für NRW-Gemeinschaftsschulen

Eintrag vom 05.10.2010

Wie das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen mitteilt, ist bereits am 20. September 2010 der Startschuss für die NRW-Gemeinschaftsschule gefallen, nachdem das Kabinett die von Schulministerin Sylvia Löhrmann aufgestellten Eckpunkte billigte. Löhrmann äußerte sich wie folgt: "Mit der Gemeinschaftsschule machen wir den Schulträgern im Land ein attraktives Angebot. Bei zurückgehenden Schülerzahlen vor allem im ländlichen Raum bietet die Gemeinschaftsschule den Kommunen die Möglichkeit, ein wohnortnahes umfassendes Schulangebot mit gymnasialen Standards vor Ort zu erhalten. Gleichzeitig ermöglichen wir mit der Gemeinschaftsschule das längere gemeinsame Lernen. Damit halten wir Bildungswege länger offen und können mehr Schülerinnen und Schüler zu höheren Abschlüssen führen." (Quelle: www.gew-nrw.de, Zugriff am 05.10.2010)

Informieren auch Sie sich über die Eckpunkte des zunächst 6-jährigen "Schulversuch[s] Gemeinschaftsschule", welcher im Schuljahr 2011/12 beginnen wird!


Thüringen führt Gemeinschaftsschule ein

Eintrag vom 05.10.2010

" [...] In Thüringen ist die Grundlage für die Gemeinschaftsschule als neue Schulform geschaffen. Die schwarz-rote Koalition in Erfurt verabschiedete am 28. September das neue Schulgesetz, das die Gründung von Gemeinschaftsschulen vorsieht. Dort sollen Schüler bis zur achten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Das Kabinett verlängerte zudem die Pflicht zum Schulbesuch auf zehn Jahre. "Ziel ist, dass kein Schüler mehr ohne Abschluss die Schule verlässt", sagte Kultusminister Christoph Matschie (SPD) [...]." (www.bildungsklick.de, Zugriff am 05.10.2010)

Lesen Sie den gesamten Artikel unter:


"Die Wirklichkeit schulischer Bildung ist weit entfernt von den Forderungen der UN-Konvention", Interview mit Ulrich Bauch

Eintrag vom 01.10.2010

Der Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe Ulrich Bauch äußert sich zur Differenz zwischen dem Idealbild der "Schule für Alle" und der aktuellen Bildungssituation in Deutschland. Er konstatiert: "Pädagogisch zu arbeiten bedeutet, dass jedes Kind dort abgeholt wird, wo es steht" [...]

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Landesregierung und Städtetag wollen Schulentwicklung in NRW vorantreiben

Eintrag vom 01.10.2010

Neben einem fraktionsübergreifenden Konsens in der Schulpolitik (sogenannter "Schulfrieden"), soll vor allem die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen im Zentrum der Diskussionen stehen.
Für den vom Land vorgesehenen Inklusionsplan äußert der Städtetag NRW, dass alle erforderlichen pädagogischen Grundlagen, Personal- und Finanzmittel ausgeschöpft und die Kommunen als Schul-, Jugend- und Sozialhilfeträger an der Entwicklung des Inklusionsplanes beteiligt werden müssen.

Den Originaltext des Artikels finden Sie unter:


"Inklusion ist eine pädagogische Herausforderung auf hohem Niveau"

Eintrag vom 29.09.2010

Im Moment, so Rolf Werning, könnten in Deutschland die entscheidenden Weichen für die Inklusion gestellt werden. Falsch wäre es jedoch, jetzt nur ganz bestimmte Schulen, etwa die Hauptschulen als Inklusionsschulen ausrufen. "Das wäre kontraproduktiv oder man könnte sagen, es wäre ein Kunstfehler. Man kann aber ein Gemeinschaftsschulsystem etablieren, das stark genug ist, um eine wirkliche Heterogenität zu gewährleisten, die auch leistungsförderlich ist. Eine Schule also, in der genügend starke Schüler gemeinsam mit schwächeren Schülern unterrichtet werden." Nicht nur zum Nutzen der leistungsschwachen Schüler, denn "auch die starken Schüler profitieren. Wenn sie die schwachen Schüler unterstützen, strukturieren sie ihr Wissen um und das führt zu einer Vertiefung."


"Gehörlosenrechte sind Menschenrechte!"

Eintrag vom 29.09.2010

Zum bevorstehenden Tag der Gehörlosen hat Helene Jarmer vom "ServiceCenter Österreichische Gebärdensprache (ÖGS.barrierefrei)" in Wien die erste Gebärdensprach-DVD zur Behindertenrechtskonvention vorgestellt. Die DVD wurde vom ÖGS.barrierefrei selbst produziert, um gehörlose Menschen in ihren Rechten aufzuklären und diese zu stärken.

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NRW: Gemeinschaftsschule ab dem kommenden Schuljahr!

Eintrag vom 20.09.2010

"Die Landesregierung bringt die Gemeinschaftsschule in Nordrhein-Westfalen auf den Weg. Das Kabinett billigte am vergangenen Freitag die von Schulministerin Sylvia Löhrmann vorgelegten Eckpunkte für die Gemeinschaftsschule. Ministerin Löhrmann: 'Mit der Gemeinschaftsschule machen wir den Schulträgern im Land ein attraktives Angebot. Bei zurückgehenden Schülerzahlen vor allem im ländlichen Raum bietet die Gemeinschaftsschule den Kommunen die Möglichkeit, ein wohnortnahes umfassendes Schulangebot mit gymnasialen Standards vor Ort zu erhalten. Gleichzeitig ermöglichen wir mit der Gemeinschaftsschule das längere gemeinsame Lernen. Damit halten wir Bildungswege länger offen und können mehr Schülerinnen und Schüler zu höheren Abschlüssen führen.'"

Schade nur, dass der Gemeinsame Unterricht von SchülerInnen mit und ohne Förderbedarf zunächst nur bis zur 7. Klasse für alle Gemeinschaftsschulen verpflichtend sein soll. Danach ist es den Schulen freigestellt, die Kinder gemeinsam oder nach schulformspezifischen Bildungsgängen getrennt zu unterrichten.

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Sonderschulen in Berlin werden abgeschafft

Eintrag vom 20.09.2010

"Die Bundestagsabgeordnete Silvia Schmidt hat heute dem Berliner Senat zur Entscheidung gratuliert, die Sonderschulen im Land langfristig abzuschaffen.

Nach Ansicht der Behindertenbeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion ist dies der Auftakt zu einer gesellschaftlichen Revolution: 'Ich gratuliere Senator Zöllner und dem Berliner Senat zu diesem Schritt! Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung wird so in den kommenden Jahrzehnten normalisiert. Wen man im Kindesalter nicht trennt, muss man im Erwachsenenalter nicht mühsam integrieren. Berlin macht hier Schule und ich bin überzeugt, dass diesem Beispiel andere Länder folgen werden.'"

Dies ist ein Auszug aus einem Artikel des österreichischen Forums "Bizeps" vom 18.09.2010, den gesamten Artikel finden Sie unter:


"Schulische Inklusion aus heilpädagogischer Sicht: Rhetorik und Realität", Otto Speck

Eintrag vom 17.09.2010

"Bedeutet Inklusion das Ende der schulischen Separation und der vielfältigen Barrieren für Kinder mit Behinderung? Oder birgt Inklusion neue Risiken für unser Bildungssystem? Wie können Kinder nicht nur nebeneinander, sondern miteinander und voneinander lernen? Otto Speck liefert Antworten auf diese und weitere Fragen und informiert über die Chancen und Grenzen dieses aktuellen und kontrovers diskutierten Themas."

(Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 17.09.2010)


Differenzieren mit Einstein - Aufgaben auf drei Niveaustufen

Eintrag vom 16.09.2010

"Sowohl die heterogenen Lernvoraussetzungen als auch das individuelle Lerntempo in Zusammenhang mit den unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten der Kinder verlangen von Lehrkräften eine zunehmende Differenzierung und Individualisierung ihres Unterrichts und damit einen erhöhten Zeitaufwand für die Unterrichtsvorbereitung. Eine bestmögliche Unterstützung in diesem Bereich geben die neuen Kopiervorlagensammlungen "Differenzieren mit Einstein – Aufgaben auf drei Niveaustufen." (Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 16.09.2010)

Zarte Schritte in individuelle Förderung und Anerkennung von Heterogenität, zunächst in drei Stufen unterteilt:
1. Kopiervorlagen mit einfacheren Aufgaben zur Förderung, Wiederholung
2. Kopiervorlagen auf Grundkursniveau
3. Kopiervorlagen mit erhöhtem Anforderungsniveau

Schauen Sie selbst!


"Das Ende der lebenslänglichen sonderpädagogischen „Umklammerung“ in Reichweite"

Eintrag vom 14.09.2010

Das Editorial der Fachzeitschrift der Lebenshilfe "Teilhabe" 3 /2010 ist jetzt online verfügbar. Theo Frühauf beschäftigt sich mit Hilfe eines kurzen historischen Rückblickes mit der wachsenden Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung und dem Wandel der Zielvorstellungen:

„Menschen mit Behinderung ein ‚normales’ Leben ermöglichen (Normalisierungsprinzip), sie in die Welt der Nichtbehinderten ‚hineinnehmen’ (Integration), sie möglichst weitgehend selbst entscheiden lassen (Selbstbestimmung), ihre Teilhabe an den regulären Angeboten und Strukturen ihres Umfeldes sicherstellen (Inklusion): Diese programmatischen Meilensteine widersprechen sich nicht, sondern sind sich ergänzende, nur vor ihrem jeweiligen historischen Hintergrund zu verstehende Schritte hin zur Vision einer gesellschaftlichen Rolle von Menschen mit geistiger Behinderung als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger.“ (aus dem Newsletter der Bundesvereinigung Lebenshilfe, 14.09.2010)


Gütesiegel individuelle Förderung an 351 Schulen in NRW verliehen

Eintrag vom 14.09.2010

"26 weitere Schulen aus Nordrhein-Westfalen sind mit dem "Gütesiegel Individuelle Förderung" ausgezeichnet worden. Schulministerin Barbara Sommer hat am 17. Mai 5 Grundschulen, 3 Berufskollegs, 4 Gesamtschulen, 6 Gymnasien, 5 Realschulen, 3 Hauptschulen das Siegel verliehen. Mit der heutigen Verleihung ist das vom NRW-Landtag gesetzte Ziel der Initiative „Gütesiegel Individuelle Förderung" eingelöst: die Auszeichnung von 351 Schulen, die auf eine gelingende Praxis individueller Förderung verweisen können und anderen Schulen Orientierung und Anregungen bieten."

Quelle: Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen


Schritte auf dem Weg zur "inklusiven" Schule, Bericht des Kinderschutz e.V.

Eintrag vom 11.09.2010

"Mit der Ratifizierung der "UN-Konvention über Rechte von Menschen mit Behinderungen" durch die Bundesrepublik Deutschland ist diese seit 26. März 2009 auch für unser Land verbindlich. Die Übereinkunft der Vereinten Nationen stellt die Menschenrechte in den Mittelpunkt und formuliert das Recht auf Selbstbestimmung, Partizipation und umfassenden Diskriminierungsschutz für Menschen mit Behinderungen. Um dies zu erreichen, fordert sie eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft. Der zentrale Begriff "Inklusion" meint dabei, dass jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben. Gesetzgeber und Verwaltung stehen in der Pflicht, die in der Konvention gesetzten Ziele für Menschen mit Behinderung durch entsprechende Maßnahmen zu erreichen oder zumindest anzustreben."
Lesen Sie weiter unter:


Die Mehrheit aller deutschen Eltern ist für Ganztagsschule, gemeinsamen Unterricht und individuelle Förderung

Eintrag vom 11.09.2010

"Rund zwei Drittel der Eltern in Deutschland sprechen sich für Ganztagsangebote an den Schulen aus. Ebenso viele befürworten einen gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht-behinderte Kinder. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung zur Schule der Zukunft hervor, die vom Institut Infratest dimap durchgeführt wurde [...]."

Lesen Sie weiter unter:


Stellungnahme der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention zur Stellung der UN-Behindertenrechtskonvention innerhalb der deutschen Rechtsordnung [...]

Eintrag vom 10.09.2010

"Auch im Schuljahr 2010/2011 ist in Deutschland der Zugang zur allgemeinen Schule für behinderte Kinder nicht selbstverständlich. "Es darf nicht sein, dass Betroffene gegen ihren Willen vom allgemeinen Schulsystem ausgeschlossen bleiben", betonte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention. "Behinderte Mädchen und Jungen haben einen menschenrechtlichen Anspruch auf ein sinnvolles Bildungsangebot im allgemeinen Bildungssystem", unterstrich Aichele unter Bezug auf die UN-Behindertenrechtskonvention. Das Recht auf inklusive Bildung müsse in den Bundesländern deshalb stärker beachtet werden [...]" (Quelle: www.presseportal.de, Zugriff am 10.09.2010)

Unter dem nachstehenden Link finden Sie den vollen Text der heute veröffentlichten Stellungnahme Valentin Aicheles im pdf-Format!


Online-Befragung: 95 Prozent haben kein Vertrauen in die Bildungspolitik

Eintrag vom 09.09.2010

"[...] Wer ein Schulkind zu Hause hat, kann den Schüleralltag mit einem Wort zusammenfassen: Druck. Nicht nur die Kinder leiden darunter - die Eltern leiden mit. Die Folge ist ein großer Vertrauensverlust in die Politik: 95 Prozent der ELTERN FAMILY-Leser sagen, dass sie kein Vertrauen in die Bildungspolitik haben. 71 Prozent finden, dass Bildung nicht länger Ländersache bleiben sollte. "Bildungspolitik sollte für vergleichbare Chancen sorgen", so der Psychologe und Erziehungswissenschaftler Prof. Reinhold S. Jäger. "Aber in Deutschland kann ein Schüler nicht einmal innerhalb einer Stadt die Schule gleicher Art wechseln, ganz zu schweigen vom Umzug in ein anderes Bundesland. Jedes Kind ist von der Chancenungleichheit betroffen. Nicht nur für Kinder mit sozialer Benachteiligung oder Migrationshintergrund wird wenig getan [...]." (Quelle: www.presseportal.de, Zugriff am 09.09.2010).

Lesen Sie weiter in der neuen "Eltern family" oder unter nachstehendem Link:


Ausgabe 3 / 2010 der Zeitschrift für Inklusion ist online!

Eintrag vom 07.09.2010

Nachdem sich die erste Ausgabe in diesem Jahr mit den Lebenswelten von Erwachsenen und die zweite Ausgabe mit internationalen Perspektiven auf Inklusion beschäftigt hat, fokussiert die 3. Ausgabe der vollständig online verfügbaren Fachzeitschrift das Thema "Inklusive Elementarpädagogik". Neben nationalen werden auch internationale Konzepte in den Blick genommen und untersucht.


Einmischen - Mitmischen, Politik ist für alle!

Eintrag vom 07.09.2010

Bürger in einer demokratischen Gesellschaft zu sein heißt, von der Möglichkeit der politischen Partizipation Gebrauch machen zu können. Für viele Menschen ist es jedoch schwierig bis unmöglich, unter den derzeit ge­gebenen Bedingungen ausreichend Zugang zu grundlegenden Informationen zu erhalten, da diese hauptsächlich über die Schriftsprache vermittelt werden. Dies gilt in besonderem Maße für Texte zur politischen Bildung und Informationen zum politischen Geschehen ge­nerell.

Nahezu alle diese Texte schließen Menschen mit einer geistigen Behinderung aus: Sie beinhalten komplizierte und verschachtelte Sätze, Fremdwörter und schwer verständliche Metaphern. Das Layout ist meist nicht auf die Erfordernisse elektronischer Hilfsmittel wie Screenreader (elektronische „Vorleser”) abgestimmt. Derartige Probleme finden sich so­wohl bei pädagogischem Material als auch bei Wahl- und Parteiprogrammen, Regierungs­erklärungen und Pressemitteilungen politi­scher Mandatsträger. Sie bleiben vielen Men­schen auf Grund ihrer textlichen Darstellung verschlossen.

Mit dem Projekt „Einmischen - Mitmischen: Politik ist für alle“ möchten wir einen Beitrag leis­ten, um politische Teilhabe und den Zugang zu Informationen für jede und jeden ein Stück mehr zu ermöglichen. Dazu entwickeln wir eine Online-Plattform mit diesen Inhalten:
- Texte in Leichter Sprache
- Erklärende Filme („Wie geht Wählen“, „Was sind Parteien“ etc.)
- Interaktive Lerneinheiten

Das Material wurde von Studierenden der Fachhochschule Köln in Kooperation mit interes­sierten Menschen mit einer geistiger Behinderung erstellt.

(Quelle: www.mitmischen.org, Zugriff am 07.09.2010)

- Ein großartiges Projekt, überzeugen Sie sich selbst!


Schule zukunftsfähig gestalten: Neues Praxisbuch zur Unterrichtsentwicklung

Eintrag vom 07.09.2010

"Schulen benötigen eine moderne Lernkultur, um ihrem Bildungsauftrag auch in Zukunft gerecht zu werden. Wie Veränderungen Schritt für Schritt möglich sind, zeigt der neue Band Unterrichtsentwicklung mit Erfolg aus dem Cornelsen Verlag Scriptor. In zehn Bausteinen werden bewährte und neuartige Anregungen für die Sekundarstufe vorgestellt, von Zeitmanagement über eine motivierende Lernumgebung bis hin zu einer sinnvollen Feedbackkultur. Die Autoren konnten die Maßnahmen im Rahmen eines großen Schulentwicklungsprozesses an reformorientierten Gesamtschulen selbst erproben." (Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 07.09.2010)

Lesen Sie weiter unter:


Inklusionsbarometer der Lebenshilfe Österreich

Eintrag vom 06.09.2010

Im Rahmen des Pressegesprächs "Inklusive Schule" der österreichischen Lebenshilfe, in welchem auch der in der letzten Meldung erwähnte Inklusionsplan präsentiert werden konnte, hat die österreichische Lebenshilfe außerdem ein Inklusionsbarometer entwickelt. Dieses enspricht in der Aufarbeitung dem im letzten Jahr vom Sozialverband Deutschland erarbeiteten "Bildungsbarometer Inklusion" (siehe: http://www.sovd.de/fileadmin/downloads/pdf/sonstiges/neu_-_Landkarte_Inklusion.pdf), wie sich zeigt ist die Integration bzw. Inklusion in Österreich mancherorts jedoch schon deutlich weiter vorangeschritten, als in Deutschland. Vergleichen Sie selbst:


Schritt für Schritt zur neuen Schule für alle: Stufenplan zur inklusiven Schule, Dialogpapier der Lebenshilfe Österreich

Eintrag vom 06.09.2010

In der vergangenen Woche hat die Lebenshilfe Österreich ein Dialogpapier zur inklusiven Bildung vorgelegt: "Die Lebenshilfe fordert die Einführung eines inklusiven Schulsystems, also einer neuen Schule für alle Kinder mit und ohne Behinderungen bis zum Ende der Oberstufe. Mit Hilfe eines Stufenplans soll die Trennung zwischen Kindern mit und ohne Behinderungen im gesamten Bildungsbereich aufgehoben werden." (Quelle: www.lebenshilfe.at, Zugriff am 06.09.2010)

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie nicht nur das Dialogpapier der österreichischen Lebenshilfe im pdf-Format, sondern ebenso zahlreiche Stellungnahmen und Pressegespräche zum Thema!


"Zwangszuweisung" zur Förderschule? -Bitte melden Sie sich bei uns!

Eintrag vom 02.09.2010

Die Monitoring-Stelle am Deutschen Institut für Menschenrechte wird am 10.09.2010 eine Stellungnahme zum Recht auf inklusive Bildung veröffentlichen.
In einer Pressemitteilung soll problematisiert werden, dass es auch zu Beginn dieses Schuljahrs Kinder gegeben hat, die gegen ihren Willen an Förderschulen verwiesen wurden.

Hierzu bräuchte das Institut einen Überblick über Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse:
- Wie viele dieser Fälle der Zwangszuweisung kennen Sie?
- Aus welchen Bundesländern bzw. aus wie vielen Bundesländern kommen diese Fälle?
- Wie viele werden in behördlichen oder gerichtlichen Verfahren derzeit noch verhandelt?

Im Anschluss an die geplante Veröffentlichung sind Anfragen von JournalistInnen zu erwarten, welche Eltern suchen, die bereit wären, über das Schicksal ihrer Kinder zu berichten.

Sollten Sie über Informationen zum Dargestellten verfügen, oder gar selbst über Ihre Situation berichten wollen, melden Sie sich bitte bei uns, wir leiten Ihre Anfrage umgehend weiter!


"'Wir dürfen kein Kind verlieren'", Interview mit Ministerin Sylvia Löhrmann

Eintrag vom 02.09.2010

"[...] Jedes Kind, jeder Jugendliche braucht spezifische Lernanreize und -angebote, damit er oder sie immer herausgefordert ist. Man muss viel mehr in Lerngruppen differenzieren. So kann auch dem Sitzenbleiben und Abschulen entgegengewirkt werden. Die große Arbeitsleistung der Lehrerinnen und Lehrer liegt dann bei der Planung des Unterrichtes - die Arbeit in der Klasse ist dafür entspannter. [...]"

Den Volltext des Interviews, welches am 29.08.2010 in der "Welt online" erschien, finden Sie unter:


"Inklusion - Rechte werden Wirklichkeit" - Dokumentation der Fachbeiträge endlich online!

Eintrag vom 31.08.2010

Endlich ist es soweit: Die Dokumentation des im Juni von der Lebenshilfe und Inclusion International veranstalteten Weltkongresses ist online! Neben einer Vielzahl von Fachbeiträgen, hält die Seite der Lebenshilfe zahlreiche Impressionen in Bild und Film für Sie bereit.

Schauen Sie selbst:


Inklusion als exklusives Recht?

Eintrag vom 25.08.2010

Herr Paul-Roemer (Initiativkreis Gemeinsame Schule) hat sich die Mühe gemacht, die Stellungnahme des Deutschen Philologenverbands (DPhV) vom 23.04.10 näher zu betrachten und verschiedene Argumentationsweisen (und deren rhetorische Darstellung) unter die Lupe zu nehmen.
In diesem informativen Beitrag wird deutlich, wie durch den DPhV versucht wird, ein hierarchisches normorientiertes Schulsystem mit aller Kraft aufrechtzuerhalten, das letztlich in sich widersprüchlich ist.
Lesen Sie selbst!


"Ich, du und die anderen" - Kostenloses Unterrichtsmaterial zum Thema Behinderung

Eintrag vom 23.08.2010

Das Unterrichtsmaterial "Ich, du und die anderen" vermittelt Informationen, um das Thema Behinderung im Schulunterricht aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. "Ich, du und die anderen" richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen - mit spezieller Vorbereitung auch ab der Grundschule. Es eignet sich für den Einsatz in Fächern wie Religion, Ethik, Philosophie, Geschichte, Politik, Biologie und Sozialkunde. Jetzt mit Leitfaden "Inklusion - Dabei sein! Von Anfang an."

Auch dieses Unterrichtsmaterial wird Ihnen vollkommen gratis zur Verfügung gestellt. Neben einem ganzen Klassensatz (31 Heftchen) des Schülermaterials kann jede/r Interessierte auch das Lehrerheft und zahlreiche weitere Materialien über die Homepage der Aktion Mensch anfordern.
Auch Material zur Bioethik (verwendbar etwa ab Klasse 9) und ein kostenloser Satz Hausaufgaben-Hefte können bestellt werden. Nutzen auch Sie diesen tollen Service!


Die "starken 10" - Spiele und Anregungen zur Stärkung sozialer Kompetenzen

Eintrag vom 23.08.2010

Eine spannende Geschichte und viele Lernspiele: Die "starken 10" sind für Kinder von 5-8 Jahren gedacht und sollen vor allem Spaß machen! Die SOS-Kinderdörfer haben zusammen mit Spielpädagogen und Lehrern zehn Unterrichtseinheiten mit Druckvorlagen, Spielbögen, Bastelvorlagen und pädagogischen Anregungen erstellt.

Das wirklich kreative, anschauliche und liebevoll illustrierte Material finden Sie zum kostenlosen Download auf der Seite der SOS-Kinderdörfer!


Sylvia Löhrmann will die erste Gemeinschaftsschule in NRW zügig genehmigt sehen

Eintrag vom 23.08.2010

"Die Gemeinde Ascheberg hatte bereits im Oktober 2009 beim Schulministerium die Genehmigung einer "Profilschule Ascheberg" beantragt. Diese war aber von der alten Landesregierung versagt worden. Entsprechend ihren Ankündigungen, unter Nutzung der Möglichkeiten eines Schulversuchs, ortsnahe Schulen mit gymnasialem Standard zuzulassen, beabsichtigt Schulministerin Sylvia Löhrmann nun, diesen Antrag zügig und sorgfältig zu prüfen. [...]"

Lesen Sie weiter unter:


"Inklusive Bildung muss Normalität werden"

Eintrag vom 23.08.2010

Zu Beginn des neuen Schuljahres hat das Land Rheinland-Pfalz die Zahl der [sogenannten]Schwerpunktschulen auf insgesamt 193 erhöht. Leider beschränken diese sich allerdings auf Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe 1.

Den Artikel "Inklusive Bildung muss Normalität werden" finden Sie auf der österreichischen Plattform 'kobinet' unter:


Österreich muss im Oktober den ersten Staatenbericht zur Umsetzung der UN-BRK vorlegen

Eintrag vom 23.08.2010

"Zwei Jahre nach Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist es im Herbst soweit: Das offizielle Österreich muss erstmals vor der UNO bekanntgeben, welche Schritte es gesetzt hat, die Konvention entsprechend umzusetzen. Gleichzeitig bringen der Monitoringausschuss und die Zivilgesellschaft entsprechende Berichte ein. Aus der Zusammenschau dieser drei Berichte wird sich die UNO schließlich ein Bild über die Umsetzung der Konvention machen und in weiterer Folge Lob oder Tadel aussprechen, bzw. auch Handlungsempfehlungen abgeben.

Für Österreich, so zumindest die Einschätzung nach der Präsentation des ersten Entwurfes zum Staatenbericht, wird es wohl überwiegend Tadel geben. Denn was Sozialminister Rudolf Hundstorfer und seine Spitzenbeamten kürzlich vorlegten, legt den Verdacht nahe, dass niemand von ihnen die UN-Konvention gelesen hat. [...]"

Lesen Sie weiter unter:


"PISA, Finnland und das deutsche Schulsystem. Wie Sachsen von Finnlands Bildungssystem lernen kann"

Eintrag vom 18.08.2010

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen von der Friedrich Ebert Stiftung online gestellten Vortrag. Die zugehörige Diskussion wurde am 26. Februar 2009 in Chemnitz geführt.
An den dargestellten Eckpfeilern des finnischen Bildungssystems lässt sich überdeutlich erkennen, an wie vielen Stellen das deutsche Schulsystem dringend zu überarbeiten wäre!


Freier Elternwille in Niedersachsen in Gefahr

Eintrag vom 18.08.2010

"CDU und FDP wollen durch die Hintertür den freien Elternwillen bei der Schulwahl in Niedersachsen einschränken. Künftig sollen Schüler, die nicht versetzt werden, schon nach der fünften Klasse durch einen Beschluss der Klassenkonferenz zu einem Schulwechsel gezwungen werden können. Bislang kann erst nach der sechsten Klasse eine „Abschulung“ etwa vom Gymnasium auf die Realschule erzwungen werden." (www.haz.de, Zugriff am 18.08.2010)

Der Artikel, welchen Sie unter dem nachstehenden Link finden, fokussiert nicht die aktuelle Debatte um ein integratives / inklusives Bildungssystem, er spiegelt aber dennoch deutlich die nicht enden wollende Leistungsorientierung und Segregationstendenz im deutschen Bildungssystem wieder. Lesen Sie selbst:


"Auf dem Weg zu einer »inklusiven« Schule?"

Eintrag vom 12.08.2010

In Ihrem lesenswerten Beitrag setzt sich die Hauptreferentin des Deutschen Städtetages, Prof. Dr. Angela Faber, mit der Rechtssituation nach der Ratifizierung der UN-Konvention auseinander. Von der innerstaatlichen Verbindlichkeit der UN-BRK kommt Faber zunächst auf die Auswirkungen im Schulbereich zu sprechen, um im Anschluss das Augenmerk auf die Umsetzung im Schulbereich durch die Länder und die Auswirkungen auf die kommunalen Schulträger zu richten. Das Fazit ist eindeutig:" [...] Um dem Ziel einer Stärkung der Teilhabe behinderter Menschen auch im Schulbereich besser Rechnung tragen zu können, wäre ein Plan hilfreich, der eine schrittweise Verwirklichung des Ziels unter Berücksichtigung der unterschiedlichen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte skizziert [...]."

Den gesamten Artikel finden Sie unter:


Deutsches Institut für Menschenrechte bietet neue Publikationsreihe zur UN-Behindertenrechtskonvention

Eintrag vom 12.08.2010

"Die Publikation erläutert in gewohnter und in Leichter Sprache, was Monitoring konkret bedeutet, was die UN-Behindertenrechtskonvention unter Monitoring versteht und welche Rolle die Konvention nicht-staatlichen Akteuren bei der Beobachtung und Kontrolle staatlichen Handelns zuweist." (Quelle:www.institut-fuer-menschenrechte.de, Zugriff am 12.08.2010)

Unter dem nachstehenden Link finden Sie bereits die erste "Position": "Monitoring – unverzichtbarer Beitrag zur staatlichen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" Von Dr. Valentin Aichele. Zusätzlich finden sich weitere interessante Essays und Papiere zum kostenlosen Download. Schauen Sie selbst oder abbonnieren Sie gleich die Publikationen der Monitoring-Stelle!


Kein Patentrezept für gute Schulen

Eintrag vom 10.08.2010

"Wie sehen gute Schulen aus? Was muss sich in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen ändern? Der Hamburger Volksentscheid über die sechsjährige Grundschule gibt der schwelenden Schulsystemfrage neue Nahrung. Die Debatte läuft [...]."

Lesen Sie den informativen Artikel, welcher verschiedene in- und ausländische Bildungssystem zum Vergleich heranzieht, unter:


Wenn die Postleitzahl über die (Bildungs-)Chancen entscheidet

Eintrag vom 10.08.2010

"[...]. Geht es um die Schule, tragen viele Eltern zwei Seelen in ihrer Brust. Sie wünschen sich eine Schule, in der ihr Kind lernen und Fehler machen kann, ohne ständig bewertet, einsortiert und angetrieben zu werden. Diese Stimme sagt: Lasst die Kinder möglichst lange in der Grundschule, gebt ihnen Zeit, miteinander und voneinander zu lernen! Doch da ist noch die andere Seele. Sie ist besorgt, ob das Kind genug lernt. Und ob es nicht unter schlechten Einfluss gerät, wenn es jahrelang mit schwächeren Schülern in derselben Klasse bleibt. Diese Stimme ruft: Schick' dein Kind aufs Gymnasium, so schnell du kannst! [...]"
(Quelle: www.sueddeutsche.de, Zugriff am 10.08.2010)

Den vollständigen Artikel finden Sie online unter:


Bremen setzt beharrlich Schulreform um – Ziel Inklusion

Eintrag vom 10.08.2010

"Zankapfel Schulpolitik: In Hamburg pfeifen die Bürger per Volksentscheid die reformwillige Politik zurück. In anderen Ländern wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen streiten die politischen Lager lauthals über das Bildungswohl der Kinder. Doch es geht auch anders: Das kleine Land Bremen setzt seinen neuen Weg schrittweise, aber beharrlich um. Mit dem am 5. August begonnenen neuen Schuljahr lernen behinderte und nichtbehinderte Kinder erstmals gemeinsam im Klassenzimmer. So will es jetzt das Gesetz." (Quelle: bildungsklick.de, Zugriff am 10.08.2010)

Lesen Sie weiter unter:


Forderungen des Deutschen Behindertenrates für einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Eintrag vom 09.08.2010

Aus der Einleitung: "Die UN-Behindertenrechtskonvention ist am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft getreten und seither geltendes deutsches Recht. Doch verändert hat sich bislang nur wenig.
Mit Blick darauf, dass Deutschland bereits 2011 einen ersten Staatenbericht zur innerstaatlichen Umsetzung der Konvention geben muss, ist diese Umsetzung nunmehr zügig und entschlossen anzugehen. Ein bundesweiter Nationaler Aktionsplan, wie ihn die Bundesregierung befürwortet, ist hierbei ein wichtiger und richtiger Schritt. Er kann dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein zugunsten von Selbstbestimmung und gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderungen weiterzuentwickeln und so die Politik für Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention weiter voranzubringen."

Das 52-seitige Dokument, das bereits im Mai dieses Jahres veröffentlicht wurde, finden Sie unter dem nachstehenden Link!


Klaus Lachwitz (Bundesvereinigung Lebenshilfe) an der Spitze von Inclusion International

Eintrag vom 09.08.2010

"Mit dem 63-jährigen Klaus Lachwitz aus Rauischholzhausen bei Marburg steht erstmals ein Deutscher an der Spitze von Inclusion International. Die Organisation setzt sich seit 50 Jahren überall auf der Welt für die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung ein. Sie hat ihren Sitz in London und vertritt mehr als 200 Mitgliedsverbände in 115 Ländern."

(Quelle: www.dvfr.de, Zugriff am 09.08.2010)

Den gesamten Artikel finden Sie auf der Homepage der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation:


Vier Jahre sind nicht genug - Eltern für längeres gemeinsames Lernen!

Eintrag vom 09.08.2010

"Repräsentative Studie von JAKO-O und TNS Emnid zeigt: Eltern wünschen sich sechs Jahre Grundschule

Vier Jahre lang gehen die meisten Kinder in Deutschland gemeinsam in die Schule, dann wird sortiert: Reicht es für das Gymnasium oder nur für die Hauptschule? Eine so frühe Trennung geht den meisten Eltern in Deutschland zu schnell: Nur 26 Prozent finden eine Aufteilung nach Klasse vier gut, ergab eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. Insgesamt 72 Prozent halten es für besser, wenn Kinder sechs oder sogar neun Jahre gemeinsam lernen, heißt es in der Umfrage, die vom Unternehmen JAKO-O in Bad Rodach in Auftrag gegeben wurde. Der gerade in Hamburg über die Bühne gegangene Volksentscheid bedeutet dort zwar erst einmal das Aus für die sechsjährige Primarschule. Politiker sollten aber dennoch den Mut haben, sich weiterhin für das längere gemeinsame Lernen zu engagieren. Denn das Thema liegt Eltern bundesweit am Herzen."

(Quelle: www.presseportal.de, Zugriff am 09.08.2010)

Lesen Sie weiter unter:


Stellungnahme der GEW zur verhinderten Schulreform in Hamburg

Eintrag vom 02.08.2010

Das Ergebnis der Volksabstimmung über längeres gemeinsames Lernen in Hamburg ist aus Sicht der GEW enttäuschend.
„Die Angstkampagne der Reformgegner hat gesiegt. Es ist ihnen gelungen, bei vielen Menschen Verlustängste für die
Lernbedingungen ihrer Kinder zu erzeugen“, so der Bundes-GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne „Das muss in Hamburg respektiert und aufgearbeitet werden.“

Gleichwohl ist für die GEW dieser Schritt der Verhinderung pädagogisch falsch und rückwärts gewandt. Die Probleme
der scharfen sozialen Ausgrenzung in einem mehrgliederigen Schulsystem bleiben und mahnen dringend zum Handeln,
wie Thöne erläuterte. Das Ziel des längeren gemeinsamen Lernens bleibt für die Bildungsgewerkschaft auf der bil-
dungspolitischen Agenda.

(Quelle: gew.de)


Literaturdatenbanken, Online-Zeitschriften und Open-Access zum Thema Integration/Inkluion

Eintrag vom 29.07.2010

Die InKö-Literaturdatenbank bietet eine Reihe von Literaturquellen im Bereich Integration/Inklusion an, die Sie über die Schlagwortübersicht oder als direkte Eingabe recherchieren können.

Zur weiteren Recherche finden Sie unter folgendem Link eine Übersicht über Literaturdatenbanken und Online-Zeitschriften, in denen Quellen und Artikel im Themenbereich Integration/Inklusion enthalten sind. Mitaufgenommen sind nun auch Open Access-Plattformen, ein erfreulicher Trend, wissenschaftliche Informationen für interessierte Leser frei zugänglich zu machen.

Wer eine Portion Zeit zur Verfügung hat, der kann hier nach Belieben recherchieren. Und wird definitiv fündig werden!


"Menschenrechte inklusive!"

Eintrag vom 26.07.2010

Unter dem Motto "Menschenrechte inklusive" findet am Dienstag, 17. August 2010 ein Fachtag in Lüneburg statt, bei dem die Diskussion im Vordergrund steht, wie die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Bildung und Erziehung aussehen kann und ob und wie eine inklusive Praxis innerhalb der bestehenden systemischen Strukturen realisiert werden kann.

Das Programm zum Fachtag "Menschenrechte inklusive!" finden Sie, wenn Sie untenstehendem Link folgen.

Weitere interessante Termine zu Veranstaltungen rund um (schulische) Integration / Inklusion können Sie in unserer Rubrik "Termine" finden.


Schulische Integration / Inklusion in den Medien

Eintrag vom 22.07.2010

In der Rubrik "Schulische Integration / Inklusion in den Medien" in unserem Informationsbereich finden Sie derzeit eine große Anzahl aktueller Presse-, Radio- und TV-Berichte. -Viel Spaß beim Stöbern!

Sie gelangen zu diesem Bereich über die Navigation: "Informationen" > "Schulische Integration / Inklusion in den Medien"

Unter vielen anderen Nachrichten finden Sie dort beispielsweise einen Zeitungsbericht zur Umsetzung der UN-Konvention in Bonn.


Inklusion in NRW - Die Umsetzung der UN-Konvention im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung

Eintrag vom 22.07.2010

Die Fraktion der SPD und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen haben Stellung genommen zur Umsetzung der UN-Konvention in NRW. Das Übereinkommen soll feste Verankerung im Koalitionsvertrag finden und eindeutige Signale vermitteln, dass die allgemeine Schule endgültig als der Regelförderort anerkannt wird. Lesen Sie den Antrag der beiden Fraktionen (Drucksache 15/26) und die ersten Bemühungen der designierten Schulministerin Sylvia Löhrmann auf dem Weg zu einer "Schule für alle"!


Hamburg hat gesprochen - Schulreform abgelehnt

Eintrag vom 19.07.2010

Der Gesetzesentwurf zur sechsstufigen Grundschule wurde von Hamburgs Bürgern im gestrigen Volksentscheid abgelehnt, der Verband der deutschen Philologen freut sich, die Frage bleibt, wer noch...!


"Die Hamburger Schulreform wird ein Erfolgsmodell"

Eintrag vom 19.07.2010

Interview mit Peter Daschner, Leiter des Hamburger Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

"Am [vergangenen] Sonntag [haben] [.] die Hamburger Bürger über die geplante Schulreform [abgestimmt] [.]. Dabei geht es um die Frage, ob die Kinder des Stadtstaates zukünftig länger gemeinsam lernen: in einer sechsjährigen Primarschule. Neuesten Umfragen zufolge ist der Ausgang des Volksentscheids ungewiss. bildungsklick.de wollte vom Leiter des Hamburger Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Peter Daschner, wissen, welche Auswirkungen ein Votum für oder gegen die Schulreform haben wird."


"Inklusive Bildung sondert kein Kind aus", Interview mit Ute Erdsiek-Rave

Eintrag vom 14.07.2010

"Inklusive Bildung ist ein zentrales Anliegen der UNESCO. Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde inklusive Bildung im Völkerrecht verankert. Deutschland hat das Übereinkommen im Frühjahr 2009 ratifiziert. Ute Erdsiek-Rave, Vorsitzende des Expertenkreises "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission, erklärt im Interview mit unesco heute online, was sich in Deutschland ändern muss. Sie war von 1998 bis 2009 Bildungsministerin in Schleswig-Holstein."
(Quelle: www.unesco.de, Zugriff am 14.07.2010)

Das Interview finden Sie unter:


Deutsche UNESCO-Komission gründet Expertenkreis "Inklusive Bildung"

Eintrag vom 14.07.2010

"Die Deutsche UNESCO-Kommission hat einen Expertenkreis "Inklusive Bildung" gegründet. Er soll die Umsetzung inklusiver Bildung bundesweit durch gemeinsame Initiativen vorantreiben. Der Kreis wird Kompetenz und Erfahrungen, die in der Wissenschaft, Praxis und Politik bereits bestehen, stärker miteinander vernetzen. Inklusion soll allen Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung ermöglichen, unabhängig von Lernbedürfnissen, Geschlecht oder Herkunft. Der Sprecherrat des Expertenkreises tagt[e] erstmals am 13. Juli 2010 in Berlin."
(Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 14.07.2010)

Lesen Sie weiter:


Landschaftsausschuss beschließt Inklusionspauschale

Eintrag vom 13.07.2010

Der Landschaftsausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland hat einstimmig die Einführung einer Inklusionspauschale beschlossen. Durch die Entscheidung unterstreicht das politische Gremium des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) seinen Willen, den inklusiven Unterricht weiter auszubauen. Die Pauschale ergänzt den bestehenden Geräte- und Finanzpool, der schon jetzt Kindern mit Handicap den Besuch einer allgemeinen Schule ermöglicht.


Kritik von Brigtitte Schumann am KMK-Positionspapier

Eintrag vom 13.07.2010

"Die KMK drückt sich um die Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention. Was zu befürchten war, ist eingetreten. Die Kultusminister beabsichtigen, sich auf den denkbar kleinsten gemeinsamen Nenner zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) zu einigen. Dabei haben diejenigen Länder sich durchsetzen können, die besonders starr an der Separation von Kindern mit Behinderungen festhalten. Allen voran das Land Sachsen, das 6,9 % seiner Schülerinnen und Schüler in Förderschulen exkludiert und damit über der bundesdeutschen Exklusionsquote von 4, 9 % liegt. Ein entsprechendes Diskussionspapier ist am 29.4. auf der Ebene der Staatssekretäre einstimmig verabschiedet worden. Es soll am 21.6. auf der Fachkonferenz der KMK in Bremen durch die Kultusminister abgesegnet werden."

Lesen Sie weiter unter:


"Wir müssen jeden so annehmen, wie er ist"

Eintrag vom 13.07.2010

Interview mit dem Behindertenbeauftragten des Bundes Hubert Hüppe: " Manchmal hat man das Gefühl, die Länder wollen sich gar nicht bewegen. Es ist interessant, wenn die größte Aufmerksamkeit der Diskussion der Behauptung gilt, dass es keinen Anspruch auf inklusiven Unterricht gäbe. Ich dachte, da wären wir schon ein Stück weiter[...]" -Lesen Sie das gesamte Interview unter:


Projekt zum Thema Inklusion an der Rheinisch Westfälischen Realschule, Dortmund

Eintrag vom 12.07.2010

An der Rheinisch Westfälischen Realschule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation in Dortmund ist ein wunderbares Projekt entstanden. Mit Ihrer Informatiklehrerin beschäftigten sich einige Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 a/c im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit der UN-Behindertenrechtskonvention und deren zentralen Schlagworten. Neben einem ausführlichen Glossar, in welchem elementare Begriffe auch in die DGS übersetzt wurden, finden sich Links, Informationen, Verweise auf verschiedene europäische Modelle des (Förder-)schulsystems, der Index für Inklusion und ein Gästebuch.

Schauen Sie sich selbst dieses beispielhafte Projekt an:


"Gemeinsam neue Wege gehen" -Presseinformation zum Koalitionsvertrag von SPD und den Grünen

Eintrag vom 12.07.2010

Der Koalitionsvertrag der neuen NRW-Landesregierung ist von den Delegierten der rot-grünen Regierungsparteien nahezu einstimmig angenommen worden. Am kommenden Mittwoch wird sich entscheiden, ob die dargestellten Punkte tatsächlich das Programm der neuen Landesregierung bilden werden.
Erfreulicher Weise liegt ein Schwerpunkt des Koalitionsvertrages im Bereich der Bildung. Die Parteien wollen neben der inklusiven Schulentwicklung vor allem Gemeinschaftsschulen, also ein längeres gemeinsames Lernen und eine kostenfreie Kindertagesbetreuung erreichen. Ab Seite sieben des Dokumentes ist das Thema Bildung zentral:


Ein Bericht über den Kongress von Inclusion International

Eintrag vom 12.07.2010

Über das österreichische Nachrichtenportal bizeps info ist nun auch ein Bericht des Selbstvertreters Reinhard Köbler über den Kongress "Rechte werden Wirklichkeit", welcher im Juni in Berlin stattgefunden hat, verfügbar.
Köbler beschreibt, welche intensiven Gestaltungsmöglichkeiten er und andere Menschen mit Lernschwierigkeiten auf dem Kongress, welcher von der Lebenshilfe und Inclusion International organisiert war, wahrnehmen konnten. Der Selbstvertreter kritisiert allerdings, dass Teilnehmer ohne Lernschwierigkeiten noch häufig von ihm und anderen Menschen als "geistig behindert" sprachen und dass es zwei Programmhefte gegeben hat: Eines in leichter Sprache und eines in "normaler" Sprache.

Lesen Sie selbst den gelungenen Beitrag:


Neue Beiträge im Inklusion-Lexikon

Eintrag vom 10.07.2010

Das Inklusion-Lexikon sammelt grundlegende Begriffe zum Themenfeld "Integration / Inklusion - Exklusion" im engeren und weiteren Sinne. Dabei werden die Begriffsbestimmungen von WissenschaftlerInnen vorgenommen, die sich intensiv mit der jeweiligen Thematik beschäftigen.
Das sich im Aufbau befindende Projekt enthält mittlerweile um die 20 Artikel. Aktuell sind die Begriffe "Arbeit" von Dr. Werner Schlummer und "Autonomie", "Anthropologie" und "Kultur" von Prof. em. Helmwart Hierdeis hinzugekommen.


„Umgekehrte“ Integration behinderter Kinder

Eintrag vom 09.07.2010

"Während die Debatte um mehr gemeinsamen Unterricht (GU) von Kindern mit und ohne Behinderung auf Hochtouren läuft, die Schule für alle von vielen gefordert wird und das stark gegliederte Fördersystem auf dem Prüfstand steht, praktiziert die Förderschule am alten Militärring „Inklusion“ bereits seit fast 20 Jahren. Allerdings „umgekehrt“. Und mit großem Erfolg. Das finden nicht nur Armin, Anna und andere Schüler, sondern auch der Direktor des Landschaftsverbands Rheinland, Harry K. Voigtsberger, und Regierungspräsident Peter Lindlar. Sie ist - bislang - die einzige Schule mit diesem Profil in NRW. Die Öffnung von weiteren Förderschulen für Schüler ohne Behinderung sei neben mehr „GU“ an Regelschulen auch ein Weg zu mehr Integration. Voigtsberger: „Wir brauchen individuelle, differenzierte Angebote. Da sind wir noch am Anfang.“" (Quelle: www.rundschau-online.de, Zugriff am 09.07.2010)

Den gesamten Artikel vom 09.07.2010 finden Sie unter:


Anforderungen an einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK

Eintrag vom 09.07.2010

Am 21.06.2010 veröffentlichte die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) ein Positionspapier zu den Anforderungen an einen Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Das zehnseitige Papier finden Sie unter dem nachstehenden Link!


Erneuter Rechtsstreit um Plätze an integrierten Gesamtschulen

Eintrag vom 07.07.2010

"Mit Beschlüssen vom 1. Juli 2010 (5 B 1479/10 u. a.) hat das Verwaltungsgericht Oldenburg (Niedersachsen) mehrere Anträge auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes abgelehnt, mit denen Schülerinnen und Schüler ihre Rechte gegen die Nichtaufnahme in den 5. Schuljahrgang kapazitätsbeschränkter Integrierter Gesamtschulen - IGS - in Oldenburg und in Delmenhorst im Schuljahr 2010/2011 wahren wollten."

(Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 07.07.2010)

Den gesamten Artikel finden Sie unter:


Inklusion und Sonderpädagogik. Positionspapier des vds-Landesverbandes Bayern

Eintrag vom 06.07.2010

Unter Bezugnahme auf verschiedene wissenschaftliche Quellen hat der Landesverband des vds in Bayern schon im vergangenen Jahr ein in 7 thematische Unterpunkte gegliedertes Positionspapier veröffentlicht. Zusammenfassend konstatiert der Verband, seien nicht nur eine Zusammenarbeit auf allen Ebenen und ein Umbau der allgemeinen Schule dringend notwendig und unumgänglich, sondern auch die Rolle der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen müsse sich wandeln, da Inklusion ohne die vielfältigen Erkenntnisse und Kompetenzen der Sonderpädagogik nicht umzusetzen sei.

Lesen Sie selbst das 14-seitige Dokument!


Stufenplan der Lebenshilfe Wien zur inklusiven Schulentwicklung

Eintrag vom 06.07.2010

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen von der Lebenshilfe Wien (Österreich) im April dieses Jahres erstellten Stufenplan zur inklusiven Schulentwicklung. Das Dokument mit dem Titel "Schritt für Schritt zur neuen Schule für alle:
Stufenplan zur inklusiven Schule" sieht die vollständige Realisierung des Planes binnen von maximal 5 Jahren vor, wobei die vorbildhafte Funktion Südtirols betont wird.


Referent/in für die Projektumsetzung "Eine Schule für alle - jetzt" gesucht!

Eintrag vom 06.07.2010

Für die Verbandsgeschäftsstelle in Berlin wird zum 01.10.2010 eine/n Referent/in für die Projektumsetzung “Eine Schule für alle – jetzt“ mit einem Beschäftigungsumfang von 60% gesucht. Die Aufgaben umfassen insbesondere:
Federführung bei der Entwicklung und praktischen Durchführung eines Inklusions-Projekts im Bildungsbereich mit dem Ziel, inklusive Bildung an fünf Standorten in fünf verschiedenen Bundesländern (Sonder- und Regelschulen) exemplarisch zu erproben.

Detaillierte Informationen über das Projekt und zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter:


"Inklusionsfahrplan" von der Lebenshilfe Österreich entwickelt

Eintrag vom 05.07.2010

"Wieder hat Bundesministerin Claudia Schmied in ihrer heutigen Pressekonferenz zu unserem Konzept der inklusiven Schule geschwiegen. Wieder ist ein Schuljahr vorbei, wieder sind Bildungschancen von tausenden Kindern und Jugendlichen vertan." Für Lebenshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Germain Weber ist die Verzögerungstaktik des Unterrichtsministeriums in puncto "Schule für alle" ein "Unbefriedigend".

(Quelle: www.bizeps.or.at, Zugriff am 05.07.2010)

Den gesamten Artikel finden Sie unter:


Gleichstellungsdialog unter dem Motto: "Schulische Integration beginnt bei den LehrerInnen"

Eintrag vom 05.07.2010

Der ÖVP-Behindertensprecher, Dr. Franz-Joseph Huainigg, lud am 29. Juni 2010 zu einem Gleichstellungsdialog: "Schulische Integration und deren Weiterentwicklung wird in der Politik intensiv diskutiert", begründete Huainigg die Initiative und erinnerte an das aktuellen Regierungsprogramm, in dem u.a. festgehalten ist:

- Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf bestmöglich in das Schulsystem integrieren
- Weiterführung der Integration nach der 8. Schulstufe
- Integration als wichtiger Teil der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sowie der
- Weiterbildung: Evaluierung der Lehrpläne an den Pädagogischen Hochschulen

(Quelle: www.bizeps.or.at, Zugriff am 05.07.2010)

Lesen Sie den gesamten Artikel zum Geichstellungsdialog im österreichischen Parlament unter:


Aktuelle Veranstaltungshinweise der "Schulverbesserer" in Hamburg

Eintrag vom 05.07.2010

Montag, 05.07.2010, 19:00-21:00 Uhr
Was steckt eigentlich hinter dem Schulreform-Konflikt in Hamburg? Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Holger Fischer, Rosemarie Raab, Victor Hering und Kurt Edler Rudolf-Ross-Schule, Poolstraße 6

Dienstag, 06.07.2010, 15:00-16.30 Uhr
Ole von Beust, Prof. Dr. Jobst Fiedler, Frank Schira, Christoph Ahlhaus, Marino Freistedt im Gespräch. Eine Veranstaltung der CDU-Bürgerschaftsfraktion Hamburger Rathaus, Festsaal, Einlass ab 14.30 Uhr

Weitere Informationen unter:


„Eine Schule für alle“ – die UN-Konvention und ihre Konsequenzen für Schule und Lehrerbildung

Eintrag vom 01.07.2010

"Die „UN-Convention on the Rights of Persons with Disabilities, 2006” ist als Behindertenrechtskonvention (BRK) nach der Ratifizierung seit dem 26. März 2009 auch in Deutschland rechtsverbindlich wirksam. Die Konvention, welche unter maßgeblicher Mitwirkung von Menschen mit Behinderungen entwickelt wurde, beinhaltet im Kern grundlegende menschenrechtliche Auffassungen, die alle Lebensbereiche tangieren. Diese Konvention kann als „Meilenstein in der Behindertenbewegung und der Behindertenpolitik
bezeichnet werden“ (Feuser 2010, 54). So ist insbesondere Artikel 24 (Bildung) hervorzuheben, der die Vertragsstaaten zur Schaffung eines inklusiven Bildungssystems(„inclusive education system at all levels“) verpflichtet." (Ziemen, 2010, S.1)

Lesen Sie unter dem nachstehenden Link den gesamten Artikel von Prof'in Dr. Kerstin Ziemen, welcher ausserdem in der 3. Ausgabe der Kölner Universitätszeitung veröffentlicht wurde!


"Minister beraten über Abschaffung der Sonderschulen" -TV-Beitrag vom 21.06.2010

Eintrag vom 28.06.2010

"Seit etwas mehr als einem Jahr gilt in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention, die das Zusammenleben von behinderten und nicht behinderten Menschen verbessern soll. Dazu gehört auch das gemeinsame Lernen. Darüber beraten die Kultusminister in Bremen."
(Quelle: www.tagesschau.de, Zugriff am 28.06.2010)

Ein weiterer interessanter Beitrag unter:


Zu wenig Plätze an den "Wunschschulen" in Bremen. Eltern fordern schnellere Umsetzung der UN-Maßstäbe -TV-Beitrag vom 21.06.2010

Eintrag vom 28.06.2010

"Laut dem Papier [Positionspapier der KMK, RF], auf dessen Grundlage die Experten bis Dienstag in Bremen diskutieren, ist es den Ländern aber praktisch freigestellt, bis wann sie das Prinzip "Eine Schule für alle" verwirklichen. Das zumindest kritisieren Betroffene und deren Eltern, die eine schnellere Umsetzung fordern. Im Vergleich zu anderen Bundesländern steht Bremen bei der Inklusion trotz aller Kritik ziemlich gut da. In den Grundschulen lernen viel häufiger als anderenorts behinderte Kinder im normalen Unterricht. Die Einbeziehungsquote liegt bei 40 Prozent. Im neuen Bremer Schulgesetz ist außerdem festgeschrieben, dass die Förderzentren in vier Jahren keine Kinder mehr aufnehmen. 2017 werden sie ganz geschlossen."

(Quelle: www.radiobremen.de, Zugriff am 28.06.2010)

Schauen Sie selbst den kurzen, aber informativen Bericht!


Eine Schule für alle. Neue Wege zur Inklusion -Deutschlandfunk vom 20.06.2010

Eintrag vom 28.06.2010

"Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 gibt Kindern einen Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen in der Regelschule - und zwar allen Kindern, ob behindert oder nicht. Für Deutschland heißt das: Regelschulen müssen ihren Unterricht anpassen, Sonderschulen stehen vor dem Aus."
(Quelle: www.dradio.de, Zugriff am 28.06.2010)

Lesen oder hören Sie den gesamten Bericht unter dem nachstehenden Link!


Beurteilung des KMK-Positionspapiers zu pädagogischen und rechtlichen Aspekten inklusiver Bildung nach Art. 24 BRK im Bereich schulischer Bildung aus Sicht behinderter Menschen und ihrer Verbände

Eintrag vom 28.06.2010

Die Bundesarbeitsgemeinschaft gemeinsam leben - gemeinsam lernen e.V., der Deutsche Behindertenrat und der Sozialverband Deutschland haben gemeinsam eine Stellungnahme zum Positionspapier der KMK herausgegeben. Die Verbände kritisieren unter anderem, dass die deutsche Rechtlage, nicht, wie dies im Papier der KMK festgehalten wurde, den grundsätzlichen Anforderungen des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen entspreche und man vor allem subjektivrechtliche Dimensionen nicht übersehen dürfe. Des Weiteren dürfe die Umsetzung der Konvention keinesfalls ausschließlich langfristig gesehen werden, sondern müsse so effektiv und zügig wie möglich realisiert werden. Auch der Fokus der Veränderungsprozesse dürfe nicht, wie dies im Positionspapier der KMK den Anschein habe, auf den Förderschulen, sondern auf den allgemeinen Schulen liegen. Für die anstehenden Aufgaben betonen die Verbände noch einmal ihren Willen und die Bereitschaft, weiterhin intensiv und konstruktiv mitzuwirken.


Filmprojekt „Gebärdensprache in der Regelschule - Wie kann das gehen?"

Eintrag vom 28.06.2010

Ziel des Projekts ist es einen Film zu drehen, der zeigt wie der gemeinsame Unterricht mit Gebärdensprache in der Praxis funktionieren kann.
Neben der Perspektive der Kinder sollen auch die Eltern, Lehrkräfte, Dolmetscher/-innen sowie Vertreter/-innen der Betroffenverbände zu Wort kommen.
Durch die parallele Veröffentlichung unterschiedlicher Fassungen auf DVD, im Fernsehen und im Internet soll es gelingen unterschiedliche Gruppen in Kontakt mit dem Thema zu bringen, Berührungsängste abzubauen und mögliche Umsetzungswege aufzuzeigen.

Schauen Sie selbst und machen Sie mit!


"Die UN-Konvention muss zum Leitbild aller im Bildungsbereich beschäftigten und handelnden Menschen werden" -Positionspapier der GEW NRW vom 19.06.2010

Eintrag vom 28.06.2010

Auf dem Gewerkschaftstag der GEW NRW, welcher vom 17.-19. Juni 2010 unter dem Leitsatz "Bildung ist MehrWert - Zukunft Bildung" in Duisburg stattfand, kamen rund 400 Delegierte in der Mercatorhalle zusammen.
Zusätzlich zur Wahl des GEW-Landesvorstandes wurde eine Vielzahl von Anträgen zu unterschiedlichen Themen beraten und beschlossen. Neben der Tarifpolitik, der Diskussion um den Ganztag, der (Gesamt-)Schulentwicklung und anderen schulpolitischen Fragen, war vor allem das Thema der Inklusion von zentraler Bedeutung für den Gewerkschaftstag.

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie ein aktuelles Positionspapier der GEW NRW, welches die Landesregierung auffordert, "die gesetzlichen, personellen und sächlichen Voraussetzungen für die Umsetzung der UN-Konvention
für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in allen Bildungseinrichtungen zu schaffen." (Quelle: www.gew-nrw.de, Zugriff am 28.06.2010). Auch eine Reihe von Maßnahmen, welche zur Umsetzung dieser und weiterer Forderungen nötig werden, findet sich.


Das Konzept: Eine Schule für alle - Ressourcen, Rahmenbedingungen und Umsetzung

Eintrag vom 25.06.2010

"Die Schule ist für die Kinder da – nicht die Kinder für die Schule. Diesem Ansatz aus der inklusiven Bildung geben Erfahrungen aus dem Gemeinsamen Unterricht kontinuierlich Rückenwind und Unterstützung. Eine inklusive Schule will die Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Kindern respektieren: Kinder mit und ohne Behinderung, verschiedener Herkunft, verschiedener sozialer Milieus, verschiedenen Geschlechts und verschiedener Religion [...]." (Quelle:www.lebenshilfe.de, Zugriff am 25.06.2010).

Das Institut inForm bietet am 25. und 26. November 2010 ein Seminar an, das sich mit dem Arbeitsfeld "Eine Schule für Alle" beschäftigt. -Wie ist die Idee einer Schule, in der die Verschiedenheit aller Kinder respektiert und wertgeschätzt wird in die Realität umzusetzen, was muss auf organisatorischer, pädagogischer und institutioneller Ebene beachtet werden?

Diskutieren Sie mit!


Welche Schule für mein Kind? Schulformen - Entscheidungshilfen - Perspektiven (Elternseminar)

Eintrag vom 25.06.2010

Am 17. und 18. September 2010 wird in der Bundesgeschäftstelle der Lebenshilfe in Marburg-Cappel vom Institut inForm ein zweitägiges Seminar für Eltern veranstaltet, welches sich mit diesen und ähnlichen Fragestellungen beschäftigen wird:
"Ihr Kind geht in den Kindergarten, vielleicht zusammen mit Kindern ohne Behinderung. Doch schon drängen sich Fragen auf: Was wird danach? Wie geht es mit der Schule weiter? Wird mein Kind gemeinsam mit den anderen Kindern beschult?" (Quelle: www.lebenshilfe.de, Zugriff am 25.06.2010).

Weitere Informationen und die Gelegenheit, sich zu diesem hilfreichen Seminar anmelden zu können erhalten Sie über den nachstehenden Link:


Rede von Dr. Ursula von der Leyen zur Eröffnung des 15. Weltkongresses von Inclusion International und der Lebenshilfe

Eintrag vom 25.06.2010

"[...] Dabei geht es zum Beispiel um das gleiche Recht auf Bildung: Alle Kinder sollen in eine Schule gehen, miteinander lernen und vor allem auch voneinander [lernen] können. Und es geht um das Recht auf Arbeit. Die meisten behinderten Menschen können und wollen arbeiten. Sie können und wollen einen Beruf haben, und ihr eigenes Geld verdienen. Deshalb sollen sie dafür die Hilfen bekommen, die sie brauchen. Deutschland hat die Konvention mit als erstes Land unterschrieben. Und wir können in unserem Land spüren, dass uns schon diese Unterschrift ein Stück weiter voran gebracht hat [...]."

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

Lesen Sie die gesamte Rede unter unten stehendem Link!


Offener Brief 3 an den Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Köln - Hans Peter Lindlar

Eintrag vom 22.06.2010

In einem dritten offenen Brief wenden sich Frau Prof'in Ziemen und Herr Dr. Jürgen Münch an den Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Köln - Hans Peter Lindlar - und an Frau Bergkemper-Marks. Sie beziehen sich in Ihrem Schreiben auf den Antwortbrief von Herrn Lindlar und Frau Bergkemper-Marks vom 14.05.10.
Die Diskussion um den Gemeinsamen Unterricht an der Gesamtschule im Kölner Stadtteil Nippes können unter folgendem Link nachlesen: http://www.inkoe.de/information/information_detail.php?thema_id=7&eintrag_id=174#information_inhalt


Die Qualität des schulischen Bildungsangebotes ist entscheidend

Eintrag vom 23.06.2010

"Eltern, deren Kind eine körperliche Beeinträchtigung hat, müssen bei der Suche nach einer Schule eine schwere Entscheidung treffen: Soll es die Förderschule sein? Dort ist das Angebot in der Regel auf die speziellen Bedürfnisse ihres Kindes ausgerichtet. Oder doch lieber die Allgemeine Schule, in der alle Kinder zusammen unterrichtet werden? Aber wie sieht es dort mit dem Angebot aus: Ist die Schule, sind die Lehrer überhaupt darauf eingestellt, ihrem Kind den Rahmen zu bieten, den es benötigt?"

(Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 23.06.2010)


Buchneuerscheinung: "Gelingende Schulen: Gemeinsamer Unterricht kann gelingen. Schulen auf dem Weg zur Inklusion",

Eintrag vom 21.06.2010

Das Werk, welches von Lucia Schneider, der Vorsitzenden der Elterninitiative Schule für alle e.V. herausgegben wird, erscheint in etwa 2 Wochen (Juli 2010). Sichern auch Sie sich Ihr Exemplar und bestellen Sie schon jetzt vor!


Bildungsbericht 2010 erschienen

Eintrag vom 21.06.2010

"Mit dem Bericht “Bildung in Deutschland 2010" legte am 17.06.2010 eine unabhängige Wissenschaftlergruppe unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) die dritte umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vor. Der Bericht wurde im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt und analysiert das gesamte institutionelle Gefüge des Bildungssystems: von der frühkindlichen Bildung über das allgemeinbildende Schulwesen, die berufliche Ausbildung und die Hochschulbildung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter. Als Schwerpunkt betrachtet der Bericht 2010 das Bildungswesen unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels."


(Quelle: dbs-newsletter, 18.06.2010)


"Auf dem Weg zur Schule für alle. Barrieren überwinden - inklusive Pädagogik entwickeln"

Eintrag vom 21.06.2010

Anlässlich des Weltkongresses von Inclusion International ist die Publikation im Zusammenhang mit der Tagung "Eine Schule für alle" im Herbst 2009 in Offenbach erschienen. Das Werk "Auf dem Weg zur Schule für alle. Barrieren überwinden - inklusive Pädagogik entwickeln" können Sie unter unten stehendem Link über den Verlag der Bundesvereinigung Lebenshilfe bestellen!


15. Weltkongress von Inclusion International und der Lebenshilfe eröffnet!

Eintrag vom 17.06.2010

Gestern öffnete der 15. Weltkongress von Inclusion International und der deutschen Lebenshilfe für mehr als 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 80 Ländern seine Tore.
Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesministerin von der Leyen kamen vor allem zahlreiche Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter internationaler Herkunft zu Wort.

Sollten Sie selbst nicht in Berlin dabei sein können, so finden Sie unter dem unten genannten Link die Möglichkeit, über das Kongresstagebuch der Lebenshilfe einen aktuellen Einblick in das Geschehen dort zu erhalten!


bidok in leichter Sprache

Eintrag vom 15.06.2010

Die österreichische Volltext-Bibliothek zum Thema Behinderung, Integration und Inklusion "bidok" verfügt über eine Seite in leichter Sprache. Diese Seite erscheint nun mit neuen Informationen und in einem neuen Design!

Schauen Sie selbst!


Eine neue Lehrerbildung für die alte Schule?

Eintrag vom 14.06.2010

"Die Schulstruktur ist von der inhaltlichen Frage nach Verbesserung des Unterrichts und einer grundlegenden Reform der Lehrerbildung nicht zu trennen", erklärt der Frankfurter Didaktiker Valentin Merkelbach in seinem Beitrag. Merkelbach stellt auch die grundsätzliche Einrichtung einer eigenen Fakultät für Lehrerbildung, ähnlich der TUM School of Education in München, zur Diskussion.

Den ausführlichen Beitrag finden Sie unter:


Inklusion – Teilhabe gestalten

Eintrag vom 14.06.2010

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Behindertenpädagogik möchte den Weg zu einem inklusiven Bildungs- und Erziehungssystem konsequent begleiten und bietet dazu ihre fachliche Hilfe an.

In dem Eckpunktepapier "Inklusion -Teilhabe gestalten", das die BAG unter anderem an die Konferenz der Kultusminister gesendet hat, spricht sie von "Inklusion als Ziel", "Inklusion als Prozess" und den "Bedingungen des Gelingens inklusiver Bildung":


ZDF-Reportage 37°: "Das Jahr der Entscheidung"

Eintrag vom 14.06.2010

37 Grad begleitet vier Kinder ein Jahr lang und beobachtet, welchen Stress, welche Ängste und Sorgen sie in der vierten Klasse haben, bevor sie den unterschiedlichen Schulsystemen zugeteilt werden.

Gerade im Rahmen der hochaktuellen Debatte um einen längeren gemeinsamen Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler ein interessanter Beitrag:


"Ich kenne meine Rechte" - Vertrag über die Rechte von Menschen mit Behinderung in leichter Sprache

Eintrag vom 14.06.2010

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat eine neue Internetseite online gestellt, über die die Inhalte der im letzten Jahr ratifizierten Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen sehr anschaulich und klar strukturiert in leichter Sprache aufgerufen werden können.

Schauen Sie selbst:


Sophie-Scholl-Schule in Bad Hindelang erhält den Deutschen Schulpreis 2010

Eintrag vom 10.06.2010

Gestern überreichte die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel der Sophie-Scholl-Schule aus Bad Hindelang-Oberjoch den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2010 mit den Worten:
"Überall in Deutschland gibt es Schulen mit hervorragendem Unterricht. Der Deutsche Schulpreis unterstreicht dies: Er prämiert Schulen, deren Unterrichtskonzepte besonders innovativ und exzellent sind. Ich gratuliere der Sophie-Scholl-Schule Bad Hindelang und den anderen Preisträgerschulen zu ihrer Auszeichnung. Im Mittelpunkt ihres sehr vielfältigen und erfolgreichen Unterrichts steht immer der einzelne Schüler, sein Können, seine Bedürfnisse. Die Sophie-Scholl-Schule und die anderen Preisträger zeigen anschaulich und vorbildlich, wie gute Schule gelingt".

(Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 10.05.2010)

Lesen Sie den gesamten Beitrag unter:


Bildungsgipfel droht zu scheitern

Eintrag vom 10.06.2010

"Der Bildungsgipfel droht zu scheitern. Bei dem Treffen, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am heutigen Donnerstag ins Kanzleramt eingeladen hat, wollen die Ministerpräsidenten der unionsgeführten Länder offenbar eine Verschiebung des Zehn-Prozent-Ziels bis 2018 erreichen. Beim ersten Gipfel im Oktober 2008 hatten sie mit Merkel vereinbart, die Ausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. In einer Beschlussvorlage der Unionsländer wird laut „dpa“ ein Zeitrahmen „bis spätestens 2018“ in Aussicht gestellt. Konkrete Beschlüsse sollten erst beim nächsten Treffen im Dezember erfolgen – nach erneuten Beratungen der Finanzminister."

(Quelle: www.tagesspiegel.de, Zugriff am 10.06.2010)

Lesen Sie den gesamten Artikel, welcher sich auch mit den Schüler- und Studentenprotesten im Rahmen des deutschlandweiten Bildungsstreiks beschäftigt!


Homepage des Vereins Gemeinsam Leben und Lernen e.V. Düsseldorf ist online!

Eintrag vom 09.06.2010

Seit kurzem ist die Homepage des Vereins Gemeinsam Leben und Lernen Düsseldorf online!
Als Bündnispartner von Triplet e.V. setzt der Verein sich dafür ein, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene in allen Lebensbereichen ohne Ausgrenzung mit Nichtbehinderten zusammen leben und lernen können. Insbesondere soll der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung in Düsseldorf ausgebaut werden.
Gemeinsam Leben und Lernen Düsseldorf sieht sich als Sprachrohr, um in der Öffentlichkeit diese Anliegen zu vertreten. Gemeinsam soll das Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft eingefordert werden.


Programm zum 15. Weltkongress von Inclusion International vom 16.-19. Juni 2010 in Berlin

Eintrag vom 08.06.2010

Die letzten Weichen zum Weltkongress 2010 von inclusion international wurden gestellt, mehr als 2400 Besucherinnen und Besucher werden in Berlin erwartet! Nun ist auch das endgültige Programm in Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch verfügbar.
Unter dem nachstehenden Link finden Sie sowohl das Programm in leichter Sprache als auch weitere wichtige Informationen!


Offener Brief an die Fraktionen des neu gewählten Landtages in NRW

Eintrag vom 08.06.2010

Insgesamt 36 Organisationen aus NRW haben in der vergangenen Woche in einem offenen Brief an alle Fraktionen des neu gewählten Landtags die sofortige Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention gefordert. Das NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" sowie u.a. der SoVD, die Landesschülerinnenvertretung, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW und zahlreiche Elternvereine sehen in der Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems die zentrale Aufgabe der zukünftigen Bildungspolitik. Auch InKö unterstützt den offenen Brief:


Gesamtschulinitiativen fordern öffentliche inklusive Gesamtschule - auch in Bonn!

Eintrag vom 08.06.2010

Seit über drei Jahren kämpfen Eltern aus Siegburg, dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und seit 2009 auch aus Sankt Augustin für eine öffentliche Gesamtschule. In einer gemeinsamen Erklärung stehen die Verbände nun erneut für ihr Ziel ein. Darüber hinaus wird die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems gefordert.
Lesen Sie selbst unter folgendem Link die Gemeinsame Erklärung der Gesamtschulinitiativen im Rhein-Sieg-Kreis:


„Neue Perspektiven für junge Menschen mit Behinderung gestalten“ - Beiträge der Fachtagung

Eintrag vom 08.06.2010

Vom 25.-26. März dieses Jahres fand in im Institut inForm der Lebenshilfe Marburg die Veranstaltung "Neue Perspektiven für junge Menschen mit Behinderung gestalten" statt:
"Vielfältig waren die Praxisbeispiele aus den verschiedenen Bundesländern, die zeigten wie berufliche Teilhabe beim Übergang von Schule-Beruf engagiert in Praxis umgesetzt werden kann.
Gemeinsam ist allen Beispielen und Projekten, die verbesserte Förderung von Übergängen zwischen Schule und Beruf sowie eine gelingende Vernetzung und Kooperation der Beteiligten. Deutlich wurde weiter, dass sich aus der UN Behindertenrechtskonvention für die Gestaltung der beruflichen Teilhabe wichtige Impulse ergeben.
So werden berufsbildende Maßnahmen nicht mehr so stark wie bisher an bestimmte Orte der Leistungserbringung gebunden sein. Reha-Dienstleistungen werden zunehmend auch dort stattfinden, wo Berufsbildung, Umschulung und lebenslanges Lernen für alle ihren Platz haben, etwa in Betrieben und Berufsschulen."

(Quelle: www.lebenshilfe.de, Zugriff am 08.06.2010)

Die gesamte Veranstaltungsdokumentation finden Sie unter nachstehendem Link:


„Mit guter Bildung aus der Krise. DGB-Thesen für eine neue Bildungsoffensive"

Eintrag vom 07.06.2010

Der Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat am 21. Mai 2010 das fünfzehn-seitige Papier "Mit guter Bildung aus der Krise. DGB-Thesen für eine neue Bildungsoffensive" herausgegeben. Es handelt sich hierbei um Leitlinien für ein sozial gerechtes und leistungsfähiges Bildungswesen. In 13 Eckpunkten sprechen sich die Gewerkschaften für mehr Investitionen in das öffentliche Bildungswesen und gegen weitere Privatisierungen und Gebühren im Bildungssystem aus. Der DGB ist für den Rechtanspruch auf einen ganztägigen Kita-Platz und gegen die soziale Auslese im gegliederten Schulsystem.
Insbesondere die neunte These beschäftigt sich mit dem Thema "Eine gute Schule für alle Kinder einführen" und verlangt die Umsetzung des Rechtes auf gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Der DGB fordert eine gemeinsame Schulbildung aller Kinder bis zur zehnten Klasse und finanzielle Unterstützung von SchülerInnen aus sozial schwächeren Familien.


Differenzierung im Deutsch-Unterricht - Neuerscheinung

Eintrag vom 07.06.2010

"Heterogene Lerngruppen, Binnendifferenzierung, Einzelförderung - Lehrerinnen und Lehrer sollen im Deutschunterricht alle Schüler optimal fördern. Eine Herausforderung, für die mit "deutsch.kombi plus" jetzt erstmals ein spezielles Unterrichtswerk zur Verfügung steht."

(Quelle: www.bildungsklick.de, Zugriff am 07.06.2010)

Unter der nachstehenden Adresse erhalten Sie weitere Informationen zu diesem Lehrwerk, welches bis zur sogenannten "mittleren Reife" in der Schule Verwendung finden kann!


Antwort des Regierungspräsidenten Lindlar auf den zweiten offenen Brief

Eintrag vom 02.06.2010

Gestern haben Frau Prof'in Dr. Kerstin Ziemen und Herr Dr. Jürgen Münch eine Antwort auf Ihren zweiten offenen Brief vom 28. April 2010 (verfügbar unter:http://www.hf.uni-koeln.de/data/gbd/File/inkoetext/Offener%20Brief%202,%20Ziemen_Muench,%2028.04.2010.pdf) an den Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar erhalten. In dem Schreiben, welches erneut im Auftrag des Regierungspräsidenten von Gertrud Bergkemper-Marks verfasst wurde, konstatiert diese, eine staatliche Verpflichtung zur Sicherstellung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen entbehre jeder rechtlichen Grundlage. Des Weiteren würden die Bestimmungen in Artikel 24 der UN-BRK nicht die "Voraussetzungen für eine unmittelbare Anwendbarkeit" erfüllen, "da es ihnen an der hierfür erforderlichen Bestimmheit fehl[e]".
Machen Sie Sich selbst ein Bild und lesen Sie das Schreiben, mit welchem der Regierungspräsident die Korrespondenz mit Frau Prof'in Dr. Ziemen, Herrn Dr. Münch und allen UnterstützerInnen beenden möchte:


Innovationspreis Behindertenpolitik der Stadt Köln (KIB)

Eintrag vom 01.06.2010

Die Stadt Köln schreibt in diesem Jahr erneut den mit 5.000 Euro dotierten Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik (KIB) aus. Der KIB zeichnet neue Wege und Projekte aus, an denen Menschen mit Behinderung selbst beteiligt sind. Denn sie sind die "Experten in eigener Sache". Das Bewerbungsverfahren wurde nach Pfingsten mit einer Pressemitteilung eröffnet und endet am 30. Juni 2010.

Teilnahmeberechtigt sind alle in Köln tätigen Gemeinschaften und Gruppen, in denen sich Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam ein Projekt ausgedacht haben und an diesem bereits arbeiten. Das Projekt verbessert die Situation von Menschen mit Behinderung in Köln.
Der jährlich zu vergebende Preis kann einer Gruppe zugesprochen oder zwischen maximal drei Gruppen aufgeteilt werden. Die Preisverleihung findet am 9. November 2010 im Kölner Rathaus statt.
Die Preisträger oder Preisträgerinnen werden von einer sechsköpfigen Jury ermittelt. Prominentes Mitglied der Jury ist diesmal Guildo Horn.

Erstmals wurde der KIB im Jahr 2008 verliehen. Viele engagierte Gruppen, Kölner Schulen, Elterninitiativen, Sport- und andere Vereine sowie Einrichtungen der Behindertenverbände bewarben sich in den letzten Jahren für den neuen Preis. Insgesamt gingen jeweils mehr als 30 Bewerbungen mit interessanten Projekten bei der Stadt ein. Dies zeigt, wie engagiert Menschen mit Behinderung an dem Ziel mitarbeiten, dass Köln wirklich eine Stadt für alle wird!

Wollen auch Sie Sich bewerben?


Eine Schule für alle?

Eintrag vom 27.05.2010

"Alle Kinder mit einer Behinderung haben das Recht, an einer allgemeinen Schule unterrichtet zu werden. Das jedenfalls sagt die UN-Behindertenrechtskonvention. Faktisch stimmt das nicht, sagen Eltern, wenn ihr Kind – gegen ihren Willen – auf eine Förderschule gehen soll. Die Bundesländer sind jetzt aufgefordert, ihre Schulgesetze zu ändern, damit Deutschland ein inklusives Schulsystem bekommt. Das ist aber noch ein langer Weg [...]"

Lesen Sie selbst den Artikel aus "MENSCHEN. das magazin":


Zweigleisiges Bildungssystem verschwendet Ressourcen

Eintrag vom 27.05.2010

In einer Pressemitteilung der Aktion Mensch berichtet diese vom Ökumenischer Kirchentag, welcher am 15. und 16. Mai in München stattfand.
Experten sprachen sich hier ganz klar für gleichberechtigten Zugang zu Bildung für alle aus und fordern zudem eine sinnvolle Umverteilung der finanziellen Mittel.

Lesen Sie selbst unter folgendem Link:


Fragebogen zum Thema „Eltern als Motor der Integrationsbewegung“

Eintrag vom 25.05.2010

Frau Prof’in Dr. Kerstin Ziemen und Frau Dr. Anke Langner haben einen Fragebogen entworfen, um den Unterstützungsbedarf von Eltern mit einem Kind mit Behinderung erfassen zu können. „Seit vielen Jahren sind vor allem Eltern ‚Motor der Integrationsbewegung’ in Deutschland. Auch die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen hat daran scheinbar nichts geändert. So entstand die Idee, systematisch zu erfassen, was Eltern in dem Zusammenhang bewegt, wie sie sich engagieren und was sie sich zukünftig erhoffen“.
Nehmen Sie sich etwas Zeit, um den Fragebogen auszufüllen und empfehlen Sie den Link gerne an andere Interessierte:


Petition zur Antidiskriminierungsrichtlinie

Eintrag vom 25.05.2010

Amnesty International hat eine Petition an Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder zur Unterstützung der u.a. für behinderte Menschen sehr wichtigen EU-Antidiskriminierungsrichtlinie ins Internet eingestellt, welche online unterstützt werden kann. Die Petition wurde bereits von 21.480 Menschen (Stand: 25.05.2010) unterzeichnet.

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für eine EU-Antidiskriminierungsrichtlinie vorgelegt, der auch vom Europäischen Parlament unterstützt wird und den Diskriminierungsschutz verbessern soll. Deutschland ist dabei eines von wenigen Ländern, das sich der Richtlinie entgegenstellt. Mit der Petition soll die Bundesregierung dazu bewegt werden, ihren Widerstand gegen die Richtlinie aufzugeben.

(Quelle: www.kobinet-nachrichten.org, Zugriff am 25.05.2010)

Möchten Sie den Originaltext der Petition lesen und diese ggf. unterstützen? -Wählen Sie den untenstehenden Link!


Schulreform in der Wartburgschule

Eintrag vom 25.05.2010

In die Schule pilgern seit 2008 Besuchergruppen, um die nach Kontinenten benannten Lernhäuser anzusehen. Oder die offene Bibliothek zu bestaunen, in der sich die Kinder ab der ersten Klasse Bücher ausleihen oder sie direkt dort lesen können. Die beste deutsche Schule will über die 4. Klasse hinaus gehen: Künftig soll in der Wartburg-Grundschule in Münster bis zur Zehnten gelernt werden.

(Quelle: www.taz.de, Zugriff am 25.05.2010)

Lesen Sie selbst den Artikel des Journalisten Christian Füller!


Kein Menschenrecht auf Sonderschule

Eintrag vom 20.05.2010

"Es gibt kein Menschenrecht auf Sonderschule. Der Anspruch auf Wahlfreiheit wurde in den Vorbereitungsgremien zur Behindertenrechtskonvention abgelehnt."

So lauteten nach Informationen des niedersächsischen Landesbehindertenbeauftragten, Karl Finke, die beiden Aussagen von Professorin Theresia Degener auf der Tagung des Deutschen Studentenwerks zum Thema "Eine Hochschule für alle" in Berlin.

"Der Unterschied zwischen integrativer und inklusiver Bildung ist nicht gravierend. Fest zu halten ist, dass in den Vorbereitungsgremien zur Behindertenrechtskonvention Forderungen nach einem Menschenrecht auf Sonderschule sowie die Festschreibung der Wahlfreiheit abgelehnt wurden", so Karl Finke. Inklusive, gemeinsame Systeme unter anderem im Bereich der Bildung und im Bereich des Wohnens seien klare Ziele der Behindertenrechtskonvention. Deutschland habe sich dazu verpflichtet, diese Ziele aktiv durch angemessene Vorkehrungen umzusetzen."
(Quelle: http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=11291, Zugriff: 20.05.2010)

Dieser Text ist ein Ausschnitt aus einem Artikel des Nachrichtendienstes Bizeps. Den gesamten Artikel können Sie unter folgendem Link nachlesen:


Literaturhinweis: Bildung und geistige Behinderung

Eintrag vom 17.05.2010

Gerne wollen wir Sie auf ein aktuell erschienenes Sammelwerk hinweisen. In dem Werk "Bildung und geistige Behinderung. Bildungstheoretische Reflexionen und aktuelle Fragestellungen" von Oliver Musenberg und Judith Riegert wird im Zusammenhang mit der bildungstheoretischen Diskussion auch der Themenbereich Inklusion und Integration behandelt.

Durch untenstehenden Link gelangen Sie zum Abstract sowie zur Artikelübersicht des Sammelwerkes:


Berichte zum Inklusionsfest NRW am 05. Mai 2010 in Düsseldorf

Eintrag vom 12.05.2010

Es war die bundesweit größte Veranstaltung zum Europäischen Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Und es war die größte Veranstaltung für Gemeinsames Lernen, die es in Deutschland jemals gegeben hat. Rund 3000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens angereist, um vor dem Landtag und der Staatskanzlei endlich den Aufbau eines inklusiven Schulsystems in Nordrhein-Westfalen zu fordern. Aus Köln reisten rund 500 Leute mit dem Schiff an. Andere kamen aus Aachen und Paderborn, Borken, Siegen, Gelsenkirchen, Velbert, Nettetal, Bad Godesberg und anderen Orten.

(Quelle:www.eine-schule-fuer-alle.info, Zugriff am 12.05.2010)

Über den angegebenen Link kommen Sie zum Bericht der Kölner Elterninitiative mittendrin e.V., außerdem ist sowohl von der Aktion Mensch, als auch vom Westdeutschen Rundfunk Video-und Filmmaterial vorhanden.


Videobeitrag von der Aktion Mensch über das Inklusionsfest am 5. Mai 2010 in Düsseldorf

Eintrag vom 20.05.2010

Unter dem angebenen Link finden Sie das Video der Aktion Mensch zum Inklusionsfest 2010 in Düsseldorf.


Bildung in Deutschland - Ansprüche und Wirklichkeit

Eintrag vom 12.05.2010

Verschiedene Arbeitstexte zur Frühjahrstagung 2009 des Arbeitskreises Bildung und Erziehung bei Attac Köln und des Friedensbildungswerks Köln sind online verfügbar. Die Texte fokussieren die Bildungssituation in Deutschland zwischen Ideal und bisweilen trauriger Realität. Verschaffen Sie sich selbst ein Bild!
Die Texte finden Sie außerdem in unserem Bereich zur Lehrerbildung an der Universität zu Köln.


Hamburger Senat stellt Informationsmaßnahmen zur Schulreform vor

Eintrag vom 12.05.2010

Der Erste Bürgermeister Ole von Beust und die Zweite Bürgermeisterin und Bildungssenatorin der Hansestadt, Christa Goetsch haben heute im Vorfeld des Volksentscheids Informationsmaßnahmen des Senats zur Schulreform vorgestellt.

Neben der in der letzten Meldung bereits erwähnten Internetplattform (www.mitgeben.hamburg.de) werden Plakate, Fahrgast-TV und Infocreens in Hamburger U-Bahnen und Banner im Internet für die Schulreform über die am 18. Juli in Hamburg abgestimmt werden soll, geworben.


Stimmen für die Schulreform in Hamburg!

Eintrag vom 11.05.2010

"Die Implikationen des Gelingens oder Scheiterns der Schulreform und des Volksentscheids sind so bedeutend für die Bildungs- und Zukunftschancen aller Kinder in Hamburg, dass sich mittlerweile ein großes gesellschaftliches und parteienübergreifendes Bündnis für die Primarschule, um die sich der Volksentscheid dreht, gebildet hat. Der PARITÄTISCHE Hamburg hat sich wie viele andere Organisationen, Gruppen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft diesem Bündnis angeschlossen."

(Zitat Sylke Kaenner, der PARITÄTISCHE Hamburg)

Erfreulicher Weise finden sich neben der in der letzten Meldung angesprochenen Elterninitiative mittlerweile zahlreiche Initiativen, welche für die Durchsetzung der Hamburger Schulreform kämpfen. Unter dem angegebenen Link finden Sie die Initiative "die Schulverbesserer". Einen Hinweis auf die Seiten www.proschulreform.de, www.mitgeben.hamburg.de und Leben mit Behinderung e.v., welche ebenso aktiv die Schulreform unterstützen, finden Sie in unserer Linkliste!


Stimmen gegen die Hamburger Schulreform

Eintrag vom 11.05.2010

Unter dem Deckmantel des Elternwahlrechtes und der individuellen Schulbildung ab Klasse fünf agiert eine Hamburger Elterninitiative heftig gegen die ausstehende Hamburger Schulreform, in der vor allem die Trennung der Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Schulformen nach der vierten Klasse aufgehoben werden soll. Selbst ein Wahlzettel mit einer Anleitung zur "richtigen Wahl" am 18. Juli beim Volksentscheid wird propagiert.
Bilden Sie sich selbst eine Meinung:


DVfR-Diskussionsforum zum Thema Rehabilitations- und Teilhaberecht

Eintrag vom 11.05.2010

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation stellt nun unter der unten angegebenen Adresse eine Diskussionsplattform für den Informations- und Meinungsaustausch zwischen Rechtsprechung, Wissenschaft und den praktischen Rechtsanwendern des SGB IX und verwandter Gesetze zur Verfügung. Die besondere Konstruktion des SGB IX als übergeordnetes Gesetz für die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen führt auch einige Jahre nach dessen Inkraftsetzung 2001 noch immer zu Problemen bei der Rechtsanwendung.
Das Diskussionsforum dient daher als Plattform für die Verbreitung der noch nicht hinreichend bekannten Rechtsnormen, der aktuellen Rechtsprechung und ihrer Auslegung sowie der Diskussion von Rechtsfragen in der juristischen Fachöffentlichkeit und bei den Akteuren in Betrieben und Institutionen. Ziel des Forums ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitationsrechts zu unterstützen.

(Quelle: www.reha-recht.de, Zugriff am 11.05.2010)


Aktionsplan des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Umsetzung der UN-Konvention

Eintrag vom 10.05.2010

Die Bundesregierung wird einen eigenen Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen entwickeln. Das federführende Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) setzt dabei auf die frühzeitige Einbindung der Zivilgesellschaft. Nachdem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, bereits Ende März 2010 den Verbänden für und von Menschen mit Behinderungen das Konzept für den Aktionsplan der Bundesregierung vorgestellt hat, war bei der heutigen Veranstaltung die Meinung weiterer Verbände, z.B. der Sozialpartner, Wohlfahrtsverbände, Sozialträger und Kirchen gefragt.

(Quelle: www.bmas.de, Zugriff am 10.50.2010)

Lesen Sie den gesamten Beitrag unter folgendem Link:


Erstellung eines Inklusionsplans für die Schulen vom Rat der Stadt Köln beschlossen

Eintrag vom 10.05.2010

Auf Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat wurde nach Beratung am 23.03.2010 die Erstellung eines Inklusionsplanes für die Kölner Schulen beschlossen. Zentrale Anliegen sind längeres gemeinsames Lernen aller Kinder, welches Brüche in der Schullaufbahn vermeiden helfen soll und der Ausbau weiterführender inklusiver Ganztagsschulen.
Außerdem soll ein Ansprechpartner der Stadt benannt werden, an welchen sich Eltern wenden können, welche Ihr behindertes Kind im gemeinsamen Unterricht beschulen wollen, bei Ihrem Vorhaben jedoch schon Ablehnung durch Schulen erfahren mussten.

Den Beschluss gemäß ergänztem Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen finden Sie unter folgendem Link:


Verabschiedung des Diskussionspapiers "Pädagogische und rechtliche Aspekte der Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen"

Eintrag vom 06.05.2010

Das Präsidium der Kultusministerkonferenz hat in seiner Sitzung am 12.06.2008 die Einsetzung einer befristeten Arbeitsgruppe "Sonderpädagogik" beschlossen und den Auftrag erteilt, die "Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen der Bundesrepublik Deutschland (1994)" fortzuschreiben.

In dieser Arbeitsgruppe, in der maßgeblich auch Vertreter des nordrhein-westfälischen Schulministeriums mitgewirkt haben, ist das Diskussionspapier "Pädagogische und rechtliche Aspekte der Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 13.12.2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (VN-BRK) in der schulischen Bildung" erarbeitet worden.

Die Amtschefkonferenz der KMK hat am 29.04.2010 diesem Diskussionspapier einheitlich zugestimmt.

Das Diskussionspapier, an dem neben den sonderpädagogischen Fachreferenten sowohl Juristen als auch Fachreferenten der allgemeinen Schulformen der Bundesländer mitgearbeitet haben, soll verstanden werden als eine erste Positionierung der Kultusministerkonferenz hinsichtlich der Entwicklungen im Bereich der sonderpädagogischen Förderung und der inklusiven Beschulung in den letzten Jahren und zudem auch als Orientierung bei der weiteren Überarbeitung der "Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung ..." dienen.

Das Papier wird nach Ablauf der formalen Protokollzustimmungsfrist durch die Länder die Grundlage der von der KMK geplanten Fachtagung am 21. und 22. Juni 2010 in Bremen sein, bei der auch fachliche Experten und Betroffenenverbände vertreten sind.

(Quelle: www.schulministerium.nrw.de, Zugriff am 06.05.2010)

Unter dem nachstehenden Link finden Sie das Diskussionspapier der KMK!


Reguläre Schule auch für Behinderte?

Eintrag vom 05.05.2010

Doppelinterview: Schule für alle - ja oder nein?

Immer mehr Eltern wollen, dass ihr behindertes Kind eine reguläre Schule besucht. Die Vereinten Nationen geben ihnen Recht. Am Tag der Gleichstellung für Menschen mit Behinderung (05.05.10) sprach WDR.de mit einer Wissenschaftlerin und einem Praktiker über die Diskussion um Regel- und Förderschulen.

(Quelle: wdr.de, Zugriff am 05.05.2010)


Besserer Schutz vor Diskriminierung darf nicht länger von der Bundesregierung blockiert werden

Eintrag vom 05.05.2010

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung fordert die Bundesregierung auf, die 5. Gleichbehandlungsrichtlinie der Europäischen Union nicht länger zu blockieren. „Wer laut Koalitionsvertrag seine Politik an der UN-Behindertenrechtskonvention messen lassen will, muss an dieser Stelle Farbe bekennen“, erklärt Bundesvorsitzender Robert Antretter anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai.

(Quelle: www.lebenshilfe.de, Zugriff am 05.05.2010)

Lesen Sie den gesamten Artikel zur 5. Gleichbehandlungsrichtlinie, welche neben dem Bereich Soziales und dem Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, vor allem auf gleiche Bildungschancen für Menschen mit und ohne Behinderungen abzielt.


Understanding Disability and Culture while Enhancing Advocacy

Eintrag vom 05.05.2010

In unserer Literaturdatenbank finden Sie erneut einen Volltext. Der Artikel "Understanding Disability and Culture while Enhancing Advocacy" von DiGiorgio, Gallagher, Bennett und Antle befasst sich mit den individuellen Grundrechten von Menschen mit Behinderungen in der zunehmend multikulturellen Gesellschaft Kanadas. Die Autoren beschreiben und evaluieren ein dreijähriges Projekt, das an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Brook University in Kooperation mit sechs anderen internationalen Hochschul-Institutionen ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich hierbei um den Versuch, kulturelle Barrieren im Bereich der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen zu überschreiten.


"Lernschwierigkeiten gibt es bei allen Menschen"

Eintrag vom 05.05.2010

Interview mit dem Sonderpädagogen Prof. Dr. Ulrich Heimlich

Prof. Dr. Ulrich Heimlich hat an der Ludwig-Maximilians Universität München den Lehrstuhl für Lernbehindertenpädagogik inne. Integration und Inklusion gehören zum zentralen Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit, nebenher engagiert er sich auch für die gemeinsame Erziehung von Behinderten und Nichtbehinderten. Vor Kurzem erschien sein Buch mit dem Titel "Lernschwierigkeiten". bildungsklick.de wollte von Ulrich Heimlich wissen, was Lehrer Allgemeiner Schulen von der Sonderpädagogik lernen können und wie es um die Integration und Inklusion in Deutschland bestellt ist.

(Quelle: bildungsklick.de, 04.05.2010)


Inklusionsfest NRW am 05. Mai 2010

Eintrag vom 03.05.2010

Am 05.Mai 2010 findet pünktlich zum Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung , wie bereits mehrfach angekündigt, das Inklusionsfest NRW statt.

Kommen auch Sie zum Düsseldorfer Landtag und feiern Sie gemeinsam mit der Initiative mittendrin e.V. die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und ein inklusives Bildungssystem!

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie unter dem untenstehenden Link!


Offener Brief 2 vom 28.04.2010 an den Regierungspräsidenten Lindlar

Eintrag vom 29.04.2010

Frau Prof.in Dr. Kerstin Ziemen und Herr Dr. Jürgen Münch haben sich gestern erneut mit einem offenen Brief an den Präsidenten der Bezirksregierung Köln Herrn Hans Peter Lindlar gewendet. In ihrem Schreiben nehmen Frau Prof'in Dr. Ziemen und Herr Dr. Münch Bezug auf die Antwort des Regierungspräsidenten auf den ersten offenen Brief vom 26.01.2010 (nachzulesen unter: http://www.inkoe.de/information/information_detail.php?thema_id=7&eintrag_id=174#information_inhalt) und erläutern noch einmal die unbedingte Notwendigkeit und rechtlichte Verpflichtung zu einer von Beginn an zu verfolgenden inklusiven Ausrichtung der neu zu errichtenden Gesamtschule im Kölner Stadtteil Nippes.

Unter untenstehendem Link können Sie das Schreiben selbst lesen!


Forum Unterrichtspraxis 2010

Eintrag vom 03.05.2010

Im Rahmen der didacta - die Bildungsmesse 2010 in Köln wurde das "Forum Unterrichtspraxis" vom VdS Bildungsmedien e. V. gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW und der Medienberatung NRW vom 16. bis 20. März 2010 veranstaltet. Gezeigt wurden neue didaktische Ansätze und Methoden sowie "best-practice" in den Schulen.
(Quelle: www.vds-bildungsmedien.de)

Unter dem angegebenen Link finden Sie einen Großteil der Einzelveranstaltungen dokumentiert. Einen sehr interessanten und praxisnahen Beitrag liefert beispielsweise Herr Hilbert Meyer von der Universität Oldenburg mit seinem Beitrag "'Mischwald ist besser als Monokultur'. Anregungen zur Unterrichtsentwicklung".


Ausschreibung W1 "Anthropologie und Ethik"

Eintrag vom 30.04.2010

Ein kurzer Hinweis auf eine Stellenausschreibung:

Im Department Heilpädagogik und Rehabilitation der Humanwissenschaftlichen Fakultät
ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt eine Juniorprofessur (W1)Anthropologie und Ethik in den Rehabilitationswissenschaften mit besonderer Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung
auf Zeit (ohne tenure-track) zu besetzen.


Podiumsdiskussion zur bevorstehenden Landtagswahl

Eintrag vom 29.04.2010

Am Montag, den 3. Mai 2010, von 12 bis 14 Uhr findet in Zusammenarbeit mit dem ASTA in der AULA der Humanwissenschaftlichen Fakultät eine Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der im Landtag vertretenen Parteien zur bevorstehenden Landtagswahl statt. Schwerpunktmäßig soll es dabei um die Bildungs-, Schul- und Hochschulpolitik gehen.

Teilnehmer werden sein: Arndt Klocke (Landesvorsitzender der GRÜNEN), Ingrid Hack MdL (SPD Landtagsfraktion), Dr. Ute Dreckmann MdL (FDP Landtagsfraktion), Bärbel Beuermann(Spitzenkandidatin DIE LINKE), N.N.(CDU Landtagsfraktion)


Wege zur Schule der Vielfalt - Raimund Patt

Eintrag vom 29.04.2010

Das Thema Inklusion wird in Düsseldorf vielfältig diskutiert.
Wie ist der Stand der Dinge zurzeit in Düsseldorf? Wie ist die Sicht der betroffenen Eltern? Was ist eine „Inklusive Schule“? Wie können erste Schritte auf dem Weg zur Schule der Vielfalt konkret aussehen? Wie arbeitet man mit dem Index für Inklusion? Welches sind die Kriterien für ein Gelingen? Können Förderschulen, Grund- und weiterführende Schulen einen gemeinsamen Weg finden?

Die GEW Düsseldorf will einen inhaltlichen Beitrag leisten, der zur Zusammenarbeit und offenen Diskussion auffordert.

(Quelle: GEW, Stadtverband Düsseldorf)

Herr Raimung Patt stellt den Index für Inklusion im Rahmen der Veranstaltung vor um gemeinsam Wege und Möglichkeiten zur Förderung der Schulentwicklung zu erarbeiten.

Termin und Anmeldung unter folgendem Link:


Auf dem Weg zu einer anderen Schulkultur: Die Bedeutung von Geist und Haltung aus neurobiologischer Sicht

Eintrag vom 26.04.2010

Seit kurzem können Sie auch diesen Artikel als Volltext neben anderen Literaturtiteln des Wissenschaftlers Prof. Dr. Gerald Hüther in unserer Literaturdatenbank finden.

Ein überzeugender und fundierter Beitrag zur Notwendigkeit einer neuen Lernkultur! -Lesen Sie selbst:


Die Salamanca Erklärung und der Aktionsrahmen zur Pädagogik für besondere Bedürfnisse

Eintrag vom 22.04.2010

Im Zuge der durch die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen hervorgerufenen Debatten um die Begriffe Integration und Inklusion, ist nun auch eine aktualisierte Fassung der Salamanca Erklärung erschienen, in welcher nun auch im deutschsprachigen Raum der Begriff "Integration" durch den der "Inklusion" ersetzt wurde.

Lesen Sie den Volltext der aktualisierten deutschen Übersetzung des Salamanca Statements in unserer Literaturdatenbank oder unter folgendem Link:


Inklusion: Viele Modelle statt einer Schule für alle

Eintrag vom 22.04.2010

Die UN-Behindertenkonvention hat sich binnen eines Jahres als starker Motor für einen anderen Umgang mit behinderten Kindern im deutschen Schulsystem erwiesen. "Die Kultusminister sind informiert und alarmiert. Sie haben Hoffnungen begraben, dass sie ohne große Änderungen auskommen können", sagte die GEW-Vizevorsitzende Marianne Demmer dem dpa-Dossier Bildung Forschung. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Ludwig Spaenle (CSU), nannte die UN-Konvention eine "zentrale Wegmarke". "Die Umsetzung der Inklusions-Strategie bedeutet eine große Herausforderung", sagte er.

(Quelle: www.bildungsklick.de)

Lesen Sie den gesamten Artikel unter nachstehendem Link!


Integration / Inklusion und die Lehrerbildung an der Universität zu Köln - ein Gastbeitrag von Dr. Jürgen Münch

Eintrag vom 21.04.2010

Unter dem Stichwort "Entwicklung des BA / MA Lehramt Sonderpädagogik" finden Sie nun einen hochinformativen Beitrag von Herrn Dr. Jürgen Münch, welcher über die Neuorientierung der Lehrerbildung für eine inklusive Schule an der Universität zu Köln berichtet.

Lesen Sie selbst!


Literaturhinweis zur UN-Konvention

Eintrag vom 20.04.2010

Neben anderen Literaturhinweisen finden Sie in unserem UN-Konventions-Bereich nun auch den Beitrag: "Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung - Weg in eine inklusive Zukunft oder realitätsferne Utopie?", eine Staatsarbeit von R. Fink.

Wir werden Sie im Laufe der Zeit auf einige Beiträge / Volltexte hinweisen, die bei InKö veröffentlicht werden.


Kritik am rheinland-pfälzischen Aktionsplan wird laut

Eintrag vom 19.04.2010

"In einem Antrag der CDU-Landtagsfraktion heißt es u.a.: 'Der Landtag fordert die Landesregierung auf, 1. das Angebot an Förderschulen in allen Jahrgangsstufen im Sinne einer differenzierten Schullandschaft, die die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ins Zentrum stellt, zu erhalten.'"

(Quelle: www.kobinet-nachrichten.org, letzter Zugriff am 19.04.2010)

Lesen Sie selbst den gesamten Artikel und die Anmerkungen des Elternvereins mittendrin e.V. (www.eine-schule-fuer-alle.info)!


Initiative Bildungsfreundschaft

Eintrag vom 19.04.2010

Der ständig ansteigende Leistungsdruck im Kindesalter, "Kinder-Sortieren", Turbo-Abi, Lernen im Gleichschritt und ein völlig unterfinanziertes Schulsystem haben die Bildung einer neuen Bürgerinitiative auf den Plan gerufen. Die "Initiative Bildungsfreundschaft" will auf Ihrer Homepage über den BildungsBurnout in Deutschland informieren und eine Diskussionsplattform initiieren, die über reine Kritik hinaus Lösungswege entwickelt und zur aktiven Beteiligung aller Betroffenen anregt.
(Quelle: www.bildungsburnout.de, letzter Zugriff am 19.04.2010)

Für weitere Informationen schauen Sie in unserem Adressbereich!


Inklusionsfest NRW am 05. Mai 2010!

Eintrag vom 19.04.2010

Noch einmal zur Erinnerung:
Am 5. Mai, dem Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, wird in Düsseldorf vor dem Landtag das große Inklusionsfest NRW begangen. Erstmals seit Jahren werden tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene demonstrieren, dass die Veranstalter mit ihrer Forderung nach einem inklusiven Bildungssystem keine Randgruppe sind. Es lautet die Forderung nach einem inklusiven Bildungssystem. Das Ziel lautet: gute Bildung für alle. Es sollte klar sein: Inklusion ist kein Sparmodell. Außerdem geht man davon aus, dass die kommende Landesregierung, die vier Tage später gewählt wird, dieses Signal verstehen wird.

Verschaffen Sie sich weitere Informationen und seien auch Sie dabei am 05. Mai!


NRW-Bündnis "Eine Schule für Alle" fordert grundlegende Umkehr in Pädagogik und Schulsystem

Eintrag vom 19.04.2010

Beim Kongress "Eine Schule für Alle. Vielfalt leben!", der vom 12. bis 14. März in Köln stattfand, verabschiedeten die Anwesenden eine Erklärung des NRW-Bündnisses "Eine Schule für Alle", in der eine grundlegende Umkehr in Pädagogik und Schulsystem gefordert wird: "In einer SCHULE FÜR ALLE sind alle Kinder willkommen. Sie stärkt die Kinder und befähigt sie zu aktiver Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie orientiert sich an einem humanistischen Menschenbild, an Demokratie und an den Menschenrechten, wie sie in der UN- Kinderrechtskonvention und der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen festgeschrieben sind.

(Quelle: mittendrin e.V.)

Lesen Sie die gesamte Stellungnahme unter:


NRW kommt seiner Verpflichtung zum Aufbau eines inklusiven Bildungssystems (bisher) nicht nach

Eintrag vom 19.04.2010

Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Professor Vernor Muñoz Villalobos hat der Schulpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen eine Rüge erteilt. "Wir beobachten, dass Inklusion als Ziel bezeichnet wird, sagte Muñoz anlässlich der Eröffnung des Kongresses "Eine Schule für Alle. Vielfalt leben!" in Köln. Er sehe jedoch eine Asymmetrie zwischen Worten und Umsetzung. Was der UN-Berichterstatter diplomatisch ausdrückte, heißt auf gut deutsch: Nordrhein-Westfalen kommt seiner Verpflichtung zum Aufbau eines inklusiven Bildungssystems nicht nach.

(Quelle: mittendrin e.V.)

Lesen Sie den gesamten Artikel in der Dokumentation zur Fachtagung "Eine Schule für Alle. Vielfalt leben!" unter untenstehendem Link!


Inklusion – auch ein Thema für die Gymnasien (Fachgruppentreffen)

Eintrag vom 14.04.2010

Nach der allgemeinen Einführung in das Thema „Inklusion“ auf der Jahreshauptversammlung des Stadtverbandes der GEW Anfang März will man sich nun mit der Frage auseinandersetzen, was Inklusion für die Gymnasien und die dort unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer bedeutet und welche personellen, sachlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die gemeinsame Beschulung von behinderten und nichtbehinderten Kindern geschaffen werden müssen. Man will über den Stand der Diskussion berichten und gemeinsam notwendige Forderungen entwickeln.

(Quelle: Renate Aust, GEW, Stadtverband Düsseldorf, Fachgruppe Gymnasium)

Detaillierte Informationen zum Fachgruppentreffen finden Sie in unserer Termindatenbank!


Bayrische FDP will Lehrer schulartübergreifend ausbilden

Eintrag vom 13.04.2010

Die FDP macht Druck für weitere Reformen in der bayerischen Schulpolitik. Bildungsexpertin Renate Will (FDP) plädiert für grundlegende Änderungen in der Lehrerausbildung. Bayerns Lehrer sollen mittelfristig nicht mehr wie bisher streng getrennt nach Schulart ausgebildet, sondern flexibel je nach Bedarf eingesetzt werden – so dass ein Realschullehrer auch an der Mittelstufe des Gymnasiums unterrichten könnte. "Wir können es uns nicht länger leisten, neue Lehrer nur mehr rein schulartbezogen auszubilden und zu verbeamten", sagte Will in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

(Quelle: www.bildungsklick.de, 12.04.2010)


Wahlprogramm der Linken in leichter Sprache

Eintrag vom 12.04.2010

Unter dem nachstehenden Link finden Sie das Wahlprogramm der Partei die Linke für die kommende Landtagswahl in leichter Sprache!


Wahlprogramm von Bündnis 90 / die Grünen in leichter Sprache

Eintrag vom 12.04.2010

Das aktuelle Wahlprogramm der Grünen in leichter Sprache finden Sie unter untenstehendem Link!


Wahlprogramme zur Landtagswahl am 09. Mai 2010 in leichter Sprache

Eintrag vom 12.04.2010

Verschiedene Parteien haben sich auf den Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft gemacht und ihre Wahlprogramme auch in leichter Sprache abgefasst.
Hier finden Sie das Programm der NRW-SPD.


Workbook zur Tagung "meine ART - deine ART" erschienen

Eintrag vom 12.04.2010

Im März fand an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln die Tagung "meine ART - deine ART Inklusion und Empowerment in der kulturpädagogischen Arbeit
mit Kindern und Jugendlichen" statt.
Hierzu haben die Initiatoren nun ein workbook veröffentlicht, welches über die Seite der Humanwissenschaftlichen Fakultät verfügbar ist.
Schauen Sie selbst!


Ein Volksentscheid und die Aussichten auf Schulfrieden in Hamburg

Eintrag vom 10.04.2010

In gut drei Monaten werden Hamburger Bürger in einem Volksentscheid über die geplante Schulreform abstimmen. Knackpunkte sind das längere gemeinsame Lernen in der Primarstufe und das Elternrecht bei der Wahl der weiterführenden Schule. Prof. Dr. Valentin Merkelbach zeichnet in seinem Beitrag die bisherige Entwicklung nach und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Hamburger Schulsystems im Falle eines erfolgreichen Volksentscheids.

(Quelle: bildungsklick.de, 09.04.2010)

Lesen Sie selbst den gesamten Artikel!


"Integration reicht nicht – wir brauchen Inklusion"

Eintrag vom 08.04.2010

Porträt über den UN-Botschafter Vernor Munoz
Vernor Munoz ist ehrenamtlicher UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung. Im Jahr 2006 kam er nach Deutschland, um das hiesige Bildungssystem zu inspizieren. In seinem Bericht benannte er eine Reihe von Mängeln, darunter die Diskriminierung von Behinderten.

(Quelle: Publik, 07.04.2010)

Lesen Sie den gesamten Artikel auf Seite 7 des Online-Newsletters "Publik" von Herrn Bernd Siegel!
(anmelden unter: an@berndsiegel.de)


Schüler, Studierende und Lehrende laden alle Eltern, Erziehungsberechtigte und Interessierte zum Informationsabend mit Podiumsdiskussion ein: Bessere Bildung!?! Und welche wählen Sie?

Eintrag vom 08.04.2010

am: Dienstag 13.04.2010
19:00 bis 21:30 Uhr
In der Aula des Schillergymnasiums
Nikolausstraße 55, 50937 Köln

"Ziel dieser Veranstaltung ist die Sensibilisierung und somit auch die
Meinungsbildung. Denn bereits im Mai diesen Jahres wird wieder gewählt, und Sie
als Wähler entscheiden mit, wie das deutsche Bildungssystem gestaltet wird.
Wir haben für einen informativen Abend Referenten zu unterschiedlichen Themen
eingeladen.
Um Ihnen einen ersten Einblick zu bieten, wird Herr Ulrich Thöne, Vorsitzender
der GEW, mittels eines einführenden Vortrages mit dem Thema „Die Krise in der
Bildung“ verschiedene Perspektiven des Bildungssystems aufzeigen. Anschließend
haben wir für einen weiteren Überblick mehrere Experten für eine
Podiumsdiskussion eingeladen. Diese werden sich thematisch wie folgt zu
unterschiedlichen Bereichen des Bildungssystems äußern:

Monika Domke, Attac Köln: „Das Menschenbild im heutigen Bildungssystem“
Tobias Kaphegyi: G8 und Kopfnoten
Dr. Jürgen Münch, Universität Köln: UN-Konvention, Inklusion und Schulversagen
Antonia Kühn, DGB-Jugend NRW: Ausbildung und Arbeit, Jugendarbeitslosigkeit
Dr. Matthias Burchardt, Universität Köln: Ökonomisierung der Bildung, Hochschulen"
(Quelle: bildungsstreik-koeln.de)


„Gesprächskreis über die Zukunft der sonderpädagogischen Förderung" geschlossen

Eintrag vom 03.04.2010

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen hat gestern den „Gesprächskreis über die Zukunft der sonderpädagogischen Förderung" bereits nach seinem zweiten Treffen geschlossen. Ergebnisse wurden nicht erzielt. Weitere Beratungen seien vor der Wahl nicht mehr sinnvoll, erklärte Staatssekretär Günter Winands und stellte den geladenen Experten aus Parteien und Verbänden in Aussicht, dass eine zukünftige Landesregierung sicherlich auf die Expertenrunde wieder zukommen werde.
Schulministerin Barbara Sommer verweigerte auf Nachfrage von Elternvereinen jegliche Maßnahmen, betroffenen Kindern zum kommenden Schuljahr das von der UN- Behindertenrechtskonvention statuierte Recht auf Integration in eine allgemeine Schule zu gewährleisten. Elternvertreter äußern sich extrem enttäuscht über den Verlauf und das Ende der Expertenrunde (Quelle: mittendrin e.V.).

Lesen Sie den gesamten Artikel unter folgendem Link:


Gesamtschulstiftung gegründet

Eintrag vom 31.03.2010

Die "Gesamtschulstiftung" wurde mit Urkunde vom 11. Januar 2010 von der Bezirksregierung Köln unter Trägerschaft der GGG Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule (www.ggg-bund.de) als rechtsfähig und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.
Ziele der Stiftung sind "ein Schulsystem, in dem kein Kind beschämt oder seiner Lebenschancen beraubt wird". Die Stiftung arbeitet getreu dem Leitsatz, "dass gesellschaftlicher Fortschritt nur zu schaffen ist, wenn alle Schüler/innen individuell und gemeinsam gefördert werden."


"Inklusionsplan" für Köln!

Eintrag vom 30.03.2010

Der Rat der Stadt Köln hat am 23.03.2010 als erstes Parlament in NRW den Beschluss gefasst, einen "Inklusionsplan" für die örtlichen Schulen auszuarbeiten. Der Beschluss, welcher auf einen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zurückgeht, wurde einstimmig gefasst.
Nach Absicht der Stadt Köln soll das längere gemeinsame Lernen von Kölner Schülerinnen und Schülern nicht nur in Grund- sondern auch in Schulen der Sekundarstufe mittels eines "Inklusionsplanes" im Rahmen der Schulentwicklungsplanung gefördert werden. Insbesondere Vertreter der Zivilgesellschaft sollen zur Umsetzung des "Inklusionsplanes" zu Rate gezogen werden.
Des Weiteren wurde auch die Landesregierung NRW vom Rat der Stadt Köln aufgefordert, die für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen notwendigen und längst überfälligen gesetzlichen Änderungen zeitnah in Kooperation mit den Kommunen durchzuführen.
Der Elternverein mittendrin e.V. vermutet, dass es sich bei dem "Inklusionsplan" der Stadt Köln um eine Reaktion auf den seit Anfang Dezember vorliegenden Bürgerantrag von Kölner Eltern, in welchem ein eben solcher Plan gefordert wird, handelt.


Positionspapier zur inklusiven Bildung

Eintrag vom 30.03.2010

Am 19. März 2010 gab der Verband Sonderpädagogik e.V. ein neues Positionspapier zur inklusiven Bildung heraus. Das 2-seitige Dokument ist gegliedert in die Unterpunkte 1. Kultur der Inklusion als Ziel (Inklusionsorientierung, Ressourcenorientierung, Subjektorientierung), 2. Inklusion als Prozess, 3. Bedingungen des Gelingens inklusiver Bildung. Der Verband zieht das folgende Resümee: "Für den Prozess der inklusiven Bildung und der notwendigen Umstrukturierung im gesamten Bildungssystem müssen sich gesellschaftliche Haltungen und Einstellungen verändern sowie entsprechende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden."


Aktionsplan der Landesregierung Rheinland-Pfalz zur Umsetzung der UN-Konvention in leichter Sprache

Eintrag vom 29.03.2010

Der Aktionsplan der Landesregierung, welcher sich unter dem letztgenannten Link findet, liegt auch in leichter Sprache vor. Lesen Sie auch dieses Dokument!


Aktionsplan der Landesregierung Rheinland-Pfalz zur Umsetzung der UN-Konvention

Eintrag vom 29.03.2010

Am 25.03.2010 wurde auf einer Arbeitstagung in Mainz im Festsaal der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz ein Aktionsplan der Landesregierung zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vorgestellt. Malu Dreyer, die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes und der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Ottmar Miles-Paul hoben die Aspekte Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung, welche den knapp 200 Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen der Landespolitik und aus allen Ministerien zu Grunde liegen, besonders hervor. Man verfolge ehrgeizige Ziele, für die der vorgestellte Aktionsplan sowohl Rahmen, als auch Handlungsauftrag liefere. Malu Dreyer konstatierte "wir in Rheinland-Pfalz begreifen die UN-Konvention als Rückenwind für unsere Politik für und mit Menschen mit Behinderungen". Rheinland-Pfalz ist somit das erste Bundesland, welches nahezu exakt ein Jahr nach Inkrafttreten der UN-Konvention einen Aktionsplan entwickelt und bereits durch den Ministerrat verabschiedet hat.
Lesen Sie selbst das Dokument in der Originalfassung!


Inklusion erfordert Reformen in der Lehrerbildung

Eintrag vom 25.03.2010

Der Bayrische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V. plädiert für eine grundsätzliche Neustrukturierung des sonderpädagogischen Lehramtsstudiums, in deren Zentrum die "Auseinandersetzung mit der Heterogenität" stehe. Der BLLV schlägt das Modell eines dreigeteilten Studiums vor, welches aus Basisstudium, Profilstudium und Masterstudim bestehe. Die Inhalte des neuen Lehrplanes orientieren sich am Grundsatzpapier "Inklusion und die Auswirkungen auf das bayerische Schulsystem".
Lesen Sie selbst die Pressemeldung des BLLV!


Antwort des Regierungspräsidenten auf den offenen Brief

Eintrag vom 08.03.2010

Ende Februar erhielten Frau Prof’in Dr. Ziemen und Herr Dr. Münch eine durch den Regierungspräsidenten Lindlar in Auftrag gegebene Antwort auf ihren offenen Brief vom 26.01.2010. In diesem Schreiben nimmt Gertrud Bergkemper-Marks von der Bezirksregierung Köln Bezug auf die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung und verweist auf „einen Mentalitätswandel [an allgemeinen Schulen] der nicht ‚auf Knopfdruck’ zu erreichen [sei]“. Lesen Sie selbst in unserem Informationsbereich nach!


Häufig gestellte Fragen rund um Integration / Inklusion – Interaktiver FAQ

Eintrag vom 22.02.2010

Auf unserer Homepage finden Sie nun eine Sammlung von häufig gestellten Fragen zur schulischen Integration/ Inklusion. Zusammengestellt und bearbeitet wurde die Auswahl der Fragen in Zusammenarbeit mit dem Elternverein "Schule für alle e.V." und der Schulaufsicht der Stadt Köln.
Der FAQ stellt den Versuch dar, sich Fragen von Eltern zu nähern, die häufig auftreten und deren eindeutige Beantwortung oft nicht möglich ist.
Er ist als offener Bereich anzusehen, das heißt, Sie können sich gerne bei der Beantwortung der Fragen beteiligen. Senden Sie uns Antworten oder weitere offene Fragen! Über Ihre Beteiligung freuen wir uns sehr.
Das InKö-Team


Reaktionen auf den offenen Brief

Eintrag vom 11.02.2010

Die Diskussion um die neu zu errichtende Gesamtschule in Köln-Nippes ist weiter im Gange. Mittlerweile hat die Presse über den offenen Brief berichtet, eine Reaktion des Regierungspräsidenten Lindlar steht noch aus.
Die Bedeutung und die Aktualität des Ausbaus von Gesamtschulen wurde auf der Fachtagung "Längeres gemeinsames Lernen" deutlich, die von der Stadt Köln veranstaltet wurde.Einen Pressebericht über die Tagung und den generellen Verlauf der Diskussion über die neu einzurichtende Gesamtschule in Köln-Nippes können Sie in folgendem InKö-Bereich nachlesen:


Offener Brief an den Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Köln

Eintrag vom 26.01.2010

In einem offenen Brief wenden sich Frau Prof'in Dr. Ziemen, Hr. Dr. Jürgen Münch und zahlreiche Mitunterzeichner/innen an den Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Köln. Es geht dabei um den Gemeinsamen Unterricht an der neu zu errichtenden Gesamtschule in Köln-Nippes.

Bereits die Elterninitiative Kölner GU-Grundschulen hatte moniert, dass die neu zu errichtende Schule von Anfang an inklusiv ausgerichtet und eine Ganztagsschule sein muss.
Weitere Informationen zur bisherigen Diskussion um die neue Gesamtschule in Köln-Nippes finden Sie unter > Informationen > Regionales


Wegweiser für Eltern zum Gemeinsamen Unterricht

Eintrag vom 01.09.2009

Mit dem "Wegweiser für Eltern zum Gemeinsamen Unterricht" stellt die Bundesbeauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, eine Broschüre mit hilfreichen Informationen zum Gemeinsamen Unterricht und zum Weg in den Gemeinsamen Unterricht vor. Erarbeitet wurde die Broschüre vom Elternverband Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen e.V.


Erste Universitätsprofessur für Disability Studies in Deutschland

Eintrag vom 30.06.2009

Am 03. Dezember 2008 wurde die Professur „Soziologie in der Heilpädagogik unter besonderer Berücksichtigung sozialpolitischer Aspekte und des Sozialmanagements“ an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln in „Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies“ umbenannt.
Prof. Dr. Anne Waldschmidt bekleidet somit die erste Professur für Disability Studies in Deutschland.

Erforscht wird nicht nur der abstrakte Behinderungsbegriff, sondern auch das konkrete Leben von Behinderten.


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Integration / Inklusion Köln